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Veröffentlicht am 29.12.2025

✎ Milena Baisch - Anton 1 Anton taucht ab

Anton taucht ab
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Ein mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetes Kinderbuch weckt Erwartungen, auch bei erwachsenen Lesenden. Genau mit diesem Anspruch bin ich an „Anton taucht ab“ von Milena Baisch herangegangen ...

Ein mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnetes Kinderbuch weckt Erwartungen, auch bei erwachsenen Lesenden. Genau mit diesem Anspruch bin ich an „Anton taucht ab“ von Milena Baisch herangegangen - und wurde enttäuscht.

Anton bleibt mir bis zur letzten Seite unsympathisch. Seine Schlagfertigkeit kippt regelmäßig ins Beleidigende, während er sich gleichzeitig als konsequenter Gegner körperlicher Gewalt inszeniert. Verbale Verletzungen scheinen für ihn nicht zu zählen. Dass ein Kind in diesem Alter die Wirkung von Worten unterschätzt, mag realistisch sein, wirkt hier aber weder reflektiert noch gebrochen. Antons Verhalten empfand ich häufig als respektlos und anstrengend.

Stark ausgeprägt ist seine Flucht in eine digitale Parallelwelt, in der er Kontrolle, Stärke und Anerkennung erlebt. In der Realität dagegen fehlt es ihm sichtbar an sozialem Gespür. Diese Diskrepanz ist nachvollziehbar und sicher für viele junge Menschen anschlussfähig. Doch die Thematik wird nur angerissen, aber nicht vertieft, sodass kaum Orientierung oder Entwicklung erkennbar ist.

Besonders störend empfinde ich Antons Haltung gegenüber seinen Großeltern und den Ferien mit ihnen. Der Ton ist durchgehend abwertend, ohne dass der Text dem etwas entgegensetzt. Doch gerade Kinder in diesem Alter benötigen manchmal einen Spiegel, der ihnen vorgesetzt wird und dann jemand, der ihnen eine Lösung anbietet, um ausbrechen zu können. Da es im echten Leben oft nicht getan wird, würde ich mir wünschen, dass Bücher hier mehr Verantwortung übernehmen. Manche Kinder wünschen sich das innerlich vielleicht sogar.

Ähnlich verhält es sich mit seiner Sprache gegenüber anderen Kindern. Das mag als authentisch gemeint sein, hinterlässt jedoch ein schales Gefühl, weil Reflexion oder Konsequenzen weitgehend ausbleiben.

Dass Anton seine Großeltern belügt, ordne ich als altersbedingt und situativ sogar als Selbstschutz ein. Schwerer wiegt für mich der Umgang mit dem Fisch, der über Tage in einem Gurkenglas gehalten wird. Der Text problematisiert dieses Verhalten kaum, obwohl Tierethik gerade im Kinderbuch eine Rolle spielen sollte.

Am Ende bleibt für mich kein erkennbarer Mehrwert. Warum dieser Roman stellenweise als Schullektüre eingesetzt wird und welche Erkenntnisse Kinder daraus ziehen sollen, erschließt sich mir nicht. Die Figur entwickelt sich kaum, problematische Handlungen werden selten eingeordnet, und die angesprochenen Themen bleiben ohne tragfähige Tiefe. Insgesamt stelle ich den pädagogischen Gehalt infrage.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 18.11.2025

✎ Andreas Steinhöfel - Anders

Anders
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„Anders“ lag neulich im Tauchregal und da der Klappentext interessant klang, nahm ich es für eine kurze Lektüre zwischendurch mit.

Die Lektüre zog sich jedoch deutlich länger als erwartet, weil Steinhöfel ...

„Anders“ lag neulich im Tauchregal und da der Klappentext interessant klang, nahm ich es für eine kurze Lektüre zwischendurch mit.

Die Lektüre zog sich jedoch deutlich länger als erwartet, weil Steinhöfel den Stoff mit einem breiten Erzählfluss und permanenten Blickwechseln versieht. Der Text verlangt hohe Konzentration, nicht zuletzt wegen überladener Satzkonstruktionen - teilweise geht ein Satz über 9 Zeilen -, die das Erfassen des Handlungsverlaufs bremsten. Ich empfand die Form als unnötig verschachtelt und dadurch distanziert.

Der Roman bündelt eine Vielzahl an Motiven, setzt sie aber oft nur an und lässt sie ohne vertiefte Bearbeitung stehen. Das Ergebnis: thematische Überladung ohne nachhaltigen Erkenntnisgewinn. Somit erzeugt der Text zwar Impulse, doch die Menge der Denkanstöße überfordert bereits mich als Erwachsene. Für die angegebene Zielgruppe wirkt das ambitioniert.

Die letzten Kapitel eskalieren in eine Härte, die für junge Lesende grenzwertig ist. Einzelne Szenen sind so drastisch, dass sie sensiblere Kinder klar überfordern können. Dieser Kontrast verstärkt die Diskrepanz zwischen vermarktetem Anspruch und tatsächlicher Wirkung.

Unterm Strich blieb die Lektüre für mich unbefriedigend. Der Klappentext suggeriert einen anderen Schwerpunkt, während die tatsächliche Geschichte sich stärker auf Identitätsfragen, Wahrnehmung und familiäre Spannungen stützt.

Dass das Buch im Unterricht eingesetzt wird, erklärt sich durch seine Interpretierbarkeit. Die Vielzahl offener Fäden liefert Stoff für analytisches Arbeiten, weniger für ein stimmiges Leseerlebnis. Damit erfüllt „Anders“ für mich eher eine schulische als eine erzählerische Funktion.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 07.11.2025

✎ Gunda Frey - Kindern geben, was sie brauchen

Kindern geben, was sie brauchen
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Gunda Frey eröffnet das Buch mit starkem Fokus auf die eigene Person. Das prägt den Einstieg und verschiebt den Fokus, bevor sie zum Kern kommt. Erst danach rückt sie die strukturellen Fehlentwicklungen ...

Gunda Frey eröffnet das Buch mit starkem Fokus auf die eigene Person. Das prägt den Einstieg und verschiebt den Fokus, bevor sie zum Kern kommt. Erst danach rückt sie die strukturellen Fehlentwicklungen des Schulsystems in den Vordergrund. Ihre Kritik ist zutreffend: Lehrkräfte und Eltern erkennen die Defizite längst, doch zentrale Vorgaben verhindern substanzielle Veränderungen. Der Handlungsspielraum reduziert sich auf minimale Anpassungen im Unterricht, während grundlegende Reformen ausbleiben. So entsteht eine gewisse Ohnmacht gegenüber den Rahmenbedingungen.

Klarer wird der Text, sobald Frey die Wirkung nonverbaler und unterschwelliger Botschaften auf Kinder beschreibt. Der Satz „Wir senden Signale, immer“ (65%) wirkt, weil er den blinden Fleck der Erwachsenen trifft. Er zeigt die Lücke zwischen Erwachsenenwahrnehmung und kindlichem Erleben. Ihr Beispiel aus dem Alltag verdeutlicht, wie stark Kinder auf implizite Bedeutungen reagieren. Die Distanz zwischen Absicht und Wirkung zwingt zu präzisem Beobachten und korrigierendem Verhalten.

Frey arbeitet stark mit Fallbeispielen aus Familie und Praxis. Das gibt Nähe, aber kein Werkzeug. Fachfremde Lesende könnten hier Halt erwarten, bekommen aber wenig Struktur für konkrete Veränderungen. Besonders fehlt der Blick auf Familien unter Zeitdruck, auf Alleinerziehende oder Eltern, die stark auf Bildungsinstitutionen angewiesen sind. Die Lebensrealität wirkt ausgeblendet.

Obwohl Frey ankündigt, auf Fachterminologie zu verzichten, greift sie doch regelmäßig auf Begriffe zurück, die nicht definiert werden. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen Anspruch und Umsetzung. Die Sprache bleibt emotional und appellativ. Das erzeugt Intensität, aber keine analytische Schärfe. Für mich als Leserin war das wirksam, weil es zu Pause und Reflexion zwingt. Gleichzeitig fällt der begrenzte Nutzwert auf.

Ihr zentrales Muster ist der Ruf nach konsequenter Selbstreflexion der Erwachsenen. Das ist psychologisch nachvollziehbar, aber in der Realität begrenzt tragfähig. Frey konstruiert ein Modell, in dem Erwachsene stets reguliert, präsent und reflektiert agieren. Stress, finanzielle Belastung oder institutionelle Zwänge tauchen kaum auf. Dadurch entsteht ein theoretisches Ideal, das reale Umstände ignoriert und Schuldgefühle begünstigt. Die fehlende Einbettung in sozialpsychologische Zusammenhänge schwächt die praktische Anwendbarkeit.

Positiv bleibt der klare Appell an emotionale Verantwortung und die verständliche Vermittlung psychologischer Grundgedanken, was gerade für unerfahrene Eltern nutzbar ist. Fachlich betrachtet bleibt der Text jedoch oberflächlich, terminologisch ungenau und gesellschaftlich konservativ.

Hinzu kommen handwerkliche Defizite. Stellen wie „Männer haben einen Penis und Frauen eine Vagina oder Scheide. Männer und Frauen schlafen miteinander und haben so Sex, […]“ (81%) zeigen ein heteronormatives Weltbild und ein Lektorat, das grobe Vereinfachungen nicht korrigiert. Weitere Fehler wie „Bespreche […]“ wirken wie Durchrutscher. Für ein Buch dieser Reichweite ist das unzureichend.

Der Text transportiert klare Leitgedanken zu Perspektivwechsel, Leistungsdruck Beziehungsgestaltung und Selbstabgrenzung. Sie zeigen, was Frey erreichen will: Sensibilisieren, wachrütteln, zum Umdenken animieren. Das gelingt auf der emotionalen Ebene, nicht auf der analytischen. Das Resultat ist ein engagierter, aber einseitiger Appell, der ohne strukturelle Einbindung und ohne tragfähiges Handwerkszeug stehen bleibt.

©2025 Mademoiselle Cake

Zitate:

»Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für den Respekt vor der Individualität und den Bedürfnissen von Kindern.« (1%)

»Warum werden in den meisten Schulen schlechte Leistungen bewertet? Es wird benotet, was Kinder nicht können, aber ihre Stärken werden nicht gestärkt. Schule erzeugt DRuck auf verschiedenen Ebenen: […]« (7%)

»Aus diesem Grund habe ich dieses Buch geschrieben: In der Hoffnung, dass sich viele Menschen dazu herausfordern lassen, die Perspektive zu wechseln und wieder mit den Augen der Kinder sehen lernen wollen.« (10%)

»Ich habe dich lieb, immer, und du bist großartig. Aber dein Verhalten kann ich gerade nicht tolerieren.« (28%)

»Du bist nicht dein Kind und dein Kind ist nicht du« (33%)

»Mit ihrem Sein spiegeln Kindern das unsere.« (34%)

Veröffentlicht am 03.11.2025

✎ Andreas Winkelmann - Ihr werdet sie nicht finden

Ihr werdet sie nicht finden
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Ich hatte mir für den Finnlandurlaub vorgenommen, mal wieder etwas Spannendes zu lesen. Bei einem Besuch am offenen Bücherschrank fiel mir dann der Thriller „Ihr werdet sie nicht finden“ von Andreas Winkelmann ...

Ich hatte mir für den Finnlandurlaub vorgenommen, mal wieder etwas Spannendes zu lesen. Bei einem Besuch am offenen Bücherschrank fiel mir dann der Thriller „Ihr werdet sie nicht finden“ von Andreas Winkelmann in die Hände. Da ich bisher noch nichts von ihm gelesen habe, die Klappentexte seiner Bücher jedoch schon oft interessant fand, nahm ich es kurzerhand mit.

Der Einstieg machte mir zunächst auch Hoffnung: Zwei Erzählstränge, parallel geführt, die nach und nach zusammenlaufen.

Aber schon früh im Verlauf des Buchs hatte ich das Gefühl, viele Zusammenhänge überblicken zu können. Der Plot bleibt klar strukturiert und viele Wendungen wirkten auf mich vorhersehbar - das schmälerte den Spannungsaufbau. Die Auflösung war allerdings nicht komplett abzusehen. Dennoch empfand ich einen Teil davon als ziemlich konstruiert, fast an den Haaren herbeigezogen. Gleichzeitig jedoch hat er mich emotional sehr mitgenommen. Insgesamt bleibt der Spannungsbogen jedoch flach und der Thrill-Effekt ist deutlich geringer als erwartet.

Für mich las sich das Buch nicht wie ein klassischer Thriller, sondern eher wie ein Krimi: Die Ermittlungsarbeit steht im Vordergrund, weniger das Spiel mit Macht, unterschwelliger Bedrohung oder psychologischen Terror.

Warum man heutzutage noch den Begriff „Indianer“ verwenden muss, erschloss sich mir nicht. Direkt mehrfach ist er im Text zu finden. Eine Formulierung, die heute fragwürdig ist und leicht hätte vermieden werden können.

Ganz arg haben mich auch die italienischen Sätze im Originaltext gestört: „Come sta la tua figlia? Quanto al fine posso sposaria? […] Uno momento.“ (S. 303) Handwerklich sind sie grammatikalisch wie semantisch fehlerhaft.

Bei diesen zwei Dingen scheint das Lektorat nicht korrekt gearbeitet zu haben und ich persönlich empfinde dies als wirklich ganz große Schwäche.

Winkelmanns Schreibstil wirkt auf mich insgesamt solide: Er liefert eine flüssige Erzählweise, klar verständlich, mit Blick auf eine Leserschaft, die Unterhaltung erwartet. Dennoch reicht mir dieser Stil nicht aus, um den Thriller voll zu tragen. Für mich machte gerade der fehlende dramatische Spannungsaufbau den Unterschied.

Obwohl sich die Klappentexte seiner Thriller interessant lesen, bin ich nicht sicher, ob ich noch einen von ihnen lesen werde, denn „Ihr werdet sie nicht finden“ blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück. Wer jedoch einen gut lesbaren Krimi mit soliden Figuren und einem überraschenden Ende sucht, dem könnte das Buch genügen.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 30.09.2025

✎ Vicky Cowie - Geschichten aus dem Muckligwald: Von Feen, Kelpies und magischen Maikäfern

Geschichten aus dem Muckligwald – Geschenkbuch mit Zeichnungen von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy
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Ich hatte mich wahnsinnig auf „Geschichten aus dem Muckligwald: Von Feen, Kelpies und magischen Maikäfern“ von Vicky Cowie gefreut. Der Titel und die Gestaltung klangen wie eine Einladung in eine märchenhafte ...

Ich hatte mich wahnsinnig auf „Geschichten aus dem Muckligwald: Von Feen, Kelpies und magischen Maikäfern“ von Vicky Cowie gefreut. Der Titel und die Gestaltung klangen wie eine Einladung in eine märchenhafte Welt, anders als vieles, was wir schon im Regal haben.

Aber leider blieb das Buch bei mir hinter den Erwartungen zurück. Der Einstieg wirkt charmant: Oma besucht ihre Enkelkinder, erzählt Geschichten - alles in Reimform. Doch das Reimen erweist sich bald als Stolperfalle. Manche Verse geraten holprig und der Rhythmus bricht an Stellen, an denen ich als Lesende hängengeblieben bin. Das passiert nicht nur einmal, sondern prägt das Lesegefühl über viele Seiten hinweg. Mitunter ist die Sprache für jüngere Kinder, für die es empfohlen wird, zu anspruchsvoll.

Die Geschichten selbst schwanken stark in ihrer Qualität. Einige sind tatsächlich sehr süß und fantasievoll, andere wiederum wirken schwierig. Besonders die Geschichte über einen Maulwurf hat mich aufgewühlt. Die Darstellung enthält Elemente, die ich für ein Kinderbuch problematisch finde: das Bild vom „Kampfgebiet Rasen“, das Töten von Tieren, Vergleiche, die harten Bildern nahekommen, und Aussagen, die stereotypisch oder diskriminierend wirken. In solchen Momenten frage ich mich: Ist das noch kindgerecht?

Hier ein paar konkrete Beispiele:

„Der Rasen war sein Kampfgebiet.“ (S. 120)
Ich möchte gerade in der heutigen Zeit in so einem Buch nichts über Krieg lesen. Damit hatte ich auch nicht gerechnet.

„[…] mit Wams aus Maulwurfsfell.“ (S. 133)
Meiner 7-Jährigen möchte ich beim Erzählen einer Gute-Nacht-Geschichte nicht erklären müssen, dass manche Leute Tiere töten, um sie anzuziehen.

„[…] denn Bräunlich roch nach Schweiß.“ (S. 137)
Es gibt viele Gründe, warum Menschen nach Schweiß riechen. Dafür muss man sie nicht verurteilen.

„Am besten RÄUCHERT man sie aus, […]“ (S. 137)
Das ruft in mir als Erwachsene ganz schlimme Bilder hervor und möchte ich so in einem Kinderbuch auch nicht lesen (müssen).

„Für dieses dumme Spiel von Krieg ist so viel Geld geflossen. Hast ohne Rücksicht auf Verlust mit Kanonen auf Spatzen geschossen!“ (S. 157)
Für mich ist das eine Anspielung auf jedwede Kriege. Und die Aussage an sich ist auch richtig. Doch nochmal: Das gehört für mich nicht in solch ein Kinderbuch!

Auch die Illustrationen, auf die ich mich sehr gefreut hatte, lösen bei uns nicht die erwünschte Begeisterung aus. Zwar tragen sie den erkennbaren Stil Mackesys, doch liebevolle Details fehlen mitunter. Der Junge in der zweiten Geschichte sieht auf unterschiedlichen Seiten unterschiedlich aus. T-Shirt, Kopf etc. variieren ohne erkennbaren Grund - das zieht mich aus der Geschichte hinaus. Ganz selten fühlt sich eine Illustration so an, wie ich es mir für das ganze Buch gewünscht hätte. Lediglich die erste Erzählung strahlt das Magische auch in ihren Bildern aus.

Das Buch hat Potenzial - es ist schön gestaltet, mit guten Ideen -, aber manchmal schießt es über das Ziel hinaus, ohne dass ich sicher bin, ob es seinem Zielpublikum guttut. Vielleicht funktioniert es besser bei Kindern, die Sprache gewohnt sind, mit metaphorischen oder ausgefallenen Bildern.

Wer Märchen und fantasievolle Wesen liebt, wer sich an nostalgisch-stilisierten Illustrationen erfreut und wer Vorlesezeit nicht bloß als Schnellprogramm sieht, findet hier etwas, das verzaubert. Wer aber ein leicht zugängliches Buch für kleine Kinder erwartet, mit klaren Reimen, erkennbarem Bild und ohne harte Begriffe, könnte enttäuscht sein.

©2025 Mademoiselle Cake