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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Es verdüstert sich!

Magisterium - Das 4. Jahr
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Im vierten Band der Magisterium-Reihe nimmt die Handlung nochmals eine Wendung ins Dunklere. Zu Beginn des Buchs befindet sich Callum bereits seit sechs Monaten im Panoptikum, was seiner humorvollen, zynischen ...

Im vierten Band der Magisterium-Reihe nimmt die Handlung nochmals eine Wendung ins Dunklere. Zu Beginn des Buchs befindet sich Callum bereits seit sechs Monaten im Panoptikum, was seiner humorvollen, zynischen Art aber keinen Abbruch tut.

Ich habe die Reihe bereits vor einigen Jahren auf Englisch als Hörbücher gehört und muss sagen, dass sie mir diesmal deutlich besser gefällt! Vielleicht liegt es an der tollen Übersetzung von Anne Brauner oder der wunderschönen Aufmachung dieser Neuauflage - oder es war damals einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich der Reihe noch eine Chance gegeben habe!

Im Vergleich zu den vorherigen Bänden muss ich aber sagen, dass die Handlung in diesem Band ein wenig auf der Stelle tritt. Der Konflikt zwischen Gut und Böse, dem Call diesmal besonders ausgesetzt ist, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein, was zwar interessant ist, aber nicht so viel Spannung erzeugt. Von mir aus hätte das Buch gern mehr als knapp 250 Seiten haben können, wenn dafür ein bisschen mehr Action enthalten gewesen wäre.

Insgesamt bin ich dennoch sehr angetan und die Weichen für den Abschlussband sind gestellt!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Optik macht inhaltliche Schwächen wett

Der Sommer, der uns blieb
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Dieses Buch besticht in erster Linie durch seine Optik - ich habe wirklich selten ein so schön aufgemachtes Buch lesen dürfen. Cover, Schutzumschlag, Farbschnitt und die Kapitelanfänge sind aufeinander ...

Dieses Buch besticht in erster Linie durch seine Optik - ich habe wirklich selten ein so schön aufgemachtes Buch lesen dürfen. Cover, Schutzumschlag, Farbschnitt und die Kapitelanfänge sind aufeinander abgestimmt gestaltet und versetzen einen beim Lesen in nostalgische Sommerstimmung. Das Highlight ist dabei eine halbtransparente illustrierte Seite mitten im Buch, die die drei Hauptcharaktere in ihrer Kindheit am See zeigt und die einfach unfassbar schön ist.
Den Verlag sollte man auf jeden Fall im Auge behalten!

Die schöne Aufmachung macht für mich zum Teil die sprachlichen Schwächen wett, die das Buch definitiv hat. Der Schreibstil wirkt sehr unausgegoren, vor allem die vielen kurzen Sätze bringen den Lesefluss ganz schön ins Stocken. Die Autorin erklärt Szenen über, anstatt sie einfach wirken zu lassen (Stichwort show don't tell). Außerdem sind manche gewählte Metaphern wirklich seltsam. Ich saß einige Male da und habe gerätselt, was genau damit gesagt werden soll..

Inhaltlich beschreibt Greta Herrlicher eine interessante Dreiecksgeschichte dreier Jugendfreunde, bleibt dabei jedoch sehr oberflächlich. Besonders die Dialoge sind sehr gestelzt und lebensfern, sodass man nicht das Gefühl hat, hier realen Personen zuzuschauen. Die Charaktere bleiben so auf Distanz und bis zum Schluss fühlt man sich ihnen kaum verbunden.
Die Geschichte selbst ist dabei durchaus interessant und hätte Potential für mehr gehabt.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Etwas flach

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Dies ist der kurzweilige Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe der bekannten Autorin Britta Sabbag. Es geht um Tyl, der im 12. Jahrhundert lebt und eigentlich gern ein Ritter werden würde - nur ist er dafür ...

Dies ist der kurzweilige Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe der bekannten Autorin Britta Sabbag. Es geht um Tyl, der im 12. Jahrhundert lebt und eigentlich gern ein Ritter werden würde - nur ist er dafür zu klein, zu schwach und kann nicht einmal reiten. Als er im Wald einen riesigen verletzten Adler findet, ändert sich sein Leben komplett.

Mich hat an diesem Buch in erster Linie das Setting im europäischen Mittelalter angesprochen. Die Lebensrealität armer Menschen wird (zumindest für mich als Laie) realistisch und schonungslos dargestellt.
Die Story ist wahrlich nicht neu und erinnert an andere Geschichten wie Drachenzähmen. Allerdings ist die magische Verbindung zu einem Wesen und das Finden der eigenen Bestimmung auch ein sehr ansprechendes Thema für Kinder.

Ich muss jedoch sagen, dass mir hier ein bisschen die Tiefe gefehlt hat. Mit 120 Seiten hat das Buch einen guten Umfang für 8- bis 10-jährige, aber die Handlung wird so schnell runtergerattert, dass man kaum hinterherkommt. Es bleibt kaum Raum für Charakterentwicklung oder wirklichen emotionalen Tiefgang.
Ich finde außerdem seltsam, dass manche Charaktere und Adler englische Namen haben, das ergibt meiner Meinung nach wirklich gar keinen Sinn und verwirrt nur.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Nicht die gewohnte Schlagkraft

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Ich war sehr gehypet von der Ankündigung dieses Buchs und habe mich besonders gefreut, es wie schon die Vorgängerbände als Hörbuch zu konsumieren. Die Stimmen von Marc-Uwe, dem Känguru, Herta usw. wieder ...

Ich war sehr gehypet von der Ankündigung dieses Buchs und habe mich besonders gefreut, es wie schon die Vorgängerbände als Hörbuch zu konsumieren. Die Stimmen von Marc-Uwe, dem Känguru, Herta usw. wieder im Ohr zu haben, war fantastisch und hat mich total in der Zeit zurückversetzt.

Klar habe ich auch diesmal viel gelacht, jedoch hat mich dieser fünfte Band inhaltlich weniger abgeholt. Vielleicht liegt es daran, dass ich die ersten (Hör-)Bücher super oft gelesen bzw. gehört habe, aber ich habe das Gefühl, dass diese viel kohärenter und stimmiger waren. Zwar gibt es auch hier sowas wie einen roten Faden, aber insgesamt haben sich viele Kapitel wie eine Wiederholung der immer gleichen Problematiken und Argumente angefühlt.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass dieser Teil weniger zeitlos ist als die vorherigen und sich womöglich schnell aus der Zeit gefallen anfühlen wird, da wirklich viele aktuelle Referenzen drin sind.
Ich war sehr gehypet von der Ankündigung dieses Buchs und habe mich besonders gefreut, es wie schon die Vorgängerbände als Hörbuch zu konsumieren. Die Stimmen von Marc-Uwe, dem Känguru, Herta usw. wieder im Ohr zu haben, war fantastisch und hat mich total in der Zeit zurückversetzt.

Klar habe ich auch diesmal viel gelacht, jedoch hat mich dieser fünfte Band inhaltlich weniger abgeholt. Vielleicht liegt es daran, dass ich die ersten (Hör-)Bücher super oft gelesen bzw. gehört habe, aber ich habe das Gefühl, dass diese viel kohärenter und stimmiger waren. Zwar gibt es auch hier sowas wie einen roten Faden, aber insgesamt haben sich viele Kapitel wie eine Wiederholung der immer gleichen Problematiken und Argumente angefühlt.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass dieser Teil weniger zeitlos ist als die vorherigen und sich womöglich schnell aus der Zeit gefallen anfühlen wird, da wirklich viele aktuelle Referenzen drin sind.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Luft nach oben

Spielverderberin
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"Spielverderberin" erzählt die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy, drei Freundinnen aus Schulzeiten, deren Freundschaft den Übergang ins Erwachsenenleben nur bedingt überstanden hat. Mich hat das Cover ...

"Spielverderberin" erzählt die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy, drei Freundinnen aus Schulzeiten, deren Freundschaft den Übergang ins Erwachsenenleben nur bedingt überstanden hat. Mich hat das Cover sehr angesprochen, mich hat es in Verbindung mit dem Klappentext direkt zum Nachdenken angeregt.

Von der ersten Seite an stehen Dinge im Raum, Geschehnisse in der Vergangenheit, an denen die Beziehung zu bröckeln begonnen hat und in verschiedenen Zeitebenen wird dargestellt, wie die drei jungen Frauen vorher und seitdem miteinander umgehen.

Ich persönlich hatte ein paar Probleme mit den Zeitsprüngen, da nicht immer eindeutig ist, in welcher Zeit und Phase der Freundschaft sich die Handlung gerade abspielt.

Generell finde ich, dass die Geschichte noch Luft nach oben gehabt hätte. Sowohl in der Darstellung der Charaktere als auch der Entwicklung der Handlung gibt es meiner Meinung nach Verbesserungsbedarf. Aufgrund des relativ geringen Umfangs haben die Protagonistinnen nicht den Raum, wie dreidimensionale Figuren zu wirken und sind deshalb unnahbar und nicht besonders eingängig.

Gefallen haben mir allerdings die Gedanken zum Thema Dorf/Stadt, den Klischees und Spannungen und der Scham/Wut/Unsicherheit, die damit einhergehen.

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