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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2025

Abgefahrener Lesetrip

Belladonnas
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Ich war nach dem Lesen des Klappentextes sehr gespannt auf dieses Buch und mein guter erster Eindruck hat sich beim Lesen definitiv bestätigt. Ich habe die Geschichte innerhalb von zwei Tagen förmlich ...

Ich war nach dem Lesen des Klappentextes sehr gespannt auf dieses Buch und mein guter erster Eindruck hat sich beim Lesen definitiv bestätigt. Ich habe die Geschichte innerhalb von zwei Tagen förmlich inhaliert und hatte eine großartige Zeit damit.

Ich mag Bücher mit moralisch fragwürdigen Charakteren - und Julie Chan ist hierfür ein fantastisches Beispiel. Man kann ihre Handlungen kaum gutheißen, aber kann man sie ihr wirklich verübeln?

Außerdem hat die zynische Abrechnung der Autorin mit der Influencerwelt einfach Spaß gemacht. Ich verbringe ja selbst viel zu viel Zeit im Internet und habe einige Anspielungen und wörtliche Zitate wiedererkannt. Ich habe gelesen, dass die Autorin selbst eine Weile Skincare-Influencerin war, wodurch beispielsweise die Darstellung von Werbedeals und ihren Hintergründen im Buch sehr authentisch wirkt.

Die ersten 200 Seiten war ich absolut begeistert vom Buch, aber dann wurde es mir leider ein bisschen zu abgedreht. Wenn man die Handlung nicht zu ernst nimmt und sich auf ein bisschen Verrücktheit einstellt, kann man mit "Belladonnas" eine tolle Zeit haben.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Abschied vom Magisterium

Magisterium - Das 5. Jahr
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Mir hat der fünfte Teil besser gefallen als der letzte - wahrscheinlich, weil wir uns für Callums letztes Schuljahr wieder zurück ins Magisterium begeben und so die Atmosphäre der ersten drei Bände wieder ...

Mir hat der fünfte Teil besser gefallen als der letzte - wahrscheinlich, weil wir uns für Callums letztes Schuljahr wieder zurück ins Magisterium begeben und so die Atmosphäre der ersten drei Bände wieder auflebt.

Wie schon in Band 4 befasst sich die Handlung auch diesmal viel mit Calls inneren Konflikten und der Vorbereitung auf den Kampf gegen das Chaos. Diesmal gibt es glücklicherweise wieder mehr actionreiche Szenen, die die Seiten nur so dahinfliegen lassen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass neben den Protagonisten einige neue Charaktere im Fokus stehen. Insgesamt hätte das Buch, besonders als Abschlussband, gern etwas dicker sein dürfen. Mir persönlich war es als Ende etwas zu gehetzt.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Es verdüstert sich!

Magisterium - Das 4. Jahr
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Im vierten Band der Magisterium-Reihe nimmt die Handlung nochmals eine Wendung ins Dunklere. Zu Beginn des Buchs befindet sich Callum bereits seit sechs Monaten im Panoptikum, was seiner humorvollen, zynischen ...

Im vierten Band der Magisterium-Reihe nimmt die Handlung nochmals eine Wendung ins Dunklere. Zu Beginn des Buchs befindet sich Callum bereits seit sechs Monaten im Panoptikum, was seiner humorvollen, zynischen Art aber keinen Abbruch tut.

Ich habe die Reihe bereits vor einigen Jahren auf Englisch als Hörbücher gehört und muss sagen, dass sie mir diesmal deutlich besser gefällt! Vielleicht liegt es an der tollen Übersetzung von Anne Brauner oder der wunderschönen Aufmachung dieser Neuauflage - oder es war damals einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich der Reihe noch eine Chance gegeben habe!

Im Vergleich zu den vorherigen Bänden muss ich aber sagen, dass die Handlung in diesem Band ein wenig auf der Stelle tritt. Der Konflikt zwischen Gut und Böse, dem Call diesmal besonders ausgesetzt ist, nimmt einen großen Teil der Geschichte ein, was zwar interessant ist, aber nicht so viel Spannung erzeugt. Von mir aus hätte das Buch gern mehr als knapp 250 Seiten haben können, wenn dafür ein bisschen mehr Action enthalten gewesen wäre.

Insgesamt bin ich dennoch sehr angetan und die Weichen für den Abschlussband sind gestellt!

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Ziemlich wirr

Darkly
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Ich bin ja seit Night Film großer Fan von Marisha Pessl und habe ebenfalls in diesem Buch damals das mixed-media-Format lieben gelernt. Ich habe mich demnach sehr auf diese Neuerscheinung hier gefreut, ...

Ich bin ja seit Night Film großer Fan von Marisha Pessl und habe ebenfalls in diesem Buch damals das mixed-media-Format lieben gelernt. Ich habe mich demnach sehr auf diese Neuerscheinung hier gefreut, muss aber sagen, dass mich Darkly nicht vollends abholen konnte.

Zum Teil könnte das daran liegen, dass ich nicht die Zielgruppe des Romans bin - die Altersempfehlung ist immerhin ab 12 Jahren. Ich wüsste andererseits aber auch nicht, welchem Jugendlichen ich das Buch empfehlen würde, da es schon sehr düster und relativ erwachsen geschrieben ist.

Mein größtes Problem beim Lesen war aber die verwirrende Handlung. Ich spiele wirklich viele Brettspiele, auch komplizierte, Stunden andauernde, aber hier ist es mir schwer gefallen, dem Spiel, seinen Regeln und generell allem, was abgeht, zu folgen.
Dies hat schließlich leider auch dazu geführt, dass ich mich ziemlich zum Weiterlesen zwingen musste.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Optik macht inhaltliche Schwächen wett

Der Sommer, der uns blieb
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Dieses Buch besticht in erster Linie durch seine Optik - ich habe wirklich selten ein so schön aufgemachtes Buch lesen dürfen. Cover, Schutzumschlag, Farbschnitt und die Kapitelanfänge sind aufeinander ...

Dieses Buch besticht in erster Linie durch seine Optik - ich habe wirklich selten ein so schön aufgemachtes Buch lesen dürfen. Cover, Schutzumschlag, Farbschnitt und die Kapitelanfänge sind aufeinander abgestimmt gestaltet und versetzen einen beim Lesen in nostalgische Sommerstimmung. Das Highlight ist dabei eine halbtransparente illustrierte Seite mitten im Buch, die die drei Hauptcharaktere in ihrer Kindheit am See zeigt und die einfach unfassbar schön ist.
Den Verlag sollte man auf jeden Fall im Auge behalten!

Die schöne Aufmachung macht für mich zum Teil die sprachlichen Schwächen wett, die das Buch definitiv hat. Der Schreibstil wirkt sehr unausgegoren, vor allem die vielen kurzen Sätze bringen den Lesefluss ganz schön ins Stocken. Die Autorin erklärt Szenen über, anstatt sie einfach wirken zu lassen (Stichwort show don't tell). Außerdem sind manche gewählte Metaphern wirklich seltsam. Ich saß einige Male da und habe gerätselt, was genau damit gesagt werden soll..

Inhaltlich beschreibt Greta Herrlicher eine interessante Dreiecksgeschichte dreier Jugendfreunde, bleibt dabei jedoch sehr oberflächlich. Besonders die Dialoge sind sehr gestelzt und lebensfern, sodass man nicht das Gefühl hat, hier realen Personen zuzuschauen. Die Charaktere bleiben so auf Distanz und bis zum Schluss fühlt man sich ihnen kaum verbunden.
Die Geschichte selbst ist dabei durchaus interessant und hätte Potential für mehr gehabt.

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