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Veröffentlicht am 04.05.2026

Abwechslungsreiche Story mit vielen Themen

Konstantins Antrag
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Konstantins dritter unfreiwilliger Fall dieser Cosy-Crime-Reihe hat mir genauso gut gefallen wie schon die anderen Bände zuvor. An Konstantin schätze ich, dass er ein normaler Mensch ist. Er ist nicht ...

Konstantins dritter unfreiwilliger Fall dieser Cosy-Crime-Reihe hat mir genauso gut gefallen wie schon die anderen Bände zuvor. An Konstantin schätze ich, dass er ein normaler Mensch ist. Er ist nicht genial oder perfekt und weit davon entfernt, alles wie Sherlock Holmes zu durchschauen. Er hat einen außergewöhnlichen Beruf (Bestatter), steckt aber genauso wie alle anderen in einem Alltag zwischen Arbeit, Familie und Freunden mit alltäglichen Aufgaben und persönlichen Macken und Problemen. Er ist ehrlich zum Leser, aber nicht immer zu sich selbst, und er hofft, dass sich seine Probleme von allein auflösen, ohne dass er sich den Konsequenzen stellen muss. Der Mord am Biolandwirt und Gastronomen Lochstampfer kommt dann noch oben drauf, als sich Konstantin gerade der für ihn nicht einfachen und noch neuen Aufgabe stellt, auf seine Zwillinge aufzupassen. Allerdings liefert der Mord auch eine Ausrede, sich gewissen Dingen zu entziehen. Das alles hat die Autorin Coco Eberhardt sehr gewandt koordiniert. Als Leserin hatte ich immer das Gefühl, genau am richtigen Punkt in der Geschichte zu sein. Die vielen Themen waren sehr professionell und unterhaltsam mit einander verwoben. Der Text ist sehr abwechslungsreich und interessant. Sprachlich finden sich kreative, witzige Bilder, die sich genauso harmonisch einfügen wie die ein oder andere verrückte Begebenheit (ich fand es lustig, wie oft da jemand aus dem Busch kommen kann). Das Ende kam zwar ein bißchen schnell. Aber das entspricht dem Konzept, nach dem Konstantin nicht der Einzige ist, der an dem Fall arbeitet: Der exzentrische Professor Hackspiel (Anwalt/Detektiv) überrascht wieder einmal mit seinen Auftritten und die Frau Dünnbier von der Mordkommission liefert mit ihrem breiten Dialekt das bayrische Flair für diesen München-Krimi. Wobei ich diese Zuschreibung eigentlich nicht treffend finde, weil die Story eigentlich kaum auf die Stadt München eingeht; sie spielt halt da, weil Konstantin dort wohnt und sein Geschäft hat, aber die Stadt und ihre Örtlich- und Persönlichkeiten werden kaum erwähnt. Mir hat jedoch nichts gefehlt. Es finden sich einige Tippfehler, welche jedoch nicht dazu führen sollen, dass dieser Roman von mir weniger als 5 Sterne erhält.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Eine lebhafte, interessante Geschichte mit herrlich normalen, netten Figuren

Konstantins Erbe
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Wer hätte es gedacht, dass man so viel Ärger bekommen kann, weil man einfach nur seinen Job macht und jemand beerdigt. Aus Konstantins ersten Nachfragen werden rasch richtige Ermittlungen, die ihn zuerst ...

Wer hätte es gedacht, dass man so viel Ärger bekommen kann, weil man einfach nur seinen Job macht und jemand beerdigt. Aus Konstantins ersten Nachfragen werden rasch richtige Ermittlungen, die ihn zuerst an den Bodensee und dann bis nach Bozen führen. Dass es Reisebeschränkungen wegen Corona gibt und man eigentlich etwas Verbotenes tut, stresst Konstantin zusätzlich. Aber er will es eben einfach wissen und die Polizei kann er nicht fragen. Das ist alles sehr einleuchtend und interessant erzählt. Es gibt immer wieder kleine oder größere Wendungen, die die Geschichte am Laufen halten. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch gewesen, vor allem durch ihr Verhältnis zu einander. Man zwiebelt sich, ist auch mal kurz angebunden. Aber das Vertrauen und die Verlässlichkeit zwischen Konstantin und Chrissy bzw. Franz sind deutlich spürbar. Mir gefällt auch, dass es normale Menschen sind, mit denen man sich leicht identifizieren kann. Gut, Konstantin hört und sieht den Geist seiner Großtante Fanny. Aber die wirkt wenig esotherisch und eher so, als wäre sie real. Oft treibt sie Konstantin mit einem Satz an oder warnt ihn, als ob er genau das gerade braucht. Mit ihrem Dialekt ist sie das einzige bayerische Element. Lokalkolorit habe ich so viel nicht gefunden und dann eher noch in Südtirol als München. Damit kann ich aber eh wenig anfangen und bin froh, dass es mir erspart blieb. Die Geschichte ist, wie jeder Band der Reihe, in sich fast geschlossen. Die Figuren werden natürlich älter und es ändert sich manches bei ihnen. Und so war es, nachdem ich bereits spätere Bände gelesen gabe, interessant genauer zu erfahren, woher sich Konstantin und Flora kennen. Die Geschichte war nicht immer unvorhersehbar. Manches dachte ich mir gleich, anderes war erst kurzfristig zu erahnen. Es hat mir trotzdem Spass gemacht, den Krimi zu lesen, und ich gebe ihm trotz einiger Tippfehler 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Keine klassische Liebesgeschichte, eher Coming of Age, interessante, lebensechte Geschichte

Langosch zum Frühstück
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Inhalt: Julian ist Mitte 30, als ihm seine Jugendliebe Isi gesteht, dass sie schwanger ist. Natürlich nicht von Julian, denn es ist lange bereits aus zwischen ihnen. Sie ist schwanger von ihrer Langzeitbeziehung ...

Inhalt: Julian ist Mitte 30, als ihm seine Jugendliebe Isi gesteht, dass sie schwanger ist. Natürlich nicht von Julian, denn es ist lange bereits aus zwischen ihnen. Sie ist schwanger von ihrer Langzeitbeziehung Antonio, den Julian nicht leiden kann. Julian ist von dieser Neuigkeit ein wenig erschüttert, denn Isi ist ihm immer noch wichtig, und er denkt, dass sich jetzt alles für ihn (nicht zum Guten) ändert.

Bewertung: In diesem Roman erlebt man keine klassische Liebesgeschichte mit. Vielmehr blickt Julian an diesem Wendepunkt zurück auf sein Leben und versucht gleichzeitig in der Gegenwart, die Situation zu bewältigen. Man erfährt, wie das denn war und mit der Zeit wurde zwischen Julian und Isi, und welche wichtigen Beziehungen es in Julians Leben überhaupt gab und gibt. Dabei geht es um Frauen, aber auch um Freunde und Familie. Die Geschichte beginnt am ersten Wendepunkt von Julians Leben: dem Tag, als er und seine Mutter nach der Scheidung in die neue Wohnung gezogen sind. An diesem Tag traf er auch Isi, die im selben Haus lebte. Noch im selben Kapitel macht die Geschichte ihren ersten Sprung, zur Gegenwart und dem nächsten Umbruch. Auf diese Weise springt die Handlung immer wieder hin und zurück; in die Vergangenheit, ins Heute, und von einer wichtigen Begegnung zur nächsten. Trotzdem kann man dem Ganzen leicht folgen. Erzählt aus der Ich-Perspektive und aus Julians Augen heraus, ist der Leser stets mitten im Geschehen und hat nie das Gefühl, nicht durchzublicken, obwohl sich Julians Geschichte in allen Details erst mit der Zeit enthüllt. Ich fand den Aufbau der Story sehr geschickt und die Art, wie sich alles schlüssig, verständlich und interessant zusammensetzt, kunstvoll. Auch sprachlich fand ich das Buch schön. Die Sprache ist klar und effizient - mit wenigen Worten werden Situationen und Personen trotzdem lebendig beschrieben. Die Figuren wirken sehr authentisch und lebensecht. Von mir erhält das Buch eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Ein Ideal-Beispiel für Cosy Crime, sehr abwechslungsreich und überraschend

Konstantins Dilemma
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Inhalt: Konstantin Schwarz (Konni) ist Anfang 30 und Bestatter in dem von ihm geführten Münchner Familienunternehmen. Er tut sich ein bißchen schwer mit anderen Menschen und damit, auf sich aufzupassen. ...

Inhalt: Konstantin Schwarz (Konni) ist Anfang 30 und Bestatter in dem von ihm geführten Münchner Familienunternehmen. Er tut sich ein bißchen schwer mit anderen Menschen und damit, auf sich aufzupassen. Zum Glück ist er aber von lieben Menschen umgeben. Einer davon ist der Tatortreiniger Leichen-Franz. Als der Konni am Telefon sagt, er würde in der Scheiße sitzen, und das Gespräch dann abreißt, springt Konni ins Auto, um seinen Freund beizustehen. Daraus entwickelt sich eine Ermittlung über die Familie des zwar jüngst, jedoch betagt und betucht verstorbenen Arthur Grabowski, neben der auch die normale Arbeit und die Belastungen durch Alltag, Liebschaften und neue Familienmitglieder abgewickelt werden müssen.

Bewertung: Ich finde, dieser Roman ist ein perfekter Vertreter des Genre Cosy Crime. Zumindest, wie ich es mir vorstelle. Erzählt in der Ich-Perspektive, begleitet der Leser Konni und erfährt, was für ihn das Wichtigste am Tag war; ungefähr so, als würde man sein Tagebuch lesen. Geschickt hat die Autorin Coco Eberhardt dabei die verschiedenen Aspekte verwoben. Für mich ergaben sich keine Längen und ich hatte immer das Gefühl, dass ich an der richtigen Stelle der Story bin. Alles wird mit einer gewissen Distanz, jedoch nicht unempathisch erzählt. Daher reiben dem Leser weder der kriminalistische Teil noch Konnis Herzensangelegenheiten die Nerven auf. Es passiert viel und die Story hat wirklich Elemente, die sich auch in einem Thriller finden könnten; es gibt viele Überraschungen. Aber die Emotionen ergeben sich eher aus Zwischentönen. Man spürt an mancher Stelle, dass für Konni das Leben schwieriger ist als für andere. Aber man sieht auch, dass sich Freunde und Familie rührend um ihn kümmern, obwohl er das nicht immer zu schätzen weiss. Und dann gibt es ja noch den Geist der Tante Fanny, der mit einem kernigen, bayrischen Spruch in so manchen Moment grätscht und ihm oft eine Wendung gibt. Mir hat auch die Idee gefallen, die Ermittlung auf mehrere Personen zu verteilen. Von den Nebenfiguren mochte ich besonders den Dr. Hackspiel, der irgendwie schräg, aber ein richtiger Macher ist und immer überfallsartig auftaucht. Der Roman ist der zweite Teil einer Reihe. Die Teile können jedoch sehr gut unabhängig von einander gelesen werden. Ich fühlte mich von dieser Geschichte sehr gut unterhalten und gebe ihr 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Cosy-Krimi mit viel Abwechslung und einer Menge Überraschungen

Konstantins Affäre
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Dies ist der zweite Roman, den ich von Coco Eberhardt gelesen habe und mir hat er wieder sehr gut gefallen. Zunächst fielen mir die Parallelen zu Vinzent (aus einer anderen Roman-Reihe) auf: ähnliches ...

Dies ist der zweite Roman, den ich von Coco Eberhardt gelesen habe und mir hat er wieder sehr gut gefallen. Zunächst fielen mir die Parallelen zu Vinzent (aus einer anderen Roman-Reihe) auf: ähnliches Alter, ähnliche Situation. Wohnt noch im Elternhaus, Single, läuft nicht ganz rund, steht aber im Beruf. Doch Konstantin ist schon noch anders. Je länger man liest, desto mehr erkennt man seine Eigenheiten und was ihn von Vinzent unterscheidet. Es kommt sehr gut heraus, dass der Umgang mit Menschen für Konstantin etwas schwierig ist. Er tut aber sein Bestes und das ist anrührend. Eigentlich bleiben die Figuren im Roman sonst etwas blaß. Das sehe ich allerdings als Vorteil. So kann man sich seine eigenen Bilder von ihnen machen. Witzig fand ich den eigentlichen Ermittler Professor Hackspiel, ein Rechtsanwalt und Bekannter von Konstantin, der ständig unvermutet auftaucht, und keiner weiß, wieso und was er da macht. Er zieht Konstatin hinein in den Fall. Sehr geschickt wurde der Krimi mit dem privaten Drumherum verflochten. Wieder ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Handlung zu erzählen, und sie hat das Genre Cosy-Krimi voll getroffen. Es gibt im Buch keine Dramatik, die Spannung ist mäßig. Aber es passiert immer etwas und es gibt viele Überraschungen. Der Roman spielt in München, was man fast nur am Dialekt der Kommissarin Dünnbier bemerkt, und an der Côte d'Azur. Es gibt zwar wieder Fehler (Rechtschreibung, Tempi) und unschöne Wiederholungen, jedoch weniger oder es hat mich weniger gestört. Ich gebe diesem Roman 5 Sterne.

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