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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Gefangen zwischen Schmerz und Hoffnung

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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Die Geschichte um Fallon Bane, die unter einem Fluch leidet, der jede Berührung zur Qual macht, zieht einen sofort in ihren Bann. Als ihr geliebter Ziehvater erkrankt, bricht sie auf, um in der berühmten ...

Die Geschichte um Fallon Bane, die unter einem Fluch leidet, der jede Berührung zur Qual macht, zieht einen sofort in ihren Bann. Als ihr geliebter Ziehvater erkrankt, bricht sie auf, um in der berühmten Goldenen Stadt Rettung zu finden. Dort begegnet sie dem Heiler Ariyon, und plötzlich scheint das Unmögliche wahr zu werden: Er kann sie berühren, ohne ihr wehzutun. Eine Ahnung von einer besseren Zukunft keimt auf, wird aber jäh zerstört, als Ariyon urplötzlich verschwindet und Fallon an eine Akademie verschleppt wird. Dieser Auftakt wirft sie kopfüber in einen Strudel aus Intrigen und uralten Mysterien, die das Schicksal ihrer Welt verändern könnten.

Fallon ist eine bemerkenswerte Protagonistin. Sie besitzt eine unerschütterliche Entschlossenheit und einen starken Schutzinstinkt für jene, die ihr am Herzen liegen. Ihre Fähigkeit, trotz persönlicher Rückschläge immer wieder aufzustehen und ihre Überzeugungen zu hinterfragen, macht sie zutiefst menschlich. Man wünscht ihr von Herzen alles Gute, auch wenn sie einiges an Leid erdulden muss. Ariyon ist ebenfalls eine interessante Figur; anfänglich etwas unnahbar, offenbart er schnell ein großes Herz und eine Last, die er für andere trägt. Auch die Nebenfiguren, wie der loyale und humorvolle Ayden und der coole Rabe Yanric, sind wunderbar ausgearbeitet und bereichern die Erzählung ungemein.

Die Handlung ist packend und hält das Interesse konstant hoch. Kleinere und größere Konflikte, unerwartete Wendungen und verborgene Wahrheiten sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Themen Ausgrenzung und Vorurteile sind geschickt in die magische Welt integriert. Lediglich die sich entwickelnde Liebesgeschichte hatte für mich gegen Ende einige Momente, die sich etwas übereilt anfühlten – Entscheidungen und Entwicklungen schienen dort etwas plötzlich.

Leia Stones Schreibstil ist absolut überzeugend. Er ist angenehm, flüssig und fesselnd. Die Dialoge fühlen sich lebendig und humorvoll an. Besonders hervorzuheben sind die bildhaften Beschreibungen der Settings und der Atmosphäre, die einen direkt in die Goldene Stadt entführen. Man erlebt die Welt unmittelbar an Fallons Seite. Die emotionale Tiefe ist spürbar; man kann sich leicht in die Figuren hineinversetzen und fiebert intensiv mit ihnen mit. Ein starker und spannungsgeladener Auftakt, der mit einem unverschämten Cliffhanger endet. Eine klare Empfehlung für Fans des Genres, die eine mutige Heldin und eine geheimnisvolle Welt suchen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2025

Zwischen Skalpell und dunklen Geheimnissen: Ein packendes Finale

Academy of Lies (Band 2) - Autopsie einer Intrige
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Die Fortsetzung von Nina Schewelings Jugendthriller-Dilogie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten! Nachdem der erste Band mit einem solchen Paukenschlag endete, war es eine reine ...

Die Fortsetzung von Nina Schewelings Jugendthriller-Dilogie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten! Nachdem der erste Band mit einem solchen Paukenschlag endete, war es eine reine Qual, auf "Autopsie einer Intrige" warten zu müssen – aber das Warten hat sich mehr als gelohnt. Das Buch knüpft unmittelbar an die Geschehnisse des Vorgängers an, weshalb ich jedem rate, die Bücher unbedingt nacheinander zu lesen, um die Komplexität der Intrige voll erfassen zu können.

Die Geschichte um Medizinstudentin Quinn, die mit einem transplantierten Herzen lebt und sich mit einem geheimnisvollen, gefährlichen Zirkel anlegt, zieht die Spannungsschraube noch einmal ordentlich an. Das akademische Leben an der Uni rückt hier zwar etwas in den Hintergrund, stattdessen tauchen wir tief in das verwobene Netz aus Lügen, Machtspielen und einem fragwürdigen Wundermittel ein. Ich war ehrlich überrascht, welche bisher unscheinbaren Charaktere plötzlich eine zentrale Rolle spielen – diese unerwarteten Wendungen sind ein großer Pluspunkt der Erzählung. Die Auflösung der Geheimnisse aus Band eins ist schlüssig und befriedigend, wenn auch oft beklemmend und düster.

Was mir besonders gefallen hat, war Schewelings Schreibstil. Er ist unheimlich flüssig und leicht zugänglich, was selbst die komplexeren medizinischen Themen, die Quinn in ihren Bucheinträgen beisteuert, leicht verständlich macht. Diese kleinen Einblicke in Biologie und Medizin sind clever in die Handlung eingeflochten und fühlen sich nie wie erzwungene Lektionen an. Wer sie überflüssig findet, kann sie leicht überlesen, aber ich habe sie als spannende Ergänzung empfunden, die dem Thriller eine einzigartige Tiefe verleiht. Die Autorin schafft es, eine elektrisierende, düstere Atmosphäre zu erzeugen, die perfekt zu der geheimen Welt des Zirkels passt.

Quinn als Protagonistin ist alles andere als perfekt. Ihre Verletzlichkeit durch das kranke Herz, ihr Sarkasmus und ihre Entschlossenheit, trotz aller Gefahr die Wahrheit aufzudecken, machen sie zu einer Figur, mit der man intensiv mitfiebert. Es ist ein temporeiches Rennen gegen die Zeit, bei dem die Grenzen zwischen Moral und Wissenschaft auf erschreckende Weise verschwimmen.

Mein einziger Wermutstropfen ist, dass es sich hierbei um den Abschluss der Dilogie handelt. Dieses Finale ist intensiv, klug konstruiert und lässt einen mit Gänsehaut zurück, aber ich hätte Quinn und ihre düstere Welt gerne noch länger begleitet. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Wenn Buchstaben Magie werden: Ein Blick auf "Divine Rivals"

Divine Rivals
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Die anfängliche Faszination für "Divine Rivals" – ausgelöst durch den Hype, das wirklich schöne Cover und den Buchschnitt – wich anfangs einer gewissen Mühsamkeit. Der Start in die Geschichte fiel mir ...

Die anfängliche Faszination für "Divine Rivals" – ausgelöst durch den Hype, das wirklich schöne Cover und den Buchschnitt – wich anfangs einer gewissen Mühsamkeit. Der Start in die Geschichte fiel mir persönlich etwas schwer, und es dauerte, bis ich richtig eintauchen konnte. Aber das Dranbleiben hat sich gelohnt: Ab etwa einem Drittel des Buches war ich wie gefesselt und habe die Seiten fast am Stück verschlungen.

Rebecca Ross hat einen poetischen und unaufdringlichen Schreibstil. Sie schafft es, die Emotionen der Charaktere, besonders die von Iris, greifbar zu machen. Die Sprache ist bildhaft und zieht einen in die Welt hinein, ohne jemals kitschig oder überladen zu wirken. Besonders die Integration der Briefe, die eine zentrale Rolle spielen, ist sehr gelungen und fügt eine weitere, berührende Ebene hinzu.

Die Geschichte selbst ist eine interessante Mischung: Der Hintergrund des Götterkrieges bietet ein dramatisches Fundament, das gekonnt mit der persönlichen Ebene von Iris und Roman verknüpft wird. Die Rivalität zwischen Iris und Roman, die sich zu einer zarten Liebesgeschichte entwickelt, ist zwar ein bekanntes Motiv (Enemies-to-Lovers), wurde hier aber auf sehr süße und ehrliche Weise umgesetzt. Es war schön zu verfolgen, wie Roman seine Zuneigung kaum verbergen konnte, während Iris noch in der Rivalität verhaftet blieb. Die magische Verbindung über die Schreibmaschinen ist ein zauberhaftes Detail, das die beiden auf einzigartige Weise zusammenführt.

Obwohl die Geschichte Spannung, Liebe und eine faszinierende Welt bietet, hatte sie für mich auch einen tiefen, melancholischen Unterton. Der Umgang von Iris mit dem Verlust ihrer Mutter und der Suche nach ihrem Bruder wirkte aufgrund eigener, aktueller Erfahrungen besonders intensiv und ergreifend. Gerade diese emotionalen Aspekte geben dem Buch aber eine große Tiefe.

Letztlich bin ich sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Die Entwicklung der Charaktere und ihre zarte Annäherung, besonders die Szenen um die Hochzeit, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Das Ende kam unerwartet und macht extrem neugierig auf den nächsten Band. Ein Highlight, das ich nur empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Dystopisches Feuerwerk mit Slow-Burn-Magie

Silver Elite
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Der Hype um "Silver Elite" war groß, vor allem auf englischsprachigen Social-Media-Plattformen, was meine Erwartungen enorm steigerte – und ich muss gestehen: Sie wurden erfüllt. Das Militärbasis-Setting ...

Der Hype um "Silver Elite" war groß, vor allem auf englischsprachigen Social-Media-Plattformen, was meine Erwartungen enorm steigerte – und ich muss gestehen: Sie wurden erfüllt. Das Militärbasis-Setting verströmt tatsächlich eine fesselnde Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat, ähnlich wie man es von manchen Fantasy- oder Dystopie-Reihen kennt.

Dani Francis beweist einen Schreibstil, der es spielerisch schafft, Emotionen zu transportieren und den Leser an die Figuren zu binden. Obwohl die Welt dystopisch und grausam ist, ist der Stil flüssig und die Seiten fliegen dahin. Man bekommt mühelos ein klares Bild des Settings vermittelt. Besonders überzeugend fand ich, wie lebendig die Geschichte durch die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren Wren und Cross wird. Die Anziehung zwischen der Rebellen-Agentin mit Geheimnis und dem attraktiven, aber gefährlichen Kommandanten, der zufällig der Sohn des Generals ist, ist wunderbar als Slow-Burn-Romance angelegt. Ihre Gedankengänge, Ängste und vorsichtigen Schritte aufeinander zu sind nachvollziehbar dargestellt, und die Autorin fängt das Knistern auf einer sehr emotionalen Ebene ein.

Das Setting der Ausbildung und der Einsätze auf der Militärbasis ist intelligent ausgestaltet und hält die Spannung hoch. Nie hatte ich das Gefühl, dass Handlungsstränge überstürzt oder unnötig in die Länge gezogen wurden; alles diente der Entwicklung der Story. Wren ist eine faszinierende, wenn auch manchmal impulsive Protagonistin, deren Überlebensinstinkt und innere Stärke sofort Sympathie wecken. Die Nebencharaktere sind stimmig in die Handlung integriert.

Obwohl die Grundidee nicht revolutionär neu ist – das "Elite-Camp"-Motiv kennen wir –, überzeugt Francis mit einer spannenden Erzählweise, die mit Verrat, Geheimnissen und unvorhergesehenen Wendungen gespickt ist. Die durchgängig hohe Spannung und das düstere Worldbuilding, das auch vor brutalen Szenen nicht zurückschreckt, machten das Buch zu einem Pageturner. Das Ende mündet in einem intensiven Cliffhanger, der die Neugier auf Band zwei unerträglich macht. Ich freue mich schon darauf, wieder in die Welt der Silver Elite einzutauchen!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Ein Gesang in der Kälte: Fesselnder Auftakt mit Drachenfeuer

Wings of Ash 1. Schlafende Drachen
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"Wings of Ash 1. Schlafende Drachen" ist ein wirklich packender Start in eine neue Drachen-Fantasy-Welt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Die Ausgangsidee, dass eine menschliche "Feuersängerin" wie ...

"Wings of Ash 1. Schlafende Drachen" ist ein wirklich packender Start in eine neue Drachen-Fantasy-Welt, die einen sofort in ihren Bann zieht. Die Ausgangsidee, dass eine menschliche "Feuersängerin" wie Gylda Drachen mit ihrem Gesang dazu bringen kann, wieder Feuer zu speien, um den ewigen Winter des Fae-Königs zu brechen, ist innovativ und frisch.

Die Geschichte fängt stark an – der Prolog ist ein sofortiger Anker, der die düstere und brutale Welt veranschaulicht. Erzählt wird das Geschehen aus Gyldas Ich-Perspektive, wodurch man ihre anfängliche Angst, aber auch ihren tief sitzenden Wunsch nach Rache unmittelbar miterlebt. Sie ist eine Heldin, deren emotionale Tiefe und Stärke authentisch wirken. Ihre Reise ist kein einfacher Spaziergang, aber ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist gelungen.

Besonders hervorzuheben ist Jana Schikorras Schreibstil. Er ist ungemein flüssig, bildhaft und schafft es mühelos, eine Atmosphäre zu erzeugen, die man fast riechen und fühlen kann. Es war einfach, sich die eisige Welt und die magischen Vorgänge vorzustellen. Die kurzen Kapitel begünstigen den Lesefluss zusätzlich.

Die Beziehung zwischen Gylda und dem mysteriösen Fae Neven Artemius entwickelt sich in einem glaubwürdigen Tempo. Er ist anfangs schwer greifbar und arrogant, wandelt sich aber im Laufe der Geschichte. Gerade ihre ungewöhnliche, heilende Verbindung zu einem der Drachen bildet ein emotionales Herzstück der Erzählung.

Zwar mag es an einigen Stellen leichte Tempoprobleme geben, wo Szenen entweder etwas zu schnell oder leicht ausschweifend wirken, und man hätte sich hier und da mehr Hintergrundinformationen gewünscht, dennoch überzeugt der Plot mit unerwarteten Wendungen. Alles in allem ein sehr rundes Werk für alle, die eine knisternde "Romantasy" mit Fokus auf Drachen und einer starken Protagonistin suchen. Der fiese Cliffhanger macht die Wartezeit auf Teil zwei zur Qual. Dieses Buch hat definitiv das Potenzial, die Fantasie-Herzen im Sturm zu erobern.

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