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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2025

Ein mysteriöser Fund und spannende Ermittlungen mit überraschendem Showdown

Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt
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Stolz präsentiert die kleine Mathilda Kommissarin Karla Sommerfeld ihren Knochenfund aus dem Waldkindergarten. Karla stockt der Atem, denn für sie ist auf den ersten Blick klar, dass dies ein ganz besonderer ...

Stolz präsentiert die kleine Mathilda Kommissarin Karla Sommerfeld ihren Knochenfund aus dem Waldkindergarten. Karla stockt der Atem, denn für sie ist auf den ersten Blick klar, dass dies ein ganz besonderer Fund ist. Als sich ihre Ahnungen bei einer Ausgrabung bald bestätigen, gilt es, die Herkunft des Skeletts zu ermitteln.

Das Cover ist mysteriös und düster gehalten und passt ganz hervorragend zum Setting der Autorin. Und diese lässt es gefühlt erst einmal langsam angehen. Man erfährt sehr viel über die nicht immer ganz einfachen Lebensumstände der Kommissarin, ihre Hoffnungen und Träume und darf ihr bei der Spurensuche über die Schulter schauen. Diese gestaltet sich schwierig, die Befragungen werden abgeschmettert oder stoßen insgesamt auf Abwehr, und erst ein zweiter Toter bringt reichlich Fahrt in die verwirrenden, aber hartnäckigen Ermittlungen. Und dann wendet sich überraschenderweise das Blatt, man wird beinahe überfahren von den gruseligen Details und dem atemberaubenden Showdown!
Ich finde, Ines Buck ist mit ihrem lebendigen und detailreichen Stil ein spannender Krimi gelungen, der mit einem schaurigen Ende überzeugt. Claudia Schwartz liest das Hörbuch voller Wärme, mitreißend und gekonnt in allen Stimmungslagen.
(Hörbuchrezension)

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Ein herrlich unterhaltsamer Cosy Crime mit Humor und Brit-Charme!

Mord in besserer Gesellschaft
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Miss Beeton gerät unvermittelt in eine entsetzliche Situation: Eine von ihr gerade vermittelte Haushälterin wird leblos an ihrem neuen Arbeitsplatz aufgefunden. Was zunächst noch wie ein Unfall aussieht, ...

Miss Beeton gerät unvermittelt in eine entsetzliche Situation: Eine von ihr gerade vermittelte Haushälterin wird leblos an ihrem neuen Arbeitsplatz aufgefunden. Was zunächst noch wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich als gewaltsamer Tod. Und aufgrund widriger Umstände muss sie selbst die Chance ergreifen, vor Ort ihre Spürnase einzusetzen.

Das schön gestaltete Cover mit dem ansehnlichen Herrenhaus zeigt es, dieser Krimi spielt in der besseren Londoner Gesellschaft! Daher erwartet man natürlich gemütliche Ermittlungen im Stile Agatha Christies und wird von Josie Lloyd auch nicht enttäuscht. Denn die Autorin versteht es, den Alltag in der Vermittlungsagentur so lebendig darzustellen, dass man recht schnell mit den sehr konträren Mitarbeiterinnen warm wird! Allerdings muss man auch etwas Geduld aufbringen, bis Alices Spurensuche beginnt, dann aber wird es richtig spannend, durchaus gefährlich, immens tricky und völlig undurchschaubar! Es sind die liebenswerten Details, die reichlich Brit-Charme ausstrahlen, manchmal auch etwas skurril oder schrullig daherkommen, aber auch für reichlich Humor sorgen. Ganz besonders hat mir Hundedame Agatha gefallen!
Josie Lloyd hat sich einen wirklich fesselnden und wendungsreichen Krimi ausgedacht, der aber so munter und witzig erzählt wird, dass er zum herrlich unterhaltsamen Cosy Crime geworden ist. Und Kaja Sesterhenn, die das Buch mit angenehmer Stimme und wechselndem Timbre liest, verleiht den Protagonisten noch zusätzlich Charakter! (Hörbuchrezension)

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Eine fesselnde Geschichte voller Mystik und Magie

Grand Hotel Avalon
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Ein genauer Blick auf das Cover zeigt nicht nur die grandios geschwungene, schneckenförmige Treppe eines Nobelhotels, sondern auch die Tiefe, in der sie verschwindet.
Ganz und gar mysteriös finde ich ...

Ein genauer Blick auf das Cover zeigt nicht nur die grandios geschwungene, schneckenförmige Treppe eines Nobelhotels, sondern auch die Tiefe, in der sie verschwindet.
Ganz und gar mysteriös finde ich den Einstieg in das Buch. Man kann sich den wunderbaren und detailreichen Beschreibungen des absoluten Luxus‘, der im Grand Hotel Avalon gelebt wird, nicht entziehen. Und doch gibt es seltsame Geheimnisse rund um die Quellen, die scheinbar durch das Haus ziehen und nur von June Porter Hudson, der Direktorin des Hauses, in Schach gehalten werden können. Sie hat freie Hand, wird von allen geschätzt und sorgt für ihre Angestellten wie eine Mutter. Als die Regierung beschließt, dort 1942 feindliche Diplomaten einzuquartieren, ändert sich das Klima, obwohl June alles daransetzt, das Renommee und den ausgezeichneten Ruf des Hotels zu erhalten.
Maggie Stiefvater erzählt eine seltsam fesselnde Geschichte, voller Überraschungen und mysteriösen, geheimnisvollen Geschehnissen. Und über allem steht Junes Hingabe und Zuneigung zu den Menschen und ihren Schicksalen, die beinahe bis zur Selbstaufgabe reicht.
Es ist ein ungewöhnliches Buch, voller Mystik und Magie, fesselnd und überraschend. Cathlen Gawlich liest perfekt mit wohltönender Stimme, sehr intensiv und voller Gefühl.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Herrlich kurzweiliger Wohlfühlkrimi um eine einfallsreiche Hobbydetektivin (Hörbuchrezension)

Mord im Wattenmeer
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Düstere Stimmung über dem Meer, so zeigt sich das Cover und stimmt gleich auf einen spannenden Krimi ein. Da entdeckt die liebenswerte Femke Janssen bei ihrem Reinigungsjob eine Frauenleiche, auf deren ...

Düstere Stimmung über dem Meer, so zeigt sich das Cover und stimmt gleich auf einen spannenden Krimi ein. Da entdeckt die liebenswerte Femke Janssen bei ihrem Reinigungsjob eine Frauenleiche, auf deren Tod sich keiner einen Reim machen kann. Erst als ein weiteres Opfer aufgefunden wird, beginnt die kluge Femke, langsam die Zusammenhänge zu erkennen und gemeinsam mit Kommissar Andersen, ihrem Ex, gelingt es den beiden, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Es ist beinahe eher eine zauberhafte Wohlfühlgeschichte mit spannenden Szenen, an der uns Daniela Gesing hier am Wattenmeer teilhaben lässt. Herrlich kurzweilig, sehr abwechslungsreich und so richtig zum Wohlfühlen darf man an Femkes Leben, ihren Vorlieben und Genussmomenten teilhaben, wie auch ihren Einfallsreichtum bewundern. Sie ist schon eine taffe junge Frau, die nie aufgibt, aber auch die Unterstützung ihrer Lieben schätzt. Erst gemeinsam kommen sie dem Täter auf die Spur.
Die Autorin schreibt sehr lebendig, detailreich und mitreißend, Szenen sind sehr gut vorstellbar, der Plot auch überzeugend. Es ist keine blutrünstige Geschichte, für mich eher ein Cosy-Crime, der mich mit seinen herzlichen Protagonisten sehr gut unterhalten hat.
Corinna Dorenkamp liest voller Hingabe und mit viel Einfühlungsvermögen, und verleiht dem Hörbuch dadurch zusätzlich eine besonders liebenswerte Note.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine eigenwillige Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln

Mein Name ist Emilia del Valle
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Emilia, uneheliches Kind einer angehenden Nonne, wächst dennoch behütet und geliebt in San Francisco auf. Ihr Erzeuger, ein chilenischer Aristokrat, ist zwar bekannt, aber in ihrem bisherigen Leben nicht ...

Emilia, uneheliches Kind einer angehenden Nonne, wächst dennoch behütet und geliebt in San Francisco auf. Ihr Erzeuger, ein chilenischer Aristokrat, ist zwar bekannt, aber in ihrem bisherigen Leben nicht existent. Als sich für Emilia, inzwischen Journalistin, die Chance ergibt, für eine Reportage nach Chile zu reisen, ergreift sie die Chance, nicht ahnend, was sie erwartet.

Das Cover ist sehr ausdrucksstark und passt zu dieser beeindruckenden Geschichte. Isabel Allende erzählt von Emilias Kindheit und Jugend, man ist gefesselt von ihrem Schicksal, das sich zunächst so ungemein positiv darstellt. Doch dann kippt die Erzählung und reißt die Leserschaft in den chilenischen Bürgerkrieg. Was folgt, ist eine entsetzliche und brutale Schilderung der Kriegsgeschehnisse, von Emilia durchlebt und überlebt, erschreckend und prägend. Man spürt, dass es Isabel Allende ein Anliegen ist, die damaligen Ereignisse und Umstürze in Chile aufzuarbeiten und daran zu erinnern.
Ihr eindringlicher und perfekter Erzählstil ist unbestritten, aber obwohl Emilia eine starke Protagonistin ist und die Geschichte fesselt, hat mir dieses Mal etwas gefehlt. Ich kann es nicht wirklich benennen, vielleicht war es der krasse Bruch vom Frieden zum Krieg, den man verarbeiten muss. Auf jeden Fall finde ich, es ist wieder ein spannendes, sehr bewegendes Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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