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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2025

So grausam ist die Natur und zudem nicht vorhersehbar

Pompejis letzter Sommer
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Glaukus und Kloidus sind Freunde. Sie spazieren durch Pompeji und freuen sich ihres Lebens. Immerhin gewannen sie beim Glücksspiel und sind um einige Sesterzen reicher geworden. Dabei hätten sie es gar ...

Glaukus und Kloidus sind Freunde. Sie spazieren durch Pompeji und freuen sich ihres Lebens. Immerhin gewannen sie beim Glücksspiel und sind um einige Sesterzen reicher geworden. Dabei hätten sie es gar nicht nötig, sich durch Zockerei ihren Geldbeutel zu füllen. Beide stammten aus wohlhabenden Familien. Das Würfeln um Geld brachte ihnen einen angenehmen Zeitvertreib und sie genossen es sehr.

„Pompejis letzter Sommer“ liest sich fast wie ein Krimi. Die Beschreibung der Häuser und Straßen sind so plastisch dargestellt, dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Auch die Sprache empfinde ich perfekt wiedergegeben. So stelle ich mir die Unterhaltungen damaliger Zeit vor. Ein Miteinander zwischen Sklaven und Herren gab es kaum. Die Schere zwischen Armen und Reichen konnte kaum weiter auseinander sein. Aber alle ereilte das gleiche Schicksal. Niemand ist vor den Unbilden der Natur geschützt.

Von dem Buch hatte ich mir mehr versprochen. Es dreht sich hier hauptsächlich um Liebe und Verrat. Für meinen Geschmack kommt die Historie dabei zu kurz. Es gibt zwar ein wenig Spannung, die Auflösung ist jedoch vorhersehbar. Sehr gut gefiel mir die Beschreibung der neuen „Sekte“ der Christen. Wie sie angefeindet wurden und welche Vorbehalte die alten Priester gegen sie hatten.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wie so oft trügt auch hier der Schein

Verlorene Spuren
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Caroline Crow ist glücklich verheiratet. Sie liebt ihren Mann und genießt das Leben an seiner Seite. Er ist zwar häufig unterwegs und sie oft alleine. Aus dem Grund hat sie sich einer Gruppe von Frauen ...

Caroline Crow ist glücklich verheiratet. Sie liebt ihren Mann und genießt das Leben an seiner Seite. Er ist zwar häufig unterwegs und sie oft alleine. Aus dem Grund hat sie sich einer Gruppe von Frauen angeschlossen, die sich regelmäßig zum Schwimmunterricht treffen. Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung. Bis Caroline verschwindet. Sowohl ihr Ehemann als auch Bekannte wissen nicht, wo sie sein könnte.

"Verlorene Spuren" ist ein spannend konstruierter Krimi mit vielen Wendungen. Es gibt etliche Verdächtige und ein lebhaftes Hin und Her bei den Ermittlern. Die Autorin T. M. Payne war viele Jahre als Ermittlerin in der Abteilung „häusliche Gewalt“ tätig. Aufmerksame Leser erkennen diese Tatsache sofort und genau das macht ihre Bücher so authentisch. Für meinen Geschmack hätte der Thriller bedenkenlos kürzer sein können. Will sagen, dass es etliche Längen gibt. Eine Leseempfehlung gebe ich aber trotzdem. Wer spannende und kurzweilige Unterhaltung mag, der sollte das Buch lesen.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Das Hörbuch hat mich gut unterhalten

Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht
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Im virtuellen Lesezirkel trifft sich die Creme de la Creme verstorbener Ausnahmeautoren. Von Dostojewski über Mann bis Schiller, alle sind dabei. Herrlich, wie sie dargestellt werden. So stellte ich mir ...

Im virtuellen Lesezirkel trifft sich die Creme de la Creme verstorbener Ausnahmeautoren. Von Dostojewski über Mann bis Schiller, alle sind dabei. Herrlich, wie sie dargestellt werden. So stellte ich mir die hohen Herren immer vor. Besonders der russische Autor Dostojewski und Thomas Mann sind meiner Meinung nach perfekt nachgestellt. Aber auch Goethe als eingebildeter Gockel, passt.

Als ein Mord geschieht, wird Kommissar Jennerwein gerufen. Eigentlich wollte er ja gar nicht mehr ermitteln. Aber alleine sein Spürsinn wird dafür sorgen, dass der Täter bald überführt wird. "Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht" wird vom Autor vorgetragen. Auch wenn die Story mich nicht fesselte, die Lesung von Jörg Maurer gefiel mir sehr gut. Wer Krimis liebt, die nicht durch Brutalität und Blutvergießen punkten, sollte das Buch lesen oder, noch besser, hören.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Spannend mit fiesem Cliffhanger

Die Tiefe: Versunken
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Drei Hobbytaucher wollen einen Schatz bergen. Sie bekamen einen Tipp, dass auf dem Grund der Ostsee ein Wikingerschiff läge, das ein Vermögen an Bord habe. Was sie vorfanden, das war eine vierköpfige Familie, ...

Drei Hobbytaucher wollen einen Schatz bergen. Sie bekamen einen Tipp, dass auf dem Grund der Ostsee ein Wikingerschiff läge, das ein Vermögen an Bord habe. Was sie vorfanden, das war eine vierköpfige Familie, die durch Schüsse ermordet wurde. Auf einer Jacht, die so gar nichts mit den Wikingern zu tun hat. Tom Engelhardt weilt derzeit in Spanien bei seinen Eltern. Eigentlich hat er noch einige Tage Urlaub. Als ihn aber der Anruf aus seiner Dienststelle erreicht, bricht er diesen sofort ab und eilt nach Hause.

"Die Tiefe Versunken" thematisiert zwei Mordfälle. Neben der Familie, die durch Schüsse aus dem Leben gerissen wurde, gibt es einen weiteren Tatort. Unklar ist allerdings, ob die beiden Fälle zusammenhängen. Die Kryptologin Mascha Krieger stößt aber auf Gemeinsamkeiten und die Ermittler müssen umdenken. Dass Frau Krieger mit Tom Engelhardt befreundet ist, wird nicht von allen Kollegen positiv aufgenommen.

Bisher las ich einige Bücher von Karen Sander und auch dieses konnte mich bestens unterhalten. Einzig der Cliffhanger bringt mich zum Abzug eines Sterns. Allen Lesern, die Spannung ohne übermäßiges Blutvergießen bevorzugen, empfehle ich das Buch.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Eine Hommage an die mutigen Frauen des 2. Weltkriegs

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen arbeitet bei der BBC. Sie liebt Herausforderungen und interessiert sich sehr für den Einsatz mutiger Frauen im zweiten Weltkrieg. Ist es Zufall, dass sie zu diesem Thema ein Angebot bekommt? Ein Buch ...

Gwen arbeitet bei der BBC. Sie liebt Herausforderungen und interessiert sich sehr für den Einsatz mutiger Frauen im zweiten Weltkrieg. Ist es Zufall, dass sie zu diesem Thema ein Angebot bekommt? Ein Buch über die tapferen Damen des Widerstands zu schreiben? Nein, das kann nicht sein. Zumal auch ihre Großmutter oft von ihrer Zeit in Paris sprach.

Es gibt so viele Soldatenfriedhöfe und Kriegsgräberstätten in Europa. Immer wieder wird den Heldentaten der Gefallenen gedacht und das ist gut und richtig. Aber leider wird dabei der Mut vieler Frauen vergessen. Sie wurden von England aus nach Frankreich geschickt und mussten nach kurzer Zeit der Einarbeitung Sabotageakte zur Schwächung der Besatzer sicherstellen. Ständig lebten sie in Furcht um ihr Leben. Denunzianten gab es überall. Wer Feind oder Freund war, das wusste niemand.

„Wir dachten, das Leben kommt noch“ ist eine Hommage an die mutigen Frauen des Untergrunds. Elisabeth Sandmann führt den Leser in eine Vergangenheit, die leider nur selten thematisiert wird. Auch wenn mir bei dem Buch die Spannung fehlte, es ist ein wichtiges Zeugnis. So viele Frauen gehörten zum Widerstand. Sie kämpften gegen die Besatzung und ohne ihren Mut wäre das Ende des unsäglichen Krieges noch viele Monate hinausgezögert worden.

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