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Veröffentlicht am 02.03.2026

Abtauchen in die schönsten Plätze der Welt

LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer
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Fernweh, Salz auf der Haut und dieses leise Kribbeln, wenn man Bilder sieht, die nach Freiheit schreien, genau das liefert der LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer. Weniger Lehrbuch, viel mehr ...

Fernweh, Salz auf der Haut und dieses leise Kribbeln, wenn man Bilder sieht, die nach Freiheit schreien, genau das liefert der LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer. Weniger Lehrbuch, viel mehr Einladung, in die schönsten Ecken der Unterwasserwelt abzutauchen. Und ja, selbst als Schnorchler sitzt man da und denkt: Da will ich rein. Sofort.

Das Great Blue Hole, das Rote Meer, versunkene Wracks vor Italien – das sind keine Spots, das sind Sehnsuchtsorte. Seitenweise türkisblaues Wasser, Korallen in allen Farben, Lichtstrahlen, die durch die Tiefe schneiden. Manche Fotos sind so intensiv, dass man beim Umblättern automatisch leiser wird. Als würde man die Szene nicht stören wollen.

Was dieses Buch unglaublich gut kann: Lust machen. Auf Reisen. Auf Meer. Auf dieses schwerelose Gefühl unter der Oberfläche. Auch wenn man „nur“ mit Maske und Flossen unterwegs ist, bekommt man hier eine Bucketlist serviert, die sofort wächst.

Fachlich gibt es ein paar Stolpersteine. Begriffe sind nicht immer sauber übersetzt, und wer tief im Tauchsport steckt, wird das merken. Das kratzt am Anspruch, wenn man es als ernsthafte Tauchlektüre liest. Doch als Inspirationsquelle für wunderschöne Plätze rund um den Globus funktioniert der Bildband richtig stark.

Unterm Strich bleibt ein traumhaft gestaltetes Buch mit atemberaubenden Orten, kleinen Schwächen im Detail und ganz viel Meer im Herzen. Für Fernweh und Unterwasserträume absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Viel Potenzial zwischen Schmerz und Alchemie

Alchemised
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Düstere Fantasy, alchemistische Gewalt, große Gefühle und jede Menge innere Abgründe – Alchemised kommt mit ordentlich Wucht daher. So ein Buch, das schon vom Gewicht her sagt: Setz dich hin, das dauert ...

Düstere Fantasy, alchemistische Gewalt, große Gefühle und jede Menge innere Abgründe – Alchemised kommt mit ordentlich Wucht daher. So ein Buch, das schon vom Gewicht her sagt: Setz dich hin, das dauert jetzt. Dieser dicke Klopper wurde mir vom Frauchen in die Hand gedrückt, mit dem Auftrag: Lies das mal und sag ehrlich, wie es ist.

Der Einstieg zieht sich wie kalter Sirup. Viele Namen, viel Weltenbau, viel Leid – aber wenig Sog. Seiten fliegen hier keine, eher schleichen sie. Helena bleibt lange auf Abstand, Kaine wirkt mehr Drohkulisse als Figur. Gedanklich war der Kaffee öfter spannender als die Handlung.

Im Mittelteil klickt es dann plötzlich. Die Dynamik zwischen Gefangener und Peiniger wird komplexer, die alchemistischen Spielchen kriegen Biss und moralische Grauzonen tun endlich weh. Enemies to Lovers funktioniert hier genau dann, wenn es weh tut und nicht geschniegelt daherkommt. Da war echtes Kopfkino am Start.

Und dann das Ende. Hm. Große Gefühle, große Gesten – aber wenig Nachhall. Wirkte aufgesetzt, fast so, als hätte man das Finale aus Pflichtgefühl drangeschraubt. Weniger wäre mehr gewesen, ein früherer Schnitt sogar stärker.

Unterm Strich bleibt eine düstere Fantasy mit starkem Kern, ordentlichem Mittelteil und einem Anfang, der Geduld frisst. Drei Sterne, weil das Potenzial riesig ist, der Weg dahin aber holpert. Kein Reinfall, kein Highlight – eher so ein Buch, über das man beim Kaffee länger redet, als man es wirklich fühlt.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Weihnachtsklänge, die vertraut bleiben

Meine allerersten Kinderlieder zur Weihnachtszeit
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Weihnachtszeit im Ohr — so lässt sich dieses Hörbuch am besten beschreiben. Eine bunte Sammlung bekannter und weniger bekannter Kinderlieder, serviert von altbekannten Stimmen wie Fredrik Vahle, Klaus ...

Weihnachtszeit im Ohr — so lässt sich dieses Hörbuch am besten beschreiben. Eine bunte Sammlung bekannter und weniger bekannter Kinderlieder, serviert von altbekannten Stimmen wie Fredrik Vahle, Klaus W. Hoffmann und dem Atze Musiktheater. Wärmflasche fürs Herz? Teilweise. Glühwein mit Zimt? Eher ein Becher Punsch aus der Thermoskanne: brauchbar, nicht himmlisch.

Was sofort gefällt: die liebevolle Auswahl. „In der Weihnachtsbäckerei“, „Stille Nacht“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ treffen genau den Nerv kleiner Lauscher, sind eingängig und praktisch zum Mitsingen. Die Sprecher wechseln flüssig, einige Interpretationen bringen kleine, feine Nuancen — ein verschmitztes „Kumbaya“ hier, ein verschlafenes „Oh du fröhliche“ dort. Das weckt Erinnerungen an eigene Adventssonntage, an Plätzchenduft und Bastelsessions mit schiefen Sternen.

Aber warum nur drei Sterne? Die Produktion bleibt oft harmlos. Manchmal klingt alles zu brav, fast wie aus der Standard-Schublade: keine großen Überraschungen, kein mutiges Arrangement, das Erwachsene eben auch mitreißt. Einige Tracks hätten von mehr Pep oder einer moderneren Instrumentierung profitiert — gerade wenn die Kleinen ohnehin schon mehr von poppigen Rhythmen kennen. Außerdem sind wenige Lieder in ihrer Länge etwas zu kurz geraten; bei Familienfahrten hätte ich gern längere Versionen zum Runterkommen.

Fazit: Ein solides Weihnachts-Hörbuch für die Familie, perfekt, wenn man klassische Kinderlieder warm und vertraut haben will. Es kuschelt, es beruhigt, es bleibt ungefähr da, wo man es erwartet. Für echte Aha-Momente muss man woanders suchen — aber für Routine-Adventsrituale ist es ein verlässlicher Begleiter. Kerze an, Play drücken, und die Kinder singen mit. Genau das soll es ja eigentlich auch tun.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Kuschelige Geschichten, mäßige Lieder

Der ganze Wald freut sich auf Weihnachten
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Schon beim ersten Kapitel schlich sich diese warme, heimelige Stimmung in den Raum und ließ die Bilder vor meinem inneren Auge tanzen. Die drei Geschichten — Grummel freut sich auf Weihnachten, Der kleine ...

Schon beim ersten Kapitel schlich sich diese warme, heimelige Stimmung in den Raum und ließ die Bilder vor meinem inneren Auge tanzen. Die drei Geschichten — Grummel freut sich auf Weihnachten, Der kleine Hase und das Schneeflockengeflüster sowie Der kleine Bär und das Mondscheinwunder — sind liebevoll erzählt und völlig richtig für kleine Zuhörer: schlicht, vertraut und mit Herzenswärme. Christian Steyer trifft den Ton der Figuren sehr schön; seine Stimme hat etwas Beruhigendes, das Kinder schnell in die Welt des Waldes zieht. Besonders die Szenen, in denen die Tiere sich gegenseitig helfen oder staunend den Sternenhimmel betrachten, haben mir Gänsehaut beschert.

Allerdings bleibt das Ganze stellenweise so zahm, dass Erwachsene kaum überraschende Momente finden. Die Erzählstränge sind vorhersehbar und hätten an manchen Stellen mehr Tempo oder Witz vertragen. Die Lieder von Fredrik Vahle fügen sich zwar ins Konzept, konnten bei uns aber nicht dieselbe Begeisterung wecken wie die Geschichten — sie fühlten sich altmodisch und musikalisch blass an. Für Kinder ab zwei Jahren durchaus empfehlenswert, wenn man gemütliche, sichere Weihnachtsstunden sucht; wer dichterische Raffinesse oder moderne Ohrwürmer erwartet, wird hier eher neutral bleiben. Insgesamt gute Ansätze, liebe Umsetzung — aber nicht ohne kleine Schwächen.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Rache, Asche, Herzschmerz — ein chaotisches Vergnügen

The Witch Collector
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Feuer trifft Frost — und plötzlich ist Rache nur noch ein schlechter Plan B. Raina Bloodgood rennt los mit Schwert und Groll, will Köpfe rollen sehen, und dann steigt der Witch Collector aus der Asche ...

Feuer trifft Frost — und plötzlich ist Rache nur noch ein schlechter Plan B. Raina Bloodgood rennt los mit Schwert und Groll, will Köpfe rollen sehen, und dann steigt der Witch Collector aus der Asche und macht alles komplizierter. Ehrlich? Das Buch hat mich oft abgeholt: die Welt ist rau, die Magie fühlt sich fassbar an und die Action knallt — perfekte Zutaten für ein düsteres Fantasy-Date. Aber es gibt auch Momente, in denen das Tempo stolpert und manche Wendungen sich eher wie Abkürzungen anfühlen als wie organische Entwicklungen.

Charaktere funktionieren größtenteils: Raina ist eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die man nicht immer mögen muss, aber mit der man mitfiebert. Alexus, der Witch Collector, ist dieser Typ Antiheld, der einem gleichzeitig das Messer in den Rücken und die Hand auf die Schulter legt — gefährlich attraktiv, wenn man auf so was steht. Dialoge haben Punch, manchmal ein bisschen zu sehr ins Emo-Register, aber hey — Herzblut spürt man überall.

Was mich stört: Einige Nebenstränge bleiben blass, als hätte jemand beim Worldbuilding die Notiz „später ausbauen“ vergessen. Und die größte Liebesentwicklung passiert manchmal einen Tick zu schnell für meinen Geschmack — trotzdem funktioniert die Chemie oft genug, dass ich mitgezogen wurde. Insgesamt solide Unterhaltung mit düsteren Bildern, ein paar Logikpatzer und einer Zugabe Herzschmerz. Wer auf rauere Fantasy mit einem Hauch Romantik steht, bekommt hier genau das: nicht perfekt, aber liebenswert kaputt. 3,5 Sterne — weil Emotionen, Atmosphäre und Action mehr wiegen als die kleinen Stolperfallen.

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