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Veröffentlicht am 02.03.2026

Wenn ein Casino zum Schicksal wird

Spiel des Lügners
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Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, eine Diebin mit einem riskanten Plan. Sie nimmt an einem geheimnisvollen Turnier in einem magischen Casino teil, um ein Artefakt zu stehlen. Der Einsatz ist allerdings ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, eine Diebin mit einem riskanten Plan. Sie nimmt an einem geheimnisvollen Turnier in einem magischen Casino teil, um ein Artefakt zu stehlen. Der Einsatz ist allerdings hoch: ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Zwischen gefährlichen Spielen, Intrigen und unerwarteten Gefühlen wird schnell klar, dass in diesem Casino nichts so ist, wie es scheint.

Ich wurde ziemlich schnell in diese schillernde, leicht düstere Atmosphäre gezogen. Das Setting mit dem magischen Glücksspiel hat mir richtig Spaß gemacht und hat mich oft an einen spannenden Spieleabend erinnert den wir selbst gern mit den Kids oft machen. Besonders die Spannung zwischen den Figuren und die vielen kleinen Täuschungen haben mich neugierig weiterlesen lassen.

Die Welt und das Magiesystem bleiben zwar stellenweise etwas oberflächlich und manche Wendungen konnte ich erahnen, trotzdem hatte mir die Geschichte Spaß gemacht zu lesen.

Dazu kommt dieses wunderschöne Buch selbst Farbschnitt und Gestaltung sind einfach ein Traum. Für mich ein unterhaltsamer Romantasy Auftakt mit kleinen Schwächen, aber viel Gefühl und Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Zwischen Nähe, Misstrauen und der Frage nach Wahrheit

This Story Might Save Your Life
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(Zitat: „ᴅɪᴇ ꜱᴄʜᴇɪßᴡᴇʟᴛ ꜱᴏʟʟᴛᴇ ꜱɪᴄʜ ɴɪᴄʜᴛ ᴡᴇɪᴛᴇʀᴅʀᴇʜᴇɴ, ᴀʟꜱ ᴡäʀᴇ ᴀʟʟᴇꜱ ɢᴜᴛ.“)

Joy und Benny sind beste Freunde und betreiben gemeinsam einen Podcast über Leben und Überleben. Als Joy spurlos verschwindet, ...

(Zitat: „ᴅɪᴇ ꜱᴄʜᴇɪßᴡᴇʟᴛ ꜱᴏʟʟᴛᴇ ꜱɪᴄʜ ɴɪᴄʜᴛ ᴡᴇɪᴛᴇʀᴅʀᴇʜᴇɴ, ᴀʟꜱ ᴡäʀᴇ ᴀʟʟᴇꜱ ɢᴜᴛ.“)

Joy und Benny sind beste Freunde und betreiben gemeinsam einen Podcast über Leben und Überleben. Als Joy spurlos verschwindet, bleibt Unsicherheit zurück – und eine Wahrheit, die sich nur langsam zeigt.

Was mich getragen hat, war nicht die reine Spannung, sondern die emotionale Tiefe. Tiffany Crum schreibt nah an ihren Figuren, manchmal leise, manchmal schmerzhaft offen. Ich habe Bennys Verlorenheit gespürt, dieses Gefühl, jemanden zu lieben und ihn trotzdem nicht wirklich zu kennen. Die wechselnden Perspektiven zwischen der Sicht von Benny und Joy haben mich innehalten lassen, auch wenn das Tempo stellenweise hätte straffer sein dürfen.

Für mich ist das Buch weniger Thriller als ein intensiver Blick auf Freundschaft, Loyalität und die Frage, welche Geschichten wir erzählen, um weiterleben zu können. Ein Roman, der nicht laut schreit, sondern lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Zwischen Aufwühlung und Distanz ein Schicksal das nachhallt

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Lale wird in den 80er Jahren geboren, durch ihre drogenabhängigen Eltern kommt sie in eine Männer-WG, doch auch dort fehlen ihr Fürsorge, Halt und echte Geborgenheit etwas, wonach sie sich ihr ganzes Leben ...

Lale wird in den 80er Jahren geboren, durch ihre drogenabhängigen Eltern kommt sie in eine Männer-WG, doch auch dort fehlen ihr Fürsorge, Halt und echte Geborgenheit etwas, wonach sie sich ihr ganzes Leben lang sehnt.

Mich hat dieses Buch aufgewühlt und gleichzeitig seltsam auf Distanz gehalten. Die Sprache ist eindringlich, doch die Ereignisse rauschen wie ein Sturm an mir vorbei. Ich hatte kaum Zeit, wirklich mit Lale zu fühlen, weil sich ein Schicksalsschlag an den nächsten reiht. Vieles wirkte überladen, als wollte die Geschichte zu viel auf einmal erzählen. Gerade bei so sensiblen Themen hätte ich mir mehr Tiefe und Raum gewünscht. Einige Aspekte erschienen mir zudem schwer greifbar. Trotzdem bleibt ein Eindruck zurück, der nachhallt. Ein Buch, das ich trotz allem weiterempfehlen würde.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Zwischen Analyse und Wirklichkeit

Es war einmal ein Land
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Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem ...

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem Teil des Landes, der sich seit der Wende irgendwie nie ganz angekommen fühlt.

Jana Hensel versucht zu erklären, warum viele Menschen in Ostdeutschland heute so skeptisch auf die Demokratie schauen. Dabei blickt sie zurück auf den großen Aufbruch nach der Wende, auf Hoffnungen, Erwartungen und auf das, was davon übrig geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Gedanken im Kopf: Ja, das ist interessant, aber irgendwie greift es nicht immer ganz.

Hensel schreibt klug und reflektiert, keine Frage. Man merkt, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und dass sie selbst Teil dieser Geschichte ist. Genau das macht viele Passagen stark, weil persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen.

Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. An manchen Stellen wirkt es eher wie eine lange Analyse als wie eine wirklich packende Erzählung. Ich hätte mir mehr konkrete Geschichten gewünscht, mehr Stimmen, mehr Leben zwischen all den Gedanken.

Unterm Strich bleibt ein Buch, das wichtige Fragen stellt und zum Nachdenken anregt, aber nicht immer die Tiefe oder Kraft entwickelt, die man sich bei so einem großen Thema vielleicht erhofft. Interessant zu lesen ist es trotzdem, nur eben kein Titel, der einen komplett umhaut.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Abtauchen in die schönsten Plätze der Welt

LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer
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Fernweh, Salz auf der Haut und dieses leise Kribbeln, wenn man Bilder sieht, die nach Freiheit schreien, genau das liefert der LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer. Weniger Lehrbuch, viel mehr ...

Fernweh, Salz auf der Haut und dieses leise Kribbeln, wenn man Bilder sieht, die nach Freiheit schreien, genau das liefert der LONELY PLANET Bildband Legendäre Tauchabenteuer. Weniger Lehrbuch, viel mehr Einladung, in die schönsten Ecken der Unterwasserwelt abzutauchen. Und ja, selbst als Schnorchler sitzt man da und denkt: Da will ich rein. Sofort.

Das Great Blue Hole, das Rote Meer, versunkene Wracks vor Italien – das sind keine Spots, das sind Sehnsuchtsorte. Seitenweise türkisblaues Wasser, Korallen in allen Farben, Lichtstrahlen, die durch die Tiefe schneiden. Manche Fotos sind so intensiv, dass man beim Umblättern automatisch leiser wird. Als würde man die Szene nicht stören wollen.

Was dieses Buch unglaublich gut kann: Lust machen. Auf Reisen. Auf Meer. Auf dieses schwerelose Gefühl unter der Oberfläche. Auch wenn man „nur“ mit Maske und Flossen unterwegs ist, bekommt man hier eine Bucketlist serviert, die sofort wächst.

Fachlich gibt es ein paar Stolpersteine. Begriffe sind nicht immer sauber übersetzt, und wer tief im Tauchsport steckt, wird das merken. Das kratzt am Anspruch, wenn man es als ernsthafte Tauchlektüre liest. Doch als Inspirationsquelle für wunderschöne Plätze rund um den Globus funktioniert der Bildband richtig stark.

Unterm Strich bleibt ein traumhaft gestaltetes Buch mit atemberaubenden Orten, kleinen Schwächen im Detail und ganz viel Meer im Herzen. Für Fernweh und Unterwasserträume absolut empfehlenswert.

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