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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2025

Chaotische Weihnachten

Merry Crisis - ein fast besinnliches Weihnachtsfest
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Meine Meinung:

Ein herrlich skurriler und lustiger Weihnachtsroman. Ich habe Tränen gelacht und fühlte mich sehr gut unterhalten.

Olivia, die Protagonistin und Ich-Erzählerin des Romans, fährt wie ...

Meine Meinung:

Ein herrlich skurriler und lustiger Weihnachtsroman. Ich habe Tränen gelacht und fühlte mich sehr gut unterhalten.

Olivia, die Protagonistin und Ich-Erzählerin des Romans, fährt wie viele von uns über Weihnachten nach Hause. Doch bei ihren Eltern übernachten nicht nur ihr Bruder, sondern auch Ömi, Tanten und Onkel. Das Haus ist voll mit sonderbaren Menschen, die sich größtenteils nur einmal im Jahr sehen. Ob ein ihr völlig unbekannter Onkel in Ballettschläppchen oder eine versnobte Tante. Olivia bleibt nichts erspart. Und als dann auch noch ihr Erzfeind aus Schulzeiten auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Ein humorvoller und herzerwärmender Roman, der sich dank der 24 Kapitel auch wunderbar als Adventskalender eignet. Die Kapitelüberschriften sind Titel unzähliger bekannter Advents- und Weihnachtslieder. Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen. Es geht um Familienkonflikte, die Kommunikation innerhalb der Familie, aber auch um Traditionen und Erwartungen. Ein Roman, der hinter die Kulissen einer Familie blickt und somit ein Sinnbild für viele Familien während der Feiertage darstellt. Witzig und tiefgründig zugleich, ein guter Spagat, der mich über einige Längen des Romans hinwegsehen lässt.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Veränderungen in Little Germany

Little Germany - Der Geschmack von Freiheit
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Auch in Band 2 entführt uns Maria Nikolai wieder nach New York und lässt uns am Leben von Lissi und Julia teilhaben. Nach der schweren Tragödie auf dem East River ist das Leben der beiden Freundinnen nicht ...

Auch in Band 2 entführt uns Maria Nikolai wieder nach New York und lässt uns am Leben von Lissi und Julia teilhaben. Nach der schweren Tragödie auf dem East River ist das Leben der beiden Freundinnen nicht mehr wie zuvor.

Gerade Lissi hat es schwer getroffen, aber kaum jemand in Little Germany ist von dem Unglück auf irgendeine Weise verschont geblieben. Das Viertel verändert zunehmend sein Gesicht, viele Menschen verlassen den Ort, der sie immer wieder an das Grauen erinnert. So fangen auch Lissi und Julia neu an – doch können sie ihre Vergangenheit wirklich hinter sich lassen?

Maria Nikolai erzählt wieder einmal sehr einfühlsam und stimmungsvoll vom New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es hat mir erneut großen Spaß gemacht, die liebgewonnenen Figuren durch die Straßen dieser faszinierenden Stadt zu begleiten. Die Autorin hat hervorragend recherchiert, und eine Karte zur Zeit des Romans bietet eine hilfreiche Orientierung.

Die Figurenzeichnung ist, wie schon in Band 1, sehr gelungen. Besonders schön fand ich, dass noch einmal eine Brücke zur „Überfahrt“ geschlagen wird – so wirkt die Geschichte wunderbar rund.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig, die Sprache leicht und die Dialoge lebensnah und authentisch. Insgesamt gliedert sich der Roman in drei Teile, wobei gegen Ende einige Zeitsprünge eingebaut sind, die die Erzählung etwas weniger dicht wirken lassen.

Eine gelungene Dilogie über zwei junge Frauen, die in New York ihr Glück suchen. Sehr lesenswert – nicht nur für alle, die sich für Auswanderergeschichten interessieren, sondern auch für Leserinnen und Leser, die zeitgeschichtliche Romane mit fundierter Recherche schätzen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Humorvolle aber auch tragische Geschichte

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
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Ein neuer Fall für die Rentner-Gang aus Coopers Chase, dem Altenheim, in dem sie leben. Ein neuer Mord um den Jahreswechsel erschüttert das beschauliche Örtchen in Kent. Dabei geht es auch um ein mysteriöses ...

Ein neuer Fall für die Rentner-Gang aus Coopers Chase, dem Altenheim, in dem sie leben. Ein neuer Mord um den Jahreswechsel erschüttert das beschauliche Örtchen in Kent. Dabei geht es auch um ein mysteriöses Drogengeschäft. Was hat der Getötete verborgen, oder ist er ein Zufallsopfer?

Alle vier Rentner sind für sich besondere Persönlichkeiten. Ich persönlich mag Ibrahim sehr gerne, da er immer einen Spruch auf Lager hat und mit seiner spitzfindigen Analyse dem Club stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber auch Elizabeth habe ich sehr in mein Herz geschlossen.

Der Krimi besticht durch seine Charaktere und seine heimelige, cozy Atmosphäre. Dieser Fall hat eine gewisse Tragik, die der Geschichte einen leichten, traurigen Schleier verleiht. Gleichzeitig sorgen viele witzige Passagen für Auflockerung. Der Fall an sich ist interessant aufgebaut, wobei ich eine Ahnung hatte, wer hinter den ganzen Taten steckt.

Der sehr lockere Schreibstil des Autors und seine besondere Art der Situationskomik sorgen für einen guten Lesefluss. Man muss diese schrulligen Charaktere einfach gernhaben. Manche Situationen sind mir etwas zu plump und platt dargestellt, aber das ist auch ein Kennzeichen dieser Romanreihe.

Ein erneut guter Cozy-Krimi, der mir in Summe wieder gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Wundervolle Welt der Bücher für Liebhaber

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Herzlich willkommen zurück auf dem Bücherschiff von Monsieur Perdu! Nina George hat auch diesmal wieder eine herzergreifende Geschichte geschaffen, die mich vollkommen gefangen nahm. Ich mag die Idee der ...

Herzlich willkommen zurück auf dem Bücherschiff von Monsieur Perdu! Nina George hat auch diesmal wieder eine herzergreifende Geschichte geschaffen, die mich vollkommen gefangen nahm. Ich mag die Idee der literarischen Apotheke sehr und würde nur zu gerne einmal ein solches Schiff betreten und mich dort beraten lassen.

Die Figurenzeichnung der Autorin ist gewohnt diffizil und sorgfältig angelegt. Facettenreich und voluminös ist ihre Sprache. Nina George spielt regelrecht mit Worten und zeigt eindrucksvoll, welche Macht und welchen Wert Sprache in unserer Welt besitzt.

Vor allem die junge Françoise hat mein Herz im Sturm erobert, und ich habe so sehr mit ihr gefiebert und gehofft, dass sich am Ende alles zum Guten wendet. Es geht um Familie, Freundschaft und Liebe, um den Mut, sich neuen Dingen zu öffnen und neue Erfahrungen zuzulassen.

Eine Hommage an die Bücher, an das Lesen, an alle Buchhändlerinnen und Buchhändler sowie an alle Leserinnen und Leser. Büchermenschen sind etwas ganz Besonderes und genau das zeigt die Autorin mit dieser Geschichte.

Philipp Schepmann hat diese Geschichte mit seiner warmen und gefühlvollen Stimme wunderbar vertont. Es gelingt ihm, jeder Figur eine eigene Tonlage zu verleihen und die Emotionen fein nuanciert zu transportieren.

Eine klare Hörempfehlung für alle, die die Welt der Bücher lieben und an ihren Zauber glauben.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Sonderbare Morde in Graz

Grüne Mark und Weißer Tod
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Ein historischer Kriminalroman, der durch süffisanten Humor und eine interessante Sprachfärbung überzeugt. In Graz geschieht eine Reihe sonderbarer Morde. Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein ...

Ein historischer Kriminalroman, der durch süffisanten Humor und eine interessante Sprachfärbung überzeugt. In Graz geschieht eine Reihe sonderbarer Morde. Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein Freund Dr. Titus Pyrner sind erneut gefragt. Dabei obliegt es Franz, dem Polizeiagenten Anton Meisl immer einen Schritt voraus zu sein, mit dem er sich eine Art Privatduell liefert.

Was mir sehr gut gefallen hat, war das Zusammenspiel zwischen den beiden Protagonisten. Der eher zurückhaltende Titus ist ein guter Gegenpart zu dem manchmal impulsiv agierenden Franz. In dieser Geschichte bekommen auch die beiden Verlobten Resi (die Verlobte von Franz) und Salome (die Verlobte von Titus) einen relativ großen Anteil, was mir gut gefallen hat.

Die Story nimmt im Verlauf der Ermittlungen eine interessante Wendung. Sehr einprägsam ist zudem der Sprachstil der Autorin. Mit vielen historischen Begrifflichkeiten schafft sie es, der gesamten historischen Umgebung durch ihre Wortwahl einen besonderen Teint zu verleihen. Ebenfalls kommt der Humor in der Geschichte nicht zu kurz. Mit vielen kleinen, süffisanten Details, die immer wieder eingestreut werden, sorgt die Autorin für kurzweilige Unterhaltung in den ansonsten ernsten Morduntersuchungen.

Ein insgesamt gut konzipierter historischer Kriminalroman, von der Reihe würde ich gerne noch einmal einen lesen.

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