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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Humorvolle aber auch tragische Geschichte

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
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Ein neuer Fall für die Rentner-Gang aus Coopers Chase, dem Altenheim, in dem sie leben. Ein neuer Mord um den Jahreswechsel erschüttert das beschauliche Örtchen in Kent. Dabei geht es auch um ein mysteriöses ...

Ein neuer Fall für die Rentner-Gang aus Coopers Chase, dem Altenheim, in dem sie leben. Ein neuer Mord um den Jahreswechsel erschüttert das beschauliche Örtchen in Kent. Dabei geht es auch um ein mysteriöses Drogengeschäft. Was hat der Getötete verborgen, oder ist er ein Zufallsopfer?

Alle vier Rentner sind für sich besondere Persönlichkeiten. Ich persönlich mag Ibrahim sehr gerne, da er immer einen Spruch auf Lager hat und mit seiner spitzfindigen Analyse dem Club stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber auch Elizabeth habe ich sehr in mein Herz geschlossen.

Der Krimi besticht durch seine Charaktere und seine heimelige, cozy Atmosphäre. Dieser Fall hat eine gewisse Tragik, die der Geschichte einen leichten, traurigen Schleier verleiht. Gleichzeitig sorgen viele witzige Passagen für Auflockerung. Der Fall an sich ist interessant aufgebaut, wobei ich eine Ahnung hatte, wer hinter den ganzen Taten steckt.

Der sehr lockere Schreibstil des Autors und seine besondere Art der Situationskomik sorgen für einen guten Lesefluss. Man muss diese schrulligen Charaktere einfach gernhaben. Manche Situationen sind mir etwas zu plump und platt dargestellt, aber das ist auch ein Kennzeichen dieser Romanreihe.

Ein erneut guter Cozy-Krimi, der mir in Summe wieder gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Wundervolle Welt der Bücher für Liebhaber

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Herzlich willkommen zurück auf dem Bücherschiff von Monsieur Perdu! Nina George hat auch diesmal wieder eine herzergreifende Geschichte geschaffen, die mich vollkommen gefangen nahm. Ich mag die Idee der ...

Herzlich willkommen zurück auf dem Bücherschiff von Monsieur Perdu! Nina George hat auch diesmal wieder eine herzergreifende Geschichte geschaffen, die mich vollkommen gefangen nahm. Ich mag die Idee der literarischen Apotheke sehr und würde nur zu gerne einmal ein solches Schiff betreten und mich dort beraten lassen.

Die Figurenzeichnung der Autorin ist gewohnt diffizil und sorgfältig angelegt. Facettenreich und voluminös ist ihre Sprache. Nina George spielt regelrecht mit Worten und zeigt eindrucksvoll, welche Macht und welchen Wert Sprache in unserer Welt besitzt.

Vor allem die junge Françoise hat mein Herz im Sturm erobert, und ich habe so sehr mit ihr gefiebert und gehofft, dass sich am Ende alles zum Guten wendet. Es geht um Familie, Freundschaft und Liebe, um den Mut, sich neuen Dingen zu öffnen und neue Erfahrungen zuzulassen.

Eine Hommage an die Bücher, an das Lesen, an alle Buchhändlerinnen und Buchhändler sowie an alle Leserinnen und Leser. Büchermenschen sind etwas ganz Besonderes und genau das zeigt die Autorin mit dieser Geschichte.

Philipp Schepmann hat diese Geschichte mit seiner warmen und gefühlvollen Stimme wunderbar vertont. Es gelingt ihm, jeder Figur eine eigene Tonlage zu verleihen und die Emotionen fein nuanciert zu transportieren.

Eine klare Hörempfehlung für alle, die die Welt der Bücher lieben und an ihren Zauber glauben.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Sonderbare Morde in Graz

Grüne Mark und Weißer Tod
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Ein historischer Kriminalroman, der durch süffisanten Humor und eine interessante Sprachfärbung überzeugt. In Graz geschieht eine Reihe sonderbarer Morde. Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein ...

Ein historischer Kriminalroman, der durch süffisanten Humor und eine interessante Sprachfärbung überzeugt. In Graz geschieht eine Reihe sonderbarer Morde. Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein Freund Dr. Titus Pyrner sind erneut gefragt. Dabei obliegt es Franz, dem Polizeiagenten Anton Meisl immer einen Schritt voraus zu sein, mit dem er sich eine Art Privatduell liefert.

Was mir sehr gut gefallen hat, war das Zusammenspiel zwischen den beiden Protagonisten. Der eher zurückhaltende Titus ist ein guter Gegenpart zu dem manchmal impulsiv agierenden Franz. In dieser Geschichte bekommen auch die beiden Verlobten Resi (die Verlobte von Franz) und Salome (die Verlobte von Titus) einen relativ großen Anteil, was mir gut gefallen hat.

Die Story nimmt im Verlauf der Ermittlungen eine interessante Wendung. Sehr einprägsam ist zudem der Sprachstil der Autorin. Mit vielen historischen Begrifflichkeiten schafft sie es, der gesamten historischen Umgebung durch ihre Wortwahl einen besonderen Teint zu verleihen. Ebenfalls kommt der Humor in der Geschichte nicht zu kurz. Mit vielen kleinen, süffisanten Details, die immer wieder eingestreut werden, sorgt die Autorin für kurzweilige Unterhaltung in den ansonsten ernsten Morduntersuchungen.

Ein insgesamt gut konzipierter historischer Kriminalroman, von der Reihe würde ich gerne noch einmal einen lesen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Medizin mit Kolonialgeschichte

Rurfieber
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Ein Krimi, der ein sehr ernstes Thema aufgreift und es dennoch mit feinem Humor verbindet.

Die Kommissare Michael Fett und Daniela Conti sind inzwischen ein eingespieltes Duo. Doch dieser Fall verlangt ...

Ein Krimi, der ein sehr ernstes Thema aufgreift und es dennoch mit feinem Humor verbindet.

Die Kommissare Michael Fett und Daniela Conti sind inzwischen ein eingespieltes Duo. Doch dieser Fall verlangt ihnen alles ab. Michael Fett ist ein Kommissar alter Schule, der mit vielen aktuellen Themen unserer Gesellschaft fremdelt. Daniela Conti bildet dazu den erfrischenden Gegenpart, der jedoch auch mit Fetts manchmal altmodischer und eigensinniger Art erstaunlich gut zurechtkommt. Auch Kollegin Kalumba weiß, wie sie Fett nehmen muss, während der junge Kollege Petridis die Generation Z überzeugend verkörpert.

Der Krimi beschäftigt sich mit dem Thema Medizin und eröffnet den Lesenden spannende Einblicke in die Kolonialgeschichte und ihre Schattenseiten. Pointiert und anschaulich bringt der Autor diese Thematik nahe, ohne die Spannung aus dem Blick zu verlieren. Humorvolle Passagen lockern die ernsten Aspekte auf. Olaf Müller gelingt es, ein facettenreiches Porträt der Region zu zeichnen, ohne sich in ermüdenden Details zu verlieren. Mit treffenden Metaphern und einem reichen Wortschatz beweist er sein Können und hält das Erzähltempo durchgehend hoch.

Besonders gelungen ist der Aufbau der Kapitel, die häufig mit kleinen Cliffhangern enden und dadurch einen hohen Lesesog entwickeln. So wirkt die Handlung lebendig und abwechslungsreich. Zahlreiche Anspielungen auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen sowie versteckte Hinweise für Buch- und Filmfans bereichern den Text zusätzlich.

Die Verbindung von Medizin, Wissenschaft und den Eigenheiten eines Lokalkrimis hat mir ausgesprochen gut gefallen. Lediglich das Finale kam mir etwas zu abrupt und schnell. Abgesehen davon ist dies jedoch ein spannender, tiefgründiger und zugleich humorvoller Fall, der die Reihe um die Aachener Kommissare bereichert.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Krimi mit einem interessantem Ende

Endstation Fichtelgebirge
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Ein Krimi mit einem eher ungewöhnlichen Ende, das mich teilweise sprachlos zurückließ. Die beiden Hauptfiguren Kristina Herbich und Konrad Breuer versuchen, ihr Berufsleben über die privaten Bedürfnisse ...

Ein Krimi mit einem eher ungewöhnlichen Ende, das mich teilweise sprachlos zurückließ. Die beiden Hauptfiguren Kristina Herbich und Konrad Breuer versuchen, ihr Berufsleben über die privaten Bedürfnisse zu stellen. Beide verbindet die Problematik vieler Ermittlerinnen und Ermittler: Wirklich Zeit für eine Beziehung bleibt bei all dem Stress oft nicht. Kristina wirkt etwas aufgeschlossener als Breuer, der eher in sich gekehrt ist. Doch im Laufe der Ermittlungen taut auch er ein Stück weit auf.

Das Setting ist mit leichten, eher dunklen Elementen versehen, da es sich um eine tragische Geschichte handelt. Die vielen verschiedenen Nebenfiguren sind gut gewählt und ausgearbeitet, und ich fieberte bei zweien besonders mit. Besonders gut gefallen hat mir eine Sequenz im ersten Teil der Erzählung, die ich sehr atmosphärisch fand, die ich hier aber nicht spoilern möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Die Spannung des Romans baut sich in verschiedenen Passagen stetig auf und entwickelt sich bis zum Ende weiter. Dieses Ende ist überraschend, und ich wäre darauf niemals gekommen. Die Tragik der gesamten Geschichte passt jedoch sehr gut zur Erzählung im Ganzen.

Ein gut konstruierter Krimi mit einem schwierigen Thema und einer Tragik, die mich überzeugt hat.

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