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Veröffentlicht am 05.12.2025

"True Crime direkt vom Autopsietisch"

Der Totenleser
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Wer könnte besser von echten True-Crime-Delikten berichten als ein Gerichtsmediziner?
Richtig, wahrscheinlich niemand.

Tatsächlich bin ich in dieser ganzen True-Crime-Bubble gar nicht drin.
Der Hype um ...

Wer könnte besser von echten True-Crime-Delikten berichten als ein Gerichtsmediziner?
Richtig, wahrscheinlich niemand.

Tatsächlich bin ich in dieser ganzen True-Crime-Bubble gar nicht drin.
Der Hype um die vielen True-Crime-Podcasts ist irgendwie nie bei mir angekommen.
Aber ich war schon immer ein Fan von Tsokos' Thrillern, und jetzt war es an der Zeit, auch einmal seinen Berufsalltag kennenzulernen.

Prinzipiell tue ich mich immer schwer, True-Crime als unterhaltsam zu betiteln, weil ich weiß, dass diese Dinge wirklich passiert sind und ich mir nicht einreden kann, dass es Fiktion ist.
Und die Fälle, von denen Herr Tsokos berichtet, haben es wirklich in sich.
Besonders bewegend fand ich den letzten Fall, von dem er berichtet hat und der eine Sache thematisiert, die in meinen Augen in unserem Rechtswesen falsch läuft.
Die Geschichte hat mich emotional unglaublich mitgenommen, und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich Herr Tsokos bei den Untersuchungen und im Gerichtssaal gefühlt haben muss.
Mein ohnehin schon großer Respekt vor diesem Berufsfeld ist durch diese Tatsachenberichte nochmals gewachsen.
Was man alles durch Untersuchungen, wissenschaftliche Befunde und „Leichenmerkmale“ herausfinden kann!
Und wie aus all diesen Puzzleteilen letztendlich ein ganzes (meist nicht so schönes) Gesamtbild zur Todesursache entsteht.
Einfach beeindruckend – etwas anderes fällt mir dazu nicht ein.

Ich fand es toll, wie Herr Tsokos von seinem beruflichen Alltag berichtet, der nicht immer schön ist, den er aber mit Leidenschaft ausübt.
Die Geschichten in diesem Buch sind wahrlich nicht für zarte Gemüter, bieten jedoch einen äußerst interessanten Einblick.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

"Das Leben verläuft nicht nach Plan"

Breakups and Butterflies
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Kaum hatte ich „Fake Dates und Fireworks“ beendet, verspürte ich direkt das Bedürfnis, den nächsten Roman von Kyra Groh zu lesen.
Es ist wie eine Sucht …

Gleich zu Beginn musste ich feststellen, dass ...

Kaum hatte ich „Fake Dates und Fireworks“ beendet, verspürte ich direkt das Bedürfnis, den nächsten Roman von Kyra Groh zu lesen.
Es ist wie eine Sucht …

Gleich zu Beginn musste ich feststellen, dass ich einige signifikante Gemeinsamkeiten mit der Protagonistin Mara habe.
Auch ich bin ein Fan von Plänen, Struktur und davon, wenn etwas genauso läuft, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ähnlich wie Mara musste auch ich lernen, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft, was allerdings nicht bedeutet, dass es dadurch automatisch schlechter wird.
Wahrscheinlich konnte ich mich deswegen so gut im Buch verlieren und Maras Frustration über die vielen ungeplanten Änderungen in ihrem Leben so gut nachvollziehen.

Mara hat jedoch noch ein weiteres Problem: Sie ist eine People-Pleaserin durch und durch.
Gemeinsam mit Mara erkennen wir, dass die letzten acht Jahre nur Show waren und ihr Leben daraus bestand, es allen anderen recht zu machen – ihrer Chefin, ihren Eltern oder Sebastian.
Glücklicherweise trifft sie Marius.
Marius, der „ultra-jung“ ist, kann Mara trotz seiner kürzeren Lebenserfahrung viel beibringen.
Mara lernt, was sie eigentlich vom Leben möchte, lernt, ihr wahres Ich zu zeigen und für sich selbst einzustehen.
Gerade beim letzten Punkt hat mir besonders die Beziehungsaufarbeitung mit ihrem Bruder gefallen.
Er und seine Mitbewohnerin waren tolle Nebencharaktere und haben die Geschichte wunderbar ergänzt.

Maras Geschichte ist bei Weitem nicht nur eine einfache Lovestory, sondern ein Buch über Selbstfindung, den eigenen Wert und Selbstbestimmung.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

"Ein Feuerwerk der Gefühle"

Fake Dates and Fireworks
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Wenn man Lust auf eine locker-leichte Romcom hat, ist man mit Kyra Groh bestens beraten.
Noch nie hat mich eines ihrer Bücher enttäuscht – dieser Roman eingeschlossen.

Ich habe „Fake Dates und Fireworks“ ...

Wenn man Lust auf eine locker-leichte Romcom hat, ist man mit Kyra Groh bestens beraten.
Noch nie hat mich eines ihrer Bücher enttäuscht – dieser Roman eingeschlossen.

Ich habe „Fake Dates und Fireworks“ in wenigen Tagen verschlungen.
Zwar ist der Handlungsverlauf nicht mit großen Überraschungen gespickt, eher gegenteilig, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch.
Der Roman lebt von sympathischen Charakteren, lustigen Dialogen und schönen Charakterentwicklungen.
Besonders Beccas Charakterentwicklung hat mir sehr zugesagt, weil sie zu Beginn des Buches in sehr viel Selbstmitleid gebadet hat und ihre ganze Welt nur aus Nils zu bestehen schien.
Nils kam mir schon in Beccas Erzählungen und Rückblenden nicht ganz sauber vor, und sein Auftritt im Hotel kam daher wenig überraschend.
Zum Glück erkennt Becca, trotz ihrer chaotischen Art, etwas, das mir als Leser schnell klar wurde: Warum sollte man sich für einen Nils entscheiden, wenn man einen Raphael haben kann?
Raphael hat durch und durch Bookboyfriend-Potenzial, und das sage ich nicht nur, weil im Gegensatz zu Nils fast jeder Mann ein Gewinn wäre.

Mein persönliches Highlight war die Beziehung von Becca und Raphael.
Der Titel „Fake Dates und Fireworks“ wird den beiden mehr als gerecht, denn die Funken zwischen ihnen fliegen schon in den ersten Kapiteln.
Wobei man in einer Szene sehr deutlich merkt (in dieser hat auch Raphael mein Herz erobert), dass Becca seine Gedanken schon weit länger beherrscht.
Er zeigt Becca, dass (selbst) ihre vorgetäuschte Beziehung gesünder ist als ihre Beziehung zu Nils und sorgt dafür, dass sie sich aus dieser Abhängigkeit lösen kann.
Becca und Raphaels „gemeinsamen“ Urlaub zu verfolgen war eine pure Freude – die perfekte Mischung aus einer lustigen Romcom mit Tiefgang und Charme!

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Veröffentlicht am 18.11.2025

"Verrat oder Vertrauen?"

The Queen Will Rise
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Fast könnte ich meine Rezension zum vorherigen Teil „The King will Fall“ hier hineinkopieren.
Sowohl meine Kritikpunkte als auch die Aspekte, die ich hochgelobt habe, waren wieder vertreten.

Obwohl der ...

Fast könnte ich meine Rezension zum vorherigen Teil „The King will Fall“ hier hineinkopieren.
Sowohl meine Kritikpunkte als auch die Aspekte, die ich hochgelobt habe, waren wieder vertreten.

Obwohl der Handlungsverlauf nicht viele Überraschungen bereithält und der Fantasy-Anteil nicht so ausgeprägt ist, wie ich es mir bei einer Romantasy wünschen würde, konnte mich dieses Buch wieder bestens unterhalten.
Diese Dilogie um Florence und Benedict punktet mit Emotionen, Charakterentwicklungen und den zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ich finde es äußerst beeindruckend, wie Marie Niehoff es schafft, die zwischenmenschlichen Beziehungen – ob gut oder schlecht – so zu schreiben, dass ich völlig in ihnen gefangen bin.
Ob Florences Familienprobleme oder Benedicts Misere, in der er sich dank der Rebellion nun befindet – jede dieser Situationen ging mir so nah, dass ich mich laufend gefragt habe: Wie würdest du dich verhalten? Was wäre die richtige Lösung? etc.
In ihrer Haut möchte ich wahrlich nicht stecken – sich laufend zwischen Verrat und Vertrauen entscheiden zu müssen.
Dabei hat es ein Verrat wirklich in sich …

Die spannungsgeladene Atmosphäre, die mit dem Cliffhanger des ersten Teils erreicht wurde, konnte die Autorin fast bis zum Ende aufrechterhalten.
Damit hat die Handlung trotz ihres recht unspektakulären Verlaufs eine gewisse Schwere, und man hat den Ernst der Lage, in der das Land seit dem Attentat auf Benedict steckt, durchgängig gespürt.

Mir hat diese Dilogie wirklich gut gefallen, und ich hätte sehr gerne ein Spin-off über Lyra, weil sie ein wirklich toller Nebencharakter gewesen ist, von dem ich gerne mehr in diesem Teil gelesen hätte.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

"Romantasy? Eher Roman als Fantasy"

When The King Falls
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Für mich war dieses Buch ein Fall von „Nicht, was ich erwartet habe, konnte mich aber trotzdem catchen“.
Denn in meinen Augen zählt diese Romantasy nicht wirklich als Romantasy, weil der Fantasyanteil ...

Für mich war dieses Buch ein Fall von „Nicht, was ich erwartet habe, konnte mich aber trotzdem catchen“.
Denn in meinen Augen zählt diese Romantasy nicht wirklich als Romantasy, weil der Fantasyanteil in diesem Roman kaum präsent war.
Mir wurde nur vor Augen geführt, dass es sich um einen Fantasyroman handelt, wenn das Wort „Vampirkönig“ oder „Blutbraut“ gefallen ist.
Ansonsten hatte ich das Gefühl, einen normalen Liebesroman mit dystopischem Setting zu lesen.
Die Autorin hat hier wenig in die Fantasywelt und das Worldbuilding investiert – oft musste ich Gegebenheiten einfach ohne nähere Erklärung hinnehmen.
Das hat mein Verständnis für die gesamte Fantasywelt und ihre Elemente etwas gedämpft.

Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch auf allen anderen Ebenen, besonders der emotionalen Ebene, unglaublich gut unterhalten.
Denn ich habe mit Florence und Benedict von der ersten Seite an mitgefiebert.
Beide sind sowohl als Individuen als auch gemeinsam sehr sympathisch und greifbar.
Außerdem ist die Tension zwischen den beiden einmalig und passt perfekt zu ihrem eher langsamen Beziehungsaufbau.

Auch, wie Florence anfängt, an ihrer Mission zu zweifeln und beginnt, sich selbst ein Bild vom Vampirkönig zu machen, hat mir gut gefallen.
Kurz darauf stellt sie ihren eigenen Plan auf und beginnt zu handeln.
An einigen Stellen hatte ich den Eindruck, live beobachten zu können, wie ihr die Schuppen von den Augen fallen und sie beginnt, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Sie wird von einer Marionette in den Plänen anderer zu einer selbstbestimmten Frau, die für ihre Meinung einsteht.

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