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Veröffentlicht am 01.02.2018

Engelsschlaf

Engelsschlaf: Thriller
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In Berlin wird nachts eine leblose Frau gefunden. Sie wurde liebevoll auf ein Kissen gebettet. Kurz nachdem ihr Tod offiziell festgestellt wurde erwacht sie plötzlich wieder zum Leben. Das Opfer gibt an, ...

In Berlin wird nachts eine leblose Frau gefunden. Sie wurde liebevoll auf ein Kissen gebettet. Kurz nachdem ihr Tod offiziell festgestellt wurde erwacht sie plötzlich wieder zum Leben. Das Opfer gibt an, dass sie entführt, unter Drogen gesetzt und mehrere Tage gefangen gehalten wurde. Die Ermittler Laura, Max und Taylor vermuten zunächst eine Beziehungstat, bis eine weitere leblose Frau gefunden wird. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich äußerst schwierig und es lassen sich einige Verdächtige finden. Zudem beginnt für die Ermittler ein Kampf gegen die Zeit, denn es ist nicht auszuschließen, dass der Täter weiterhin Frauen entführt. Zudem lassen sich kaum Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern finden, oder haben die Ermittler einen wichtigen Hinweis übersehen?

Catherine Shepherd ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung mit der ersten Seite aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und beim Showdown sogar noch zu steigern. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut. Dadurch lassen sich unnötige Längen und Wiederholungen komplett vermeiden. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich im Buch immer wieder Kapitel über die Vergangenheit des Täters finden lassen. Diese lassen auf sein Motiv schließen, dennoch hat der Leser aber keine Idee, wer der Täter sein könnte.

Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Dadurch kann sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie empfinden. Vor allem Laura Kern mochte ich sehr gerne und ich musste mit ihr von Anfang an mitfiebern. Besonders überzeugen konnte mich, dass Lauras traumatische Vergangenheit sehr gelungen in die Handlung eingebaut wurde ohne die Überhand zu gewinnen.

„Engelsschlaf“ ist der zweite Teil rund um die Ermittlerin Laura Kern. Meiner Meinung nach konnte der aktuelle Teil seinen gelungenen Vorgänger nochmal übertreffen. Aber auch ohne den Vorgänger zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen. Ich hoffe wirklich auf einen neuen Fall für Laura, Max und Taylor!

FAZIT:

„Engelsschlaf“ ist einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe! Das Buch konnte mich mit der ersten Seite fesseln und hat mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Daher vergebe ich 5 Sterne und empfehle jedem dieses Buch zu lesen!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Blutzucker

Blutzucker
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Der weltweite Lebensmittelkonzern WorldFood kauft einen Pharmaziekonzern, welcher sich auf Medikamente für Diabetes und Krebs spezialisiert hat. Da der weltweite Zuckerkonsum abzunehmen beginnt, planen ...

Der weltweite Lebensmittelkonzern WorldFood kauft einen Pharmaziekonzern, welcher sich auf Medikamente für Diabetes und Krebs spezialisiert hat. Da der weltweite Zuckerkonsum abzunehmen beginnt, planen die Vorstände von WorldFood ihren Umsatz wieder zu steigern. Durch eine neue versteckte Zuckerform sollen die Menschen weiterhin durch erhöhten Zuckerkonsum an den Folgen, wie Diabetes, erkranken. Firmenchef Meininger beauftragt den Lebensmittelchemiker Paul Hartmann mit der Entwicklung dieser neuen Zuckerform. Als Pauls Freundin ermordet wird findet Paul schnell heraus, dass ihr Tod mit journalistischen Recherchen gegen WorldFood zusammenhängt und er schwört Rache. Auch die Ermittler Berg und Landers verfolgen Hinweise bezüglich zweier Todesfälle und geraten dabei in große Lebensgefahr.

Leif Tewes hat es geschafft eine spannende Handlung perfekt mit Wissen rund um erhöhten Zuckerkonsum und die Folgeerkrankungen zu verbinden. Es ist ihm gelungen mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung einen lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Spannung wird schnell aufgebaut und kann beinahe durchgehend gehalten werden. Beim Showdown in Kolumbien wird sie sogar nochmals gesteigert.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um die einzelnen Protagonisten ab, aber es ist immer gut verständlich um wen es gerade geht. Besonders gut gefallen hat mir, dass in einzelnen Kapiteln immer wieder Bezug auf Lieder genommen wird. Am Ende des Buches findet sich eine Playlist, damit man passend zum jeweiligen Kapitel die Lieder mithören kann.

Die Charaktere sind authentisch beschrieben, wodurch sie dem Leser schnell sympathisch, bzw. unsympathisch werden und er mitfiebern kann. Vor allem Kommissar Berg und Paul konnten mich von Anfang an überzeugen.

Das Buch behandelt das in unserer Gesellschaft häufig vernachlässigte und unterschätzte Thema von Folgeerkrankungen durch einen erhöhten Zuckerkonsum. Vor allem die Begriffe aus der Lebensmittelindustrie und die Folgen des Konsums waren sehr gut recherchiert und leicht verständlich beschrieben. Als Leser merkt man sofort, dass sich Leif Tewes viel mit dem Thema beschäftigt hat und alles was er hierzu schreibt Hand und Fuß hat.

FAZIT:

„Blutzucker“ schafft es wissenswertes zum Thema Zucker und eine fesselnde Handlung perfekt zu verbinden. Neben Fakten, welchen einen zum Nachdenken anregen konnten vor allem die authentischen Charaktere wirklich überzeugen. Ich vergebe 5 Sterne und empfehle jedem dieses Buch zu lesen!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Im Namen des Paten

Im Namen des Paten
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Der ehemalige Polizist Lupino Severino ist mittlerweile als Privatdetektiv und Stadtführer in Venedig tätig. Da er von diesen Jobs nicht wirklich leben kann nimmt er den gut bezahlten Auftrag an als Kurier ...

Der ehemalige Polizist Lupino Severino ist mittlerweile als Privatdetektiv und Stadtführer in Venedig tätig. Da er von diesen Jobs nicht wirklich leben kann nimmt er den gut bezahlten Auftrag an als Kurier einen USB Stick nach Grado zu liefern. Sein Auftraggeber ist niemand geringerer als der Mafiaboss Il Piccoletto. Doch auch andere Mafiagrößen wollen an den Inhalt des USB Sticks gelangen. Schnell stellt sich heraus, dass Lupino durch diesen Job nicht nur sein Leben sondern auch alles was ihm lieb und teuer ist aufs Spiel setzt.

Gerhard Loibelsberger ist es mit seinem bildlichen und fesselnden Schreibstil und einer sehr gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Der Autor schafft es die Spannung mit der ersten Seite aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und immer wieder zu steigern. Zudem beantwortet er spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen.

Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Dadurch können unnötigen Längen vermieden werden. Es werden an einigen Stellen italienische oder österreichische Wörter verwendet, welche den Lesefluss allerdings nicht beeinträchtigen. Zudem findet sich auf der jeweiligen Seite des Buches eine Fußzeile mit der Bedeutung der Wörter.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Ebenso bildlich sind die italienischen Orte beschrieben, in welchen die Handlung spielt.

„Im Namen des Paten“ ist bereits der zweite Teil rund um den sympathischen Privatdetektiven Lupino Severino. Auch ohne den vorherigen Teil zu kennen, kann das aktuelle Buch ohne Probleme gelesen werden. Der Leser kann sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

FAZIT:

„Im Namen des Paten“ ist ein wirklich gelungener Kriminalroman, der sowohl durch eine fesselnde Handlung als auch sympathischen Charakteren überzeugen kann. Zudem sind die bildlichen Beschreibungen äußerst gelungen und machen das Buch besonders lesenswert. Ich vergebe wirklich verdiente 5 Sterne und werde auch in Zukunft gezielt zu Büchern von Gerhard Loibelsberger greifen.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Die Nr. 1

Die Nr. 1
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William Stubbs hat bis vor kurzem als Kunstdetektiv in New York gearbeitet. Aufgrund seiner Scheidung zieht er nach San Diego und nimmt einen neuen Fall an. Er soll den teuersten Comic der Welt wiederfinden, ...

William Stubbs hat bis vor kurzem als Kunstdetektiv in New York gearbeitet. Aufgrund seiner Scheidung zieht er nach San Diego und nimmt einen neuen Fall an. Er soll den teuersten Comic der Welt wiederfinden, welcher von der Comic Con entwendet wurde. Doch die Suche gestaltet sich deutlich schwieriger als erwartet. Aus diesem Grund zieht er Danielle, eine Cosplay Expertin, und Earl, eine Diner Besitzer, zu Hilfe. Stubbs gerät bei seinen Recherchen nicht nur zwischen die Fronten zweier Mafiaclans sondern er gefährdet auch sein Leben und das seiner Freunde.

Andre Milewski hat einen sehr flüssigen und fesselnden Schreibstil. Zusätzlich zur Handlung tauchen immer wieder die Gedanken einzelner Protagonisten in Kursivschrift auf. Zusätzlich finden sich zu Beginn und Ende des Buches Zeitungsartikel, welche zusätzliche Spannung aufbauen. Der Autor schafft es schnell die Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende des Buches zu halten, nicht zuletzt durch geschickt eingearbeitete Wendungen. Zusätzlich finden sich im Buch viele actionreiche Szenen, welche zusätzliche Spannung aufbauen. Spätestens zum Ende des Buches werden alle offenen Fragen geklärt.

Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Das Buch lässt sich dadurch sehr schnell und flüssig lesen.

Die Charaktere sind authentisch und bildlich beschrieben. Der Leser kann sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie für die einzelnen Protagonisten entwickeln und mit ihnen mitfiebern.

Obwohl das Buch während der Comic Con spielt ist keinerlei Vorwissen oder Begeisterung für Comics erforderlich. Auch ohne Kenntnisse kann der Leser der Handlung ohne Probleme folgen. Am Ende des Buches findet sich ein Glossar, welches die wichtigsten Begriffe aus der Comic- und Mafiawelt einfach und gut verständlich erklärt.

FAZIT:

„Die Nr. 1“ ist ein gelungener Thriller, welcher es absolut Wert ist ihn zu lesen. Mich konnte das Buch wirklich überzeugen, weshalb ich 5 Sterne vergebe!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Die Küste der Freiheit

Die Küste der Freiheit
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Die Mennonitin Anna verliebt sich in den hessischen Leutnant Lorenz, welcher in den Krieg nach Amerika geschickt wird. Als Anna aus ihrer Gemeinschaft verbannt wird geht sie ebenfalls nach Amerika. Allerdings ...

Die Mennonitin Anna verliebt sich in den hessischen Leutnant Lorenz, welcher in den Krieg nach Amerika geschickt wird. Als Anna aus ihrer Gemeinschaft verbannt wird geht sie ebenfalls nach Amerika. Allerdings landet sie als Schuldmagd auf einer Plantage. Bald müssen sowohl Anna als auch Lorenz feststellen, dass der Weg in die Freiheit und zur Liebe weit ist und ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.

Maria W. Peter ist es mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Die Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um verschiedene Protagonisten ab. Diese sind aber deutlich gekennzeichnet, wodurch keine Verwirrung beim Leser aufkommt. Bei den einzelnen Kapiteln wird zu Kapitelbeginn die jeweilige Jahreszahl und der Ort aufgeführt, wodurch man die geschichtlichen Ereignisse besser einordnen kann. Zudem findet man im Buch zwei Karten, welche es dem Leser ermöglichen auch örtlich die Geschehnisse sofort nachvollziehen zu können. Die bildliche Schreibweise von Maria W. Peter ermöglicht es dem Leser komplett in die amerikanische Revolution einzutauchen, wodurch großes Kopfkino entsteht.

Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut und bis zur letzten Seite gehalten wodurch es einem schwer fällt das Buch wegzulegen. Besonders gelungen fand ich die Verknüpfung der sehr interessanten und bildlich dargestellten historischen Fakten, den zum Teil sehr liebenswerten Charakteren und der berührenden Liebe zwischen Anna und Lorenz.

Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem die Hauptrollen waren mir sofort sympathisch, was zur Folge hatte, dass ich das ganze Buch mit ihnen mitfiebern musste. Aber auch die anderen Protagonisten werden ebenso ausführlich beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Leser spätestens zum Ende des Buches auch etwas über das Schicksal Nebencharaktere erfährt.

Maria W. Peter hat die einzelnen Dialoge sehr authentisch geschrieben. Die Protagonisten sprechen sich mit Titeln an und der Pfarrer betet auf Latein. Dennoch wird der Lesefluss in keinster Weise beeinträchtigt, da die Dialoge trotzdem gut verständlich und flüssig sind.

„Die Küste der Freiheit“ ist geschichtlich sehr gut und aufwendig recherchiert! Der Leser merkt sofort, dass sich Maria W. Peter unglaublich gut mit der Geschichte der amerikanischen Revolution, den Sklaven, den Mennoniten,… befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Bei einigen Ereignissen war ich so überrascht, dass ich diese recherchiert habe und feststellen musste, dass diese wirklich geschehen sind und Maria W. Peter die Fakten nicht zu Gunsten der Handlung verändert hat. Auch ohne geschichtliches Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum Ende folgen.

Zum Ende des Buches findet sich ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen und bedeutenden Persönlichkeiten. Dies ermöglicht dem Leser schnelle Recherche, beispielsweise wenn man einen Begriff nicht versteht.

FAZIT:

„Die Küste der Freiheit“ ist ein wirklich gelungener historischer Roman, der sowohl durch liebenswerte Charaktere, sehr gut recherchierten historischen Fakten als auch einer wirklich fesselnden Handlung überzeugen kann. Ich kann jedem nur empfehlen dieses Buch zu lesen und vergebe daher 5 Sterne!