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Veröffentlicht am 09.12.2025

Lasst uns Kind und glücklich sein!

Ich bring dir das Glück – Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen
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Jeden Morgen freut sich der kleine Elefant wieder darauf in die Schule zu gehen, denn seine Schule ist etwas ganz besonderes, er geht in die Glücksschule. In seiner Schule steht das Glück im Vordergrund: ...

Jeden Morgen freut sich der kleine Elefant wieder darauf in die Schule zu gehen, denn seine Schule ist etwas ganz besonderes, er geht in die Glücksschule. In seiner Schule steht das Glück im Vordergrund: es geht darum glücklich zu werden, zu sein und zu bleiben und zwar für sie alle gemeinsam. Klar dass, das eine Schule ist, in die man gerne geht, ganz ohne Druck aber mit ganz viel Spaß und Freude und vor allem Lachen! Natürlich kennen auch die Kinder in der Glücksschule Angst und Unsicherheit. Aber sie lernen von ihren Lehrern wie man z.B. mit Hilfe von Glückssteinen damit umgeht, so dass es einem leichter fällt.


Glück kann man lernen! Es ist auch die Freude an kleinen Dingen, wie das bewusste gemeinsame Lachen oder das gemeinsame Genießen. Klar kann man damit nicht Naturkatastrophen verhindern oder alle Krankheiten lindern, aber man kann auch eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit unschönen Situationen lernen und den Schmerz weniger schwer wiegen lassen. Es bedarf keines großen Vermögens oder geheimnisvoll Mittel um diese Tricks aus der Glücksschule umzusetzen. Diese Möglichkeit haben wir alle, vor allem, wenn wir dieses Buch gemeinsam mit einem geliebten Menschen lesen.

Der kleine Elefant führt uns durch seinen Schulalltag und wir dürfen miterleben, wie glücklich er dort ist und was ihn dort noch glücklicher machen. Dabei gibt es dann auch in Kästchen die passenden Glücksgeheimnisse ähäm, das Elefanten-Geheimwissen.

Einige der Tipps wie die Glückssteine fallen Kindern leichter anzunehmen (welches Kind hat bitteschön keine Steinsammlung in den Hosentaschen, die man schnell noch vor der Waschmaschine ausräumen muss?), andere können aber auch Erwachsene leicht umsetzen, wenn sie bereit sind, sich darauf einzulassen wie z.B. auch mal eine Pause zu machen, los zu lassen, aus dem Hamsterrad zu steigen. Kinder können das gut, ebenso wie das ständige Lachen und Kichern. Lachen ist nicht nur gesund, es befreit auch und macht glücklich. Leider lachen Erwachsene deutlich weniger als Kinder, weil sie immer so vernünftig sind. Nach der Lektüre dieses Buches habe ich ganz bewusst darauf geachtet und es hat mich glücklich gemacht zu merken, wie oft wir gemeinsam lachen, wenn wir zusammen Abends am Tisch sitzen (ja, die Klassenkameraden der Großen haben schon ganz erstaunt gefragt: Wie, Ihr esst zusammen? Ihr unterhaltet Euch bei Tisch? Ja, das tun wir, ich will doch wissen, wie es meinen Kindern geht und was bei Ihnen los ist).

Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich nach der Lektüre dieses Buches auf Anhieb der glücklichste Mensch bin, so funktioniert es nicht und so ist es auch gar nicht gedacht. Es geht um das Bewusst sein für die kleinen Dinge die Freude bereiten, für die Stärken in sich selbst, darum sich selbst bewusst wahrzunehmen und achtsam zu sein. Sich selbst und anderen gut zu tun. Sich auf behutsame Weise seiner eigenen Angst stellen. Dabei gibt es immer kleine Kästchen mit Elefanten-Geheimnissen, die die kurzen Episoden des kleinen Elefanten näher erläutern und auch für die Vorlesenden zugänglicher machen.

Die Autorin ist eine ganz bekannte Glücksforscherin, die auch schon erfolgreich Bücher zu diesem Thema für Erwachsene geschrieben hat. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es Kindern leichter fällt, die Elefanten-Geheimnisse anzunehmen, los zu lassen. Das gelingt ihnen vor allem, wenn die großen Elefanten ihnen nicht so viel Drucken machen, nicht so wahnsinnig viel erwarten von ihnen und sie einfach mal Kind sein lassen. Die Autorin erfindet jetzt das Rad nicht neu, aber sie macht einem vieles bewusst, was man vielleicht schon verdrängt hat, oder für das man sich keine Zeit nimmt. Mit den farbenfrohen und freundlichen Illustrationen, kann man gar nicht anders, als sich nach dem Vorlesen dieses Buches und dem gemeinsamen Staunen mit Kindern (oder eben ohne) sich besser, glücklicher zu fühlen. Eigentlich kann das jeder und jede ab 4 Jahren verstehen. Wir müssen es nur zulassen und uns an den Illustrationen und der kindgerechten Geschichte erfreuen.

Lasst uns alle wieder mehr Kind und wir selbst sein.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Geteilte Freude...

Mister O'Lui feiert Weihnachten
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Die Tage werden kürzer und die ersten Schneeflocken fallen vom Himmel und bedecken alles mit einer funkelnden weißen Schicht rund um das kleine Häuschen am See im großen Park. Also beginnt der kleine Biberbär ...

Die Tage werden kürzer und die ersten Schneeflocken fallen vom Himmel und bedecken alles mit einer funkelnden weißen Schicht rund um das kleine Häuschen am See im großen Park. Also beginnt der kleine Biberbär Mister O'Lui das kleine Häuschen festlich zu schmücken, in dem er gemeinsam mit seinem besten Freund Rupert wohnt. Vergnügt macht er sich an die Arbeit und hängt für sie beide zwei Strümpfe für Weihnachtsgeschenke über den mit Tannengrün und Kugeln geschmückten Kamin. Als auch der Baum in der Stube aufgestellt ist, machen sich die zwei Freunde daran, ihre Wunschzettel zu schreiben. Mister O'Lui staunt nicht schlecht, wie lang doch der Zettel von Rupert ist. Nunmehr ziehen sie los, um ihre Freunde einzuladen zum großen Fest und nach ihre Wünschen zu fragen. Sie stellen fest, dass es alles sehr schöne Wünsche sind und dennoch kommt am Weihnachtsmorgen alles anders. Aber ob das auch alles gut ist?

Sehr gut gefällt mir, dass für alle, die Mister O'Lui und Rupert noch nicht kennen, gleich mal zu Beginn in der Buchklappe jeweils ein Steckbrief mit Bild und den für Kinder wichtigsten Infos abgebildet ist. Dann macht es auch überhaupt nichts, wenn man erst mit dieser Geschichte von ihnen anfängt. Die beiden haben unter ihre Fotos sogar Pfoten/Tatzenabdrücke gesetzt, da gibt es dann kein Vertun mehr. Die zwei sehen einfach zum Anbeißen aus und nicht nur sie. Auch die übrigen Freunde, die sie nach und nach treffen und zum gemeinsamen Weihnachtsfest einladen, sehen mindestens so niedlich wie freundlich aus. Alle Illustrationen aus der Feder der Autorin des Buches strahlen Frieden und Gemütlichkeit aus, so dass es eigentlich von Anfang klar ist, dass es nur ein wunderschönes Fest unter Freunden werden kann.

Es heißt ja so schön, irren sei menschlich und obwohl diese Geschichte tierische Helden hat, ist hier jemand ein Fehler unterlaufen, vielleicht sogar dem Christkind oder Weihnachtsmann. Fehler kommen halt vor, es kommt nur darauf an, wie man mit ihnen umgeht und diese Freunde machen definitiv das Beste daraus! Geteilte Freude ist doppelte Freude, dass können hier schon Kinder lernen. Sie werden auch ziemlich schnell merken, wie bescheiden und sinnvoll die Wünsche der Tierkinder sind, die noch nicht im Konsumrausch sind. Die Sätze sind für Kinder sehr gut verständlich und nicht zu lang. Auch die Textlänge pro Seite überfordert nicht die kindliche Aufmerksamkeitsspanne, sondern kann sie vielleicht sogar durch diese interessante Weihnachtsgeschichte etwas steigern.

Damit man in der fantastischen Adventszeit auch etwas wunderschönes gemeinsam macht, gibt es ganz zum Schluss noch ein wunderschönes Rezept für Zuckerstangen-Kekse. Dabei gibt es auch mit Fotos eine genaue Anleitung, wie man die Zuckerstangen-Kekse formt. Wer sich dann immer noch unsicher fühlt, hat sogar über einen QR-Code die Möglichkeit sich eine Videoanleitung gemeinsam anzusehen. Dann sollte also alles klar sein und Mister O'Lui bleibt nur noch guten Appetit und frohe Weihnachtszeit zu wünschen. Solche Aktivitätsvorschläge für Eltern mit Kindern am Ende von Kinderbüchern liebe ich immer und backe oder bastle sie auch wirklich gerne nach.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Fröhlich, friedliche Adventszeit!

Die kleine Rittereule feiert Weihnachten
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Es wird Winter im Wald und die kleine Rittereule und ihr bester Freund Früher Vogel freuen sich schon auf Weihnachten, es dauert aber noch etwas... Da die Adventszeit so wundervoll und aufregend ist, fällt ...

Es wird Winter im Wald und die kleine Rittereule und ihr bester Freund Früher Vogel freuen sich schon auf Weihnachten, es dauert aber noch etwas... Da die Adventszeit so wundervoll und aufregend ist, fällt ihnen auch eine Menge ein, was sie gemeinsam unternehmen können, um sich die Zeit zu verkürzen. Sie packen schon mal Geschenke ein, basteln Weihnachtskarten, backen Plätzchen, üben Weihnachtslieder, gehen Schlitten fahren.... und noch schöner wird es zusammen mit ihren Freunden von der Ritterburg, denn so kommen sie alle zusammen in die schönste Feiertagsstimmung und Weihnachten kann kommen.

Dies ist ein süßes, kleines handliches Pappbilderbuch für die ganz Kleinen. Mit den beliebten Figuren aus der kleinen Rittereulen-Reihe erleben sie gemeinsam, was Familien und Freunde so gemeinsam in der Adventszeit unternehmen, um sich auf Weihnachten vorzubereiten und in Weihnachtsstimmung zu kommen. Dafür braucht es meistens gar nicht viel, nur die beste Gesellschaft und gute Laune! Mit wem freut man sich denn auch lieber, als mit seinen Freunden? Mit ihnen wird auch die Wartezeit nicht langweilig.

Es geschieht kein aufregendes Abenteuer, es sind vielmehr viele kleine Glücksmomente, die sich aneinanderreihen und die auch den jüngsten Bilderbuchfans bekannt sein dürften. Dabei ist der Text sehr schön kurz und auf das Wesentliche reduziert. Sehr gut auch mit 2 Jahren schon zu verstehen. Dabei sind die Seiten schön fest und stabil und ihre glänzende Oberfläche lässt sich sogar feucht abwischen, falls die Patschehändchen mal nicht ganz sauber waren.

Die Illustrationen des Autors sind wieder herzallerliebst. Sehr fantasievoll und freundlich und doch auch eine gekonnte Mischung aus weihnachtlich und Waldleben. Die Darstellung einer kleinen Eule in Ritterrüstung ist natürlich der Hit und dass auch der Schneemann ihm ähnlich sieht, macht es nur noch besser. Diese kleine feine tierische Weihnacht fängt den Geist der Weihnacht wundervoll ein, ohne auf die christlichen Hintergründe einzugehen. Es eignet sich daher sehr gut für alle Kinder, die in Deutschland aufwachsen, mit den hiesigen Weihnachtstraditionen und vielleicht auch nur mitfeiern, auch wenn sie sonst noch andere Feste wie Hanuka oder das Zuckerfest feiern. Es geht um ein universelles Fest der Liebe, das man mit jedem feiern kann, sogar mit freundlichen Drachen!

So kommt es, wie es kommen muss: es wird ein absolut gelungenes und harmonisches Fest mit allen!

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Miteinander statt gegeneinander

Die Streitsaurier
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Mitten im Ozean liegt eine kleine Insel, mit Palmen, Krebsen und Muscheln, als plötzlich nach einander zwei Urzeitviehcher dort an Land gehen: der lila Miraclerex und der orangene Superosaurus. Zuerst ...

Mitten im Ozean liegt eine kleine Insel, mit Palmen, Krebsen und Muscheln, als plötzlich nach einander zwei Urzeitviehcher dort an Land gehen: der lila Miraclerex und der orangene Superosaurus. Zuerst denkt jedes Viech, es sei alleine und hätte sein Paradies gefunden, doch dann entdecken sie einander! Beide sind fest überzeugt, dass auf dieser Insel nur Platz für ein Urzeitvieh ist und das sagen sie einander auch unmissverständlich auf Urzeitviechisch (das zum Glück im Buch für uns übersetzt wird). Für sie steht fest, der andere/die andere muss. Sie beide halten sich für am Schönsten/Größten/Stärksten und dass wollen sie einander auch unbedingt streitend beweisen. Doch oh Schreck! Sie sind gar nicht alleine! Da hilft nur eins: Zusammenhalten und das klappt auch erstaunlich gut und fühlt sich noch besser an!

Was für prächtige Urviehcher auf einer noch prächtigeren Insel. Klar, dass die beide haben wollen! Wie großartig sie sind, lassen sie sofort in ihrer eigenen Sprache los, die sehr lustig, aber nicht sehr verständlich klingt, obwohl man schon ahnt, was sie eigentlich wollen. Wir wollen es aber genau wissen und deswegen hat Autorin Annette Langen (ja, genau die, die vom Hasen Felix, der so gerne mit seinem Koffer mit Schottenmuster unterwegs ist) sich unserer erbarmt und es mal kurzerhand übersetzt. Weil die Sprache aber wirklich cool ist hat sie uns noch einen schnellen Sprachkurs in 5 Minuten am Ende der Geschichte abgedruckt. Große Geschwister, die das Buch den Kleinen vorlesen, können gleich mal mitlernen. Sie werden ihre helle Freude daran haben. Sprachlich ist die Geschichte witzig und kindgerecht. Da wird viel gekichert, denn man erkennt doch viel wieder, auch die eigene Bockigkeit. Das ist wirklich sehr gut verständlich und nachvollziehbar und gleichzeitig durch das Urviechisch auch frech und überraschend.

Bei aller Pracht geht es auf dieser Insel zu, wie im Kindergarten. Beide wollen besser/toller/schöner/größer/stärker sein und beide geben nicht nach, sondern fallen lieber bockig ins Wasser. Dort wartet schon eine Überraschung auf sie, die ich nicht verraten will! Aber so ein unverhofftes Bad, kann ganz schön erhellend sein....

Sehr gut gefällt mir, dass gar nicht klar ist, welches Geschlecht die Viecher haben. Das ist nämlich völlig egal. Die hier beschriebenen Probleme haben alle, nicht nur Saurier oder Urviehcher, auch Jungs und Mädchen oder Diverse, egal wie alt, egal welche Hautfarbe und seien sie lila und orange. Und ihre farbenfrohen Schuppen erst! Kein Wunder dass sie sich für großartig halten, das sind sie ja auch, beide auf ihre Weise... aber noch viel großartiger sind sie gemeinsam, auch wenn sie echt lange brauchen es zu merken....

Illustratorin Gloria Jasionowski sind zwei sehr farbenfrohe und doch auch sehr unterschiedliche Saurier unspezifischen Geschlechts gelungen, denn Zank und Streit sind universell, auch wenn sie nicht weiter helfen. Ihre Gesichter sind mit ihren ulkigen Zähnen und ihren Kulleraugen mit signifikanten Augenbrauen echt ausdrucksstark und so versteht man ihre Gefühle auch gut, ohne Worte. Das Cover mit den lackglänzenden Saurierköpfen und dem glänzenden Titel sieht so hochwertig aus, wie es dieses Buch verdient. Die Illustrationen sind absolut ansprechend, weil man neben den streitenden Sauriern noch jede Menge auf den jeweiligen Doppelseiten entdecken kann. Mit viel Liebe zum Detail und zu leuchtenden Farben, drückt sie noch mehr aus, als es Annette Langen mit ihren Worten geschafft hat einzufangen. Sie ergänzen sich wunderbar.

Über einen QR-Code kann man sich noch Anregungen zu urzeitlichen Wettspielen und einen Namensgenerator runterladen. Das macht noch mal extra Spaß!

So vermitteln auch Text und Bild ganz deutlich die Botschaft des Buches: miteinander ist viel besser als gegeneinander. Es ist viel sicherer und fühlt sich viel besser an!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Lesejury für diese erfrischende Schnellleserunde und meine neu entdeckte Liebe zu Urzeitviehisch!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Lecker und gesund und alltagstauglich!

Eat Yourself Healthy
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Jamie Oliver ist längst ein Synonym für leckeres Essen, dass gelingt, auch Normalos, Aber er hat auch festgestellt, dass die Gesellschaft immer schlechter und ungesünder ist und hat für sich selbst und ...

Jamie Oliver ist längst ein Synonym für leckeres Essen, dass gelingt, auch Normalos, Aber er hat auch festgestellt, dass die Gesellschaft immer schlechter und ungesünder ist und hat für sich selbst und seine Nachkocher ein Kochbuch zusammengestellt mit Rezepten für das Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Getränke und Zwischendurch die vitaminreich und voller gesunder Spurenelemente sind, mit einem echten Gesundheitskick. Dabei reduziert der bekennende Fleischliebhaber deutlich den Fleischanteil. Vegetarische Rezepte sind im Register mit einem V gekennzeichnet, die Rezepte selbst leider nicht und auch vegane Rezepte muss man selbst erkennen können. Hinweise für Nahrungsmittelunverträglichkeiten findet man leider nicht im Buch, sondern nur auf einer Seite im Internet (ohne QR-Code, was ich doof finde, weil der Link wirklich sehr klein gedruckt ist). Das Ganze wird ergänzt um 50 Life- und Küchenhacks, die eine Umstellung auf eine gesünder Ernährung und Lebensweise vereinfachen und Seitenweise Nährwerttabellen. Die Rezepte selbst enthalten keine Nährwertangaben, sondern nur Hinweise auf die Portionen, die Zubereitungsdauer und die Anzahl an wertvollem Obst oder Gemüse in dem jeweiligen Rezept. 7 Gemüse- und Obst-einheiten pro Tag sollte man schaffen!

Gegliedert ist das Buch wie folgt:
Inhaltsverzeichnis
-Einleitung
-Vorratskammer & Ausstattung
-50 gesunde Tipps und Tricks
-Der 2 Wochen-Kickstarter
-Der ausgewogene Tellerrand
-Die 7 am Tag
-Frühstück
-Mittag
-Abend
-Wochenende
-Süß & gesund
-Getränke
-Nachhaltig kochen & Küchentipps
-Nährwerte
-Register

Natürlich haben wir es auch ausprobiert und ich achte noch bewusster auf Obst und Gemüse... weil ich ja nun 7 pro Tag und nicht nur 5 Essen soll.... vor lauter Schnippeln für die Familie, vergesse ich nämlich bisweilen mich...

Auch hier ist immer zu bedenken, dass Jamie Olivers Rezepte Anregungen sind. Wie sich aus dem Kapitel „nachhaltig kochen & Küchentipps“ ergibt, verzeiht er mir sicherlich, dass ich mich mal wieder nicht so ganz an die Rezepte gehalten habe...

Zum Frühstück gab es Overnight Oats, allerdings mit jeweils einem Teelöffel Leinsamen und einem TL Chiasamen unter die Haferflocken gemischt, mit probiotischem Joghurt und Zwetschgen und Feigen und Brombeeren aus dem Garten, weil sie halt gerade verfügbar sind (die Heidelbeeren wollen bei mir einfach nicht tragen....). Meiner Tochter und meinem Mann hat es sehr gut geschmeckt und das gibt es nun regelmäßig.

Mittags gab es aus dem Kapitel „Wochenende“ Knusprige Dampfbrötchen mit Gemüse. Ich habe sie kleiner gemacht und im One Pot gedämpft, da wurden sie nicht knusprig. Dafür habe ich Vollkornmehl verwendet (einfach weil es falsch abgefüllt war, nicht weil Jamie Oliver empfiehlt umzusteigen) und statt Babyspinat habe ich Blumenkohl verwendet, weil ich den gerade noch da hatte. Ich habe einfach mehr Füllung gemacht, die dann zum Reis gereicht wurde. Da meine Brötchen so klein waren wie Baos (ich habe mir das Dämpfen in der Pfanne nicht so zugetraut) waren meine Töchter ganz begeistert vom Mittagessen und es reicht nun auch noch für eine Mahlzeit in der Schule für sie. Mit knackigem Gemüse und exotischen Gewürzen war es eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.

Als Süßes gab es die Mini-Proteinriegel, die meine Jüngste so lecker fand, dass sie meinte, da müsse nicht noch Schokolade drauf. Voller Hingabe hat sie jede Menge Riegel aus der Masse geschnitten, so dass es deutlich mehr als 16 wurden und wir eine Dose eingefroren haben. Meine Veganerin wollte sie nicht probieren, weil sie deutlich nach Erdnuss riechen und sie keine Erdnüsse mag (dabei mag sie angeblich alles außer Gurke – wer es glaubt). Ich bin sehr froh, dass das Rezept so einfach und ergiebig ist, denn so muss ich erst mal keine Proteinriegel kaufen (was ich eh vermeide, da es mir alles viel zu stark verarbeitet und künstlich wirkt).

Es warten noch jede Menge mehr Rezepte zum Ausprobieren auf uns! Es ist sehr abwechslungsreich und bis auf die zuvor beschriebenen Mängel sehr gelungen und ansprechend fotografiert und präsentiert!

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