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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2025

Ein ehrlicher, warmherziger Coming-of-Age-Roman

Und morgen dann erwachsen
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Die Geschichte ist ein einfühlsamer Roman über das Erwachsenwerden mit all seinen Unsicherheiten, Hoffnungen und kleinen Katastrophen. Im Mittelpunkt steht eine (namenslose) Hauptfigur, die sich zwischen ...

Die Geschichte ist ein einfühlsamer Roman über das Erwachsenwerden mit all seinen Unsicherheiten, Hoffnungen und kleinen Katastrophen. Im Mittelpunkt steht eine (namenslose) Hauptfigur, die sich zwischen jugendlicher Freiheit und den Erwartungen der Erwachsenenwelt wiederfindet und das auch in seiner Freundesgruppe, in den verschiedensten Formen miterlebt.

Ein wichtiges Motiv ist dabei auch der Vergleich zwischen dem was nach außen sichtbar ist und den inneren Krisen der Figuren: Für Außenstehende wirken die Partys, Witze und Social Media-Posts vielleicht zunächst sorglos, innerlich kämpfen die Protagonisten aber mit Krisen, Leistungsdruck und dem Gefühl, hinter den eigenen und gesellschaftlichen Erwartungen zurückzubleiben. Das geheimnisvolle Notizbuch ( es wirkt ein wenig, als wäre es wie eine erste Version des Buches) bündelt diese Konflikte symbolisch sehr schön, weil es dazu zwingt, die Dinge konkret zu benennen und sich auch damit auseinander zu setzen.

Insgesamt wirken die Figuren allesamt lebendig und glaubwürdig. Ihre Dialoge sind realistisch, oft humorvoll und spiegeln die typischen Gedankengänge einer Generation wider, die sich auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. Sehr gut gelungen ist dabei für mich auch die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe. Neben witzigen Momenten gibt es auch immer wieder nachdenkliche Passagen, die zum Innehalten einladen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht verständlich, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht. Auch dass auf "typische" Jugendsprache verzichtet wird, tut dem Lesegenuss keinen Abbruch, im Gegenteil, es hilft, besser in die Geschichte hineinzukommen, weil man eben nicht sofort in einem Chaos aus ( für einen selbst eventuell total zusammenhangslosen) Anglizismen/Neologismen, etc. landet.

Alles in allem gelingt es Lenssen, die Atmosphäre einer Jugend voller Träume und Zweifel einzufangen, ein Gefühl, mit dem eigentlich alle auf irgendeine Art etwas anfangen können, denn jung sind/ waren wir alle mal !

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Super spannendes Beziehungs- und Vertrauensgeflecht

Wem du traust
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Es handelt es sich bei dieser Geschichte um einen psychologischen Kriminalroman, der Themen wie Vertrauen, Verrat und die Abgründe hinter der Fassade einer scheinbar perfekten Vorstadtfamile stehen, aufgreift.

Im ...

Es handelt es sich bei dieser Geschichte um einen psychologischen Kriminalroman, der Themen wie Vertrauen, Verrat und die Abgründe hinter der Fassade einer scheinbar perfekten Vorstadtfamile stehen, aufgreift.

Im Mittelpunkt steht Eva ( aus deren Perspektive auch die einzelnen Kapitel geschrieben sind), die mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen Sohn ein ruhiges Leben am Stadtrand führt. Als eines Abends Sofia, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne und zugleich Babysitterin der Familie, nach einer Fahrt mit Daniel nicht nach Hause zurückkehrt, gerät dieses scheinbar perfekte Leben ins Wanken.

Was mir unter Anderem sehr gut am Schreibstil hier gefallen hat, war dass die Autorin gerade ihren weiblichen Protagonistinnen (Eva und Susanne) eine sehr schöne, vielschichtige Charakterentwicklung gegeben hat; Aus inniger Vertrautheit wird unter Stress eine Beziehung, in der Misstrauen, versteckte Vorwürfe und Rivalität im Vordergrund stehen . Auch die Kontraste der Lebensmodelle (kleine Vorstadtfamilie mit Haus versus schickes Penthouse-Leben) setzt sie dabei geschickt ein.

Insgesamt wird weniger auf blutige Details als auf psychologische Spannung und Kontraste gesetzt, was angenehm zu lesen ist.
Die Auflösung und die gesamte Geschichte drum herum konnten mich dann aber leider nicht ganz überzeugen, der Plan der Mädchen schien für mich irgendwie nicht ganz nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Schöner Auftakt einer unterhaltsamen Cozy-Crime-Reihe mit Geisterelementen

The Morrisey Mysteries 1. Ein Mord in 3B
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Im Mittelpunkt der Geschichte steht Meg Dawson, die nach einem gescheiterten Karriereschritt einen Neuanfang in der Stadt, eben sogar im Gebäude ihrer Kindheit wagt. Nur um sich dann kurz darauf mitten ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Meg Dawson, die nach einem gescheiterten Karriereschritt einen Neuanfang in der Stadt, eben sogar im Gebäude ihrer Kindheit wagt. Nur um sich dann kurz darauf mitten in einem Mordfall wiederzufinden, in dem sie zusammen mit ihrer Geisterfreundin Ripley zu ermitteln beginnt.

Scott gelingt es, Meg sympathisch, nahbar und humorvoll zu zeichnen und auch ihr Talent Geister sehen und sich mit ihnen unterhalten zu können, schön einzubetten. Die Bewohner der anderen Apartments ( gerade Megs Freund aus Kindheitstagen; Laurie) sorgen für zusätzliche Wärme, aber auch für genügend Chaos, um die Handlung lebendig zu halten.

Der Kriminalfall ist voller Verwicklungen, die stückchenweise ans Licht kommen, nie aber unnötig brutal oder düster, sondern ganz im Stile des Cozy Crime, angenehm zu lesen. Das Buch lebt eher von cleveren Dialogen, Feingefühl für zwischenmenschliche Beziehungen und einer wachsenden Spannung, die bis zum Schluss trägt. Auch wenn ich persönlich zwischendrin die Menge an Verdächtigen, die immer wieder ( teils leider auch etwas "wie aus dem Nichts") neu eingeführt wurden, etwas "over the top" fand. Aber dadurch blieb natürlich die Geschichte auch spannend, weil immer wenn man das Gefühl hatte ganz nah dran zu sein, eben ein neuer Handlungsstrang den Alten überlagerte.

Insgesamt ein gelungener Auftakt, der Lust auf die weiteren Übersetzungen der anderen Fälle macht.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Eine schöne Einladung, die Adventszeit bewusster zu erleben.

Dein Advent - 24 Glücksmomente nur für dich
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Auch wenn noch etwas Zeit bis zum Beginn der Adventszeit ist, durfte ich mich glücklich schätzen dieses Buch bereits schonmal kennenzulernen. Und nun ist meine Vorfreude auf den 1. Dezember nochmal zusätzlich ...

Auch wenn noch etwas Zeit bis zum Beginn der Adventszeit ist, durfte ich mich glücklich schätzen dieses Buch bereits schonmal kennenzulernen. Und nun ist meine Vorfreude auf den 1. Dezember nochmal zusätzlich gewachsen.

Denn zwischen all dem Trubel, den man in der Weihnachtszeit immer um sich hat und den ganzen To-do-Listen rund ums Schenken, Weihnachtsfeiern, schenkt das Buch Momente des Innehaltens und erinnert uns daran, dass das Glück oft in den kleinen Dingen und Momenten liegt.

Ich mochte die liebevolle Gestaltung, die schon im Cover total überzeugt und sich auch im Buch fortsetzt. Die Impulse, die manchmal ganz sanft, manchmal überraschend tief, berührend rüberkommen, haben einen auch spüren lassen, dass wirklich viel Herzblut in diesen Adventsbegleiter geflossen ist. Die Texte haben mich wirklich zum Nachdenken gebracht, über das, was im Advent wirklich zählt und wie wichtig es ist sich manchmal auf die kleinen Glücksmomente ( oder wie im Buch auch ein Teil jeder Tag heißt "Happy Moments") zu konzentrieren.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Frische Perspektive im Ratgeber-Genre

Glimmer
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Am Begriff des "Triggers" kommt man in der heutigen Welt eigentlich fast gar nicht mehr vorbei; Triggerwarnungen in Bücher, spezielle Triggerworte, die z.B. Panik in Personen auslösen können oder auch ...

Am Begriff des "Triggers" kommt man in der heutigen Welt eigentlich fast gar nicht mehr vorbei; Triggerwarnungen in Bücher, spezielle Triggerworte, die z.B. Panik in Personen auslösen können oder auch einfach das Verb triggern, häufig eher neudeutsch in Sätzen wie "Das Verhalten triggert mich voll". Insgesamt geht es dabei immer um irgendetwas Negatives.
In diesem Buch wird nun sozusagen das positive Gegenstück namens Glimmer vorgestellt.
Schon das Cover zeigt mit seiner Gestaltung grob wie man sich das Ganze wahrscheinlich vorstellen darf; kleine Punkte, die, wenn sie sich gemeinsam verdichten ein ( im übertragenen Sinn wahrscheinlich; das Negative) überlagerndes Bild zeigen.
Das Buch ist insgesamt gut geschrieben, auch für Laien in diesem Gebiet erschließen sich die Zusammenhänge gut. Auch die Aufteilung in mehrere Teile mit Unterthemen ist gelungen, die Mischung von persönlichen Erfahrungen mit der Erläuterung verschiedener Thematiken rund um Glimmer ergibt ein interessantes Bild. Auch die Übungen, die per QR-Code verlinkt sind, sind eine schöne Ergänzung zu den Erkenntnissen aus der aktuellen psychologischen Forschung, die hier aufbereitet wurden.

Alles in allem ein interessantes und ( für mich, da mir das zuvor noch nicht untergekommen ist ) innovatives Thema, das gut umgesetzt wurde und ein gewisses Potential für Lesende enthält, der volle Gewinn hängt aber auch noch vom individuellen Einsatz ab.

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