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Veröffentlicht am 19.02.2018

Veilchens Winter

Veilchens Winter
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Valerie „Veilchen“ Mauser tritt ihre neue Arbeisstelle in Innsbruck an und wird direkt mit ihrem ersten, sehr kniffligen Fall beauftragt: eine russische Oligarchentochter wird bei einem Skikurs entführt. ...

Valerie „Veilchen“ Mauser tritt ihre neue Arbeisstelle in Innsbruck an und wird direkt mit ihrem ersten, sehr kniffligen Fall beauftragt: eine russische Oligarchentochter wird bei einem Skikurs entführt. Die Ermittlungen gestalten sich ziemlich schwierig und auch ihre neuen Kollegen legen ihr den ein oder anderen Stein in den Weg. Als dann auch noch eine Leiche auftaucht kommt Veilchen nicht nur einmal ins Fadenkreuz.

Joe Fischler ist es mit seinem flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Handlung wirkt gut durchdacht und logisch, obwohl die Geschehnisse zum Teil etwas konstruiert und zu gewollt wirken. Der Autor kann schnell Spannung aufbauen und diese beinahe durchgehend halten. Joe Fischer hat einige unerwartete Wendungen in seine Handlung eingebaut, wodurch die Spannung immer wieder schnell aufgebaut werden kann. Besonders der Showdown ist wirklich gelungen und fesselnd.

Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Dadurch können unnötigen Längen und Wiederholungen beinahe gänzlich vermieden werden. An einigen wenigen Stellen sind österreichische Begriffe aufgeführt, welche den Lesefluss allerdings nicht beeinträchtigen.

Die einzelnen Protagonisten sind sehr bildlich beschrieben, allerdings wirken sie zum Teil etwas übertrieben und dadurch unglaubwürdig. Ebenso bildlich sind die Tiroler Orte und Innsbruck beschrieben, was zur Folge hat, dass die Handlungsorte besonders authentisch wirken.

„Veilchens Winter“ ist der erste von bisher vier Teilen rund um die Ermittlerin Valerie Veilchen Mauser. Ich kenne bereits zwei Nachfolger und finde, dass diese besser gelungen sind. Der erste Fall wirkt zum Teil etwas zu konstruiert und die einzelnen Protagonisten sind auch nicht wirklich ausgereift, was in den Nachfolgern viel besser gelungen ist.

FAZIT:
„Veilchens Winter“ ist meiner Meinung nach der schwächste Teil rund um die Ermittlungen von Valerie Mauser. Ich kann daher leider nur 3 Sterne vergeben und empfehle jedem zu den deutlich besser gelungenen Nachfolgern zu greifen.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Die schwestern

Die Schwestern
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Der fünfte Teil der Brückenbauer Reihe spielt in Schweden und Norwegen während des zweiten Weltkrieges. Auch ohne die vorherigen Bücher kann man ohne Probleme in diesen Teil einsteigen. Das Buch handelt ...

Der fünfte Teil der Brückenbauer Reihe spielt in Schweden und Norwegen während des zweiten Weltkrieges. Auch ohne die vorherigen Bücher kann man ohne Probleme in diesen Teil einsteigen. Das Buch handelt von den lauritz Töchtern, welche beide im Widerstand aktiv sind. Im Fokus steht johanne und ihre Arbeit für den Widerstand, ihr Aufstieg und ihre spätere Arbeit für den Geheimdienst.
Der Titel ist meiner Meinung nach nicht passend, da die zweite Schwester nur eine Nebenrolle hat, genauso wie alle weiteren Familienmitglieder.
Zum Teil ist das Buch sehr langatmig, da bestimmte Sequenzen sehr ausführlich beschrieben sind, jedoch kaum auf Gefühle und Gedanken eingegangen wird. Zudem gibt es im Buch sehr viele Dialoge, die mit der eigentlichen Handlung wenig zu tun haben, jedoch sehr viel Platz einnehmen.
Das Buch überzeugt jedoch in historischer Hinsicht: Johannes ständig wechselnde Tätigkeiten und die daraus resultierenden gefahren sind sehr spannend erzählt, machen es aber notwendig das Buch konzentriert zu lesen um weiterhin folgen zu können.
Vom Leser wird ein Vorwissen zum zweiten Weltkrieg erwartet, dies ermöglicht allerdings einen sofortigen Einstieg in die Handlung. Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass das Buch den zweiten Weltkrieg im skandinavischen Raum behandelt.


FAZIT:
Im großen und ganzen war das Buch zwar stellenweise etwas trocken und langatmig, jedoch war es an anderen Stellen auch immer wieder spannend zu lesen. Ich denke jedoch nicht, dass ich eine eventuelle Fortsetzung kaufen würde.
Aus diesem Grund gebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Wer Sünde sät

Wer Sünde sät
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Auf einem Golfplatz wird eine mumifizierte Leiche gefunden, ungefähr zur selben Zeit verschwindet eine Frau spurlos beim Einkaufen und ein junger Mann begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter. Schnell ...

Auf einem Golfplatz wird eine mumifizierte Leiche gefunden, ungefähr zur selben Zeit verschwindet eine Frau spurlos beim Einkaufen und ein junger Mann begibt sich auf die Suche nach seiner Mutter. Schnell wird klar, dass diese Geschehnisse zusammenhängen, aber wie?



Bereits der Prolog ist sehr fesselnd und kann den Leser sofort in den Bann ziehen. Hans W. Kramer überzeugt durch einen fesselnden und flüssigen Schreibstil. Er Kann sofort Spannung aufbauen und diese sehr lange halten. Leider werden die Zufälle und Zusammenhänge im Laufe des Buches immer unglaubwürdiger und vor allem das Ende wirkt sehr konstruiert. Die Auflösung der einzelnen Fälle verläuft meiner Meinung nach etwas zu leicht und unproblematisch.. Auch dies wirkt aufgrund der vielen Zufälle eher unglaubwürdig.



Die einzelnen Protagonisten wirken zu Beginn sehr authentisch und als Leser kann man sich schnell ein Bild machen. Im Laufe des Buches wirken die Handlungen einzelner Charaktere allerdings nicht mehr glaubwürdig. Dadurch werden sie dem Leser immer unsympathischer und die Handlung verliert an Glaubwürdigkeit.



„Wer Sünde sät“ ist bereits das zweite Buch des Autors, welches ich gelesen habe. Das andere Buch „Spinnenbiss“ konnte mich wirklich überzeugen, was beim aktuellen Band leider nicht der Fall ist. Ich hoffe auf weitere Bücher des Autors, wobei er es hoffentlich schafft den starken Anfang und die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten.



FAZIT:
„Wer Sünde sät“ beginnt sehr stark und wirklich fesselnd. Leider kann die Spannung nicht bis zum Ende gehalten werden und die Handlung wirkt sehr unglaubwürdig und konstruiert. Leider kann ich daher nur 3 Sterne vergeben! Sehr schade, da mich „Spinnenbiss“ von Hans W. Cramer wirklich überzeugen konnte!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang
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„Am Ende der Welt ist immer ein Anfang“ ist ein Hörbuch, in welchem die Autorin selbst Episoden aus ihrer Vergangenheit zum Teil sehr humorvoll erzählt. Es geht dabei unter anderem um ihre Mutterrolle, ...

„Am Ende der Welt ist immer ein Anfang“ ist ein Hörbuch, in welchem die Autorin selbst Episoden aus ihrer Vergangenheit zum Teil sehr humorvoll erzählt. Es geht dabei unter anderem um ihre Mutterrolle, die fehlende Beziehung zu ihrer eigenen Mutter, ständige finanzielle Sorgen und Reisen.

Maria von Blumencron hat eine sehr angenehme Stimme, welcher man gerne zuhört. Zum Teil fand ich allerdings ihre Betonung und Erzählweise etwas gekünstelt und unpassend. Aber im Großen und Ganzen erzählt sie ihre Geschichte sehr warmherzig und immer wieder mit einer gelungenen Prise Humor, welcher mich hin und wieder zum Schmunzeln gebracht hat.

Ich selbst habe mir unter dem Hörbuch und den darin beschriebenen Reisen allerdings etwas anderes erwartet und erhofft und war beim Hören zum Teil etwas enttäuscht. Besonders bei den Kapiteln rund um Marias Zeit in Indien wird kaum auf die Landschaft und die Menschen eingegangen. Maria erzählt sehr viel von ihren spirituellen Erfahrungen, mit welchen ich persönlich nicht wirklich viel anfangen konnte.

Zu Beginn hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen, als allerding der spirituelle Teil Überhand gewonnen hat war ich bald genervt und musste mich beinahe schon überwinden zum weiterhören. Im dritten Teil rund um Frankreich konnte ich mich wieder besser auf die Geschichte einlassen und hatte wieder mehr Freude beim Hören.

Marias Stimme finde ich sehr angenehm und sympathisch, allerdings hat mich im Laufe des Hörbuchs ihre Unbekümmertheit, ihre chaotische Art und die zum Teil vorhandene Naivität immer mehr gestört. Im Nachhinein bin ich allerdings der Meinung, dass ich einfach nicht die richtige Zielgruppe bin, da ich mit Spiritualität relativ wenig anfangen kann und Probleme habe Überlebenskünstler wie Maria in ihren Entscheidungen zu verstehen.

FAZIT:

„Am Ende der Welt ist immer ein Anfang“ ist nicht wie von mir erwartet eine Beschreibung von Marias Reisezielen und den dortigen Menschen und Kulturen. Maria beschreibt sehr viele spirituelle Erfahrungen, welche ich persönlich zu viele fand. Ich persönlich kann leider nur 3 Sterne vergeben, denke allerdings, dass das Buch/ Hörbuch der richtigen Zielgruppe wirklich Freude bereiten würde.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Kaiserwasser

Kaiserwasser
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Entlang der alten Donau in Wien verschwinden regelmäßig Hunde. Einige Wiener Bürger haben bald das neu eröffnete koreanisches Restaurant und deren Angestellte unter Verdacht die Hunde entführt und gekocht ...

Entlang der alten Donau in Wien verschwinden regelmäßig Hunde. Einige Wiener Bürger haben bald das neu eröffnete koreanisches Restaurant und deren Angestellte unter Verdacht die Hunde entführt und gekocht zu haben. Einzig die Prinzessin Tony und ihre beste Freundin Conny ahnen, dass ein bisher unbekanntes Unterwasserungeheuer Jagd auf die Hunde macht. Um ein weiteres Verschwinden von Haustieren zu vermeiden beginnen Tony und Conny auf eigene Faust zu ermitteln um das mysteriöse Hundeverschwinden aufzuklären.

Fyona A. Halle konnte mich mit „Kaiserwasser“ leider nicht komplett überzeugen. Im Buch kommen sehr viele unterschiedliche Protagonisten vor, deren Verbindungen mich zum Teil eher verwirrt haben. Auf den ersten 50 Seiten beginnt zwar die Handlung mit dem Verschwinden der Hunde, aber durch die vielen Protagonisten kann leider kaum Spannung aufgebaut werden. Ab dem zweiten Abschnitt wird zwar Spannung aufgebaut, allerdings wird diese regelmäßig durch ein Buch im Buch unterbrochen. Durch die vielen Protagonisten kommt es zu häufigen Perspektivenwechsel. Diese Perspektivenwechsel und das Buch im Buch, welches leider nicht deutlich hervorgehoben wurde, haben mich häufig verwirrt. Der rasante und spannende Showdown beim Lichterfest ist sehr gut gelungen und die Autorin kann in diesem vor allem mit ihrem flüssigen Schreibstil überzeugen.

Die einzelnen Kapitel beziehen sich auf unterschiedliche Tage auf der Suche nach dem Unterwasserungeheuer. In den einzelnen Kapiteln können Wiederholungen vermieden werden und spätestens zum Ende des Buches werden alle offenen Fragen geklärt. Im Buch werden immer wieder österreichische Begriffe verwendet. Hier wäre zum Teil ein Glossar oder eine Erklärung/Übersetzung in der Fußzeile hilfreich gewesen.

FAZIT:

„Kaiserwasser“ konnte mich persönlich leider nicht komplett überzeugen. Die Idee für die Handlung gefällt mir allerdings sehr gut und auch der Showdown beim Lichterfest war wirklich gelungen. Durch das Buch im Buch und die vielen Protagonisten/ Perspektivenwechsel konnte die Spannung noch nicht zu Beginn des Buches aufgebaut und auch nicht durchgehend gehalten werden. Leider kann ich nur 3 Sterne vergeben.