Profilbild von juli1997

juli1997

Lesejury Star
offline

juli1997 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit juli1997 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2019

Mal was anderes!

Effi liest
0

Es ist das Jahr 1894, als Effi auf dem Gelände des von ihr besuchten Pensionats ein Buch findet. Da sie mit dem skandalösen Buch erwischt wird, wird sie des Pensionats verwiesen.
Dabei konnte sie sich ...

Es ist das Jahr 1894, als Effi auf dem Gelände des von ihr besuchten Pensionats ein Buch findet. Da sie mit dem skandalösen Buch erwischt wird, wird sie des Pensionats verwiesen.
Dabei konnte sie sich den Inhalt nicht einmal rrichtig anschauen!
Auf der Fahrt nach Hause lernt sie den Arzt Max von Waldau kennen, mit dem sie sich gut unterhält. Sie wird immer neugieriger und kann sogar ihren Vater dazu überrreden, sie an der Universität anzumelden.
Das mysteriöse Buch bleibt ihr dabei jedoch im Hinterkopf und Effi versucht weiterhin alles, um dieses in die Hände zu bekommen und zu lesen.

Die 18-Jährige Effi entspricht nicht dem Frauenideal der damaligen Zeit. Anstatt gerne auf Bälle zu gehen will sie sich lieber weiterbilden und nicht nur von einem Ehemann aushalten lassen. Ihre Neugier und Sturheit bringen sie jedoch des öfteren in Gefahr.
Max von Waldau, der sich gerade frisch als Arzt in Berlin niedergelassen hat, lernt Effi auf der Zugfahrt dorthin kennen und verliebt sich schnell in ihre erfrischende Art, er lässt sich jedoch sehr von den Ratschlägen seines Mentors leiten und verlässt sich zu wenig auf seine eigenen Fähigkeiten und Intuition.

Die Geschichte selbst wird aus der Sicht von Effi beschrieben, zum Kapitelende wird jedoch ein Brief von Max an seinen Bruder angehängt, sodass der Leser beide Charaktere gut kennenlernt und mehr oder weniger Nachvollziehen kann weshalb diese so handeln.
Anna Moretti passt sich mit Ihrem Schreibstil and die Zeit der 1890er Jahre an, sodass dieses Jahrzehnt präsent bleibt und der Stil gut mit der Geschichte zusammenpasst. Auch die Hintergründe sind sehr gut recherchiert und es werden durch die Details und die Handlung der Geschichte viel Wissen weitergeben.

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte, die sich allein schon durch das Jahrzehnt 1890 von anderen abhebt. Auch die Charaktere sind sehr interessant und gut beschrieben.
Leider fehlt es besonders im Mittelteil etwas an Tiefe, außerdem hätte ich gerne etwas mehr über über die Schicksale der Nebenfiguren erfahren.
Zudem hat mich besonders das Verhalten von Max im Mittelteil gestört.
Jedoch fand ich besonders den Kokainkonsum interessant und auch wie Prüde die Gesellschaft in diesem Jahrhundert gewesen ist, war mir bisher nicht bekannt.
Es ist also nicht nur ein Buch zur Unterhaltung und zum Träumen, sondern man kann beim Lesen auch einiges Lernen!

Veröffentlicht am 09.08.2019

Buchladen oder Wellnesshotel? Oder Liebe?

Das Glück hat viele Seiten
0

Hannah erbt den Buchladen ihrer Tante Marlis. Da dieser in ihrem Heimatdorf liegt, in dass sie eigentlich nie wieder zurück wollte, verkauft sie den Buchladen kurzerhand an Ben.
Als Hannah jedoch erfährt, ...

Hannah erbt den Buchladen ihrer Tante Marlis. Da dieser in ihrem Heimatdorf liegt, in dass sie eigentlich nie wieder zurück wollte, verkauft sie den Buchladen kurzerhand an Ben.
Als Hannah jedoch erfährt, dass es Ben nie um den Buchladen, sondern um die Heilwasserquelle auf dem Grundstück ging und er dort ein Wellnesshotel eröffnen möchte, will sie ihre Entscheidung rückgängig machen.
Unterstützung erhält sie von Malies' Freundinnen, die Hannah mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Das zwischen Hannah und Ben die Funken nur so fliegen, macht es nur noch schwieriger, denn sein Ziel kann nur einer erreichen oder?

Meine Meinung:
Das Cover ist wirklich schön und ich musste sofort an einen kleinen Buchladen auf dem Dorf denken. Auch der Schreibstil von Ella Zeiss hat mir sehr gut gefallen, die Kapitel waren flüsssig zu lesen und da die Kapitel sowohl aus Hannahs, als auch aus Bens Sicht geschrieben waren hatte ich einen guten Einblick in die Beweggründe der Charaktere.
Leider fehlte es besonders Ben en Tiefgang. Zu Beginn des Buchs fand ich ihn sehr unsymphatisch, da er Hannahs Naivität ausgenutzt hat um seine Ziele verwirklichen zu können. Im Laufe der Geschichte wurde jedoch deutlich, warum er so gehandelt hat und dass ihm Dinge aus der Vergangenheit keine andere Wahl gelassen haben. Zudem kämpft er auch um eine mögliche Beziehung zu Hannah und entwickelt sich weiter.
Ganz im Gegensatz zu Hannah. Dass sie nicht in ihrem Geburtsort bleiben möchte und deshalb den Laden so kurzentschlossen verkauft kann ich noch nachvollziehen. Was sie allerdings unternimmt um den Laden zurück zu bekommen weniger.
Bis zum Epilog agiert sie weiterhin Naiv und denkt nur an sich. Anstatt einmal richtig mit Ben zu reden, auch über seine Gründe auf dem Grundstück ein Hotel zu bauen, reagiert sie kindisch indem sie etwa versucht den Vertrag zu stehlen.

Allerdings sind diese Aktionen gleichzeitig total witzig und unterhaltsam. Ebenso wie die alten Damen des Buchclubs, die ich mir gut in einem kleinen Dorf vorstellen kann.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen, Ben hat einen guten Kompromiss für alle gefunden. Allerdings hätte ich gerne mehr über sein Vorgehen und seine Entscheidungen erfahren, ich fand dass Ende etwas kurz. Der Epilog war allerdings genau richtig.

Fazit:
"Das Glück hat viele Seiten" ist eine tolle Sommerlektüre, die sich gut für das Lesen und träumen im Grünen eignet.
Allerdings hat mir der Tiefgang und die Entwicklung der Charaktere Hannah und Ben gefehlt, auch das Verhalten der Beiden hat mich an einigen Stellen genervt. Deshalb gibt es leider Punktabzug.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Lesespaß
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 09.06.2019

Meistens kommt es anders - auch für Nele!

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
0

Zum Buch:
Petra Hülsmann hat ihren Roman "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" am 31.05.2019 veröffentlicht. Auf den 512 Seiten wird man von der Autorin mit ins schöne Hamburg genommen. Leser der ...

Zum Buch:
Petra Hülsmann hat ihren Roman "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" am 31.05.2019 veröffentlicht. Auf den 512 Seiten wird man von der Autorin mit ins schöne Hamburg genommen. Leser der vorherigen Bücher kennen dabei schon einige der Schauplätze und Charaktere.

So geht es in diesem Buch um Nele, die schon im Buch "Wenn's einfach wär würd's jeder machen" vorkommt. Sie wechselte ihren Job, um nicht mehr mit ihrem Exfreund zusammenarbeiten zu müssen und hat frisch in der PR-Argentur M&T begonnen, als sie ihren Chef Claas und dessen Hündin Sally kennenlernt.
Nele und Class bearbeiten dabei zusammen die Kampagne des Durschnittspolitikers Rüdiger Hofmann-Klasing. Dabei kommen die beiden sich schnell näher.
Da Nele jedoch nicht nur bei M&T mit vielen Aufgaben eingebunden wird, sondern auch von Zuhause noch die Aufgabe bekommt ihre Eltern bei deren Hochzeit zu unterstützen und Nele zudem ihrem kleinen Bruder Lenny versprochen hat, ihm bei der Suche nach einer neuen Arbeitstelle und einer neuen Wohnung zu suchen, wird schnell deutlich, unter welchem Druck Nele steht. Auch wenn Claas sie bei vielen Dingen unterstützt ist klar, dass es irgendwann zu einem großen Knall kommen wird, unter dem auch Nele und Claas leiden werden.

Cover und Schreibstil:
Das Cover setzt sich aus vielen Details aus dem Buch zusammen und passt deshalb super zum Inhalt. Durch den fesselnden Schreibstil von Petra Hülsmann wird der Leser schon nach wenigen Sätzen in den Bann des Buchs gezogen. Es war sehr schwierig es wieder auf die Seite zu legen!
Die Charaktere werden sehr deutlich beschrieben und sind einem sofort symphatisch. Die Begegnungen zwischen Nele und Claas sind schön erzählt und geben einem durch die vielen Details das Gefühl mit dabei zu sein.
Durch Rüdiger Hofmann-Klasing und seine anfänglichen eher peinlichen Auftritte, kommt zudem noch eine gehörige Portion Humor hinzu und rundet die Geschichte gut ab.
Zudem werden in diesem Buch auch wichtige gesellschaftliche Themen angeschnitten. Neles kleiner Bruder Lenny hat das Down-Syndrom. Lenny ist ein wichtiger Charakter in diesem Buch, der eine tolle Entwicklung erkennen lässt und immer eigenständiger wird. Seine Darstellung ist sehr gut gelungen, denn mit seiner freundlichen, lebenslustigen Art und einigen Eigenarten, habe ich ihn gleich ins Herz geschlossen.

Meine Meinung:
Die erste Hälfte des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Das Kennenlernen und die Anfängen der Beziehung von Nele und Claas war für mich sehr stimmig und hat durch die Einbindung der PR-Kampagne Spaß gemacht.
Anschließend wurde es mir etwas zu viel. Nele halste sich immer mehr Aufgaben auf und es wurde deutlich, dass sie die Situation nicht mehr unter Kontrolle bekam. Nach dem großen und auch erwarteten Knall lösten sich die Schwierigkeiten wie von allein. Das ging mir leider viel zu schnell...
Im allgemeinen bin ich der Meinung, dass die Entwicklung von Lenny im Buch deutlicher wurde als die von Nele, denn diese zieht sich durch das gesamte Buch, während Nele dafür nur einige wenige Seiten bekommt.
Das Ende ist mir zu schnell und unrund, ich hatte leider das Gefühl, dass die Autorin zu wenig Zeit dafür hatte. Und dabei ist nocht einmal das etwas offenere Ende gemeint.!Das finde ich nämlich toll, denn es lädt nochmals zum Nachdenken ein, wie denn es mit den Personen weitergeht.
So wie die Botschaft des gesamten Buchs für mehr Toleranz, den Leser zum Nachdenken anstößt.


Fazit:
Es ist ein tolles Buch mit einer wichtigen Botschaft über mehr Toleranz gegenüber Menschen mit Down-Syndrom, aber leider kommt es nicht an die bisherigen Bücher von Petra Hülsmann heran. Trotzdem ist es es absolut lesenswert, mit den Geschichten von vielen Personen, in deren Mittelpunkt die Hauptperson Nele steht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Humor
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.01.2026

Erfolg oder Liebe?

One Date to Gold
0

Voller Fokus auf die olympischen Winterspiele in Mailand! Das ist das Motto der Snowboarderin Amie. Zumindest so lange, bis sie Hunter kennen lernt und der Eishockey-Star sie als seine Fake-Freundin auswählt. ...

Voller Fokus auf die olympischen Winterspiele in Mailand! Das ist das Motto der Snowboarderin Amie. Zumindest so lange, bis sie Hunter kennen lernt und der Eishockey-Star sie als seine Fake-Freundin auswählt.
Doch ist es wirklich nur Fake? Und was bedeutet das für die Wettbewerbe?

Meine Meinung:
Das Cover ist richtig schön gestaltet und gefällt mir gut. Die gezeichnet Figuren erinnern mich sehr an Amie und Hunter, auch der Farbeschnitt passt perfekt dazu.

Amie ist eine lustige, empathische Snowboarderin, die hart für ihre Teilnahme an den olympischen Winterspielen gearbeitet hat. Deshalb ist sie gar nicht begeistert, als Hunter ihr eine Fake-Beziehung vorschlägt. Der zurückgezogene, etwas mürrische Eishockey-Kapitän muss an seinem guten Image arbeiten und sieht so seine Chance bei Amie.
Als diese schließlich zustimmt, merken sie schnell, dass einiges nicht gespielt ist. Doch der Ehrgeiz und die olympischen Spiele stehen ihnen immer wieder im Weg. Trotzdem war die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden sehr harmonisch, mit witzigen Momenten und einem sehr angenehmen Tempo.
Ich fand es schön, wie aufmerksam und zuvorkommend Hunter Amie gegenüber war und mir hat seine Entwicklung zu einem offenen und interessierten Mann sehr gefallen.
Amie mochte ich zwar auch gerne, aber irgendwie blieb sie für mich immer etwas flach und unzugänglich.
Sie hat keine wirkliche Entwicklung durchgemacht, auch wenn ihre Selbstzweifel es ihr berechtigterweise schwer gemacht haben.

Richtig gut hat mir die Beschreibung der olympischen Winterspielen und die Details dazu gefallen. Auch die Sportart wurden toll integriert und haben richtig Lust aufs Zuschauen gemacht!

Die behandelten Themen, wie Erfolgsdruck, Ängste und Medikamentenabhängigkeit wurden gut umgesetzt, auch wenn es immer Mal wieder lose Enden gab.

Das Ende hat mir gut gefallen, es war sehr süß und hat zur Handlung gepasst. Der Epilog war mir jedoch zu viel und zu übertrieben. Das hat den Abschluss etwas getrübt.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch, das Lust auf die olympischen Winterspiele macht!
Fake Dating und Sport wurden gut umgesetzt, auch wenn es ein paar kleine Schwächen gab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2025

Ein aufsteigender Stern der Rennbahn

Off to the Races
0

Vaughn muss sowohl das Familienunternehmen, als auch seinen Rennstall aus der Krise befreien. Helfen soll ihm dabei Billie, die das Pferd DD zum Sieger trainieren soll. Doch die Trainerin und der Geschäftsmann ...

Vaughn muss sowohl das Familienunternehmen, als auch seinen Rennstall aus der Krise befreien. Helfen soll ihm dabei Billie, die das Pferd DD zum Sieger trainieren soll. Doch die Trainerin und der Geschäftsmann kommen sich immer näher und die Grenzen verschwimmen immer mehr.

Meine Meinung:
Ich liebe das Cover! Es ist wunderschön gestaltet und auch der Farbeschnitt passt perfekt dazu. Besonders Sicht die Briefoptik und der Titel heraus.
Aber auch der Schreibstil von Elsie Silver ist ist toll! Das Buch liest sich flüssig, ist spannend und gefühlvoll. Das hat mir gut gefallen.

Die Protagonistin Billie habe ich schon nach den ersten Kapiteln und Herz geschlossen. Mit ihrer toughen und sarkastischen Art, war sie mir direkt sympathisch und das hat sich im Laufe der Handlung auch nicht geändert.
Dafür hatte ich bis zum Ende meine Probleme mit Vaughn. Er ist mir durch unqualifizierte Kommentaren direkt negativ aufgefallen. Das hat sich zwar gebessert, aber er ist mir bis zum Schluss zu unreflektiert und unsympathisch geblieben.

Die beiden als paar habe ich am Anfang gar nicht gefühlt, das hat sich jedoch im Laufe der Handlung gebessert und es wurde mehr als gutes Aussehen und gegenseitige Anziehung.
Was ich besser fand, war die Freundschaft zwischen Billie und Violet, das wirkte auf mich natürlicher.

Besonders gut gefallen hat mir das Setting und die Einbindung der Pferde. Die Szenen auf der Rennbahn waren toll geschrieben und DD hat einen wichtigen Part über die gesamte Handlung hinweg gespielt. Das war sehr gelungen.

Das Ende war mir etwas zu viel Drama und hat mir nochmal gezeigt, weshalb Vaughn nicht mein Fall ist. Es hat die Geschichte aber gut abgeschlossen und auch schon Lust auf den zweiten Band der Reihe gemacht.

Mein Fazit:
So sehr ich Billie geliebt habe, hatte ich meine Probleme mit Vaughn. Die Geschichte der beiden hat mir vor allem wegen dem Setting und den Pferden gut gefallen, deshalb werde ich die Reihe auch weiterverfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl