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Veröffentlicht am 09.06.2019

Meistens kommt es anders - auch für Nele!

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Zum Buch:
Petra Hülsmann hat ihren Roman "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" am 31.05.2019 veröffentlicht. Auf den 512 Seiten wird man von der Autorin mit ins schöne Hamburg genommen. Leser der ...

Zum Buch:
Petra Hülsmann hat ihren Roman "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" am 31.05.2019 veröffentlicht. Auf den 512 Seiten wird man von der Autorin mit ins schöne Hamburg genommen. Leser der vorherigen Bücher kennen dabei schon einige der Schauplätze und Charaktere.

So geht es in diesem Buch um Nele, die schon im Buch "Wenn's einfach wär würd's jeder machen" vorkommt. Sie wechselte ihren Job, um nicht mehr mit ihrem Exfreund zusammenarbeiten zu müssen und hat frisch in der PR-Argentur M&T begonnen, als sie ihren Chef Claas und dessen Hündin Sally kennenlernt.
Nele und Class bearbeiten dabei zusammen die Kampagne des Durschnittspolitikers Rüdiger Hofmann-Klasing. Dabei kommen die beiden sich schnell näher.
Da Nele jedoch nicht nur bei M&T mit vielen Aufgaben eingebunden wird, sondern auch von Zuhause noch die Aufgabe bekommt ihre Eltern bei deren Hochzeit zu unterstützen und Nele zudem ihrem kleinen Bruder Lenny versprochen hat, ihm bei der Suche nach einer neuen Arbeitstelle und einer neuen Wohnung zu suchen, wird schnell deutlich, unter welchem Druck Nele steht. Auch wenn Claas sie bei vielen Dingen unterstützt ist klar, dass es irgendwann zu einem großen Knall kommen wird, unter dem auch Nele und Claas leiden werden.

Cover und Schreibstil:
Das Cover setzt sich aus vielen Details aus dem Buch zusammen und passt deshalb super zum Inhalt. Durch den fesselnden Schreibstil von Petra Hülsmann wird der Leser schon nach wenigen Sätzen in den Bann des Buchs gezogen. Es war sehr schwierig es wieder auf die Seite zu legen!
Die Charaktere werden sehr deutlich beschrieben und sind einem sofort symphatisch. Die Begegnungen zwischen Nele und Claas sind schön erzählt und geben einem durch die vielen Details das Gefühl mit dabei zu sein.
Durch Rüdiger Hofmann-Klasing und seine anfänglichen eher peinlichen Auftritte, kommt zudem noch eine gehörige Portion Humor hinzu und rundet die Geschichte gut ab.
Zudem werden in diesem Buch auch wichtige gesellschaftliche Themen angeschnitten. Neles kleiner Bruder Lenny hat das Down-Syndrom. Lenny ist ein wichtiger Charakter in diesem Buch, der eine tolle Entwicklung erkennen lässt und immer eigenständiger wird. Seine Darstellung ist sehr gut gelungen, denn mit seiner freundlichen, lebenslustigen Art und einigen Eigenarten, habe ich ihn gleich ins Herz geschlossen.

Meine Meinung:
Die erste Hälfte des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Das Kennenlernen und die Anfängen der Beziehung von Nele und Claas war für mich sehr stimmig und hat durch die Einbindung der PR-Kampagne Spaß gemacht.
Anschließend wurde es mir etwas zu viel. Nele halste sich immer mehr Aufgaben auf und es wurde deutlich, dass sie die Situation nicht mehr unter Kontrolle bekam. Nach dem großen und auch erwarteten Knall lösten sich die Schwierigkeiten wie von allein. Das ging mir leider viel zu schnell...
Im allgemeinen bin ich der Meinung, dass die Entwicklung von Lenny im Buch deutlicher wurde als die von Nele, denn diese zieht sich durch das gesamte Buch, während Nele dafür nur einige wenige Seiten bekommt.
Das Ende ist mir zu schnell und unrund, ich hatte leider das Gefühl, dass die Autorin zu wenig Zeit dafür hatte. Und dabei ist nocht einmal das etwas offenere Ende gemeint.!Das finde ich nämlich toll, denn es lädt nochmals zum Nachdenken ein, wie denn es mit den Personen weitergeht.
So wie die Botschaft des gesamten Buchs für mehr Toleranz, den Leser zum Nachdenken anstößt.


Fazit:
Es ist ein tolles Buch mit einer wichtigen Botschaft über mehr Toleranz gegenüber Menschen mit Down-Syndrom, aber leider kommt es nicht an die bisherigen Bücher von Petra Hülsmann heran. Trotzdem ist es es absolut lesenswert, mit den Geschichten von vielen Personen, in deren Mittelpunkt die Hauptperson Nele steht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Humor
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.03.2026

Was geht im Durable vor sich?

Casino Durable - A Deal with the Enemy
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Dawn sieht nur einen Ausweg für sich: das Casino Durable zu bestehlen. Doch da hat sie dir Rechnung ohne Gabriel Durable gemacht. Er erkennt ihr Talent sich unsichtbar zu machen und bietet ihr einen Deal ...

Dawn sieht nur einen Ausweg für sich: das Casino Durable zu bestehlen. Doch da hat sie dir Rechnung ohne Gabriel Durable gemacht. Er erkennt ihr Talent sich unsichtbar zu machen und bietet ihr einen Deal an. Jedoch ahnen die beiden nicht, worauf sie sich eingelassen haben.

Meine Meinung:
Ich mag das Cover und den Farbeschnitt. Durch das schwarz mit den pinken Elementen sieht es edel und hochwertig aus.
Der Schreibstil von Carina Benning ist spannend, interessant und angenehm zu lesen.

Dawn ist eine ruhige, clevere und empathische junge Frau, die auf der Flucht vor ihrem Stiefvater ist. Der bedachte und zurückgezogene Casinobesitzer Gabriel erkennt ihr Talent und bietet ihr einen Ausweg. Denn in seinem Casino gehen seltsame Dinge vor sich und Gabriel ist auf der Suche nach den Verursachern.
Dabei geraten die beiden immer wieder in Gefahr und auch wenn sie sich eigentlich nicht mögen wollen, schweißen die Erlebnisse sie zusammen.

Ich mochte besonders das erste Drittel des Buchs, denn dort steht das Casino und die Betrugsfälle im Vordergrund. Das ergibt eine tolle Stimmung und auch die Möglichkeit alle Protagonisten näher kennenzulernen.

Leider wird die Stimmung dann von Gewalt abgelöst und ich hatte das Gefühl plötzlich in einem Mafia Roman zu stecken. Es war mir zu brutal und Gabriel, sowie seine Brüder hatten keinerlei Skrupel. Das hat mir nicht gefallen. Zudem gab es viele Wiederholungen der Handlung, sodass sich diese gezogen hat. Auch die Beziehung zwischen Dawn und Gabriel konnte ich nicht richtig spüren.

Was mir jedoch gefallen hat, war das Vertrauen der beiden ineinander und auch der Zusammenhalt der Brüder war toll!

Das Ende hat mich auch versöhnt, aber leider nicht alles gut gemacht. Trotzdem möchte ich dem zweiten Band der Reihe nochmal eine Chance geben.

Mein Fazit:
Ein toller Beginn, aber dann wurde es mir zu brutal und zu wenig tiefgründig. Das Casino ist ein spannendes Setting und ich bin gespannt auf den zweiten Band der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Erfolg oder Liebe?

One Date to Gold
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Voller Fokus auf die olympischen Winterspiele in Mailand! Das ist das Motto der Snowboarderin Amie. Zumindest so lange, bis sie Hunter kennen lernt und der Eishockey-Star sie als seine Fake-Freundin auswählt. ...

Voller Fokus auf die olympischen Winterspiele in Mailand! Das ist das Motto der Snowboarderin Amie. Zumindest so lange, bis sie Hunter kennen lernt und der Eishockey-Star sie als seine Fake-Freundin auswählt.
Doch ist es wirklich nur Fake? Und was bedeutet das für die Wettbewerbe?

Meine Meinung:
Das Cover ist richtig schön gestaltet und gefällt mir gut. Die gezeichnet Figuren erinnern mich sehr an Amie und Hunter, auch der Farbeschnitt passt perfekt dazu.

Amie ist eine lustige, empathische Snowboarderin, die hart für ihre Teilnahme an den olympischen Winterspielen gearbeitet hat. Deshalb ist sie gar nicht begeistert, als Hunter ihr eine Fake-Beziehung vorschlägt. Der zurückgezogene, etwas mürrische Eishockey-Kapitän muss an seinem guten Image arbeiten und sieht so seine Chance bei Amie.
Als diese schließlich zustimmt, merken sie schnell, dass einiges nicht gespielt ist. Doch der Ehrgeiz und die olympischen Spiele stehen ihnen immer wieder im Weg. Trotzdem war die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden sehr harmonisch, mit witzigen Momenten und einem sehr angenehmen Tempo.
Ich fand es schön, wie aufmerksam und zuvorkommend Hunter Amie gegenüber war und mir hat seine Entwicklung zu einem offenen und interessierten Mann sehr gefallen.
Amie mochte ich zwar auch gerne, aber irgendwie blieb sie für mich immer etwas flach und unzugänglich.
Sie hat keine wirkliche Entwicklung durchgemacht, auch wenn ihre Selbstzweifel es ihr berechtigterweise schwer gemacht haben.

Richtig gut hat mir die Beschreibung der olympischen Winterspielen und die Details dazu gefallen. Auch die Sportart wurden toll integriert und haben richtig Lust aufs Zuschauen gemacht!

Die behandelten Themen, wie Erfolgsdruck, Ängste und Medikamentenabhängigkeit wurden gut umgesetzt, auch wenn es immer Mal wieder lose Enden gab.

Das Ende hat mir gut gefallen, es war sehr süß und hat zur Handlung gepasst. Der Epilog war mir jedoch zu viel und zu übertrieben. Das hat den Abschluss etwas getrübt.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch, das Lust auf die olympischen Winterspiele macht!
Fake Dating und Sport wurden gut umgesetzt, auch wenn es ein paar kleine Schwächen gab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2025

Ein aufsteigender Stern der Rennbahn

Off to the Races
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Vaughn muss sowohl das Familienunternehmen, als auch seinen Rennstall aus der Krise befreien. Helfen soll ihm dabei Billie, die das Pferd DD zum Sieger trainieren soll. Doch die Trainerin und der Geschäftsmann ...

Vaughn muss sowohl das Familienunternehmen, als auch seinen Rennstall aus der Krise befreien. Helfen soll ihm dabei Billie, die das Pferd DD zum Sieger trainieren soll. Doch die Trainerin und der Geschäftsmann kommen sich immer näher und die Grenzen verschwimmen immer mehr.

Meine Meinung:
Ich liebe das Cover! Es ist wunderschön gestaltet und auch der Farbeschnitt passt perfekt dazu. Besonders Sicht die Briefoptik und der Titel heraus.
Aber auch der Schreibstil von Elsie Silver ist ist toll! Das Buch liest sich flüssig, ist spannend und gefühlvoll. Das hat mir gut gefallen.

Die Protagonistin Billie habe ich schon nach den ersten Kapiteln und Herz geschlossen. Mit ihrer toughen und sarkastischen Art, war sie mir direkt sympathisch und das hat sich im Laufe der Handlung auch nicht geändert.
Dafür hatte ich bis zum Ende meine Probleme mit Vaughn. Er ist mir durch unqualifizierte Kommentaren direkt negativ aufgefallen. Das hat sich zwar gebessert, aber er ist mir bis zum Schluss zu unreflektiert und unsympathisch geblieben.

Die beiden als paar habe ich am Anfang gar nicht gefühlt, das hat sich jedoch im Laufe der Handlung gebessert und es wurde mehr als gutes Aussehen und gegenseitige Anziehung.
Was ich besser fand, war die Freundschaft zwischen Billie und Violet, das wirkte auf mich natürlicher.

Besonders gut gefallen hat mir das Setting und die Einbindung der Pferde. Die Szenen auf der Rennbahn waren toll geschrieben und DD hat einen wichtigen Part über die gesamte Handlung hinweg gespielt. Das war sehr gelungen.

Das Ende war mir etwas zu viel Drama und hat mir nochmal gezeigt, weshalb Vaughn nicht mein Fall ist. Es hat die Geschichte aber gut abgeschlossen und auch schon Lust auf den zweiten Band der Reihe gemacht.

Mein Fazit:
So sehr ich Billie geliebt habe, hatte ich meine Probleme mit Vaughn. Die Geschichte der beiden hat mir vor allem wegen dem Setting und den Pferden gut gefallen, deshalb werde ich die Reihe auch weiterverfolgen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.09.2025

Ein Ehevertrag mit aber

Die büchersüchtige Braut des Earls
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Amelia will eigentlich nur in Ruhe ihre Bücher schreiben, doch ihr Andrew, der Earl of Longley Avancen macht, ändert sich alles.
Doch mit einem Ehevertrag können beide ihre Ziele erreichen. Mit Amelias ...

Amelia will eigentlich nur in Ruhe ihre Bücher schreiben, doch ihr Andrew, der Earl of Longley Avancen macht, ändert sich alles.
Doch mit einem Ehevertrag können beide ihre Ziele erreichen. Mit Amelias Mitgift kann Andrew die Finanzierung seiner Familie sichern, doch ist es wirklich nur eine Zweckehe?

Meine Meinung:
Das Cover ist passend gestaltet und gefällt mir gut. Der Titel hätte etwas besser gewählt werden können, für mich passt er nicht ganz zur Handlung.

Amelia ist eine sympathische, clevere und etwas zurückgezogene Frau, deren Familie Geld aber keinen Titel hat.
Genau das Gegenteil trifft auf Andrew zu, dessen Berater den Earl in den Ruin getrieben hat.
Doch der empathische, weitsichte Mann lässt sich davon nicht abhalten und sieht in der Hochzeit mit Amelia seine Rettung.
Ich mag es, wie die beiden immer mehr zu einander finden und wie sie sich auf den jeweils anderen einlassen.
Allerdings gibt es viele Missverständnisse und Andrew ignoriert diese lieber, als mit Amelia zu sprechen. Das hat mich sehr gestört und nahm irgendwann überhand.

Das Ende war mir zu viel Drama und es gab zu viele offene Themen, doch der Epilog hat mich ein bisschen besänftigt.

Mein Fazit:
Eine süße Geschichte mit viel Drama und Misskommunikation, was irgendwann überhand genommen hat.

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