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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Netter cosy Crime

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
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Angela und Joachim kommen nach einem anstrengenden Urlaub mit den Obamas vorzeitig nach Hause zurück und finden in ihrem Kamin einen toten Weihnachtsmann vor. Ein guter Grund für Angela wieder ihrem Hobby ...

Angela und Joachim kommen nach einem anstrengenden Urlaub mit den Obamas vorzeitig nach Hause zurück und finden in ihrem Kamin einen toten Weihnachtsmann vor. Ein guter Grund für Angela wieder ihrem Hobby nachzugehen und herauszufinden, was wohl passiert ist. So begeben sie, ihr Mann und Bodyguard Mike sich auf Spuren- und Verdächtigensuche. Letztere gibt es mehr als gedacht und einer davon behauptet auch der echte Weihnachtsmann zu sein.

Wir begleiten die drei durch ein kurzweiliges und atmosphärisches Buch. Ein wenig fantastisch wird es dank des Weihnachtsmannes auch noch. Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn sie eigentlich ein wenig kurz war. Allerdings spielt das Ganze ja auch innerhalb von 24 Stunden, daher passen Inhalt und zeitlicher Ablauf gut zueinander.

Ich kann dieses nette Buch für einen gemütlichen Adventssonntag auf der Couch bei Tee und Plätzchen auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

berührend

Lebensbande
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Lebensbande erzählt die Geschichte von Lene, Nora und Lieselotte. Lene verliert Anfang der dreissiger Jahre durch ein Missverständnis ihre erste große Liebe und bekommt ein Kind, dessen Geburt so schwierig ...

Lebensbande erzählt die Geschichte von Lene, Nora und Lieselotte. Lene verliert Anfang der dreissiger Jahre durch ein Missverständnis ihre erste große Liebe und bekommt ein Kind, dessen Geburt so schwierig war, dass der Kleine in seiner Entwicklung eingeschränkt ist. Für die damaligen Machthaber ein Grund ihn auszusondern und gegebenenfalls auch zu entsorgen. Da trifft Lene auf Nora, die ihren Sohn als Krankenschwester betreut und die ihr hilft Leo aus der Schusslinie zu bringen. Was dazu führt, dass Nora selbst genau darin landet. Sie wird nach Danzig versetzt, wo sie in Lieselotte eine Freundin findet. Doch als der Krieg endet, werden beide in die Sowjetunion in ein Gulag verschleppt. Und auch hier schlägt das Schicksal wieder erbarmungslos zu.

Das Buch spielt mit den Zeitebenen und der Sicht der Protagonisten. So wechseln wir immer wieder aus den neunziger Jahren, in denen Nora von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, in die Zeit der Nazis, des Krieges und der Nachkriegszeit. So entwickelt sich die Geschichte nach und nach auch aus der Perspektive von Nora und Lene.

Mich hat das Buch sehr berührt. Lene und das Schicksal ihres Sohnes Leo, der einfach etwas länger als andere Kinder braucht, machen wieder deutlich wie menschenverachtend das System der Nazis einfach war. Wer nicht zu hundert Prozent dem Führer dienen konnte wurde sofort ausgesondert und aus der Gesellschaft entfernt.

Noras Geschichte wiederum erzählt eben auch, dass für viele Menschen im Osten der Krieg eben nicht 1945 beendet war. Ich denke vielen ist es nicht klar, dass nicht nur Männer in Kriegsgefangenschaft ums Leben kamen, sondern eben auch Frauen, die gezielt am Ende des Krieges in Arbeitslager verschleppt wurden und dort am Ende mit Segen der Alliierten als menschliche Reparationsleistung der Deutschen gesehen wurden.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Das Schicksal dieser Frauen berührt und lässt einen nachdenklich werden.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Nachkriegszeit

In den Scherben das Licht
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1946, der Krieg ist zu Ende, die Not allerdings noch nicht. Im zerstörten Hamburg gibt die ehemalige Schauspielerin Friede den beiden Jugendlichen Gert und Gisela Unterschlupf in ihrem Keller. Die beiden ...

1946, der Krieg ist zu Ende, die Not allerdings noch nicht. Im zerstörten Hamburg gibt die ehemalige Schauspielerin Friede den beiden Jugendlichen Gert und Gisela Unterschlupf in ihrem Keller. Die beiden machen sich dafür nützlich und Friede ist nicht mehr so allein. Doch alle haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Die jungen Leute wissen nicht was mit ihren Familien passiert ist und Friede kämpft mit den Erinnerungen an ihre Liebhaber.

Carmen Korn erzählt diese Geschichte wieder einmal im Nachkriegshamburg, doch diesmal handelt es sich um einen Einzelband. Es geht um Schuld, die man im dritten Reich auf sich geladen hat und um durch den Krieg auseinander gerissene Familien. Gert hat Mutter und Schwester verloren, die Schwester ist verschollen, niemand scheint Auskunft geben zu können. Und bei Gisela war die Familie eigentlich schon vor dem Feuersturm, bei dem die Mutter wohl um Leben kam, nicht mehr intakt. Warum sich der Vater aber nie mehr gemeldet hat, bleibt lange unklar.

Der Autorin gelingt wieder eine detailreiche Schilderung der Zeit. Die Kälte, die Not und die Umstände, in der die Menschen so kurz nach dem Krieg hausten werden deutlich sichtbar. Aber auch der vorsichtige Aufschwung am Beginn der 50er Jahre. und der Zusammenhalt der Menschen über Generationen hinweg.

Ich mochte das Buch wieder sehr gerne und kann es daher auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Auftakt in die neue Saison

Bock auf Biathlon
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Biathlon ist schon seit langem meine bevorzugte Wintersportart. Ich mag einfach den Wechsel zwischen schnellem Langlauf und dem anschließenden Schießen und vor allem auch, dass die Fans länderübergreifend ...

Biathlon ist schon seit langem meine bevorzugte Wintersportart. Ich mag einfach den Wechsel zwischen schnellem Langlauf und dem anschließenden Schießen und vor allem auch, dass die Fans länderübergreifend die Sportler anfeuern und es keine Fanlager gibt.

Taufig Khalil hat sich mit diversen deutschen Biathleten getroffen und sie erzählen lassen, was für sie den Sport so einzigartig macht. Dabei kommen Magdalena Neuner, Ricco Groß, Sven Fischer, Laura Dahlmeier und viele andere aus allen Sportgenerationen zu Wort. Auch Dorothea Wierer und die Bø-Brüder bekommen ein Kapitel.

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht und ich habe doch einiges über die Sportler erfahren, auch was sie angetrieben hat und gerade bei den Älteren, wie sie ihre Karriere in Zeiten von Ost und West erlebt haben.

Ich kann da Buch daher allen Freunden des Biathlon ans Herz legen. Ein gelungener Auftakt zur neuen Saison.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Innehalten

Jetzt gerade ist alles gut
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Meine Meinung:
Eigentlich wollte der Erzähler mit der Familie in Urlaub fahren, doch dann liegt er mit einer Sepsis in der Klinik und ringt um sein Leben. Als er wieder halbwegs auf den Beinen ist, beginnt ...

Meine Meinung:
Eigentlich wollte der Erzähler mit der Familie in Urlaub fahren, doch dann liegt er mit einer Sepsis in der Klinik und ringt um sein Leben. Als er wieder halbwegs auf den Beinen ist, beginnt er sein Leben anders zu sehen, kleine Momente des Glücks anders wahrzunehmen und Dinge nicht mehr auf später zu verschieben.

Mir hat dieses leise Buch wieder sehr gut gefallen. Der Autor regt die Leser:innen an, doch selbst kurz innezuhalten und etwas Geschwindigkeit aus dem Leben zu nehmen. Und vielleicht auch Dinge zu tun, die man sonst gerne auf später verschieben würde, weil dann ja noch Zeit ist. Aber oft ist später eben keine Zeit mehr. Man sollte sein Leben jetzt leben und nicht irgendwann später.

Alles in allem ein schönes Buch für zwischendurch, dass einen kurz innehalten lässt.

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