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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Die Geschichte hinter den Briefen

Die Reise der verlorenen Worte
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Ich fand allein schon die Grundidee hinter dieser Geschichte ganz zauberhaft. Ich schreibe und empfange selbst gerne Briefe und finde, dass diese Kommunikationsform Geschichten und Emotionen viel plastischer ...

Ich fand allein schon die Grundidee hinter dieser Geschichte ganz zauberhaft. Ich schreibe und empfange selbst gerne Briefe und finde, dass diese Kommunikationsform Geschichten und Emotionen viel plastischer transportiert.

Jannes Geschichte wird mit gekonnt mit denen der Briefe, deren Bestimmungsort sie zu finden versucht, verwoben. Abwechselnd wird hier in Gegenwart und Vergangenheit ihr eigener Lebensweg, Schicksalsschläge und wichtige Momente beleuchtet.

Und Jannes detektivische Arbeit an den verlorenen Briefen ist einfach emotional aufwühlend zu verfolgen. Die Geschichte ist mit viel Empathie und Sanftmut erzählt. Es ist eine Geschichte von Familie, von Groll und vom Verzeihen. Und davon wie schwer es manchmal ist aufeinander zuzugehen und den ersten Schritt zu machen. Umso wichtiger und wertvoller ist es, dass man den Mut dazu aufbringt, die eigenen Fehler einzugestehen. August und Jannes Starrköpfigkeit, ihr verletzter Stolz und die tiefe Liebe zueinander sind sehr authentisch und nahbar und ich habe so auf ein Happy End für die beiden gehofft.

Es ist ein Buch, dass ein halbes Leben umspannt und dementsprechend eher in Schlaglichtern erzählt wird, sich auf die High- und Lowligts fokussiert und den Alltag so ein bisschen ausblendet. Und trotzdem ist die Geschichte einfach wirklich ergreifend. Ich fands richtig schön

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Absoluter Albtraum

This isn't happiness
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Selten ein Buch gelesen bei der ich die Protagonistin derartig gern geschüttelt hätte um ihr zu sagen „renn, Girl“. Liest sich wie ein Buch darüber wie Beziehungen jeglicher Art auf keinen Fall sein sollten. ...

Selten ein Buch gelesen bei der ich die Protagonistin derartig gern geschüttelt hätte um ihr zu sagen „renn, Girl“. Liest sich wie ein Buch darüber wie Beziehungen jeglicher Art auf keinen Fall sein sollten. Protagonistin Amy tat mir zwischenzeitlich immer richtig leid und ich hätte sie gerne mal in den Arm genommen.

Irgendwie sind alle Figuren in dieser Geschichte mehr oder minder durchgeknallt. Das Buch hatte was von nem Autounfall, ich musste weiterlesen, obwohl es fast schon wehtut. Wer hätte gedacht, dass die Figur zu der ich noch am ehesten eine Verbindung empfinde die schräge Schneiderin ist? Aber die redet wenigstens mal Klartext.

Das Buch war ein absoluter Fiebertraum. Alles daran schreit Red Flag und ich konnte immer wieder nur den Kopf darüber schütteln wie selbstsüchtig und selbstgerecht die Figuren sind.

Der Schreibstil ist aber auf jeden Fall gelungen, denn obwohl ich die Geschichte selbst überhaupt nicht mochte, könnte ich nicht aufhören zu lesen und bin geradezu durch die Seiten geflogen. Leseerlebnis für mich also ne klare 5/5. und da die Autorin es auch absolut geschafft hat mich emotional aufzureiben, kann ich auch die Geschichte selbst eigentlich nur als gelungen bezeichnen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Ziemlich cooler historischer Roman

Wer die Toten stört
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Vorab: ich bin nicht sicher wie akkurat diese historische Erzählung ist, grob könnte das auf jeden Fall hinkommen. Bin aber auch ehrlich, ich fand die Geschichte selbst so packend, dass es mir eigentlich ...

Vorab: ich bin nicht sicher wie akkurat diese historische Erzählung ist, grob könnte das auf jeden Fall hinkommen. Bin aber auch ehrlich, ich fand die Geschichte selbst so packend, dass es mir eigentlich ziemlich egal ist, wie akkurat sie ist. Ich hatte einfach ne richtig gute Zeit mit diesem Buch, gefangen zwischen Schaudern und Faszination. Die Atmosphäre Edinburghs wurde auf jeden Fall total gut getroffen und die makaberen, effektheischerischen anatomischen Vorführungen tun ihr übriges um der Geschichte einen tollen Vibe zu verpassen.

Das Thema rund um das Medizinstudium, die Anatomie-Stunden und die Leichenbeschaffung war toll getroffen und das Buch passt damit perfekt in diese Jahreszeit. Es wird schaurig, blutig und ein bisschen zwielichtig. Also eigentlich alles, was ein guter historischer Schauer-Roman braucht um auch wirklich spannend zu sein. Hat außerdem so ein bisschen einen Banden-Vibe und die Dynamik innerhalb der Leichengräber-Gruppen war absolut catchy.

Nen Pluspunkt gibts von mir für die unerwartete, aber total gut angelegte Lovestory. Hab ehrlich gesagt nicht unbedingt damit gerechnet in diesem Buch eine Liebesgeschichte zu finden, aber es passt einfach. Nimmt nicht zu viel Raum ein, gibt der Geschichte aber einen Ruhepol und bildet einen guten Ausgleich zu den eher abstoßenden Szenen.

Der Erzählten ist schon etwas rauer, die Charaktere ungeschliffen und die Beschreibungen rund um die anatomischen Versuche durchaus bildlich. Diese Kombination ist einfach fantastisch und macht das Buch dadurch wirklich unterhaltsam.
Fands richtig gut.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Katz und Maus

Safe Space
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Wer auf psychologische Thriller voller Fallstricke und absurd überraschender Wendungen steht, der ist hier genau richtig. Hier ist eigentlich nichts, wie es zu sein scheint, auch wenn die POVs dem Leser ...

Wer auf psychologische Thriller voller Fallstricke und absurd überraschender Wendungen steht, der ist hier genau richtig. Hier ist eigentlich nichts, wie es zu sein scheint, auch wenn die POVs dem Leser zwar einen Hinweis geben, wonach wir hier die Augen offenhalten müssen, hat mich die Auflösung absolut kalt erwischt. Passiert mir nicht so häufig, daher bin ich schon allein deswegen ein bisschen begeistert

Die Prämisse der Geschichte fand ich total spannend und auch die Erzählweise, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt, ist sehr passend gewählt und erzeugt eine gute Grundstimmung. Ich mag, dass die Bedrohung eher unterschwellig ist, man eigentlich weiß, wie der Ausgang dieser Geschichte sein muss, es sich aber so vorsichtig und hinterhältig anbahnt, dass man trotzdem überrascht ist.

Das Setting der JAV fand ich als Schlachtfeld erstaunlich gut gewählt und hier wird viel mit Stimmung, Misstrauen und Verdachtsmomenten gearbeitet. Alles sehr subtil und so angelegt, dass die Protagonistin beginnt an sich selbst zu zweifeln. Das war wirklich gelungen umgesetzt. Die Handlung ist schon relativ dicht und emotional aufgeladen. Und genau das sorgt dafür, dass Rationalität und Professionalität hier zunehmend ausgehebelt werden und Protagonistin Anna zu entgleiten droht.

Ich weiß gar nicht so genau, was mich mehr mitgenommen hat: Sinas Schicksals und Annas unermüdliche Suche nach Antworten, egal wie schmerzlich diese ausfallen könnten.
Vom Tempo her ging mir die Geschichte fast ein bisschen zu schnell, um eine echte Sogwirkung zu erzeugen. Neue Erkenntnisse kann man als Leser kaum sacken lassen, weil die Geschichte so schnell voranschreitet und eigentlich durchweg irgendwas passiert, das die Handlung vorantreibt. Trotzdem, oder vielleicht auch genau deswegen, liest sich das Buch toll weg, ist stark geplottet und durchweg spannend, wenn auch auf eher dezente Art.

Mir hats gut gefallen.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Den Spuren folgen

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte
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Ich fand den Erzählstil eher ruhig, wenig temporeich und tatsächlich auch eher mäßig spannend. Neben dem Hauptfall gibt es auch viel Hintergrundrauschen, bei dem nicht ganz klar ist, ob es überhaupt irgendeine ...

Ich fand den Erzählstil eher ruhig, wenig temporeich und tatsächlich auch eher mäßig spannend. Neben dem Hauptfall gibt es auch viel Hintergrundrauschen, bei dem nicht ganz klar ist, ob es überhaupt irgendeine Relevanz hat.

Die Kapitel sind kurz und wechseln schnell dir Perspektive, sodass es auch einige einmalige Exkurse gibt. Das fand ich eher unübersichtlich und es wird auch ohne diese Elemente klar, dass hier irgendwas im argen liegt. Am meisten Stimmung wird durch die Rückblenden ins Jahr des Mordes aufgebaut

Die wissenschaftliche Seite der Ermittlung fand ich tatsächlich richtig interessant und auch den Schrecken des Themas an sich nicht grade klein, sodass die Handlung schon eine gewisse Brisanz und Perfidität besitzt.
Warum ich trotzdem nicht so 100% gecatcht war lag vermutlich daran wie egoistisch, gierig, geradezu falsch und unsympathisch die Figuren wirken.

Ich fands insgesamt angenehm zu lesen und trotz wissenschaftlicher Komponenten war es leicht zu folgen. Die Struktur des Falls wirkte logisch aufgebaut und die Auflösung war schlüssig und lässt keine Fragen offen. Sehr solider Krimi

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