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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

Zum Schreien, ich liebs doch wieder.

Off to the Races
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Elsie Silver lese ich einfach super gerne. Bis jetzt war jedes ihrer Bücher ein Volltreffer für mich, die perfekte Kombination aus Witz und Herz. Und oh mein Gott, ich liebe dieses Buch doch schon wieder. ...

Elsie Silver lese ich einfach super gerne. Bis jetzt war jedes ihrer Bücher ein Volltreffer für mich, die perfekte Kombination aus Witz und Herz. Und oh mein Gott, ich liebe dieses Buch doch schon wieder. Die erste Begegnung zwischen Vaughn und Billie war einfach zum schießen- so ein klassischer Meet your Poison Moment, hab mich quasi auf den ersten Blick in Billies schlagfertige Art schockverliebt.

Ich bin ja absolut kein Pferdemädchen, aber diese Geschichte auf dem Gestüt und der Rennbahn hat mir tatsächlich gut gefallen. Vielleicht auch, weil es auch viel um die Orga, um Prestige und Intrigen ging. Also das ist echt keine Ponyhof-Geschichte und Billie muss sich in einer knallharten Männerwelt behaupten, was sie mit Bravour meistert, Ich muss schon sagen, dass ich mich bei einigen Interaktionen zwischen den Protagonisten innerlich weggecringed habe. Aber Vaughns soft Spot und Billies nonchalante Art Menschen und Pferde für sich einzunehmen machen das definitiv wett.

Ich hab die Geschichte wieder so gefeiert, sie ist witzig, locker und trotzdem bewegend. Wer Elsie Silver kennt weiß, dass auch einiges an Spice vorkommt. Fand ich hier aber weniger extrem als bei anderen ihrer Bücher. Stattdessen steht hier auch so ein bisschen das Leasing zwischen den Protas im Vordergrund und das mochte ich eigentlich echt gern. Ich hatte einfach ne super gute Zeit mit dem Buch und liebe einfach auch den Cowboy-Vibe bei ihr jedes Mal total.

Es ist ein schönes Buch für zwischendurch zum schmunzeln und schmachten.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Düsterer Island Krimi

Gift
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Für einen zweiten Band ist dieser Krimi richtig stark, man muss aber den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, um hier in dir Handlung einzusteigen. Der Fall selbst rund um das Thema Drogen ist brisant ...

Für einen zweiten Band ist dieser Krimi richtig stark, man muss aber den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, um hier in dir Handlung einzusteigen. Der Fall selbst rund um das Thema Drogen ist brisant und interessant angelegt. Die Ermittler tauchen tief in das Milieu ein, sind selbst betroffen oder haben selbst jemanden an Drogen verloren. Das macht die Geschichte nicht nur nahbar, sondern auch intensiv.

Diese persönliche Betroffenheit schafft außerdem Bähe zu den Figuren, die sich verletzlich und verletzt zeigen und Schwächen eingestehen müssen. Generell lernt man Dora und Rado nochmal intensiver kennen.

Ich finde schon, dass die Geschichte auch durchaus brutal ist. Und sehr temporeich, manchmal fast zu temporeich. Es passiert einfach wahnsinnig viel und die Ereignisse überschlagen sich dann völlig ab der Hälfte des Buches. Weiß nicht, wie authentisch ich das noch finde, hat was von einem überzogenen Actionstreifen.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, sodass ich super schnell durch die Seiten gekommen bin. Es ist auch nicht allzu komplex, sodass man leicht folgen kann und sich gut innerhalb der Handlung zurecht findet. Insgesamt ist die Geschichte rund, wenn auch in meinen Augen leicht übertrieben. Das Ende ist schon ein ziemlicher Cliffhanger, sodass ich jetzt auf jeden Fall auch den Folgeband lesen will

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Absoluter Knaller

Holiday Ever After
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Dieses Buch liest sich wie ein Weihnachts-Hallmark-Film inklusive sehr vorhersehbarer Storyline. Ambitionierte Karrierefrau fährt in die winterliche Kleinstadt um kurzerhand ein Problem zu lösen und trifft ...

Dieses Buch liest sich wie ein Weihnachts-Hallmark-Film inklusive sehr vorhersehbarer Storyline. Ambitionierte Karrierefrau fährt in die winterliche Kleinstadt um kurzerhand ein Problem zu lösen und trifft dort nicht nur auf Hindernisse, sondern auch einen gutaussehenden Fremden. Ich liebs doch.

Aber mal im ernst, nicht nur ist die Story wirklich süß, ich liebe auch die Figuren und Anekdoten über die Bewohner der Stadt. Tommy ist mir dabei besonders an Herz gewachsen, aber auch andere Figuren lassen den Leser schmunzeln und mir ein paar „Ach Donald“ über die Lippen kommen. Dadurch wirkt der Ort geradezu lebendig und die Story sehr nahbar.

Das Setting ist super cosy und gespickt mit winterlichen Aktivitäten. Es gibt ein bisschen Spice, gefühlt aber weniger als in den anderen Büchern der Autorin. Nebenher schneide das Buch auch ein paar wichtige Themen an und ist damit eine gelungene Mischung aus seichter, kurzweiliger Unterhaltung und Momenten, die zu Herzen gehen. Generell mochte ich, wie hier Gemeinschaft und Nächstenliebe im Fokus der Geschichte stehen, was auch schön zu einem weihnachtlichen Roman passt. Die Geschichte selbst ist einfach wunderbar stimmungsvoll.

Und die Lovestory? Einfach absolut bezaubernd. Ganz ehrlich, Jack und Clara sind ein Dreamteam und ich mochte die Dynamik und Chemie zwischen den beiden super gern. Ich fands schön zu sehen, wie sie einander herausfordern und unterstützen.

ich fand dieses Buch super schön und habs wirklich gern gelesen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Zwischen Fiktion und Realität

Sweet Fury – Zärtlich ist die Rache
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Ein Thriller mit Bezug zu Fitzgerald und Anspielungen auf "Gatsby" und "Zärtlich ist die Nacht" hörte sich einfach zu verlockend an, um dran vorbeizugehen. Ich mag so literarisch anmutende Geschichten, ...

Ein Thriller mit Bezug zu Fitzgerald und Anspielungen auf "Gatsby" und "Zärtlich ist die Nacht" hörte sich einfach zu verlockend an, um dran vorbeizugehen. Ich mag so literarisch anmutende Geschichten, die eine psychologische Komponente haben. Mit der Umsetzung habe ich dann allerdings irgendwie gehadert und fand es vor allem durch die erste Hälfte hindurch dann auch ein bisschen zäh und weniger atmosphärisch als erhofft. Wird im zweiten Teil auf jeden Fall stetig spannender, aber bis dahin muss man sich erstmal so ein bisschen durchbeißen.

Ich fand den Erzählstil etwas ungünstig gewählt und stellenweise fast schon anstrengend zu lesen. Während ich die Szenen am Set rund um den Filmdreh und das glamouröse Künstler-Ehepaar sehr interessiert verfolgt habe, fand ich die Gesprächsprotokolle aus den Therapiesitzungen vor allem am Anfang nicht ganz so überzeugend. Spannend war aber, dass beide Erzählstränge sich zunehmend in unterschiedliche Richtungen entwickeln und es dadurch für den Leser unklar bleibt, welche Version der Ereignisse der Wahrheit entspricht.

Die Geschichte gibt irgendwie „You“-Vibes, ist obsessiv und verstörend und ich fand keine der Figuren auch nur ansatzweise sympathisch. Die Wendung, die die Geschichte zum Ende hin nimmt, ist absolut perfide. Ich mochte das Motiv und die Umsetzung des ganzen war sehr szenisch aufbereitet (was man sich bei der Einteilung der Geschichte in Akte eigentlich hätte denken können).

Leseerlebnis war für mich ok, aber vor allem den zweiten Teil der Geschichte fand ich storytechnisch tatsächlich echt packend. Ingesamt ganz solide, konnte den Fitzgerald-Vibe für mich aber nicht einfangen, da wär eindeutig mehr gegangen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Die Geschichte hinter den Briefen

Die Reise der verlorenen Worte
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Ich fand allein schon die Grundidee hinter dieser Geschichte ganz zauberhaft. Ich schreibe und empfange selbst gerne Briefe und finde, dass diese Kommunikationsform Geschichten und Emotionen viel plastischer ...

Ich fand allein schon die Grundidee hinter dieser Geschichte ganz zauberhaft. Ich schreibe und empfange selbst gerne Briefe und finde, dass diese Kommunikationsform Geschichten und Emotionen viel plastischer transportiert.

Jannes Geschichte wird mit gekonnt mit denen der Briefe, deren Bestimmungsort sie zu finden versucht, verwoben. Abwechselnd wird hier in Gegenwart und Vergangenheit ihr eigener Lebensweg, Schicksalsschläge und wichtige Momente beleuchtet.

Und Jannes detektivische Arbeit an den verlorenen Briefen ist einfach emotional aufwühlend zu verfolgen. Die Geschichte ist mit viel Empathie und Sanftmut erzählt. Es ist eine Geschichte von Familie, von Groll und vom Verzeihen. Und davon wie schwer es manchmal ist aufeinander zuzugehen und den ersten Schritt zu machen. Umso wichtiger und wertvoller ist es, dass man den Mut dazu aufbringt, die eigenen Fehler einzugestehen. August und Jannes Starrköpfigkeit, ihr verletzter Stolz und die tiefe Liebe zueinander sind sehr authentisch und nahbar und ich habe so auf ein Happy End für die beiden gehofft.

Es ist ein Buch, dass ein halbes Leben umspannt und dementsprechend eher in Schlaglichtern erzählt wird, sich auf die High- und Lowligts fokussiert und den Alltag so ein bisschen ausblendet. Und trotzdem ist die Geschichte einfach wirklich ergreifend. Ich fands richtig schön

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