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Veröffentlicht am 08.03.2026

Alles ging etwas zu schnell

Biest der Highlands
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dichte Nebelschwaden krochen um krumme Birken und legten sich auf Wurzeln nieder, die rebellisch aus dem Moos ragten.

Das Cover ist ein ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dichte Nebelschwaden krochen um krumme Birken und legten sich auf Wurzeln nieder, die rebellisch aus dem Moos ragten.

Das Cover ist ein Traum! Ich finde es so schön und es beinhaltet so viele Elemente aus dem Buch. Blumen, das Schloss, Loch Ness, das Biest und einen Kratzer vom Biest. Für mich passt es perfekt.

Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung. Es hat lange gedauert, bis ich mich an den Stil gewöhnt habe und bis zum Ende bin ich noch über gewisse Phrasen gestolpert. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Adrianna.

Zu Beginn lernt man Adrianna kennen, die unter einem Pseudonym für eine Zeitung schreibt. Ihre nächste Story dreht sich um den Tod von zwei Schafen, dafür muss sie nach Norden zu den Ländereien von Earl Stirling, auf diesen hat sich nämlich ein Biest an den Schafen vergriffen. Adrianna will die Wahrheit herausfinden und Earl Stirling ist dabei mehr als hilfreich.

Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen. Man erfährt wieso Adrianna nach Norden muss, wie es ihr so ergeht im Leben und lernt auch schon ein bisschen was über Earl Stirling. Danach dauert es ein bisschen, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, doch das fand ich in Ordnung als Einstieg.

Adrianna mochte ich gerne. Sie ist eine starke Frau und setzt sich für das ein, was sie will. Dass sie in dieser Männerbranche überhaupt schreiben darf fand ich toll und wie sie sich gegen die anderen Männer behauptet noch mehr. Ihre Schlagfertigkeit hat mir gefallen und später lernt man dann auch noch eine verletzliche Seite von ihr kennen. Sie hat viele Facetten und das macht sie zu einem tollen Charakter.

Earl Stirling, oder einfach Raymond, mochte ich vom ersten Moment an. Er ist im Prinzip ein großer Teddybär, denn er ist sanft, lieb und gut zu seinen Angestellten. Ich mochte ihn sofort und sein Umgang mit Adrianna hat nochmals bewiesen, dass er eine gute Seele ist. Er hat nur ein bisschen zu wenig Tiefe, denn alle seine Charakterzüge sind recht oberflächlich gehalten.

Die Geschichte hat viel Potential geboten, doch wurde dieses für mich nicht ganz ausgeschöpft. Dafür war das Buch einfach zu kurz. Das Geheimnis um das Biest ist eigentlich keines, zumindest nicht für den Leser und die Liebesgeschichte ging mir persönlich viel zu schnell. Diese beiden Punkte hätte mehr Raum in dem Buch gebraucht, 100-200 Seiten mehr hätten da nicht geschadet. Trotzdem hat mir die Idee auf anhieb gefallen und ich war gespannt, wie die Autorin das umsetzen würde.

Wie schon gesagt geht es um ein angebliches Biest, welches die Schafe zerfetzt hat. Adrianna recherchiert und befragt Leute dazu, bis sie schließlich bei Earl Stirling ankommt. Auf seinen Ländereien ist die Tat passiert und er gibt ihr auch Auskunft. Für mich gab es da kein großes Mysterium um das Biest, denn man wusste einfach, wie es kommen würde. Das fand ich etwas schade, denn die Autorin hätte sich etwas mehr Mühe geben können, auch mit der Auflösung. Es fühlte sich an, als wäre das Biest nur eine Nebenhandlung und als würde das eigentliche Augenmerk auf die Liebesgeschichter gerichtet sein, die ich aber nicht so sehr fühlte.

Was ich aber wirklich gut fand waren die Nebencharakter. Kitty, Mr. McRiley oder auch Ruby haben mir gut gefallen. Sie haben eine Frische in das Buch gebracht und waren allesamt liebenswert. Besonders Ruby habe ich schnell ins Herz geschlossen und ich habe mich immer gefreut, wenn sie oder ein anderer Nebencharakert aufgetaucht sind.

Die Liebesgeschichte war, wie schon gesagt, kein Highlight und nur in Ordnung für mich. Mir persönlich ging das zu schnell und besonders gegen Ende fühlte es sich sehr überstürzt an. Bei mir kam es nicht so an, als würden sie sich nun wirklich lieben, sondern eher so, als wäre Adrianna die erste Frau, die Earl Stirling seit langer Zeit ansieht und darum will er sie. Es wirkte nicht wie Liebe auf mich. Vielleicht liegt auch dies daran, dass das Buch so kurz ist.

Das Ende war dann schnell da. Ich habe mir noch eine große Enthüllung erwartet oder so etwas, aber das kam nicht. Es gab es wenig Drama um Adrianna und ihr Leben davor, aber in Sachen Biest hatte ich mir mehr erwartet. Es fühlte sich alles wie die einfache Lösung an und nicht wie ein gut durchdachtes Ende. Zwar gab es spannende Momente und auch ein paar sehr schöne Momente, aber alles in allem war das Ende zu flott abgehandelt.

Fazit:

Das Setting war sehr gut, die Idee war sehr gut, nur die Umsetzung war nicht ideal. Das Buch war zu kurz als dass sich die Charaktere komplett entfalten könnten und manches wirkte zu gehetzt, angefangen bei der Liebesgeschichte. Das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen, aber das ist vermutlich Geschmackssache. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Sehr viel Teenie-Drama

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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Heute ist Vollmond.

Das Cover ist ein wahrer Hingucker, allein schon wegen den Farben. Sieht man sich dann noch die ganzen kleinen Details ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Heute ist Vollmond.

Das Cover ist ein wahrer Hingucker, allein schon wegen den Farben. Sieht man sich dann noch die ganzen kleinen Details an, muss man sich einfach das Buch genauer ansehen.

Der Schreibstil der Autorin war gut zu lesen, zuerst ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber das hat sich schnell gelegt. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Vanessa, wodurch man ihre oftmals sehr wirren Gedanken aus erster Hand zu lesen bekommt.

Zu Beginn lernt man Vanessa kennen, die mit ihrer Freundin Celeste ihren 17. Geburtstag feiern will. Doch auf der Party werden sie von Wölfen angegriffen und Vanessa verwandelt sich in einen Werwolf. Nun muss sie an die Academy für Werwölfe, sich mit Intrigen und Werwolfetiquette auseinandersetzen. Dazu kommt noch Sinclair, der Werwolfprinz, der absolut tabu für sie ist.

Ganz ehrlich, hätte ich gewusst, dass die Protagonistin so jung ist, hätte ich das Buch nicht gelesen. Als am Anfang ihr Geburtstag erwähnt wurde und wie alt sie wird, hatte ich schon ein schlechtes Gefühl. Aber ich las mal weiter, weil vielleicht könnte mich das Buch ja doch noch überraschen.

Vanessa ist ein richtig nerviger Charakter. Sie will den Tod ihrer Freundin rächen, doch lässt sie sich immer wieder von Sin ablenken. Oder seinem Cousin Calix. Zwischendurch scheint sie Celeste auch vollkommen vergessen zu haben, oder dass sie ihr neues Dasein eigentlich hasst. Sie findet sich viel zu schnell mit ihrer Verwandlung ab und nimmt das einfach so hin, das fand ich schon sehr unrealistisch. Bis zum Ende wurde ich mit ihr nicht warm, besonders weil sie immer meinte, dass sie allein klarkommt, dann aber immer einen Beschützer braucht.

Sinclair, oder kurz Sin, ist der Kronprinz. Und ich mochte ihn nicht. Er behandelt Vanessa so wie es für ihn grad passt, entweder ist er nett und zuvorkommend, oder er irgnoriert sie komplett. Ich habe seine gesamte Art gehasst, wie er als Prinz herumstolziert, sich dann aber als armer Junge gibt, wenn es sein muss. Am Ende des Buches mochte ich ihn noch weniger.

Die erste Hälfte war zäh, wirklich zäh. Denn es liest sich wie eine Mischung aus Pretty little liars und Mean Girls. Vanessa bekommt Drohungen, ermittelt auf eigene Faust und wird dabei noch von den beliebten und geborenen Wölfen fertig gemacht. Es ist also im Prinzip ganz viel Teenie-Drama, bei dem ich nur die Augen verdrehen konnte. Das gab es alles so schon, die Neue will den Prinzen, der aber schon einer anderen versprochen ist und der dann dem armen neuen Mädchen hilft. Dafür wird sie von den anderen fertig gemacht und so weiter. Ich habe mich wirklich durchkämpfen müssen.

Ab der Hälfte ging es dann etwas bergauf und die Geschichte wurde sogar interessanter. Vanessa kommt dem Mörder von Celeste immer mehr auf die Spur und deckt dabei Geheimnisse des Hofes auf, die sie in Schwierigkeiten bringen können. Vieles davon hat man sich schon denken können und hat mich auch nicht wirklich überrascht, aber ein paar interessante Wendungen waren doch dabei. Diese Hälfte des Buches hat es für mich gerettet, denn davor fand ich es echt nicht gut.

Auch die Liebesgeschichte war sehr absurd, das Buch ist als Young Adult eingestuft und dann gibts fast einen Dreier, explizite Szenen und sehr viel Blut, was hier nicht hätte sein müssen. Aber zurück zur Liebesgeschichte, es ist klar, dass sie und Sin sich verlieben, doch dieses ewige hin und her hat schon genervt. Außerdem habe ich keinerlei Gefühle bei den beiden feststellen können, es wirkte eher wie eine Schwärmerei, oder weil sie eben etwas Verbotenes tun, aber nicht so als wären sie wirklich verliebt. Ich konnte diese Beziehung absolut nicht nachvollziehen.

Das Ende war dann plötzlich sehr actionreich. Zuerst passiert hunderte Seiten lang nichts und dann auf den letzten 50 kommt noch so viel daher. Das war für mich zu überladen. Ich war dann eigentlich froh, als ich endlich durch war.

Fazit:

Der Klappentext ist sehr irreführend. Es liest sich, als wäre Vanessa schon über 20, dabei ist sie gerade 17 geworden. Ihr Verhalten und auch das von Sin fand ich nur anstrengend und die Wendung am Ende war nur teilweise überraschend. Durch das ganze Teenie-Drama zu Beginn hat das Buch schnell seinen Reiz verloren, die zweite Hälfte war hingegen besser. Von mir kriegt es 3 Sterne, weiter werde ich die Reihe aber nicht verfolgen.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 18.01.2026

Zwei Welten treffen aufeinander

Infinite Nights
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Berührung von etwas Kaltnassem an meinem Bein riss mich aus dem Schlaf.

Das Cover finde ich sehr schön, die Farben kommen richtig gut ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Berührung von etwas Kaltnassem an meinem Bein riss mich aus dem Schlaf.

Das Cover finde ich sehr schön, die Farben kommen richtig gut zur Geltung und mir gefällt es einfach sehr.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es sowohl Kapitel aus Camilas als auch aus Miguels Sicht gibt. Man merkte sofort in wessen Kopf man gerade ist, weil sie so unterschiedlich denken und agieren, das hat mir gut gefallen.

Zu Beginn lernt man Camila kennen, die von seinem Stalker bedroht wird. Ihr Vater stellt dann Miguel als Bodyguard ein, er soll sie bewachen und immer in ihrer Nähe bleiben. Die beiden sind nicht froh damit und zuerst gibt es einige Spannungen, bis sie sich anfreunden und das Kriegsbeil begraben.

Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen. Es startet direkt spannend, denn Camila wird gleich von ihrem Stalker in ihrem Schlafzimmer bedroht, das macht schon Lust aufs Weiterlesen. Danach lernt man die beiden Hauptfiguren ein wenig kennen und erfährt, wieso der Schutz notwendig ist und wieso Miguel dafür ausgewählt wurde.

Camila mocht ich ganz gerne, obwohl sie zuerst wie ein verwöhntes Mädchen wirkte, denn sie sah keine Bedrohung und wollte daher auch keinen Bodyguard. Man merkt ihr einfach an, dass sie auch guten Verhältnissen kommt und ein wenig blind für das Leben von anderen Menschen ist. Mit der Zeit hat der Umgang mit Miguel das aber besser gemacht und am Ende mochte ich sie sehr gerne.

Miguel ist Boxer und nicht froh über seinen neuen Job. Er macht es fürs Geld, doch er macht seine Arbeit auch gut und gewissenhaft. Seinen Einsatz für seine Familie fand ich bewundernswert und allgemein ist er ein richtiger Schatz. Ich mochte ihn sofort, obwohl er gegenüber Camila zuerst eher kalt und abweisend war. Mir hat besonders sein Umgang mit seiner Familie und seinen Schwestern gut gefallen, da sah man seine wahre Seite.

Das Buch war insgesamt sehr spannend aufgebaut. Man erfährt von dem Stalker direkt zu Beginn und dann zieht sich das natürlich durchs ganze Buch. Als Leser kann man miträtseln, wer dahinter steckt, ob man die Person vielleicht kennt oder ob da noch mehr im Busch ist. Ich muss sagen, dass ich mit der Auflösung am Ende gar nicht gerechnet habe. Das Thema Stalker war gut ausgearbeitet und ich habe wirklich jeden Nebencharakter kurz schief angeschaut, aber die Sache war dann doch anders als erwartet und viel größer. Es machte auch Sinn und wirkte für mich nicht an den Haaren herbeigezogen. Ein wirklich guter Twist, den man so nicht kommen sah, da hat mich das Buch wirklich begeistert.

Abgesehen davon fand ich es zwischendurch aber ein wenig zäh zu lesen. Mir ist auch nicht viel in Erinnerung geblieben und das sagt schon einiges aus. Gut gefallen haben mir jedoch die Kapitel von Miguel. Wenn er bei seiner Familie ist, oder boxt oder einfach auf Camila aufpasst, ich mochte seine Gedanken und ihn einfach so sehr. Bei ihren Kapiteln war das Gegenteil der Fall, die waren meist langweiliger zu lesen und erst gegen Ende wurden sie besser. Davor gibt es viel Meckerei, dass sie nicht allein raus darf und viel nachdenken über ihr Leben und ihre Familie. Das sind keine langweiligen Themen, nur für mich hat es sich ein wenig zäh gelesen.

Die Liebesgeschichte fand ich in Ordnung. Sie war kein Highlight und auch nicht unbedingt der Mittelpunkt des Buches, dafür hat sich am Ende zu viel um den Stalker und die Familie gedreht, aber sie hat sich gut in den Rest eingefügt. Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich langsam, man konnte regelrecht dabei zusehen, wie sie sich verlieben. Für mich hat das perfekt gepasst. Zuerst konnte ich sie mir zusammen gar nicht vorstellen, doch es passt und sie sind auch wirklich süß zusammen.

Neben dem Stalker werden noch andere Themen behandelt, wie Familienprobleme bei Camila oder Armut und illegale Aktivitäten bei Miguel. Diese Themen haben sich gut in den Rest des Buches eingefügt und wurden auch ausreichend behandelt. Für alles wurden Lösungsvorschläge gebracht oder einfach Tipps, es wurde aber auch gezeigt, dass man sich von sowas nicht runterziehen lassen sollte und man es immer wieder auf die Beine schaffen kann.

Das Setting in Barcelona, mit den verschiedenen Vierteln war wirklich gut. Ich war noch nicht selbst dort, konnte mir die Gebäude, die beschrieben wurden, aber gut vorstellen. Allen voran das Atelier von der Firma von Camilas Familie. Da wollte ich selbst gleich nach Barcelona.

Das Ende war dann sehr actionreich und es passierte wirklich viel. Einige Enthüllungen habe ich vorhergesehen, andere kamen auch überraschend. Es hat für mich gut gepasst und war auch nicht überladen. Die letzten 100 Seiten muss man einfach auf einmal lesen, anders geht das gar nicht.

Fazit:

Insgesamt fand ich das Buch gut und auch spannend, einzig mit Camila wurde ich lange nicht warm und zwischendurch hat es sich auch ein bisschen gezogen, finde ich. Das Setting und die Auflösung vom Stalker hingegen waren gelungen und haben mich überrascht. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Etwas zu viel am Ende

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
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Meinung:

„Die Schwesternschaft der Belladonnas hat sich heute hier versammelt, um ein neues Mitglied in ihrem Reihen aufzunehmen. […]“

Das Cover finde ich sehr cool, ich mag dieses halbe-halbe und mit ...

Meinung:

„Die Schwesternschaft der Belladonnas hat sich heute hier versammelt, um ein neues Mitglied in ihrem Reihen aufzunehmen. […]“

Das Cover finde ich sehr cool, ich mag dieses halbe-halbe und mit der Schlange und dem Buch wird auch ein wenig Bezug auf den Inhalt genommen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, manchmal wiederholen sich für mich Sachen zu oft, oder es werden auch zu lange innere Monolge geführt, aber ansonsten fand ich ihn in Ordnung. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Aurelia.

Zu Beginn lernt man Auri kennen, die an der Schule eher eine Außenseiterin ist. Nur Eleanor behandelt sie halbwegs normal, die Anführerin der Schwesternschaft der Belladonnas. Als dann Nate, ein ehemaliger Freund von ihr, plötzlich wieder auftaucht und eine Schülerin ermordet wird, beginnen sie selbst das Rätsel zu lösen, denn niemand sonst unternimmt etwas.

Der Einstieg in das Buch ist mir schwer gefallen, weil es keinerlei Erklärungen über die Welt gibt, oder wie genau die Magie funktioniert. Das ändert sich leider bis zum Ende nicht, was mich sehr gestört hat. Man liest ein bisschen von Auri, wie sie aufgewachsen ist und wie es ihr an der Schule ergeht. Ansonsten kommt da noch nicht so viel Spannung auf.

Auri fand ich in Ordnung, mehr aber auch nicht. Sie verhält sich oft naiv und wie ein kleines Kind, wenn man ihre Gedanken so liest, würde man nicht auf die Idee kommen, dass sie schon 17 ist. Ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen und wieso sie den Leuten so schnell vertraut ebenfalls nicht. Niemand hat sie gut behandelt, bis auf Nate und trotzdem verrät sie ihnen fast alles, was sie weiß.

Nate war dagegen schon besser, man weiß nicht sonderlich viel über ihn und man merkt sofort, dass er einige Geheimnisse hat. Er ist verschlossen, stark und klug, was man auch merkt, denn er rennt nicht kopflos drauf los, sondern macht sich Gedanken und entwickelt einen Plan. Mit der Zeit lernt man ihn auch besser kennen und erfährt, was er in der Zeit, in der er nicht da war, so getrieben hat und wieso er wieder da ist.

Die Geschichte fand ich insgesamt gut, nur leider hat sie sich sehr gezogen. Es dauert schon ein bisschen, bis was passiert und danach passiert lange nichts. Das hat einfach nicht gut gepasst, denn die Abschnitte, die wirklich interessant waren, wurden sofort von einem zähen Monolog oder einer Passage abgelöst, in der nicht viel passiert und die den Lesefluss unterbrochen hat. Außerdem gab es bis zum Ende kein wirkliches Worldbuilding und ich weiß immer noch nicht, wie diese Welt genau aufgebaut ist. Die Magiewesen wurden halbwegs gut beschrieben und das fand ich auch interessant, davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Auri, Nate, Eleanor und der Bruder von Auri wollen den Mord an der Schülerin aufklären, denn offiziel ist die Schülerin abgereist, doch die vier wissen, dass dem nicht so ist. Wie vier Schüler das allein bewältigen wollen weiß ich nicht, aber sie haben gute Startpunkte. Ich mochte diesen Teil, wie sie zusammen Geheimnisse aufgedeckt haben und der Wahrheit immer näher gekommen sind. Gleichzeitig wird auch klar, dass nicht jeder von ihnen alle Karten auf den Tisch legt und manche mehr Geheimnisse haben als andere.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die aber nicht den eigentlichen Teil des Buches einnimmt. Sie geschieht so nebenbei und das fand ich gut. Nicht immer muss eine Liebesbeziehung im Vordergrund stehen. Hier war es gut gemacht und wurde am Ende auch in die eigentliche Handlung eingeflochten, sodass es wichtig wurde.

Das Ende hat sich dann wie ein Fiebertraum gelesen. Bis zu einem bestimmten Punkt fand ich das Buch gut, wenn auch nicht super spannend. Dann aber passiert so viel auf einmal, vieles davon wirkte sehr zufällig auf mich und einiges passte auch gar nicht in ein Jugendbuch. Hier hatte ich das Gefühl, als würde die Autorin schnell noch ein bisschen Action, Spannung und alle möglichen Intrigen in die letzten 50 Seiten stopfen wollen. Wäre das etwas länger geworden, dann hätte es sich auch besser gelesen, so ging alles zu schnell, war zu wirr und auch etwas abgedroschen. Ich fand einige Enthüllungen wirklich gut und auch interessant, dennoch werde ich den zweiten Teil wohl nicht mehr lesen.

Fazit:

Ich war etwas enttäuscht von dem Buch, denn obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, ist die meiste Zeit einfach nichts passiert und dann nahm es eine sehr absurde Wendung, die nicht gepasst hat. Trotzdem gab es auch gute Stellen, die mir gefallen haben. Insgesamt war es also eine Mischung und ich vergebe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Zu wenig Tiefe

New York City Billionaires - Boss
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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Manche mögen mich paranoid nennen. Ich bevorzuge Begriffe wie vorsichtig. Reserviert. Diskret.

Das Cover finde ich persönlich recht langweilig ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Manche mögen mich paranoid nennen. Ich bevorzuge Begriffe wie vorsichtig. Reserviert. Diskret.

Das Cover finde ich persönlich recht langweilig und es passt auch nicht zu den anderen Büchern der Autorin, die man ansonsten schnell erkennen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es Kapitel aus Efa’s und auch aus Ben’s Sicht gibt. Dadurch lernt man beide besser kennen und ich fand es interessant zu lesen, wie unterschiedlich sie manche Dinge wahrnehmen.

Zu Beginn lernt man Efa kennen, die in NYC über den Sommer über arbeiten wird. Ihr Traum ist es, bei einer bekannten Informatikfirma zu beginnen, allerdings ist es sehr schwer dort auch nur ein Vorstellungsbgespräch zu bekommen. An ihrem ersten Tag lernt sie Ben kennen, sofort ist da Anziehung, doch auch Ben hat seine Geheimnisse.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, man lernt erst einmal Ben kennen und erfährt, wieso er so bedacht darauf ist, seine wahre Identität zu schützen. Danach kommt auch schon Efa und die Geschichte geht sofort los, denn die beiden lernen sich ziemlich schnell kennen.

Efa mochte ich zuerst gerne, sie ist schlau und weiß genau was sie will, darum versucht sie auch alles, um das zu erreichen. Als dann aber Ben in ihr Leben tritt, verliert sie ihr Ziel aus den Augen und ich fand, dass sie ihren Traum zu leichtfertig aufgegeben hat. Und das nur für einen Mann. Wieso sollte sie nicht beides haben können? Ihre Entwicklung fand ich schade, denn durch Ben verliert sie viel von sich selbst und wird fast zu einer ganz anderen Person.

Ben fand ich insgesamt in Ordnung. Ich konnte verstehen, dass er nicht wollte, dass jeder weiß, dass er der Chef der Firma ist, doch ein bisschen paranoid hat er dennoch gewirkt. Efa gegenüber verhielt er sich für mich ein bisschen zu besitzergreifend, das war manchmal nicht mehr süß und er sollte auch unbedingt an seinen Vertrauensproblemen arbeiten. Ansonsten fand ich ihn als Charakter aber gut gemacht und auch vielschichtig.

Das Buch ist recht kurz und dadurch konnte sich die Geschichte nicht zu 100% entfalten. So sind manche Szenen schnell abgehandelt und auch die Gefühle kommen meiner Meinung nach zu kurz. 100 Seiten mehr hätten dem Buch wirklich gut getan.

Die Grundidee hat mir gefallen. Efa beginnt als Hausmädchen in einem Hotel und trifft auf Ben. Die beiden kommen sich näher und irgendwann gibt es Cyberangriffe auf das Hotel und Efa will helfen, denn sie kennt sich in dem Gebiet ein bisschen aus. Also versucht sie auf eigene Faust zu erfahren, was da vor sich geht. Soweit fand ich das alles gut und schön durchdacht, aber es blieb einfach zu wenig Zeit um irgendwas mehr zu vertiefen. Ich fand es interessant zu lesen, wenn Efa irgendwas technisches gemacht hat und wie sie zu gewissen Schlussfolgerungen gekommen ist, davon hätte es gerne noch mehr geben können.

Die Liebesgeschichte fand ich insgesamt in Ordnung. Ben hat ein kleines Vertrauensproblem, was man aber schon Beginn an weiß und das hat im gesamten Buch eine Rolle gespielt. Auch fand ich, dass es mit den beiden viel zu schnell ging. Sie haben sich auf den ersten paar Seiten kennen gelernt, da war sofort Lust und danach ging das schnell zu Liebe über. Diesen Übergang habe ich nicht gefühlt, es war eher so, als hätten sie einfach Spaß zusammen, aber nicht als wären da noch Gefühle im Spiel. Erst gegen Ende wurde das klarer, was irgendwie recht spät ist, denn auch schon davor verhalten sie sich wie ein Pärchen.

Es wurde auch versucht, Spannung aufzubauen, mit den Angriffen usw., doch als Leser kann man schnell herausfinden, wer dafür verantwortlich ist, da gab es für mich persönlich keinen starken Spannungsbogen. Am Ende wurde dann alles aufgedeckt und es gab auch noch ein bisschen Beziehungsdrama, was hier tatsächlich gepasst hat, weil ich es genau so von den Charakteren erwartet hätte.

Fazit:

Insgesamt ist es ein nettes Buch für Zwischendurch, das man auch locker an einem Tag lesen kann. Die Geschichte fand ich ein bisschen flach und im Gegensatz zu ihren anderen Bücher auch ein wenig lieblos. Gut fand ich aber, dass Efa einen technischen Job sucht und nicht nur der Mann in der Branche tätig ist. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.

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