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Veröffentlicht am 12.12.2025

Für alle, die die magische Welt der Bücher lieben!

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
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In einer nicht allzu fernen Zukunft gibt es keine Bücher mehr, keine Fantasien, keine Träume. Das Regime hat all dies verboten. Allerdings gibt es ein geheimes Haus mit einer geheimen Bibliothek, in der ...

In einer nicht allzu fernen Zukunft gibt es keine Bücher mehr, keine Fantasien, keine Träume. Das Regime hat all dies verboten. Allerdings gibt es ein geheimes Haus mit einer geheimen Bibliothek, in der alle wichtigen Bücher der Welt aufbewahrt und von den Buchgeistern, den Buks, beschützt werden. Nur leider sind diese Bücher von einer Krankheit befallen, die die Wörter zunehmend verbleichen lässt. Die Buks sind also auf der Suche nach Hilfe und diese soll laut verrücktem Orakel ausgerechnet von Menschenkindern kommen. Die Kinder, die noch nie zuvor ein Buch gesehen haben, begeben sich auf eine aufregende Reise zu den Büchern, den Fantasien, den Träumen und auch zu sich selbst.

Die Geschichte fing aus meiner Sicht leider sehr schleppend an, sodass ich mir nach grob 50 Seiten nicht sicher war, ob ich tatsächlich weiterlesen möchte. Ich habe mich dann doch dazu durchgerungen und muss sagen, dass ich es nicht bereue. So langweilig, wie der Anfang war, so extrem spannend hat sich dann die Geschichte weiterentwickelt und ich wollte das Buch am liebsten abends gar nicht mehr aus der Hand legen.

Mich hat insbesondere die Beschreibung der geheimen Bibliothek fasziniert. Die Vorstellung, dort alle Bücher dieser Welt anzufinden, ist wohl der Traum eines jeden Buchliebhabers.

Die verschiedenen Buks, also die Buchgeister, waren zwar ganz niedlich, aber mehr auch nicht. Es gab für mich zu viele offene Fragen (Warum dürfen sie die Bibliothek nicht verlassen?), und man hätte auch nicht immer wieder die überdimensional großen Augen erwähnen müssen. Die Buks kamen mir ein bisschen zu naiv und trotz der verschiedenen Namen auch nicht individuell genug vor.

Dagegen waren die Kinder und ihr Leben in der Zukunft umso beeindruckender. Es fällt schon schwer, sich ein Leben komplett ohne Bücher vorzustellen. Umso toller fand ich die Beschreibung, wie es den Kindern ergangen ist, als sie sich das erste Mal in ein Buch vertieft und wie sie sich dadurch verändert haben. Aus meiner Sicht haben sich die verschiedenen Charaktere der Kinder sehr gut herauskristallisiert und ich bin immer noch begeistert, was das Lesen eines Buches beim Leser bewirken kann.

Die Geschichte endet extrem spannend, sodass man auf jeden Fall bereits den 2.Teil griffbereit auf dem Nachttisch liegen haben sollte.

Das Buch eignet sich sowohl für Kinder ab 9 als auch für Erwachsene. Ich könnte es mir auch gut als Schullektüre vorstellen, um die Bedeutung von Büchern für die Entwicklung der Fantasie und gleichzeitig den viel zu großen Einfluss der digitalen Medien auf Kinder und Erwachsene zu diskutieren.

Von meiner Seite her gibt es eine klare Leseempfehlung mit dem Rat, den langweiligen Anfang einfach zügig durchzulesen und sich auf die dann folgende spannende und faszinierende Geschichte zu freuen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Einfach zurücklehnen, lesen und entspannen Jenny Colgan-„In unseren Träumen ist immer Sommer“

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Und wieder gibt es einen neuen Feel-Good-Roman von der schottischen Bestseller Autorin Jenny Colgan!

Diesmal geht es um die junge Gertie, die zusammen mit ihrer exzentrischen Mutter und verständnisvollen ...

Und wieder gibt es einen neuen Feel-Good-Roman von der schottischen Bestseller Autorin Jenny Colgan!

Diesmal geht es um die junge Gertie, die zusammen mit ihrer exzentrischen Mutter und verständnisvollen Oma in einem kleinen Dorf im hohen Norden von Schottland wohnt. Gertie möchte aus ihrem eintönigen Leben ausbrechen und endlich ihre romantischen Tagträume Wirklichkeit werden lassen. Dazu bekommt sie auch sehr bald die Gelegenheit, allerdings anders, aufregender und turbulenter, als sie es sich gewünscht hatte.

Besonders liebenswert fand ich Gerties Angewohnheit, in sämtlichen Situationen, insbesondere in den stressigen, ihre Stricksachen rauszuholen und ihre Nerven durch das regelmäßige Klappern, rechte Maschen, linke Maschen, Maschen aufnehmen, Maschen abnehmen zu beruhigen. Obwohl sie sich über so vieles Gedanken macht und immer wieder in ihren Tagträumen verliert, wirkt sie ausgesprochen bodenständig und in sich ruhend.

Die Geschichte plätschert gemächlich und angenehm vor sich hin, häufig musste ich wegen der klassischen Lästereien im Strickclub von Gerties Mutter schmunzeln und dennoch gibt es einen unerwarteten Spannungsbogen, der mich daran hinderte, das Buch abends aus der Hand zu legen.

Fazit

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich nach einem stressigen Tag zurücklehnen, lesen und einfach nur entspannen möchte.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Comic-Detektivgeschichte mit Lerneffekt

Ivy und Bärlock Holmes. Fall 1: Die rätselhafte Blume
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Ivy und ihr Großvater Bärlock Holmes sind ein eingespieltes Detektivteam, das in diesem Fall eine seltene verschwundene Blume wiederfinden muss. Dabei werden sie durch zahlreiche Indizien an verschiedene ...

Ivy und ihr Großvater Bärlock Holmes sind ein eingespieltes Detektivteam, das in diesem Fall eine seltene verschwundene Blume wiederfinden muss. Dabei werden sie durch zahlreiche Indizien an verschiedene Orte in der Stadt geschickt, wo sie (zusammen mit dem kleinen Leser) Rätsel lösen müssen.

Die Geschichte wird im Comic-Stil erzählt und enthält zudem umfangreiche detaillierte Illustrationen, bei denen der Leser beim Betrachten immer wieder neue Details entdeckt. Insgesamt gibt es außerdem 15 Rätsel (z.B. Irrgarten, Suchbild), die man nebenbei lösen muss, um somit beim Lösen des Falls weiterzukommen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass neben der Detektivgeschichte auch Wissen über Bienen, Blütenbestäubung und Honigherstellung vermittelt wird.
Zu bemängeln wäre allerdings die Schriftgröße bei den Zusatzinformationen. Diese war mir eindeutig zu klein und hat ein entspanntes Lesen doch etwas erschwert.

Ich empfehle dieses Buch Kindern, die nicht nur eine Comicgeschichte lesen wollen, sondern auch gern miträtseln und noch etwas dazulernen möchten

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Magisches Weihnachtsabenteuer zum Träumen

Der Wunschzetteldieb
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Worum geht`s?
Weihnachten steht vor der Tür und die Zwillinge Anni und Tim schreiben noch schnell ihre Wunschzettel. Doch dann müssen sie mit ansehen, wie irgendjemand mit kleinen roten Handschuhen tatsächlich ...

Worum geht`s?
Weihnachten steht vor der Tür und die Zwillinge Anni und Tim schreiben noch schnell ihre Wunschzettel. Doch dann müssen sie mit ansehen, wie irgendjemand mit kleinen roten Handschuhen tatsächlich ihre Wunschzettel stibitzt. Die Zwillinge machen sich auf die Jagd nach dem Dieb und geraten in ein magisches Weihnachtsabenteuer voller wundersamer Überraschungen, die mit Sicherheit jedes Kind auch gern erleben würde.


Meine Meinung
„Der Wunschzetteldieb“ war für uns das erste Buch von Amelie Benn, das wir gelesen haben, und es wird mit Sicherheit nicht das letzte gewesen sein.

Das Buch ist in 24 kurze Kapitel unterteilt, die entsprechend einem Adventskalender Tag für Tag bis Weihnachten gelesen werden können. Der Schreibstil ist sehr leicht und einfach zu lesen, was dem empfohlenen Lesealter von 8 Jahren aus meiner Sicht nicht wirklich gerecht wird. Das Buch ist vom Schreibstil her eher für 6-7-Jährige geeignet. Meiner Meinung nach kann das Buch aber auch bereits 4-jährigen Kindern vorgelesen werden. Da die Kapitel teils sehr kurz sind und natürlich immer an einer spannenden Stelle aufhören, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der ein oder andere Bücherwurm nicht mit dem Weiterlesen bis zum nächsten Tag warten kann.

In meinen Augen eignet sich dieses Buch auch sehr gut für Geschwisterkinder, da sich die beiden Zwillinge Anni und Tim immer wieder gegenseitig anspornen und Mut machen. Diese Harmonie und der Zusammenhalt zwischen den beiden haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Obwohl bereits sehr schnell klar ist, wer der Wunschzetteldieb wohl sein mag und auch aus welchem Grund er die Wunschzettel stibitzt, hat die Geschichte doch die ein oder andere magische Wendung, die mich immer wieder zum Lächeln gebracht hat.


Fazit
„Der Wunschzetteldieb“ von Amelie Benn ist ein in 24 Kapiteln unterteiltes Adventskalenderbuch für lesefreudige Grundschulkinder. Die Geschichte fesselt durch eine magische Weihnachtswunderwelt kombiniert mit einem spannenden Detektivfall für die Zwillinge Anni und Tim. Die größte Herausforderung ist allerdings, tatsächlich jeden Tag nur 1 Kapitel zu lesen und nicht einfach alle auf einmal.
Von mir gibt es eine klare Lese- und Vorleseempfehlung!


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Veröffentlicht am 02.12.2025

Spannend, ergreifend, schockierend

Eine bittere Wahrheit
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Nicci French (dahinter verbirgt sich das Bestseller-Ehepaar Nicci Gerrard und Jean French) überzeugt mit diesem Psychothriller mal wieder von ihrem unfassbaren Talent, den Leser über knapp 500 Seiten konstant ...

Nicci French (dahinter verbirgt sich das Bestseller-Ehepaar Nicci Gerrard und Jean French) überzeugt mit diesem Psychothriller mal wieder von ihrem unfassbaren Talent, den Leser über knapp 500 Seiten konstant zu fesseln.

Tabitha Hardy sitzt wegen Mordes im Gefängnis und versucht, ihre Unschuld zu beweisen. Da sie sich allerdings an nichts erinnern kann, nagen an ihr nicht nur Zweifel hinsichtlich ihrer eigenen Unschuld, sondern sie stellt sich auch die Frage nach dem wahren Täter.

Mich hat dieser Psychothriller durchgehend gefesselt. Ich schwankte zwischen Mitgefühl für die Protagonistin, gleichzeitig aber auch Zweifel, ob sie nun schuldig war oder nicht. Ihre seelische Verfassung bedingt durch ihre Vorgeschichte, den Gefängnisalltag und die Anspannung während des Gerichtsprozesses wurde schockierend autentisch geschildert, was mir immer wieder eine Gänsehaut bereitet hat.
Das Ende fand ich allerdings dann zu aprubt. Hier hätte man ein bisschen umfangreicher ausholen können. Ich habe mit mehreren möglichen finalen Szenarien gerechnet. Im Grunde genommen war aus meiner Sicht alles möglich. Insofern war das Ende auch sehr gut durchdacht, nur leider zu kurz verglichen mit dem Rest der Story.

Insgesamt ist „Eine bittere Wahrheit“ ein Psychothriller, der definitiv vom Anfang bis zum Ende den Leser in seinen Bann schlägt.

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