Für alle, die die magische Welt der Bücher lieben!
Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte OrakelIn einer nicht allzu fernen Zukunft gibt es keine Bücher mehr, keine Fantasien, keine Träume. Das Regime hat all dies verboten. Allerdings gibt es ein geheimes Haus mit einer geheimen Bibliothek, in der ...
In einer nicht allzu fernen Zukunft gibt es keine Bücher mehr, keine Fantasien, keine Träume. Das Regime hat all dies verboten. Allerdings gibt es ein geheimes Haus mit einer geheimen Bibliothek, in der alle wichtigen Bücher der Welt aufbewahrt und von den Buchgeistern, den Buks, beschützt werden. Nur leider sind diese Bücher von einer Krankheit befallen, die die Wörter zunehmend verbleichen lässt. Die Buks sind also auf der Suche nach Hilfe und diese soll laut verrücktem Orakel ausgerechnet von Menschenkindern kommen. Die Kinder, die noch nie zuvor ein Buch gesehen haben, begeben sich auf eine aufregende Reise zu den Büchern, den Fantasien, den Träumen und auch zu sich selbst.
Die Geschichte fing aus meiner Sicht leider sehr schleppend an, sodass ich mir nach grob 50 Seiten nicht sicher war, ob ich tatsächlich weiterlesen möchte. Ich habe mich dann doch dazu durchgerungen und muss sagen, dass ich es nicht bereue. So langweilig, wie der Anfang war, so extrem spannend hat sich dann die Geschichte weiterentwickelt und ich wollte das Buch am liebsten abends gar nicht mehr aus der Hand legen.
Mich hat insbesondere die Beschreibung der geheimen Bibliothek fasziniert. Die Vorstellung, dort alle Bücher dieser Welt anzufinden, ist wohl der Traum eines jeden Buchliebhabers.
Die verschiedenen Buks, also die Buchgeister, waren zwar ganz niedlich, aber mehr auch nicht. Es gab für mich zu viele offene Fragen (Warum dürfen sie die Bibliothek nicht verlassen?), und man hätte auch nicht immer wieder die überdimensional großen Augen erwähnen müssen. Die Buks kamen mir ein bisschen zu naiv und trotz der verschiedenen Namen auch nicht individuell genug vor.
Dagegen waren die Kinder und ihr Leben in der Zukunft umso beeindruckender. Es fällt schon schwer, sich ein Leben komplett ohne Bücher vorzustellen. Umso toller fand ich die Beschreibung, wie es den Kindern ergangen ist, als sie sich das erste Mal in ein Buch vertieft und wie sie sich dadurch verändert haben. Aus meiner Sicht haben sich die verschiedenen Charaktere der Kinder sehr gut herauskristallisiert und ich bin immer noch begeistert, was das Lesen eines Buches beim Leser bewirken kann.
Die Geschichte endet extrem spannend, sodass man auf jeden Fall bereits den 2.Teil griffbereit auf dem Nachttisch liegen haben sollte.
Das Buch eignet sich sowohl für Kinder ab 9 als auch für Erwachsene. Ich könnte es mir auch gut als Schullektüre vorstellen, um die Bedeutung von Büchern für die Entwicklung der Fantasie und gleichzeitig den viel zu großen Einfluss der digitalen Medien auf Kinder und Erwachsene zu diskutieren.
Von meiner Seite her gibt es eine klare Leseempfehlung mit dem Rat, den langweiligen Anfang einfach zügig durchzulesen und sich auf die dann folgende spannende und faszinierende Geschichte zu freuen.