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Veröffentlicht am 23.02.2026

Spurlos Verschwunden

Schattenmädchen
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Der dritte Fall für Fredrika Storm und diesmal rennt ihr die Zeit durch die Finger.
Von der jungen Isabelle Karlsson fehlt jede Spur, seitdem sie kurz zuvor auf einer Party eines erfolgreichen Technologieunternehmens ...

Der dritte Fall für Fredrika Storm und diesmal rennt ihr die Zeit durch die Finger.
Von der jungen Isabelle Karlsson fehlt jede Spur, seitdem sie kurz zuvor auf einer Party eines erfolgreichen Technologieunternehmens war.
Für Fredrika ist klar, es muss der CEO gewesen sein.
Doch dann erweckt ein alter Fall ihr Interesse, der möglicherweise eine Verbindung zum Verschwinden der jungen Frau hat und der alle bisherigen Ermittlungen in Frage stellt.

Seit ich Schwarzvogel, den ersten Band der Reihe, gelesen habe, bin ich ein Fan der Bücher mit der Ermittlerin Fredrika Storm als Protagonistin.
Diesmal ging es um das Verschwinden von Isabelle Karlsson, einer Studentin der LTH in Lund.
Ihre Mutter meldet sie als vermisst und schnell kommt Unruhe auf.
Fredrika und ihr Kollege Henry beginnen einen Kampf gegen die Zeit, denn je mehr Stunden und Tage vergehen, desto schwieriger wird es Isabelle zu finden.

Anfangs hatte ich ein paar kleinere Probleme in den Fall zu finden, da es sehr viele lose Enden gab, aber sobald einige davon geklärt werden konnten, bekamen die Ermittlungen mehr Schwung und ich war vollends gefesselt.

Auch in das Privatleben von Fredrika und Henry taucht man wieder ein.
Im Band zuvor haben beide in ihren jeweiligen Leben, einige entscheidende Dinge in Erfahrung gebracht und nun mussten sie sich entscheiden, wie sie damit umgehen wollen.
Fredrikas Kapitel konnten mich dahingehend etwas mehr abholen, als die von Henry.

Insgesamt war es ein toller dritter Teil und ein spannender dritter Fall dieser Reihe.
Ich habe mich auch sehr gefreut, als ich ganz hinten im Buch, die Leseprobe von Band vier entdeckt habe, der im Sommer erscheinen soll.
Darauf freue ich mich schon sehr.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Heilung in Dänemark

Sweet Notes of Goodbye
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Tara kommt aus einer sehr toxischen und emotional missbräuchlichen Beziehung.
Während dieser Beziehung hat sie sich und ihre Musik verloren, doch das will sie unbedingt ändern.
Sie beschließt einen Roadtrip ...

Tara kommt aus einer sehr toxischen und emotional missbräuchlichen Beziehung.
Während dieser Beziehung hat sie sich und ihre Musik verloren, doch das will sie unbedingt ändern.
Sie beschließt einen Roadtrip durch Deutschland und Dänemark zu machen und hofft währenddessen heilen zu können.
In Dänemark trifft sie auf Milan.
Mit ihm ist alles viel leichter und Tara kann ganz sie selbst sein.
Doch beide haben eine Vergangenheit die sie aufarbeiten müssen, aber können sie das auch gemeinsam?

Sweet Notes of Goodbye ist das Debüt der Autorin und war mein erstes Buch mit einem dänischen Setting.
Auf einfühlsame Art und Weise erzählt Paulina Fuhr die Geschichten von Tara und Milan.
Beide haben in ihren jungen Jahren schon einige schwere Erfahrungen machen müssen.
Während man bei Tara weiß was sie belastet, erfährt man über Milans Vergangenheit erst mit der Zeit mehr.
Ob es der emotionale Missbrauch durch Taras Ex Freundin Sawyer oder die Zukunftsängste die beide haben, jede Emotion, jedes Gefühl war sehr greifbar und authentisch.

Doch neben diesen schweren Themen gab es auch viele schöne und leichte Momente.
Nicht zuletzt das dänische Setting im Sommer hat seinen Teil dazu beigetragen.
Die Orte, und nicht zuletzt die Insel Rømø, wurden bildlich beschrieben und mir fiel es nicht schwer, mir die Insel vorzustellen.
Aber auch der familiäre Zusammenhalt und die Freundschaften in diesem Buch waren wirklich toll und gingen ans Herz.
Tara erfährt sehr viel Unterstützung von ihren Eltern und Geschwistern und auch Milan hat eine sehr liebevolle Familie und zusätzliche eine kleine Found Family mit seinen zwei besten Freund:innen.
Bis auf Taras Ex Freundin gab es keine Red Flag Beziehungen und das habe ich sehr genossen.
Auch Musik spielt eine große Rolle in dem Buch und speziell für Tara ist sie ein wichtiger Teil ihres Lebens.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch leider schon.
Leider sind mir beim Lesen einige Fehler aufgefallen, die im Lektorat wohl durchgerutscht sind.
Das hat der Geschichte nicht geschadet, ist mir aber doch etwas zu häufig aufgefallen.
Allerdings kenne ich nur die EBook Version, vielleicht sind diese Fehler im Print nicht zu finden.

Fazit. Ein tolles Debüt der Autorin mit einer wirklich schönen Emotionalität. Ich hoffe auf mehr Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Wenn ein Nein alles verändert

Hazel sagt Nein
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Hazel zieht mit ihrer Familie von New York nach Riverburg in Maine.
Ihr Vater hat dort einen neuen Job und auch für ihre Zukunft könnte es ganz praktisch sein.
Direkt am ersten Schultag bestellt der Direktor ...

Hazel zieht mit ihrer Familie von New York nach Riverburg in Maine.
Ihr Vater hat dort einen neuen Job und auch für ihre Zukunft könnte es ganz praktisch sein.
Direkt am ersten Schultag bestellt der Direktor Hazel in sein Büro und verkündet ihr, dass er eine sexuelle Beziehung mit ihr will, er sucht sich jedes Jahr eine andere Schülerin aus.
Doch Hazel sagt Nein und das verändert alles.

Sexuelle Belästigung ist ein Thema zu dem leider viele Menschen einen Bezug haben.
Viel zu oft wird den Betroffenen nicht geglaubt oder sie trauen sich gar nicht erst etwas zu sagen, weil sie Angst vor den Reaktionen haben und im Rampenlicht steht dann stattdessen oft der Täter, der natürlich seine Unschuld beteuert.
Doch hier stehen Hazel und ihre Familie im Vordergrund und das was es mit ihnen gemacht hat.
Denn Hazel sagt Nein zu dem Direktor und erzählt es danach ihren Eltern und ihre Eltern leiten weitere Schritte ein.

Hazels Situation verbessert sich dadurch jedoch nicht, im Gegenteil, sie erfährt stattdessen sehr viel Hass, ebenso wie ihre Familie.
Schließlich sind sie neu in der Stadt und der Direktor ist ein angesehenes Mitglied der Gemeinschaft, natürlich glauben sie ihm und nicht ihr.
Was sich anhört wie ein schlechter Film, mag hier zwar Fiktion sein, aber leider ist es auch viel zu oft Realität.
Die Geschehnisse im Buch fand ich daher sehr authentisch und auch wie die Gefühlswelt von Hazel dargestellt wird.
Auch ihre Familie leidet, doch für jeden bedeutet es etwas anderes.
Dadurch das das Buch in vier Perspektiven eingeteilt ist, kann man alle Familienmitglieder in ihren Gedanken begleiten.
Besonders spannend fand ich neben Hazel ihren kleinen Bruder Wolf, der zwar nicht alles versteht, aber doch genug und der selbst mit den Auswirkungen zu kämpfen hat.

Bis zu einem bestimmten Punkt war ich sehr mitgerissen und emotional auch sehr involviert.
Dann kam ein neuer Handlungsstrang hinzu, der mir leider nicht zugesagt hat.
Für mich hat es das Buch auf eine Ebene gehoben, die es überhaupt nicht gebraucht hat und durch die die Geschichte für mich an Authentizität verloren hat.
Das fand ich sehr schade, da es für mich bis dahin wirklich stimmig war, auch wenn die Handlung nicht leicht zu lesen ist.
Am Ende gab es eine gute Lösung, trotzdem war ich insgesamt nicht sehr begeistert von der Situation.
Dadurch kamen für mich andere Themen zu kurz, die ich als wichtiger empfunden hätte und die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Dennoch ist dieses Buch sehr wichtig und ich bin froh es gelesen zu haben, auch wenn es Dinge gab die mir nicht gefallen haben.
Es ist die Geschichte einer achtzehnjährigen Schülerin die für sich einsteht und danach mit Konsequenzen konfrontiert wird, die alles andere als gerecht sind.
Gleichzeitig ist es aber auch ein Buch das Mut machen kann.

Fazit: Eine Lektüre mit einem wichtigem Thema über das man mehr reden sollte, damit die Stimmen der Betroffenen lauter und gehört werden.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Eine wichtige Geschichte

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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1955 verwandeln sich hunderttausende Frauen in Drachinnen und ließen alles hinter sich. Doch das hatte große Auswirkungen auf die Menschen, die geblieben sind.
Auch Alex' Tante hat sich gewandelt, aber ...

1955 verwandeln sich hunderttausende Frauen in Drachinnen und ließen alles hinter sich. Doch das hatte große Auswirkungen auf die Menschen, die geblieben sind.
Auch Alex' Tante hat sich gewandelt, aber warum?
Alex kann nicht aufhören darüber nachzudenken, das Thema ansprechen ist jedoch verboten.
Sie muss irgendwie mit den Folgen zurechtkommen, doch das ist leichter gesagt als getan.

Obwohl das Buch in den 50ern spielt, könnten manche Themen nicht aktueller sein. Es geht um die Befreiung von unfreiwillig auferlegten Rollenbildern, aber auch um den Kampf, diese hinter sich zu lassen für die eigene Freiheit.
Die Geschichte hat viele Emotionen und doch ist eine davon ganz offensichtlich und greifbar: Die Wut.

Alex ist die Protagonistin dieser Geschichte.
Zu Beginn ist sie noch ein Kind, wird aber im Verlaufe des Buches immer älter und schließlich erwachsen.
Sie wurde von ihren Eltern sehr streng erzogen, mit vielen Regeln und der klaren Forderung, wie ihr Leben auszusehen hat und wie es später sein soll.
Auch wenn sie das nicht für richtig hält, hält sie sich anfangs an diese Regeln.
Sie soll still sein, keine Fragen stellen, sondern nur lächeln und sucht sich dann, zu gegebener Zeit, einen guten Ehemann und wird Hausfrau und Mutter.
Denn darin besteht, wie ihr Vater sagt, der ganze Sinn des Daseins einer jeden Frau.
Doch das ist nicht das Leben, das Alex sich erhofft. Sie ist wissbegierig und sehr intelligent, sie will ihr Wissen immer erweitern und das kann sie nicht, wenn sie ihr Leben nicht so lebt, wie sie es will.
Alex zu begleiten war wirklich interessant. Man erlebt ihren Wandel und wie sich nach und nach ihr Blick auf die Welt und die Gesellschaft ändert.
Sie nimmt nicht mehr einfach alles hin, sie beginnt zu hinterfragen.

Ich war sehr gespannt, wie die Thematik rund um die Drachinnen umgesetzt worden ist.
Frauen verwandeln sich, aus den unterschiedlichsten Gründen, durch verschiedene Auslöser und doch haben sie eines gemeinsam: Sie wollen der Unterdrückung entfliehen, der Frauen tagtäglich ausgesetzt sind.
Manche von ihnen sind wütend, andere wollen einfach nur ihrem unglücklichem Leben entkommen.
Was daraus entsteht und wie die Gesellschaft reagiert, ist sowohl erschreckend, als auch wenig überraschend.

Vieles macht einfach nur sauer. Und dieser Zorn, der entsteht, hat mich während des Lesens lange begleitet.
Denn dieses Buch spielt zwar in den 50ern und ist eine fiktive Geschichte, trotzdem gibt es viele Parallelen zu unserer Gegenwart.
Die Art und Weise, wie die Regierung und die Menschen auf die Drachinnen reagiert haben, vieles davon sieht man auch heute noch viel zu oft, gerade dann, wenn es um Frauen geht.
Daher ist das Buch auch ziemlich erschreckend, weil mir nochmal vor Augen geführt worden ist, dass das auch heute noch passieren kann.
Doch im Gegensatz zu den Drachinnen, können die Frauen aus unserer Welt nicht einfach in den Himmel fliegen und nicht mehr zurückschauen.
Sie müssen bleiben und kämpfen.

Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben, da es viele Gedanken in mir ausgelöst hat.
Zwar habe ich auch ein, zwei Kritikpunkte, aber diese würden mich nicht davon abhalten, das Buch zu empfehlen damit sich jede:r Leser:in ein eigenes Bild machen kann, dafür sind die Themen einfach zu wichtig.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Tot oder Austherapiert?

Mordscoach
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Sophie ist Coachin und Psychoanalytische Supervisorin und hat ihre eigene Praxis.
Mit ihrem Ehemann Jakob, ist sie seit vielen Jahren verheiratet und eigentlich auch glücklich, bis sie herausfindet, dass ...

Sophie ist Coachin und Psychoanalytische Supervisorin und hat ihre eigene Praxis.
Mit ihrem Ehemann Jakob, ist sie seit vielen Jahren verheiratet und eigentlich auch glücklich, bis sie herausfindet, dass er eine Affäre hat.
Anstatt ihren Mann damit zu konfrontieren, bringt sie lieber seine Geliebte um.
Aber das war für sie eine einmalige Tat...oder?

Meine Gefühle für dieses Buch sind wirklich gespalten.
Einerseits hat es mich super unterhalten und ließ sich sehr schnell lesen, andererseits habe ich auch selten so eine unsympathische Protagonistin erlebt.

Sophie hat ein geregeltes Leben, doch als die Affäre ihres Mannes auftaucht, wird sie zur Mörderin.
Die Art und Weise wie sie diese Situation handhabt ist durchaus interessant.
Sie schmiedet Pläne, denkt sich Ausreden aus, macht aber auch viele Fehler.
Ihre Handlungen sind aber nicht das, was mich besonders gestört hat, es waren eher ihre Gedanken, die mir negativ aufgestoßen sind.
Denn Sophie hat die Angewohnheit sehr abfällig über ihre Mitmenschen und Patient*innen zu denken und zeigt das auch teilweise.
Natürlich wurde ihr Charakter bewusst so ausgelegt, aber manchmal war sie schwer zu ertragen mit ihrer Art.
Trotzdem hatte die Geschichte dadurch auch einen gewissen Humor.
Wobei man es eher als "schwarzen Humor" bezeichnen sollte.

Der Rest des Buches war sehr unterhaltsam.
Ich habe lange über dessen Ausgang gerätselt und bin zwischenzeitlich richtig überrascht worden, habe mit manchen Entwicklungen überhaupt nicht gerechnet.
Zu jeder Zeit, habe ich gerne zu dem Buch gegriffen und empfand die Länge des Buches als angenehm.
Meistens sind Krimis und Thriller länger, aber hier hätte es, meiner Meinung nach, nicht gepasst, wenn das Buch noch mehr Seiten gehabt hätte.
Da der Unterhaltungsfaktor für mich so groß war, werde ich auch diesen bewerten und Sophie von dieser Bewertung etwas ausschließen, wenn auch nicht komplett.

Fazit: Ein Buch mit einer speziellen Protagonistin, das aber eine gute Unterhaltung garantiert.

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