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Veröffentlicht am 28.02.2026

Plötzlich verliebt

Liebe auf den ersten Blick
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„Bisher habe ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Bis ich dich gesehen habe, wie du gut gelaunt und energisch jemandem das Leben gerettet hast.“

„Liebe auf den ersten Blick“ ist der neuste ...

„Bisher habe ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Bis ich dich gesehen habe, wie du gut gelaunt und energisch jemandem das Leben gerettet hast.“

„Liebe auf den ersten Blick“ ist der neuste Roman der Autorin Nelly Berlin und der zweite Band der Dilogie „Die Formel der Liebe“. Es handelt sich um eine romantische Komödie, welche unabhängig lesbar ist.

Erneut trifft Nelly Berlin mit ihrem Roman mitten ins Herz. Witzig und wortgewandt beschreibt sie, wie Emmy in Berlin ein neues Zuhause findet, ihre beste Freundin Helia plötzlich sämtliche ihrer Regeln über Bord schmeißt und die dritte Freundin im Bunde, Ina, ihren eigenen Weg geht.
Für mich war die Handlung insgesamt unerwartet und charmant. Die Figuren sind erneut sehr individuell und ungewöhnlich. Jeder hat das gewisse Etwas und ist alles andere als normal. Eine gewisse Übertypisierung findet genreentsprechend natürlich statt, passt aber absolut zu den Figuren. Emmy und Helia sind die Protagonistinnen, die personale Erzählperspektive wechselt zwischen ihnen, wobei die einzelnen Absätze entsprechenden mit ihrem Namen gekennzeichnet sind.
Die Handlung wird dadurch aus zwei Perspektiven erzählt und fast könnte man sagen, es handelt sich um zwei Geschichten, aus denen schließlich eine wird. Ich mochte diesen Romanaufbau sehr und auch mit Emmy und Helia konnte ich mich gut identifizieren. Beide verlieben sich in jemanden, mit dem sie eigentlich keine Beziehung eingehen sollten, doch die Gefühle sind einfach zu stark… Durch diverse Missverständnisse und Verwicklungen geht dann schließlich alles drunter und drüber, wobei ich den finalen Konflikt tatsächlich recht früh erahnt habe.
Meiner Lesefreude hat dies jedoch keinen Abbruch getan, denn insgesamt ist einfach alles stimmig und der Schreibstil unglaublich locker und einnehmend.
Mit vielen heiteren Momenten entwickelt sich die Handlung und mit ihr die Figuren. Die eher unsichere Emmy schafft schließlich einen großen Durchbruch für ihr neues Arbeitsprojekt, Helia erkennt, dass ihre eigenen Regeln vielleicht gar nicht immer sinnvoll sind.
Auch das Setting in Forschungslabor und Krankenhaus gefiel mir wieder sehr!
Ein bisschen vermisst habe ich allerdings die Figuren aus dem ersten Band der Buchreihe. Einige tauchen als Randfiguren durchaus auf, zwischendurch habe ich mich aber sogar gefragt, ob dieser Teil wohl vor Band 1 spielt? So ganz schlau bin ich hier nicht geworden, habe aber Elsie und Charline sehr vermisst.

Ich mochte „Liebe auf den ersten Blick“ aber trotzdem sehr gerne und hatte ein schönes Wohlfühlleseerlebnis. Der Roman ist witzig, ohne dabei albern zu sein und verknüpft so RomCom mit einer ausreichenden Portion Ernsthaftigkeit. Die einzigartigen Figuren machen aus dem Buch etwas besonderes und können schnell ins Herz geschlossen werden.
Weil mir Band 1 ein wenig besser gefallen hat, vergebe ich 4,5 von 5 Sternen, aber definitiv eine Leseempfehlung!!

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein Welpe zieht ein

Der Welpen-Alltags-Helfer
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„Sehr viele Probleme mit Hunden entstehen, weil wir ihnen nicht richtig zuhören! Auf die Körpersprache achten zu lernen, ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen, um Verhaltensproblemen vorzubeugen."

„Der ...

„Sehr viele Probleme mit Hunden entstehen, weil wir ihnen nicht richtig zuhören! Auf die Körpersprache achten zu lernen, ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen, um Verhaltensproblemen vorzubeugen."

„Der Welpen-Alltags-Helfer“ ist ein Hundesachbuch von Petra Frey. Es erschien im Dezember 2023 und ist ein wunderbarer Einstieg in das Leben mit einem kleinen Vierbeiner.

Kompakt, wissenschaftlich basiert, leicht verständlich und wohlwollend - so beschreibt die Autorin den Umgang mit Welpen für Hundehaltende.
Dabei ist das Buch in vier Abschnitte unterteilt. Zunächst geht es um die Vorbereitung auf einen Welpen, dann um die ersten Tage mit Hund und schließlich um Trainingsanleitungen und Beschäftigungsideen.
Der Aufbau war für mich chronologisch sinnvoll und passend. Der Lesende kann sich im Buch entlang hangeln und erhält zunächst einmal praktische Tipps, die ihn auf das zukünftige Leben vorbereiten. Dabei findet sich natürlich auch eine kleine Einkaufsliste. Immer wieder weist die Autorin darauf hin, dass Welpen individuell sind und der Ratgeber (sowie alle anderen Tipps, die man so findet) nicht pauschal anzuwenden, sondern immer individuell zu betrachten sind. Damit dies gelingt, bleibt es im Ratgeber nicht bei langweiligen Trainingsanleitungen. Der Lesende erhält ausreichend Hintergrundwissen darüber, wie Hunde lernen, wie man mit Fehlern umgehen kann, wie Körpersprache zu identifizieren ist und wie man unerwünschtes Verhalten verhindert.
Man merkt deutlich, wie wichtig es Petra Frey ist, dass mit den Welpen wohlwollend und liebevoll umgegangen werden sollte - vorausschauendes Handeln ist die beste Prävention für unerwünschte Dinge. Strafen und Schimpfen ist Fehl am Platz und so wird auch mit einigen hartnäckigen Hundemythen aufgeräumt! Die Erklärungen sind gut verständlich und werden abgerundet durch anschauliche Wissenskästchen, Fallbeispiele, Fotos und sogar Videos, die man sich online anschauen kann.
Fachbegriffe werden sparsam eingesetzt und so ist das Buch leicht lesbar und wirklich nicht langweilig oder zäh!
Von mir gibt es insgesamt nicht viel auszusetzen, lediglich an manchen Stellen hätte ich mir die Erklärungen ein wenig ausführlicher gewünscht. Mir ist allerdings auch bewusst, dass man über Hunde und Training tatsächlich viele viele Seiten füllen kann und so ist das wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt.

Der Fokus des Ratgebers liegt eindeutig auf guter Verständlichkeit und dem Wunsch, dem Hundehaltenden einen wohlwollenden Blick auf den Welpen/den Hund zu geben. Wie oft wird uns, gerade on den Medien, ein anderes Bild präsentiert, welches einfach nicht der Wahrheit entspricht.
Von mir daher eine große Empfehlung und ein großes Lob an Petra Frey. Für mich ist dieser Ratgeber ein guter Einstieg in das Leben mit Hund, der Tipps und Hilfestellungen für den Alltag gibt. Abseits von „Sitz, Platz, Bleib“ gibt es praktische Hilfestellungen und Ideen, die wirklich gut umsetzbar sind!

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Neu denken

Winterträume in der kleinen Pension am Meer
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„Mit Menschen, die einen liebten, im Hintergrund konnte man jede noch so stürmische See bezwungen.“

„Winterträume in der kleinen Pension am Meer“ ist der neuste Roman von Julia Rogasch. Er erschien im ...

„Mit Menschen, die einen liebten, im Hintergrund konnte man jede noch so stürmische See bezwungen.“

„Winterträume in der kleinen Pension am Meer“ ist der neuste Roman von Julia Rogasch. Er erschien im September 2025 im Ullstein Verlag und ist unabhängig lesbar.

Ein weiteres Weihnachtsfest auf Sylt, ein weiterer Ausflug in eine Wohlfühlgeschichte. Mit ihrem neusten Roman entführt Julia Rogasch ihre Leser*innen wieder einmal auf die Herzensinsel Sylt. Clara ist dort aufgewachsen und nach einer schweren Trennung zurückgekehrt - in die Heimat und auch in die Pension ihrer Eltern. Dort arbeitet sie mit und obwohl ihr Herz eigentlich für die kreative Arbeit im eigenen Laden schlägt, kümmert sie sich seit dem Tod ihres Vaters um die Pension. Immerhin war dies sein Lebenstraum. Gleichzeitig ist es finanziell schwierig, denn die Buchungen sind rückläufig und die Konkurrenz groß…
Kurzum, es ist alles nicht so leicht und dies wird auf den ersten Seiten mehr als deutlich. Claras Gedanken kreisen um die finanzielle Schieflage und für mich wird diese im ersten Buchdrittel tatsächlich ein wenig zu oft wiederholt und fokussiert - für mich war der Buchanfang dadurch ein wenig zäh. Gleichzeitig ist sie aber eben auch ein Hauptthema, das Clara umtreibt und durch die Ich-Perspektive werden eben gerade ihre Gedanken deutlich. Ab dem zweiten Drittel etwa nimmt die Geschichte dann aber deutlich an Fahrt auf, die finanzielle Situation der Pension ist nun weniger präsent, aber natürlich weiterhin wichtig. Der neue Gast Severin erweckt Claras Interesse und ist dabei irgendwie ziemlich mysteriös. Die beiden kommen sich näher und gemeinsam unternehmen sie schöne Dinge auf der Insel. Neue Ideen finden ihren Raum und Claras Blich richtet sich mehr nach vorne, als nach hinten.
Das Setting ist dabei wieder einmal wunderschön und die Kulisse bildhaft beschrieben. Man merkt in jeder Zeile, wie sehr die Autorin Sylt liebt und ehrlich gesagt, möchte ich nach jedem Roman ebenfalls ein bisschen mehr dorthin reisen!
Natürlich läuft mit Clara und Severin nicht alles glatt und typisch für entsprechende Romane gibt es einen Haufen Missverständnisse und Vorverurteilungen. Wie so oft hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren miteinander reden und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ein bisschen Aufregung muss aber nunmal sein und die schließliche Auflösung konnte ich tatsächlich nicht vorhersehen! Besonders gefallen hat mir, dass auch bekannte Figuren aus vorherigen Roman auftauchten und wieder ein Hund - Paul - eine Rolle spielte.
Insgesamt ist der Schreibstil einfach angenehm, das Setting gemütlich und die Handlung flüssig. Das Buch transportiert Achtsamkeitsmomente und Ideen für den eigenen Umgang mit Sorgen und Problemen. Familienrituale, die Wertschätzung zeigen, prägen die Handlung. Manche Erkenntnisse regen zum Nachdenken an und im Umgang mit Konflikten kann man sich bei Claras Familie wohl eine Scheibe abschneiden! Beim Lesen kommen Weihnachtsstimmung und Meerliebe auf und die heimelige Atmosphäre lädt zum Wohlfühlen ein.

Kurzum, für mich wieder ein wunderschöner weihnachtlicher Ausflug nach Sylt mit schönen Momenten und Herzenswärme. Wer einen unkomplizierten und charmanten Roman sucht, wird hier sicher fündig und so gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen!!

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Herz über Kopf

Winterträume im Château
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„Manchmal muss man etwas Verrücktes tun, um sich bewusst zu werden, dass man lebt.“

„Winterträume im Château“ ist der zweite Band der Buchreihe um das Château Romantique von Vivien Gilland. Er erschien ...

„Manchmal muss man etwas Verrücktes tun, um sich bewusst zu werden, dass man lebt.“

„Winterträume im Château“ ist der zweite Band der Buchreihe um das Château Romantique von Vivien Gilland. Er erschien im Oktober 2025 im HarperCollins Verlag und ist unabhängig lesbar.

Das Château in der Schweiz ist ein Herzensort. Voller Wärme, Freundlichkeit und Offenheit. Seit der Neuausrichtung im Jahr zuvor ist es spezialisiert auf romantische Paaraktivitäten und erholsame Zeiten.
Anna ist neu im Château und ist als PR-Managerin angestellt. Auch an ihr geht die heimelige Atmosphäre des Hotels nicht vorbei - schnell fasst sie an ihrem neuen Arbeitsplatz Fuß und findet Freunde. An einer neuen Beziehung ist sie allerdings derzeit nicht interessiert, die letzte ging immerhin sehr abrupt und unschön zu Ende. Und ohnehin hat sie genug um die Ohren, denn der angekündigte Hoteltester soll selbstverständlich einen bestmöglichen Eindruck vom Château gewinnen!
Obwohl Anna als Protagonistin eigentlich sehr sympathisch ist, bin ich mit ihr nur langsam warm geworden. Ihr Blick auf die Welt ist zunächst eher negativ und skeptisch, die Einstellung zu einer neuen Beziehung – verständlicherweise – verhalten. Erst im Laufe der Handlung taut sie ein wenig auf und nimmt das Leben (und die liebe) leichter, was ich sehr mochte.
Auch Finn als Protagonisten mochte ich am Anfang gar nicht, er war mir zu dreist, zu glatt, zu forsch. Glücklicherweise habe ich aber schließlich auch ihn schätzen gelernt und mochte es einfach sehr, ins Château zurückzukehren.
Ich fand es außerdem toll, dass Marco und Livia aus Band 1 erneut eine Rolle gespielt haben und habe mich (wie schon zuvor) öfter gefragt, wie unglaublich groß und wunderschön das Hotel eigentlich ist. Immer wieder tauchte ein neuer Raum auf und es ist einfach faszinierend, was das Schloss alles zu bieten hat!
Die Grundidee des Romans mochte ich ebenfalls sehr, denn ein Hoteltester kann schon einiges an Unruhe bringen. So ergeht es natürlich auch den Mitarbeitern im Château und während alle rätseln, wer der Hoteltester nun sein könnte, sprühen zwischen Finn und Anna die Funken.
Langeweile kommt beim Lesen jedenfalls nicht auf, denn es gibt nicht nur für die Gäste ein abwechslungsreiches Programm. Auch Anna kann neben ihrer Arbeit verschiedene Freizeitaktivitäten genießen oder eben die Aktivitäten für die Gäste testen. Gleichzeitig muss sie mit der Anziehung, die Finn auf sie ausübt jonglieren und sich fragen, ob sie eine Beziehung mit einem Gast eingehen möchte…
Gefallen haben mir auch die Einblicke in Annas Arbeit als PR-Managerin.
Der Schreibstil ist leicht und insgesamt sehr detailliert und herzlich. Die notwendige Prise Humor fehlt ebenfalls nicht.
Insgesamt habe ich mich beim Lesen einfach wohl gefühlt. Der Roman vermittelt eine gemütliche Weihnachtsstimmung voller Liebe, Empathie und Wärme. Daher mochte ich gerade das Romanende sehr, da hier diese unglaublich schöne Weihnachtsatmosphäre mit Weihnachtswundern und Romantik noch einmal stark zur Geltung kommt. Natürlich ist alles fast ein bisschen kitschig, aber das gehört einfach dazu!

Mein Fazit: Der neue Roman von Vivien Gilland ist ein Weihnachtsroman mit wunderschönem Setting, charmanten Figuren und einer absoluten Weihnachts-Wohlfühlatmosphäre! Ich hatte beim Lesen viel Spaß und empfehle den Roman denjenigen, die einen schönen unkomplizierten Weihnachtsroman mit dem nötigen Charme lesen möchten! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Vorbestimmung

Der Wind von Yorkshire
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„Das Schicksal hatte seine Fäden längst gesponnen. Und einer davon würde ihn für alle Zeiten mit dieser Frau verbinden.“

„Der Wind von Yorkshire“ ist der erste Band der neuen historischen Familiensaga ...

„Das Schicksal hatte seine Fäden längst gesponnen. Und einer davon würde ihn für alle Zeiten mit dieser Frau verbinden.“

„Der Wind von Yorkshire“ ist der erste Band der neuen historischen Familiensaga „Die Fasern der Welt“ von Lia Scott. Er erschien im September 2025 im Tinte und Feder Verlag von Amazon Publishing.

Yorkshire, 1868: Die drei Barlow-Schwestern wachsen gemeinsam auf dem Hof ihrer Tante auf. Das Leben auf dem Land ist etwas unkonventioneller als in der Stadt und so können die jungen Frauen ein recht freies Leben führen. Dennoch müssen sie aber ihre Familie unterstützen, denn seit dem Tod ihrer Mutter hat ihr Vater sich hauptsächlich hinter seinen Büchern versteckt…
Jede der drei Schwestern ist einzigartig gezeichnet. Dahlia ist die Brave und wohl am wenigsten Freigeist von den Dreien. Fern hingegen ist ein Wildfang. Sie verhält sich mehr wie ein Junge und bringt ihre Familie nicht selten in Verlegenheit!
June, als Protagonistin, ist die mittlere der Schwestern und unterstützt ihre Tante, welche sich als Heilerin um die Menschen kümmert. Sie ist eine gebildete junge Frau und hat insgesamt ein eher ruhiges Wesen. Trotz der großen Unterschiede, stehen die Schwestern aber für einander an, was mir sehr gut gefallen hat.
Obwohl June ihrer Tante regelmäßig zur Hand geht, arbeitet sie eigentlich nicht gern mit Patienten. Sie liest gern und notiert die gesammelten Informationen über Medizin und Krankheiten lieber in Büchern. Als schließlich der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sie ihre Familie mehr finanzielle Unterstützung braucht, ist klar, dass sie von Zuhause weggehen muss. In den neuen Fabriken kann man leicht einen Job bekommen und Geld verdienen… Schon auf dem Land war sie vor einigen Jahren Franklin O‘Donovan begegnet und konnte eine gewisse Anziehung zu ihm nicht leugnen. In Bradfort begegnet sie ihm nun wieder, was das Schicksal wohl mit ihnen vorhat?
Ich mochte alle Figuren sehr. Sie sind liebevoll, individuell und detailliert gezeichnet. Die Barlow-Schwestern muss man einfach mögen, während Franklin eher geheimnisvoller bleibt und ich noch nicht genau weiß, was ich vom ihm halten soll.
Die Handlung ist aus der personalen Erzählperspektive von June und Franklin geschrieben, der Schreibstil ist leicht und mitreißend.
Der erste Band endet schließlich mit einem großen Cliff Hanger und dient insgesamt ein wenig als Einstieg in die Buchsaga. Hauptsächlich werden die Figuren eingeführt und das Setting beschrieben. Es passiert noch nicht unglaublich viel, die Handlung plätschert ein wenig vor sich hin. Meines Erachtens ist dies typisch für Familiensagas im Tinte und Feder Verlag und wahrscheinlich genauso gewollt. Man soll eben unbedingt weiterlesen und das will man auch!
Das Lesen macht nämlich nichtsdestotrotz sehr viel Freude, da die Figuren einfach sehr lebendig sind und das Setting so bildhaft beschrieben ist. Für mich hätte der Fokus ein wenig mehr auf June und Franklin liegen dürfen, insgesamt bekommt man aber einen sehr guten Einblick auf alle drei Schwestern und ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Mein Fazit: Mit „Der Wind von Yorkshire“ schreibt Lia Scott einen sanften und liebevollen Einstieg in ihre neue Familiensaga. Die Figuren sind einzigartig und individuell, die Handlung eher ruhig aber dennoch interessant. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne und ich freue mich sehr aufs Weiterlesen!

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