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Veröffentlicht am 18.06.2017

Spannender Island-Thriller

DNA
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Inhalt:
Eine Frau wird mitten in der Nacht in ihrem Bett brutal ermordet. Ihre siebenjährige Tochter, die sich unter dem Bett versteckt hielt, musste alles mit anhören. Sie erzählt der Polizei, dass weitere ...

Inhalt:
Eine Frau wird mitten in der Nacht in ihrem Bett brutal ermordet. Ihre siebenjährige Tochter, die sich unter dem Bett versteckt hielt, musste alles mit anhören. Sie erzählt der Polizei, dass weitere Opfer folgen werden. Und tatsächlich wird kurz darauf eine weitere Frau brutal in ihrer Wohnung ermordet. Kommissar Huldar ist mindestens genauso überrascht wie seine Kollegen, als er den Fall übernehmen soll. Und dann muss er auch noch mit der Kinderpsychologin Freya zusammenarbeiten, die nach einer gemeinsamen Nacht gar nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Kann er den Mörder stoppen, bevor er erneut zuschlägt?

Meine Meinung:
DNA ist der Auftakt zu einer neuen isländischen Thriller-Reihe um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freya. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr. Er ist direkt, düster, spannend und fesselnd, wodurch sich das Buch sehr gut und flüssig lesen lässt. Geschickt legt sie falsche Fährten und gibt dem Leser die Möglichkeit, selber mitzurätsel und die nach und nach ans Licht kommenden Puzzleteile zusammenzufügen. Der Plot ist gut durchdacht und durchgehend spannend. Durch die unterschiedlichen, sich abwechselnden Perspektiven ist der Leser den Ermittlern um einige Informationen voraus, dennoch bleibt es bis zum Schluss spannend und Täter und Motiv geben sich erst spät zu erkennen.

Huldar und Freya haben mir als Protagonisten sehr gut gefallen. Für Huldar ist dies sein erster großer Fall, den er übernehmen darf, weshalb er unter großem Druck steht. Er ist ein Mann mit Ecken und Kanten, Fehlern und Schwächen, der mir im Laufe des Buches gerade deshalb sympathisch geworden ist. Freya hingegen mochte ich von Anfang an. Sie ist ein Charakter, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann, weswegen sie mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen ist. Auch die anderen Charaktere haben viel Tiefe und sind überzeugend. Sei es die Tochter des ersten Opfers, die schreckliches miterleben musste, oder der Hobbyfunker Karl, dessen Rolle in dem Ganzen bis kurz vorm Ende vollkommen unklar ist.

Das Privatleben der Protagonisten, inbesondere die Spannung zwischen den beiden, spielt eine wichtige Rolle im Buch, dennoch werden die Ermittlungen nicht zu stark davon überschattet. Meiner Meinung nach hat die Autorin ein gutes Gleichgewicht gefunden.

Das Ende ist sehr spannend und hat mir gut gefallen. Die Auflösung ist zwar überraschend und schockierend, aber nicht unglaubwürdig. Gleichzeitig bleiben insbesondere was das Privatleben der Protagonisten betrifft, ein paar Fragen offen, auf deren Klärung im nächsten Teil der Reihe schon sehr gespannt bin.

Fazit:
Spannend, überraschend und absolut fesselnd - ein toll erzählter Thriller, der für Gänsehaut sorgt und Lust auf mehr macht. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine verhängnisvolle Nacht

Fünf Fremde
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Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An ...

Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An einem stürmischen Oktoberwochenende kehren Vier von denen, die damals auf der Insel waren, zurück. Sie alle haben Erinnerungen an die verhängnisvolle Nacht. Als Neuwerk aufgrund eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten wird, kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Was geschah damals wirklich?

Meine Meinung:

Da ich die bisherigen Bücher der Autorin Romy Fölck allesamt verschlungen habe, war ich gespannt auf diesen Stand-Alone-Thriller. Vorallem das Setting hat mich von Anfang an begeistern können. Die Beschreibungen der Insel Neuwerk sind sehr bildhaft und authentisch. Zudem gelingt es der Autorin eine bedrohliche und düstere Atmosphäre zu schaffen, was nicht nur am stürmischen Wetter liegt.

Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Bis auf eine von ihnen eint sie, dass sie in jener Nacht vor 30 Jahren auf der Insel waren und mehr wissen, als sie zugeben wollen. Durch die stetigen Perspektivwechsel bleibt es spannend und abwechslungsreich. Darüber hinaus gibt es einige Rückblendungen die zusätzlich für Spannung sorgen.

Der Plot an sich hat mir gut gefallen. Mich haben vorallem die Ereignisse von vor 30 Jahren in ihren Bann gezogen - ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich geschehen ist. Dank einiger Wendungen bleibt es bis zum Schluss spannend und so einiges unvorhersehbar. Die Auflösung - insbesondere der heutigen Ereignisse - hat mich aber leider nicht 100%ig überzeugen können, da wäre meiner Meinung nach deutlich mehr (und realistischeres) möglich gewesen.

Fazit:

Spannender Plot mit atmosphärischem Setting. Nur die Auflösung konnte mich leider nicht so richtig überzeugen.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 14.12.2025

Spannender Thriller im JVA-Umfeld

Safe Space
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Inhalt:

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ...

Inhalt:

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ihrer Schwester Sina von vor sechs Jahren aufklären. Dazu muss sie unbedingt Sonny aufspüren, der laut Sinas Tagebüchern in Weyer einsitzen soll. Doch schon sehr bald nach ihrem Start erhält Anna anonyme Dohnachrichten. Jemand scheint verhindern zu wollen, dass Anna das Geheimnis um Sinas Verschwinden ans Licht bringt - und schreckt dabei vor nichts zurück.

Meine Meinung:

"Safe Space" war mein erstes Buch der Autorin Sarah Bestgen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen und so ist man als Leser schon nach wenigen Seiten vollkommen eingetaucht in die Geschichte. Gut gefallen haben mir die zwei verschiedenen Zeitebenen, auf denen das Buch spielt. Einerseits begleitet der Leser Anna in der Gegenwart bei ihren Nachforschungen. Der Einblick in die Arbeit in der JVA ist spannend und zugleich wirft das Verschwinden von Sina eine Menge Fragen auf. Darüber hinaus erfährt der Leser durch andere Charaktere, aber auch durch Sinas Tagebucheinträge nach und nach, was vor 6 Jahren wirklich passiert ist, was ich als sehr spannend empfand.

Die Protagonistin Anna Salomon hat mir an und für sich gut gefallen. Sie ist aber psychsch völlig instabil und schafft es daher aufgrund der Belastung durch die damaligen, bis heute unaufgekärten Ereignisse eigentlich kaum, ihrem Job nachzugehen, da sie beinahe zwanghaft ihren Nachforschungen nachgeht. Die Drohungen und darauf folgenden Ereignisse helfen da natürlich nicht, im Gegenteil. Auch die anderen Charaktere des Buches sind keine absoluten Sympathieträger und so weiß man auch als Leser bald nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann.

Die Idee des Plots hat mir gut gefallen. Er ist spannend und gerade in der zweiten Hälfte gibt es so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Das Ende hat mir gut gefallen. Auch wenn ich mit meinem schon von Anfang an gehegten Verdacht richtig lag, konnte es mich dennoch in Teilen überraschen. Zudem wird es noch einmal richtig brenzlig, sodass die Spannung ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Dennoch bleiben im Nachhinein für mich ein paar Ungereimtheiten bwz Punkte, die nicht so ganz realistisch erscheinen.

Fazit:

Spannender Thriller im JVA-Umfeld. Insbesondere zum Ende hin wendungsreich und absolut fesselnd, auch wenn einem im Nachhinein nicht alles so ganz realistisch erscheint.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2025

Agenten meet ländliche Idylle

Das Geheimnis der Silvesternacht
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Inhalt:

Kurz nach Weihnachten in einem Herrenhaus im beschaulichen Südwesten Englands: Professor Alfred Wragby und seine Familie wollen dort ein paar entspannte Tage verbringen. Doch dann kommt alles ...

Inhalt:

Kurz nach Weihnachten in einem Herrenhaus im beschaulichen Südwesten Englands: Professor Alfred Wragby und seine Familie wollen dort ein paar entspannte Tage verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders: Lucy, die 8-jährige Tochter des Professors, wird von russischen Agenten entführt, um ihn zu erpressen, seine gerade gemachte wissenschaftliche Entdeckung zu verraten. Privatdetektiv Nigel Strangeways, der sich auf Geheiß der britischen Regierung ebenfalls vor Ort befindet, macht sich auf die Suche nach der vermissten Lucy. Kann er das Mädchen finden bevor der Professor seine geheime Forschung offenbart?

Meine Meinung:

Das Cover des Buches ist wunderschön und hat mich auf Anhieb angesprochen. Aber auch inhaltlich konnte das Buch mit unterhalten. Es lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Charaktere sind wie es sich für einen britischen Krimi gehört zum Teil etwas skurril und eigenwillig, aber vielschichtig und authentisch dargestellt. Besonders Lucy mochte ich sehr, auch wenn sie mir für eine Achtjährige fast schon zu weit entwickelt war.

Das atmosphärische Setting des Buches hat mir gut gefallen. Ländliche Idylle im südwestlichen England, alles ist verschneit und der Nachhall der Weihnachtstage ist noch zu spüren. Im absoluten Kontrast dazu schlagen plötzlich russische Agenten zu und entführen ein kleines Mädchen. Für es sich für einen Agententhriller gehört, wird es insbesondere zum Ende hin auch durchaus turbulent. Aber auch die für einen britischen Krimi üblichen logischen Schlussfolgerungen und Überlegungen kommen nicht zu kurz. Eine interessante und gelungene Mischung.

Fazit:

Britischer Krimi mit teils skurrilen Charakteren, beschaulichem Setting und einem spannenden Kriminalfall.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Spannender zweiter Band

Die Brandung – Leichenfischer
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Inhalt:

Bei einer Ausgrabung wird die Leiche einer Frau gefunden. Archäologin Fria Svensson, die als Ausgrabungsleiterin vor Ort ist, entdeckt, dass die Tote nach einem uralten Wikinger-Ritual begraben ...

Inhalt:

Bei einer Ausgrabung wird die Leiche einer Frau gefunden. Archäologin Fria Svensson, die als Ausgrabungsleiterin vor Ort ist, entdeckt, dass die Tote nach einem uralten Wikinger-Ritual begraben wurde. Kurze Zeit später wird eine auf die gleiche Weise bestattete Frauenleiche gefunden. Kommissar Ohlsen von der Kripo Flensburg und seine dänischen Kollegen müssen zusammenarbeiten, um den Mörder zu ermitteln. Und die Zeit drängt, denn es werden weitere junge Frauen vermisst.

Meine Meinung:

"Die Brandung - Leichenfischer" ist der zweite Teil der im deutsch-dänischen Grenzgebiet spielenden Krimireihe von Autorin Karen Kliewe. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Es gibt zahlreiche Perspektivwechsel (für meinen Geschmack fast schon zu viele), was für Tempo sorgt, aber auch den Lesefluss ein wenig hemmt. Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen und auch völlig ohne Vorkenntnisse verstehen.

Die Protagonisten der Reihe gefallen mir gut, insbesondere Fria. Sie kommt aus einer Polizistenfamilie und hat selbst eine zeitlang bei der Polizei gearbeitet, dann jedoch auf Archäologie umgesattelt. Ihre Neugier und ihr Spürsinn sind aber nach wie vor vorhanden, und so bringt sie sich auch dieses Mal wieder gerne tatkräftig in die Ermittlungen ein. Aber auch Kommissar Ohlsen von der Flensburger Polizei finde ich sehr sympathisch. Er ist ein erfahrener Ermittler, aber nicht vor Fehlern gefeilt.

Der Plot an sich ist spannend. Die erste Hälfte zieht sich zwischenzeitlich ein wenig, die zweite hingegen hat es dafür in sich. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass es bis ganz zum Ende spannend bleibt und die Auflösung zu überraschen, aber gleichzeitig auch zu überzeugen weiß.

Fazit:

Spannender zweiter Band der im deutsch-dänischen Grenzgebiet spielenden Krimireihe. Ich mag die Charaktere sehr und freu mich schon auf ein Wiedersehen.

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