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Veröffentlicht am 15.06.2026

Ein Familienfest mit tödlichem Ausgang

Verlassen
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Inhalt:

Die wohlhabende und einflussreiche Snæberg-Familie trifft sich anlässlich einer Familienfeier in einem abgelegenen Designhotel in den Lavafeldern im Westen Islands. Um ungestört zu sein, haben ...

Inhalt:

Die wohlhabende und einflussreiche Snæberg-Familie trifft sich anlässlich einer Familienfeier in einem abgelegenen Designhotel in den Lavafeldern im Westen Islands. Um ungestört zu sein, haben sie für dieses Wochenende das gesamte Hotel für sich gebucht. Der Alkohol fließt in Strömen und während draußen ein Schneesturm aufzieht, drängen alte Konflikte, Geheimnisse und Spannungen an die Oberfläche. Bis einer von ihnen tot aufgefunden wird...

Meine Meinung:

"Verlassen" ist der vierte Teil der Akranes-Reihe, zeitlich spielt der Band jedoch vor den bisherigen Teilen der Reihe. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen. Der Autorin gelingt es auch dieses Mal, eine zunehmend düstere und bedrohliche Stimmung heraufzubeschwören, die den Leser in seinen Bann zieht. Dies gelingt nicht zuletzt durch die bildhaften Beschreibungen und die verschiedenen Erzählperspektiven. So kommen verschiedene Personen, die sich an eben jenem Wochenende im Hotel aufhalten, zu Wort und der Leser erfährt viel über die familiären Verwicklungen und schwelenden Konflikte, verschiedenen Sorgen und Probleme. Ich fand die Beziehungen sehr komplex, was mir gut gefallen hat, war aber auch froh über den Stammbaum am Anfang des Buches, der dem Leser bei der Orientierung hilft.

Da dieser Band kurz vor Elmas Rückkehr in ihre Heimatstadt spielt, spielt die bisherige Protagonistin der Reihe in diesem Buch keine Rolle. Mir persönlich hat sie gefehlt bzw. insbesondere eine starke Ermittlerfigur, auch wenn Elmas späterer Kollege Sævar dem Leser bereits bekannt ist. Die Charaktere der Familie Snæberg sind nicht unbedingt Sympathieträger, zudem scheint jeder von ihnen dunkle Geheimnisse zu haben. Einzig mit der minderjährigen Tochter Lea habe ich mitgefühlt, auch wenn ich sie für ihr Alter sehr naiv fand.

Der Plot an sich ist spannend und gut konstruiert. Nicht nur ist lange unklar, wer der Täter ist, sondern auch die Identität des Opfers, was zusätzlich für Spannung sorgt. Da wie bereits erwähnt beinahe jeder der Anwesenden (sogar vom Personal) ein Geheimnis zu hüten und auch mit mind. einem der anderen einen Konflikt zu haben scheint, kann man auch als Leser sehr gut miträtseln und Theorien aufstellen. Dank einiger ungeahnter Wendungen bleibt der Ausgang des Buches bis zum Ende unvorhersehbar. Erst ganz zum Schluss finden alle Puzzleteile schließlich ihren Platz und lüften die ungeheuerliche Wahrheit.

Fazit:

Spannender vierter Band der Reihe, der chronologisch vor den anderen Bänden spielt. Nicht der stärkste Teil der Reihe, aufgrund der düsteren und konfliktgeladenen Atmosphäre und vielen Wendungen aber definitiv fesselnd und lesenswert.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Die letzte Predigt

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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Inhalt:

Anwältin Fentje Jacobsen begleitet ihre Großmutter zu einem Gottesdienst im Nachbardorf Estherwieck. Anlässlich der Feier zur silbernen Konfirmation kommen nicht nur viele aktuelle sondern auch ...

Inhalt:

Anwältin Fentje Jacobsen begleitet ihre Großmutter zu einem Gottesdienst im Nachbardorf Estherwieck. Anlässlich der Feier zur silbernen Konfirmation kommen nicht nur viele aktuelle sondern auch einige ehemaligen Bewohner dieses Wochenende in dem Dorf zusammen. Doch nur einen Tag später wird der Pastor tot im Watt gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass er keinesfalls eines natürlichen Todes gestorben ist, die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit der auffälligen Predigt vom Wochenende. Als auch noch die Leiche einer der ehemaligen Konfirmandinnen, die extra aufgrund der Feier für das Wochenende zurück in ihr Heimatdorf gekehrt ist, gefunden wird, gerät Journalist Niklas John unter Verdacht. Er hat die Tote am Wochenende in einer Bar kennengelernt und ihr sein Gästezimmer für die Nacht angeboten. Trotz ihrer aktuellen privaten Differenzen bittet Niklas Fentje um ihre Hilfe und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Zusammenhang zwischen den beiden Morden.

Meine Meinung:

"Akte Nordsee - Die letzte Predigt" ist der vierte Band der Akte-Nordsee-Reihe von Autorin Eva Almstädt. Aufgrund der privaten Beziehung der beiden Protagonisten empfiehlt es sich, die Bücher der Reihenfolge zu lesen und somit über eine Insiderinformationen zu verfügen. Nichtsdestotrotz sind die Kriminalfälle abgeschlossen und so können die Bücher natürlich auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Die beiden Protagonisten der Reihe, die Anwältin Fentje Jacobsen und Journalist Niklas John, sind mir beide bereits aus den vorherigen Bänden bekannt und sympathisch. Während Fentje auf dem Hof ihrer Eltern großgeworden ist, ein Familienmensch und sehr bodenständig ist, ist Niklas ein Sohn aus gutem Haus, der auf den ersten Blick eher oberflächlich wirkt, aber eigentlich ein couragierter Journalist ist. Gerade weil die beiden so unterschiedlich sind, ergänzen sie sich gegenseitig sehr gut und sind mittlerweile ein eingespieltes Team, auch wenn ihre Beziehung zueinander oftmals kompliziert ist. Ich mag die beiden sehr und freue mich daher immer sehr über ein Wiedersehen, nicht zuletzt weil es mich auch interessiert, wie es privat mit ihnen weitergeht.

Wie auch die vorherigen Bände der Reihe spielt das Buch auf der Halbinsel Eiderstedt in Nordfriesland. Fentjes Großeltern betreiben dort einen Schafshof und sind sehr stark mit den Bewohnern der umliegenden Dörfern verbandelt. Das sehr dörfliche Setting inkl. der typischen Beziehungen zwischen den Bewohnern, Konflikte sowie streng gehüteter Geheimnisse, hat mir auch dieses Mal wieder gut gefallen. Die authentischen Beschreibungen der Landschaft tut sein übriges, dass man sich als Leser alles bildhaft vorstellen kann.

Der Plot des Buches hat mit gefallen. Allerdings dauert es bis ca. zur Hälfte, bis die erste Leiche auftaucht, was dazu führt, dass es in der ersten Hälfte für meinen Geschmack ein wenig an Spannung fehlt. Man spürt natürlich die unterschwellige Bedrohung, trotzdem wäre hier meiner Meinung nach mehr drin gewesen. Die zweite Hälfte hat mir besser gefallen, dank so einiger Wendungen bleibt auch bis ganz zum Schluss unklar, was die Morde verbindet und vorallem wie sie mit dem Prolog zusammenhängen. Die finale Auflösung konnte mich zwar leider nicht zu 100% überzeugen, dennoch hat mir das Buch kurzweilige und spannende Lesestunden beschert.

Fazit:

Nicht der stärkste Band der Reihe, nichtsdestotrotz aber ein spannender Krimi mit gewohnt sympatischem Ensemble und tollem Dorf-Setting.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine verhängnisvolle Nacht

Fünf Fremde
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Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An ...

Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An einem stürmischen Oktoberwochenende kehren Vier von denen, die damals auf der Insel waren, zurück. Sie alle haben Erinnerungen an die verhängnisvolle Nacht. Als Neuwerk aufgrund eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten wird, kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Was geschah damals wirklich?

Meine Meinung:

Da ich die bisherigen Bücher der Autorin Romy Fölck allesamt verschlungen habe, war ich gespannt auf diesen Stand-Alone-Thriller. Vorallem das Setting hat mich von Anfang an begeistern können. Die Beschreibungen der Insel Neuwerk sind sehr bildhaft und authentisch. Zudem gelingt es der Autorin eine bedrohliche und düstere Atmosphäre zu schaffen, was nicht nur am stürmischen Wetter liegt.

Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Bis auf eine von ihnen eint sie, dass sie in jener Nacht vor 30 Jahren auf der Insel waren und mehr wissen, als sie zugeben wollen. Durch die stetigen Perspektivwechsel bleibt es spannend und abwechslungsreich. Darüber hinaus gibt es einige Rückblendungen die zusätzlich für Spannung sorgen.

Der Plot an sich hat mir gut gefallen. Mich haben vorallem die Ereignisse von vor 30 Jahren in ihren Bann gezogen - ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich geschehen ist. Dank einiger Wendungen bleibt es bis zum Schluss spannend und so einiges unvorhersehbar. Die Auflösung - insbesondere der heutigen Ereignisse - hat mich aber leider nicht 100%ig überzeugen können, da wäre meiner Meinung nach deutlich mehr (und realistischeres) möglich gewesen.

Fazit:

Spannender Plot mit atmosphärischem Setting. Nur die Auflösung konnte mich leider nicht so richtig überzeugen.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Spannender Thriller im JVA-Umfeld

Safe Space
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Inhalt:

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ...

Inhalt:

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ihrer Schwester Sina von vor sechs Jahren aufklären. Dazu muss sie unbedingt Sonny aufspüren, der laut Sinas Tagebüchern in Weyer einsitzen soll. Doch schon sehr bald nach ihrem Start erhält Anna anonyme Dohnachrichten. Jemand scheint verhindern zu wollen, dass Anna das Geheimnis um Sinas Verschwinden ans Licht bringt - und schreckt dabei vor nichts zurück.

Meine Meinung:

"Safe Space" war mein erstes Buch der Autorin Sarah Bestgen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen und so ist man als Leser schon nach wenigen Seiten vollkommen eingetaucht in die Geschichte. Gut gefallen haben mir die zwei verschiedenen Zeitebenen, auf denen das Buch spielt. Einerseits begleitet der Leser Anna in der Gegenwart bei ihren Nachforschungen. Der Einblick in die Arbeit in der JVA ist spannend und zugleich wirft das Verschwinden von Sina eine Menge Fragen auf. Darüber hinaus erfährt der Leser durch andere Charaktere, aber auch durch Sinas Tagebucheinträge nach und nach, was vor 6 Jahren wirklich passiert ist, was ich als sehr spannend empfand.

Die Protagonistin Anna Salomon hat mir an und für sich gut gefallen. Sie ist aber psychsch völlig instabil und schafft es daher aufgrund der Belastung durch die damaligen, bis heute unaufgekärten Ereignisse eigentlich kaum, ihrem Job nachzugehen, da sie beinahe zwanghaft ihren Nachforschungen nachgeht. Die Drohungen und darauf folgenden Ereignisse helfen da natürlich nicht, im Gegenteil. Auch die anderen Charaktere des Buches sind keine absoluten Sympathieträger und so weiß man auch als Leser bald nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann.

Die Idee des Plots hat mir gut gefallen. Er ist spannend und gerade in der zweiten Hälfte gibt es so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Das Ende hat mir gut gefallen. Auch wenn ich mit meinem schon von Anfang an gehegten Verdacht richtig lag, konnte es mich dennoch in Teilen überraschen. Zudem wird es noch einmal richtig brenzlig, sodass die Spannung ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Dennoch bleiben im Nachhinein für mich ein paar Ungereimtheiten bwz Punkte, die nicht so ganz realistisch erscheinen.

Fazit:

Spannender Thriller im JVA-Umfeld. Insbesondere zum Ende hin wendungsreich und absolut fesselnd, auch wenn einem im Nachhinein nicht alles so ganz realistisch erscheint.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Agenten meet ländliche Idylle

Das Geheimnis der Silvesternacht
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Inhalt:

Kurz nach Weihnachten in einem Herrenhaus im beschaulichen Südwesten Englands: Professor Alfred Wragby und seine Familie wollen dort ein paar entspannte Tage verbringen. Doch dann kommt alles ...

Inhalt:

Kurz nach Weihnachten in einem Herrenhaus im beschaulichen Südwesten Englands: Professor Alfred Wragby und seine Familie wollen dort ein paar entspannte Tage verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders: Lucy, die 8-jährige Tochter des Professors, wird von russischen Agenten entführt, um ihn zu erpressen, seine gerade gemachte wissenschaftliche Entdeckung zu verraten. Privatdetektiv Nigel Strangeways, der sich auf Geheiß der britischen Regierung ebenfalls vor Ort befindet, macht sich auf die Suche nach der vermissten Lucy. Kann er das Mädchen finden bevor der Professor seine geheime Forschung offenbart?

Meine Meinung:

Das Cover des Buches ist wunderschön und hat mich auf Anhieb angesprochen. Aber auch inhaltlich konnte das Buch mit unterhalten. Es lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Die Charaktere sind wie es sich für einen britischen Krimi gehört zum Teil etwas skurril und eigenwillig, aber vielschichtig und authentisch dargestellt. Besonders Lucy mochte ich sehr, auch wenn sie mir für eine Achtjährige fast schon zu weit entwickelt war.

Das atmosphärische Setting des Buches hat mir gut gefallen. Ländliche Idylle im südwestlichen England, alles ist verschneit und der Nachhall der Weihnachtstage ist noch zu spüren. Im absoluten Kontrast dazu schlagen plötzlich russische Agenten zu und entführen ein kleines Mädchen. Für es sich für einen Agententhriller gehört, wird es insbesondere zum Ende hin auch durchaus turbulent. Aber auch die für einen britischen Krimi üblichen logischen Schlussfolgerungen und Überlegungen kommen nicht zu kurz. Eine interessante und gelungene Mischung.

Fazit:

Britischer Krimi mit teils skurrilen Charakteren, beschaulichem Setting und einem spannenden Kriminalfall.

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