hat mir nur bedingt gefallen
Treppe aus PapierGefällt
christianewuensche
und 87 weitere Personen
„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern ...
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christianewuensche
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„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern auch wegen der Grundidee des Buches, nämlich eine Haus seine Geschichte erzählen zu lassen.
Drei Frauen spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch, das 1920 beginnt und bis in die Gegenwart reicht.
Nele, die jüngste der Frauen behandelt in der Schule das Thema Nationalsozialismus und Gründung der BRD. Da die anstehende Geschichtsklausur für ihren Abschluss von hoher Bedeutung ist, versucht sie an Informationen über diese Zeit zu kommen. Ihre Eltern sind sehr verhalten bei ihren Auskünften, aber eine Mitbewohnerin im Haus, Irma, 1933 geboren,erzählt Nele von dieser Zeit und so kommt Nele ins Nachdenken und will auch etwas über die eigene Familie erfahren.
Fragen werden aufgeworfen,wer war Schuld, wer trägt Mitschuld, welche Rolle hatten meine Eltern, meine Großeltern? Sicherlich Fragen, die sich viele Nachkriegsgenerationen gestellt haben.
Die Idee ein Haus einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte anhand von Lebensgeschichten der Bewohner erzählen zu lassen fand ich grandios, genau deshalb habe ich auch zu diesem Buch gegriffen. Allerdings habe ich mich ein bisschen schwer mit der Umsetzung getan. Es dauerte etwas bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, weil ich sie zu Anfang schon als etwas wirr empfunden habe, das hat sich aber beim Weiterlesen gegeben. Die Zeitsprünge, die nicht unbedingt immer durch Abschnitte gekennzeichnet waren, waren auch nicht unbedingt für ein flüssiges Lesen hilfreich. Auch bei der Sprache habe ich mich etwas schwer getan. Ich mag es wenn mit Worten gespielt wird, ich mag auch ausschweifende Satzgebilde, aber hier war mir von allem etwas zu viel.
Mich soll ein Buch unterhalten, ich möchte mich beim Lesen entspannen und das ist mir hier nicht wirklich gelungen. Es ist ein Buch das sicherlich eine ganz wichtige Aussage hat und die Idee des Buches war wirklich toll, doch das Buch ist einfach sehr anstrengend zu lesen, was mir etwas den Spaß genommen hat. Aber dies ist ein rein subjektiver Eindruck und ich bin sicher, dass andere Leser es mögen auf Sätzen rumzukauensie dreimal zu lesen, weil sie so schön klingen und sowas dieses Leseerlebnis nur bedingt überzeugend für mich.
Ein Buch das vom Inhalt und der Idee überzeugt und sehr wichtig ist, mir in der Umsetzung aber das Lesen schwer gemacht hat.