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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

hat mir nur bedingt gefallen

Treppe aus Papier
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Gefällt
christianewuensche
und 87 weitere Personen

„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern ...

Gefällt
christianewuensche
und 87 weitere Personen

„Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó war für mich ein besonderes Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner für mich etwas überbordenden Sprache, sondern auch wegen der Grundidee des Buches, nämlich eine Haus seine Geschichte erzählen zu lassen.

Drei Frauen spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch, das 1920 beginnt und bis in die Gegenwart reicht.
Nele, die jüngste der Frauen behandelt in der Schule das Thema Nationalsozialismus und Gründung der BRD. Da die anstehende Geschichtsklausur für ihren Abschluss von hoher Bedeutung ist, versucht sie an Informationen über diese Zeit zu kommen. Ihre Eltern sind sehr verhalten bei ihren Auskünften, aber eine Mitbewohnerin im Haus, Irma, 1933 geboren,erzählt Nele von dieser Zeit und so kommt Nele ins Nachdenken und will auch etwas über die eigene Familie erfahren.
Fragen werden aufgeworfen,wer war Schuld, wer trägt Mitschuld, welche Rolle hatten meine Eltern, meine Großeltern? Sicherlich Fragen, die sich viele Nachkriegsgenerationen gestellt haben.

Die Idee ein Haus einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte anhand von Lebensgeschichten der Bewohner erzählen zu lassen fand ich grandios, genau deshalb habe ich auch zu diesem Buch gegriffen. Allerdings habe ich mich ein bisschen schwer mit der Umsetzung getan. Es dauerte etwas bis ich in die Geschichte hineingefunden habe, weil ich sie zu Anfang schon als etwas wirr empfunden habe, das hat sich aber beim Weiterlesen gegeben. Die Zeitsprünge, die nicht unbedingt immer durch Abschnitte gekennzeichnet waren, waren auch nicht unbedingt für ein flüssiges Lesen hilfreich. Auch bei der Sprache habe ich mich etwas schwer getan. Ich mag es wenn mit Worten gespielt wird, ich mag auch ausschweifende Satzgebilde, aber hier war mir von allem etwas zu viel.
Mich soll ein Buch unterhalten, ich möchte mich beim Lesen entspannen und das ist mir hier nicht wirklich gelungen. Es ist ein Buch das sicherlich eine ganz wichtige Aussage hat und die Idee des Buches war wirklich toll, doch das Buch ist einfach sehr anstrengend zu lesen, was mir etwas den Spaß genommen hat. Aber dies ist ein rein subjektiver Eindruck und ich bin sicher, dass andere Leser es mögen auf Sätzen rumzukauensie dreimal zu lesen, weil sie so schön klingen und sowas dieses Leseerlebnis nur bedingt überzeugend für mich.

Ein Buch das vom Inhalt und der Idee überzeugt und sehr wichtig ist, mir in der Umsetzung aber das Lesen schwer gemacht hat.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

spannende Unterhaltung

Safe Space
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„Safe Space“ ist mein erstes Buch dieser Autorin und es hat mir spannende Lesestunden beschert.
Anna Salomon ist forensische Psychologin, in einer glücklichen Beziehung und hat vor 6 Jahren ihre Schwester ...

„Safe Space“ ist mein erstes Buch dieser Autorin und es hat mir spannende Lesestunden beschert.
Anna Salomon ist forensische Psychologin, in einer glücklichen Beziehung und hat vor 6 Jahren ihre Schwester verloren.
In der Wohnung ihrer Schwester, zu der sie aus familiären Gründen ein angespanntes Verhältnis hatte,wurden Beweise einer blutigen Auseinandersetzung gefunden, die anhand der Blutmenge den Verdacht nahe legen, dass ihre Schwester ermordet wurde. Die Leiche wurde aber nie gefunden.Anna hat aus genau diesem Grunde Psychologie studiert und der ungeklärte Tod ihrer Schwester lässt sie nicht los.
Als sie als forensische Psychologin in einem Hochsicherheitsgefängnis in Köln anfängt, hat seiner einen Beweggrund,den Mörder ihrer Schwester zu finden, den sie hier vermutet.Doch auch der Mörder hat einen Plan und so beginnt ein Katz und Maus Spiel mit offenem Ende.
Die Idee des Buches ist wirklich gelungen und das Buch hält das Spannungsniveau auch relativ stabil über das Buch hinweg.Am Ende kommt es sogar zu einem Show down.Allerdings fand ich das Ende etwas zudecken aufgetragen und etwas zu konstruiert.Anna als Protagonistin war ich etwas blass und nicht immer überzeugend.
Trotzdem ist es ein Thriller,der solide Unterhaltung und wenn man sich an den aufgezählten Kritikpunkten nicht stört, auch wirklich Spaß macht zu lesen.

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Veröffentlicht am 22.12.2022

ein etwas anderer Thriller

Die Stunde der Hyänen
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" Die Stunde der Hyänen " lässt mich etwas rtlos zurück, weiss ich doch nicht ganz genau , welchem Genre ich dieses Buch zuordnen soll. Thriller ist es in meinen Augen nicht unbedingt, eher eine Milieustudie ...

" Die Stunde der Hyänen " lässt mich etwas rtlos zurück, weiss ich doch nicht ganz genau , welchem Genre ich dieses Buch zuordnen soll. Thriller ist es in meinen Augen nicht unbedingt, eher eine Milieustudie einer Großstadt.

In Berlin treibt ein Feuerteufel sein Unwesen, immer wieder brennen Autos und eines Tages entkommt ein polnischer LKW Fahrer, der in seinem Wagen lebt, knapp diesem Anschlag.
Das Buch erzählt nun die Sicht verschiedener Menschen und ihre Einstellungen dazu.

Jette berichtet sehr erfolgreich in ihrer Zeitung darüber. In ihrem Privatleben ist sie nicht so erfolgreich mit ihrem derzeitigen Freund. Maurice verteilt Post in Bermin, gehört zu den Zeugen Jehovas und möchte heiraten. Romina Winter versucht dem Feuerteufel auf die Spur zu kommen.

Ich empfand dieses Buch nicht unbedingt als Thriller. Es wird sehr viel Wert auf die Ausgestaltung der Charaktere gelegt, was ich sehr spannend fand, das Geschehen als solches ließ es meiner Meinung nach etwas an Spannung fehlen.

Kann man lesen, wenn man weiß, dass es kein " sogenannter " Thriller ist.

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Veröffentlicht am 30.11.2022

Die Suche nach der Unbekannten

EAST. Welt ohne Seele
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Mit " EAST " startet der Autor eine Trilogie, die sich um den Agenten Jan Jordi Kazanski dreht, der wie schon einige Vorgänger skandinavischer Thriller eine selbstzerstörerische Seite hat. Dem Alkohol ...

Mit " EAST " startet der Autor eine Trilogie, die sich um den Agenten Jan Jordi Kazanski dreht, der wie schon einige Vorgänger skandinavischer Thriller eine selbstzerstörerische Seite hat. Dem Alkohol , aber auch dem weiblichen Geschlecht sehr zugeneigt, bekommt der Agent eine zweite Chance und soll die " Witwe" finden und ihr einige spezielle Fragen stellen.

Der Thriller ist spannend, ohne Frage, schreiben kann der Autor, wie er schon öfter unter Beweis gestellt hat. Doch leider wird der Spionagefall nicht stringend durchgeführt, sondern die Handlung verliert sich leider des öfteren in Nebenschauplätzen, was die Gesamtspannnung etwas leiden lässt.Die Geschichte ist vielschichtig und auch die agierenden Figuren sind sehr facettenreich dargestellt, sadass man abschliessend sagen kann. Es hat Spß gemacht und ich freue mich auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

ein Buch das mich nicht ganz überzeugen konnte

Meeresdunkel
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Mir fällt es immer sehr schwer ein Buch zu kritisieren, weil ich denke, dass der Autor sicherlich viel Arbeit und Herzblut in sein Projekt gesteckt hat und Geschmäcker sind ja auch bekanntlich verschieden. ...

Mir fällt es immer sehr schwer ein Buch zu kritisieren, weil ich denke, dass der Autor sicherlich viel Arbeit und Herzblut in sein Projekt gesteckt hat und Geschmäcker sind ja auch bekanntlich verschieden. Bei dem Buch „Meeresdunkel“ von Till Raether, erschienen im @rowohltverlag ,habe ich beim Lesen aber wenig Wohlfühlmomente gehabt, im Gegenteil, ich war oft genervt, weil ich vieles unlogisch und nicht nachvollziehbar fand, aber das ist eine rein subjektive Meinung.

Zwei Familien buchen aus einem Buchungsfehler heraus ein und dasselbe Haus auf Mallorca. Die Villa ist heruntergekommen, aber groß genug, dass beide Familien dort unterkommen können, da kein Ersatz geboten werden kann.
Der Roman erzählt nun aus Sicht dreier Personen.Henrike, die Mutter der einen Familie, Samuel, der Vater der zweiten Familie und sein Sohn Juri.
Die Geschichte ist einfach, aber flüssig erzählt.An spektakulären Dingen passiert für einen Spannungsthriller relativ wenig. Die Handlung bezieht sich eher auf die Personen der zwei Familien, ihre Beziehungen untereinander und um Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen. Dabei sind mache Dinge und Handlungen aber so abstrus und unglaubwürdig,dass mein logischer Verstand gestreikt hat.Und wenn ich Dinge nicht logisch einordnen kann, nervt mich das, was nicht unbedingt meiner Entspannung zuträglich ist.
Wir haben in diesem Buch zwar von Anfang an eine subtile Spannung, die sich auch durch das Buch zieht, aber die unglaubwürdigen Dinge die hier geschehen, verwirren so sehr,dass der Thrillergenuss auf der Strecke bleibt. Ich würde dieses Buch auch nicht unbedingt als Thriller, sondern eher als Familiendrama bezeichnen.

Alles in allem ein Buch das mich nur teilweise überzeugen konnte.

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