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Veröffentlicht am 23.12.2025

Der erste Fall

Das Münster-Komplott
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Hauptkommissar Konstantin Dietrichs hat sich nach Münster beworben, um über eine fehlgeschlagene Liebe hinwegzukommen. Gleich sein erster Fall erweist sich als sehr komplex. Eine Frau wird tot aufgefunden. ...

Hauptkommissar Konstantin Dietrichs hat sich nach Münster beworben, um über eine fehlgeschlagene Liebe hinwegzukommen. Gleich sein erster Fall erweist sich als sehr komplex. Eine Frau wird tot aufgefunden. Sie wurde erschlagen und ohne Hilfe ist sie dann gestorben. Doch vorher war die Frau auf einer Veranstaltung in Münster auf der sie von Aufdeckung von Straftaten gesprochen hatte und damit hochgestellte Persönlichkeiten in Münster bloßstellen wollte. In Kripokreisen heißen diese Personen, the Big Five. Diese sind allerdings auch dem Polizeipräsidenten bekannt und so nimmt der Druck auf Konstantin sehr schnell sehr stark zu.
Dieser regionale Krimi „Das Münster-Komplott“ von Simone Hausladen zeigt den ersten Fall des neuen Hauptkommissar in Münster. Schon das Cover zeigt eine sehr schöne Silhouette aus Münster mit den sehr schön wiederhergestellten Hausfronten des Rathauses und seines Nachbargebäudes. Es könnte für den neuen Hauptkommissar eine schöne und ruhige Zeit werden, wenn da nicht der neue Mordfall wäre, der tief in die Münsteraner Society hineinragt. Das, was die Autorin beschreibt, ist eine sehr beruhigende Atmosphäre für den neuen Kommissar. Sein Team nimmt ihn sehr freundlich auf und auch der Polizeipräsident nimmt ihn sehr freundlich auf, wenn da nicht sein Bezug zu einigen Verdächtigen wäre. Natürlich beschreibt die Autorin nicht nur die Aufklärung des Falles, sondern sie beleuchtet auch die Figur ihres Hauptcharakters sehr intensiv. Denn die Versetzung hatte ja seinen Grund und der liegt in dem beendeten Verhältnis mit seiner langjährigen Freundin. Doch dieses belastet ihn noch sehr tief und lässt ihn Alpträume erleben und fast in eine Alkoholabhängigkeit gleiten. Dies macht in meinen Augen diese Hauptperson sympathisch, da sie ihn auch als schwachen Menschen beschreibt und nicht nur als harten Kommissar. Die Beschreibungen des Lebens in Münster und auch des Karnevals kommen mir sehr bekannt vor. Die Sprache der Autorin ist sehr beschreibend und auch den Spannungsbogen hat sie sehr gut hinbekommen.
Alles in allem gefällt mir der Krimi sehr gut, weil ich den Fall sehr authentisch finde und mich in der Beschreibung des Ablaufes sehr gut einfinden konnte. Dieser Krimi ist lesenswert, weil er spannend und sehr unterhaltsam ist.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Menschenähnlich

Wie die Karnickel
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Henry Knox ist ein Kaninchenspotter, denn es gibt menschenähnliche Kaninchen, die registriert werden sollen, aber sich nicht offiziell zeigen. Die Kaninchen sind den Menschen ähnlich, werden aber nicht ...

Henry Knox ist ein Kaninchenspotter, denn es gibt menschenähnliche Kaninchen, die registriert werden sollen, aber sich nicht offiziell zeigen. Die Kaninchen sind den Menschen ähnlich, werden aber nicht anerkannt, ja sogar gehasst. Es gibt nur wenige Plätze, wo sie willkommen sind. So hat Henry ein Problem, als er in der Bibliothek Conny wiedertrifft, die er schon von der Universität kennt, und auch ein wenig verliebt in sie ist. Sie wohnt mit ihrer Familie direkt neben Henry, der dort mit seiner Tochter lebt. Doch eine Verbindung zwischen Kaninchenmenschen und Menschen ist nicht erlaubt und wird verfolgt. Als Henry eine Einladung bei seinen Nachbarn annimmt lernt Pippa auf einer anschließenden Party Harvey kennen und lieben. Henry hat Befürchtungen, dass jetzt Probleme auf ihn zukommen.
„Wie die Karnickel“ von Jasper Fforde ist eine Satire auf das Zusammenleben von unterschiedlichen Spezies. In diesem sind es nicht nur Menschen und menschenähnliche Kaninchen, sondern auch andere menschenähnliche Lebewesen baut der Autor in die Story ein. So ist der Vorgesetzte von Henry in der RabCoT ein Fuchs, der auch not Ffox heißt in Anlehnung an den Namen des Autors, aber auch ein Wiesel. Aber die Kaninchen sind wohl bedrohlicher für die Menschen, da sie auch sehr intelligent sind. So entsteht eine Gesellschaftssatire, die es in sich hat. Mit Hass auf die Neubewohner, mit Demütigungen und immer der Gefahr ausgesetzt von Füchsen straffrei ermordet zu werden. Hier wird der tägliche Rassismus beim Namen genannt. Dargestellt wird das auch auf dem Cover, das Markierungen in den Ohren der Kaninchen zeigen, von Bestrafungen. Es ist eine tiefgreifende Satire, die manchmal nicht leicht zu verstehen ist und es erfordert schon intensives Lesen, um hinter alle Andeutungen zu kommen. Natürlich hat das Buch einen Höhepunkt, der sich natürlich schön bis zum Ende zieht und immer wieder durch Andeutungen geschürt wird. Es gibt auch Fußnoten, die der Autor sehr gut einbaut und so dem ganzen auch einen pseudowissenschaftlichen Anstrich gibt. Interessant sind auch die Erklärungen, die der Autor jedem Kapitelanfang an den Anfang stellt.
Ich finde diese Satire sehr interessant und unterhaltsam. Manchmal habe ich versucht mir die Szenen bildlich vorzustellen und das hat dann schon ein tiefes Lächeln ausgelöst. Also ich möchte dieses Buch auch wegen seiner Aktualität gut empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Die Insel Berlin

Kein Wunder
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Fränge, Förster und Brocki, die sich schon seit Schulzeiten kennen und auch vieles gemeinsam haben. Fränge ist zum Studium nach Berlin gegangen, auch um der Bundesweht zu entgehen. Förster und Brocki fahren ...

Fränge, Förster und Brocki, die sich schon seit Schulzeiten kennen und auch vieles gemeinsam haben. Fränge ist zum Studium nach Berlin gegangen, auch um der Bundesweht zu entgehen. Förster und Brocki fahren nach Berlin, um ihn zu besuchen. Sie gehen natürlich mit Fränge auch nach Ostberlin. Dort bemerken sie das Fränge eine Freundin hat, Rosa, die er immer wieder besucht. Die Finanzierung der Fahrten, die immerhin 25 DM Eintritt kosten, erledigt er durch den Kauf von DDR Mathe Büchern und dem Verkauf vom Camping Kocher Juwel. Zurück in Berlin stellen die beiden Freunde fest, dass Fränge auch in Berlin West eine Freundin hat. Das antwortet Fränge ist seine Freiheit auch die Liebe zu leben. Verständlich ist das da im Jahr 1989 noch eien Mauer zwischen den beiden Teilen war, doch bald sollte die Mauer fallen:
Frank Goosen beschreibt in seinem Roman "Kein Wunder" drei Freunde, die ihre Jugend auf sehr unterschiedliche Weise leben. Fränge nutzt sein Leben in Berlin auf seine Weise. Der Autor beschreibt sehr unterhaltsam die Beziehungen untereinander. Der sehr liberale Fränge, der genau das tut, eas ihm nutzt. Der konservative Brocki, der immer wieder sehr intensive Diskussionen mit Fränge auslebt und der ruhige Förster, der an einem Drehbuch für einen Film schreibt.Das Abenteuer Berlin nehmen alle drei sehr unterschiedlich wahr, aber es ist halt eine unbekannte Welt für die beiden Bochumer. Der Aufenthalt in Berlin ist die eine Seite und auch die Beziehungen der beiden Teile, Ost und West, beschreibt Goosen sehr launig, spricht aber auch genau die Problematik des Lebens in Berlin an. Rosa, die Freundin von Frängen zeigt ihnen ihr Berlin und die Vergangenheit holt auch mich wieder ein, die die Geschichte des Jahres 1989 erzählt. Die Story spielt sich aber nicht nur in Berlin ab, sondern auch in Bochum, der Heimatstadt des Autors und natürlicherweise auch die der drei Freunde. Hier erfährt der Leser auch über die Familienverhältnisse und die Herausforderungen der drei mit ihren Familien.
Ich finde den vorliegenden Roman sehr unterhaltsam und die Story der drei Freunde auch sehr passend. Die Situation zwischen Ost und West wurde mir wieder sehr klar vor Augen geführt und so war es für mich auch möglich, die Wege der drei nachzuvollziehen. Ich kann das Buch gut weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Die Optimierung des Denkens

Besser denken
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Der Autor Henning Beck hat in seinem Buch „Besser denken – fokussieren, verstehen, entscheiden“ den neuesten Stand der Wissenschaft in diesen Feldern zusammengestellt und seine Sicht auf die Ergebnisse ...

Der Autor Henning Beck hat in seinem Buch „Besser denken – fokussieren, verstehen, entscheiden“ den neuesten Stand der Wissenschaft in diesen Feldern zusammengestellt und seine Sicht auf die Ergebnisse beleuchtet. Das sehr eindrucksvolle Titelbild, das nur aus dem Titel und einer Glühbirne besteht, ist für dieses Buch bezeichnend. In dem ein oder anderen Kapitel soll uns eine Lampe angehen. Es sind teilweise sehr alltägliche Dingen, die er mit sehr vielen Beispielen unterlegt, beschreibt. Dieses Buch ist daher auch sehr launig zu lesen, denn es sind keine Beispiele, die wir nicht ebenfalls aus unserem Leben kenne, aber noch nie ins Licht gestellt haben, bzw. uns darüber klar geworden sind, aus welchem Grund wir diese Dingen tun. Im Vorwort und im Nachwort hat er nochmal seine Stellung begründet und sie verständlich gemacht.
Dieses Buch hat 9 Kapitel, die unser tägliches Leben in ihren einzelnen Feldern in den Fokus stellt. Es hat alles mehr oder weniger direkt mit dem Denken zu tun, aber beschreibt auch Dinge, die wir ohne Nachdenken tun und die es lohnt zu verändern oder sich wenigstens klarzumachen, dass man das tut. Hier sind die Kapitel „Planen und Aufschieben“, „Gewohnheiten“ und „Entscheidungen“ zu nennen. Diese würde ich betrachten, wenn es um mich geht, aber so sind natürlich auch viele Themen dabei, die anderen Menschen am wichtigsten erscheinen, wie z.B. „Widerstandsfähigkeit“; „Anpassungsfähigkeit“ und „kritisches Denken“. Dieses Buch ist durch seine vielfältigen Themen für jeden gut geeignet, da es einzelne Bereiche des Lebens unter die Lupe nimmt und immer Anregungen gegeben werden, sein eigenes Handeln zu durchforsten und vielleicht am Ende bewusster mit diesen Inhalten umzugehen oder gar Veränderungen einzuleiten. Auf jeden Fall gibt es zu all diesen Ausführungen auch wissenschaftliche Artikel, die das Ganze unterstreichen.
Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen und in vielen Kapiteln mich auch wiedergefunden. Da ich mit diesen Themen schon länger beschäftige, war es für mich bereichernd noch einmal etwas darüber gelesen. Auch die wissenschaftlichen Artikel sind sicherlich interessant für viel Menschen. Ich fand es etwas überfrachtet. Nichts desto trotz ein Buch, das für dieses Thema eine Menge Anregungen gibt und es sich lohnt sich damit zu beschäftigen.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Bis an die Grenze

Wolfskälte
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Die DI´s Richard and Georgina fahren zu einem möglichen Mordfall nach Eilean Eadan, um der Staatsanwalt zu genügen. Diese Insel liegt irgendwo vor der Küste Schottlands und beherbergt ca. 200 Menschen. ...

Die DI´s Richard and Georgina fahren zu einem möglichen Mordfall nach Eilean Eadan, um der Staatsanwalt zu genügen. Diese Insel liegt irgendwo vor der Küste Schottlands und beherbergt ca. 200 Menschen. Der Tote wurde unterhalb des Leuchtturms gefunden und alles spricht für Selbstmord. Das typische für diese Insel ist das schlechte Wetter und damit werden die beiden DI ´s umgehend konfrontiert. Ansonsten werden sie von Kathy der Postmeisterin der Insel umsorgt mit allem, was notwendig ist für ihre Ermittlungen, die ca. eine Woche dauern sollen. Sie bekommen eine Kate in der sie schlafen und sich besprechen können. Ansonsten sind die Bewohner der Insel sehr verschlossen, nur Pater Ross und Kathy erscheinen ihnen zugänglich. Also beginnen sie ihre Ermittlungen und bemerken gleich wie ihre Beziehungen zu den Inselbewohnern aussehen werden.
„Wolfskälte“ von Laura McCluskey ist ein Krimi, der an einem ganz besonderen Ort spielt. Die Kargheit, die auf dem Cover dargestellt wird, kann man im ganzen Krimi nachvollziehen. Die Einwohner werden als Einsiedler dargestellt, die in einer eingeschworenen Gemeinschaft leben. Es sind nur einige wenige Personen, die die beiden DI´s begrüßen. Kathy, die Postmeisterin, die sie mit allem notwenigen ausstattet. Pater Ross das geistliche Oberhaupt der Insel ist eine der anderen Personen. George und Richard, sind in dieser Einöde auf sich selbst gestellt. George schleppt noch ein Geheimnis mit sich herum, denn sie hat ihre Verletzung noch nicht überwunden, denn sie braucht starke Schmerzmittel und Schlafmittel und scheint nur bedingt einsatzbereit. Die Kälte, die das Klima ausstrahlt, wird auch von den Einwohner des Eilands verstärkt. Die Autorin schafft es diese Atmosphäre sprachlich sehr gut zu unterstützen. Beim Lesen konnte ich die Kälte förmlich spüren. Die Darstellung der Ermittlungen sind sehr zäh dargestellt. Für mich ist das komplett nachvollziehbar und realistisch, denn die Bewohner wollen nicht mit den DI´s reden. Deutlich wird das, wenn selbst die Kinder sagen, dass sie nicht mit ihnen reden sollen. Geschickt baut die Autorin noch keltische Bräuche in die Erzählung ein, die auf der Insel natürlich zu Hause sind. Die Spannung steigt im Laufe der Geschichte merklich an und der Spannungsbogen wird bis zum Ende gut entwickelt.
Ich finde diesen Krimi ungewöhnlich und sehr spannend. Manchmal kommen mir die Abläufe als sehr stockend vor, doch wenn ich mich in die Ermittler versetze, kann ich deren Frust auch gut vorstellen. Ich mag das Buch auch zum Weiterempfehlen.

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