Bis an die Grenze
WolfskälteDie DI´s Richard and Georgina fahren zu einem möglichen Mordfall nach Eilean Eadan, um der Staatsanwalt zu genügen. Diese Insel liegt irgendwo vor der Küste Schottlands und beherbergt ca. 200 Menschen. ...
Die DI´s Richard and Georgina fahren zu einem möglichen Mordfall nach Eilean Eadan, um der Staatsanwalt zu genügen. Diese Insel liegt irgendwo vor der Küste Schottlands und beherbergt ca. 200 Menschen. Der Tote wurde unterhalb des Leuchtturms gefunden und alles spricht für Selbstmord. Das typische für diese Insel ist das schlechte Wetter und damit werden die beiden DI ´s umgehend konfrontiert. Ansonsten werden sie von Kathy der Postmeisterin der Insel umsorgt mit allem, was notwendig ist für ihre Ermittlungen, die ca. eine Woche dauern sollen. Sie bekommen eine Kate in der sie schlafen und sich besprechen können. Ansonsten sind die Bewohner der Insel sehr verschlossen, nur Pater Ross und Kathy erscheinen ihnen zugänglich. Also beginnen sie ihre Ermittlungen und bemerken gleich wie ihre Beziehungen zu den Inselbewohnern aussehen werden.
„Wolfskälte“ von Laura McCluskey ist ein Krimi, der an einem ganz besonderen Ort spielt. Die Kargheit, die auf dem Cover dargestellt wird, kann man im ganzen Krimi nachvollziehen. Die Einwohner werden als Einsiedler dargestellt, die in einer eingeschworenen Gemeinschaft leben. Es sind nur einige wenige Personen, die die beiden DI´s begrüßen. Kathy, die Postmeisterin, die sie mit allem notwenigen ausstattet. Pater Ross das geistliche Oberhaupt der Insel ist eine der anderen Personen. George und Richard, sind in dieser Einöde auf sich selbst gestellt. George schleppt noch ein Geheimnis mit sich herum, denn sie hat ihre Verletzung noch nicht überwunden, denn sie braucht starke Schmerzmittel und Schlafmittel und scheint nur bedingt einsatzbereit. Die Kälte, die das Klima ausstrahlt, wird auch von den Einwohner des Eilands verstärkt. Die Autorin schafft es diese Atmosphäre sprachlich sehr gut zu unterstützen. Beim Lesen konnte ich die Kälte förmlich spüren. Die Darstellung der Ermittlungen sind sehr zäh dargestellt. Für mich ist das komplett nachvollziehbar und realistisch, denn die Bewohner wollen nicht mit den DI´s reden. Deutlich wird das, wenn selbst die Kinder sagen, dass sie nicht mit ihnen reden sollen. Geschickt baut die Autorin noch keltische Bräuche in die Erzählung ein, die auf der Insel natürlich zu Hause sind. Die Spannung steigt im Laufe der Geschichte merklich an und der Spannungsbogen wird bis zum Ende gut entwickelt.
Ich finde diesen Krimi ungewöhnlich und sehr spannend. Manchmal kommen mir die Abläufe als sehr stockend vor, doch wenn ich mich in die Ermittler versetze, kann ich deren Frust auch gut vorstellen. Ich mag das Buch auch zum Weiterempfehlen.