Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2025

So zauberhaft!

Kleine Hexe Nebel 3: Die Quelle der Geheimnisse
0

Nebel ist immer noch auf der Suche nach der einstigen Dorfhexe Naia, von der sie sich Antworten über das Rätsel ihrer Herkunft erhofft. Doch Naia ist wie vom Erdboden verschluckt und hat kaum Spuren hinterlassen. ...

Nebel ist immer noch auf der Suche nach der einstigen Dorfhexe Naia, von der sie sich Antworten über das Rätsel ihrer Herkunft erhofft. Doch Naia ist wie vom Erdboden verschluckt und hat kaum Spuren hinterlassen. Aufgeben kommt für Nebel aber auf keinen Fall infrage. Als sie schließlich den entscheidenden Hinweis findet, macht sie sich sofort auf den Weg in den verbotenen Wald, begleitet von ihrem besten Freund Hugo und ihrem kleinen cleveren Schweinchen Hubert. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt. Die Drei treffen auf hinterhältige Feen, bekommen es mit eisigen Temperaturen zu tun und müssen sich am Ende einer uralten Macht stellen. Ob sie Naia wohl finden und das Geheimnis um die kleine Hexe Nebel lüften werden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil von „Kleine Hexe Nebel“, der direkt an die vorangegangenen Ereignisse anknüpft. Es empfiehlt sich daher, die zwei Vorgänger zu kennen.
Nachdem mir die ersten beiden Bände so viel Freude bereitet haben, konnte ich das nächste Abenteuer kaum erwarten und hach, was soll ich sagen, ich bin mal wieder ganz hin und weg! Schon das Cover ist wieder zum Verlieben und genauso ist auch die Geschichte dahinter.

Jérôme Pélissier und Carine Hinder haben hier einen weiteren entzückenden Hexencomic geschaffen, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Mit viel Liebe zum Detail entführt uns das Duo zurück in die magische Welt der kleinen Hexe Nebel. Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und zaubern garantiert jedem ein Lächeln ins Gesicht. Nebel ist und bleibt eine bezaubernde Protagonistin, die man mit ihrer wunderbar kecken und dickköpfigen Art und ihrem unerschütterlichen Selbstbewusstsein einfach gernhaben muss. Mutig und entschlossen geht sie ihren Weg und zeigt uns, dass es sich lohnt, an sich selbst und seine Träume zu glauben und es nichts Wertvolleres im Leben gibt, als gute Freund*innen, auf die man sich immer verlassen kann. Es ist einfach wieder ein großer Spaß, diese kleine Möchtegernhexe und ihre zwei besten Freunde Hugo und Hubert auf ihrer Mission zu begleiten. Dass ihr treues kluges Schweinchen ihr dabei erneut ziemlich oft heimlich aus der Patsche hilft, merken sie und Hugo mal wieder gar nicht, was einen ständig zum Schmunzeln bringt. Langweilig wird auch diesmal zu keiner Zeit. Die Handlung sprüht nur so vor Situationskomik, Humor und Charme und hält einige Überraschungen bereit. Vor allem die Auflösung kommt ziemlich unerwartet daher, ich zumindest habe sie nicht vorhersehen können. Mehr dazu wird an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten – was Nebels großes Geheimnis ist, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Auch optisch ist dieser Band ein echtes Highlight. Die bunten und atmosphärischen Illustrationen des französischen Künstlerpaars sind einfach wieder herrlich anzusehen und so ausdrucksstark gezeichnet, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. Insgesamt ist der Text recht gering gehalten, sodass diese Reihe ideal zum Selberlesen für Kinder ab 8 Jahren geeignet ist.

Hinten im Buch gibt es dann noch ein paar interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Nebel, die einem diese Reihe nur noch sympathischer machen. Wie gut, dass mit diesem Band noch nicht Schluss ist. Eigentlich war ich ja davon ausgegangen, dass es sich bei dieser Reihe um eine Trilogie handelt, allerdings habe ich vorhin zu meiner großen Begeisterung entdeckt, dass es im Französischen bereits einen vierten Teil gibt. Hoffentlich wird auch dieser noch ins Deutsche übersetzt!

Fazit: Einen wundervollen dritten Band haben uns Jérôme Pélissier und Carine Hinder hier gezaubert. Auch „Kleine Hexe Nebel – Quelle der Geheimnisse“ ist ein zuckersüßer Wohlfühlcomic ab 8 Jahren mit lustigen Dialogen und liebenswerten Charakteren, die das Leserherz im Sturm eroberen. Spannend, überraschend, so schön illustriert und voller Fantasie und Herz. Ich habe auch diesen Band mit dem größten Vergnügen gelesen, ich liebe diese Reihe einfach. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2025

Unterhaltsam, charmant und so schön illustriert!

Greenwood. Band 3
0

Die Freunde des Samstagsclubs sind immer noch dabei, das große Geheimnis des vergifteten Kuchens zu lösen. Eigentlich möchte Honey, der Fuchs, lieber für die Schule lernen, aber der Rabe Fog und Basel, ...

Die Freunde des Samstagsclubs sind immer noch dabei, das große Geheimnis des vergifteten Kuchens zu lösen. Eigentlich möchte Honey, der Fuchs, lieber für die Schule lernen, aber der Rabe Fog und Basel, die Grille, können ihn schließlich dazu überreden, ihn in den Wald zu begleiten. Das Ziel: Die Brei-Apfelbäume, die mitten im Sumpf liegen. Denn dies ist der einzige Ort, wo man in Greenwood Kaugummi finden kann. Ihre Mission ist aber streng geheim! Die anderen Clubmitglieder dürfen davon nichts wissen, denn wenn zu viele mitmachen, gefährdet das die Ermittlungen. Dieser Meinung ist zumindest Fog. Dank ihrer Entdeckung können sie einige Verdächtige von ihrer Liste streichen, aber die Sache leibt weiter ziemlich verzwickt. Die Drei kommen ohne die Hilfe ihrer Freunde nicht weiter. Ob sie den Fall wohl gemeinsam lösen werden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Greenwood-Serie, der nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse anknüpft. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, mit dem ersten Band zu starten.
Nachdem mir die zwei vorherigen Bände so gut gefallen haben, war ich voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer. Schon das Cover ist wieder der reinste Blickfang und passt perfekt zu seinen Vorgängern, obwohl auch dieses Mal ein anderer Zeichner am Werk war. Denn das ist das Besondere an dieser Reihe: In jedem Band erweckt ein anderer Künstler oder eine andere Künstlerin das Greenwood-Universum zum Leben und bringt seine oder ihre eigene Note ein. Nur die Enzyklopädie-Seiten, mit denen jeder Band gespickt ist, stammen von ein und demselben Illustrator: Giovanni Rigano, dem dieses Mal auch die Gestaltung der Geschichte anvertraut wurde. Und wie nicht anders zu erwarten war, überzeugt er auf ganzer Linie.

Optisch ist auch dieser Band ein echtes Highlight! Giovanni Riganos Illustrationen ähneln auf den ersten Blick sehr denen seiner beiden Vorgänger, besitzen gleichzeitig aber auch ihren ganz eigenen Charakter. Sein verspielter und atmosphärischer Stil ist einfach die ideale Wahl für diese Reihe. Sämtliche Panels strotzen nur so vor Detailliebe und schaffen durch die gedeckte, warme Kolorierung eine märchenhaft-magische Waldatmosphäre.

Auch inhaltlich weiß dieser Band zu begeistern. Mit seinen gut 48 Seiten mag er zwar ebenfalls recht kurz daherkommen, doch es steckt weitaus mehr darin als gedacht. Erneut entführt uns das französische Autorinnen-Duo Barbara Canepa und Anaïs Halard nach Greenwood - eine anthropomorphe Tierwelt, die vor allem für Fans von „Winnie Puuh“ oder „Der Wind in den Weiden“ ein wahrer Leckerbissen ist. Im Mittelpunkt stehen wieder die sechs Tierkinder des Samstagsclubs, die man bereits im ersten Band ins Herz geschlossen hat. Die weiteren Figuren werden jedoch nicht minder liebevoll beschrieben und sorgen mit ihren verschiedenen Eigenheiten für ein herrliches Lesevergnügen. Auch als erwachsener Leserin erfreut man sich an dem Humor, der niemals platt daherkommt, sondern unterhaltsam, charmant und mit viel Herz. Es macht einfach wieder Spaß, die Mitglieder des Samstagsclubs zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Gemeinsam setzen sie weiter alles daran, das Rätsel um den vergifteten Kuchen zu lösen und zeigen uns dabei einmal mehr, dass Zusammenhalt stark macht und es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, mit denen man durch dick und dünn gehen kann.
Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wundersames Wissen über die Natur. So erfährt man unter anderem mehr über die Tierspuren des Waldes oder welche Kräfte der Honig besitzt.

Die Geschichte endet recht abgeschlossen, lässt am Ende aber genügend Spielraum für eine weitere Fortsetzung. Auf Französisch ist gibt es sogar schon einen vierten Band, diesmal illustriert von Kerascoët. Die deutsche Übersetzt folgt voraussichtlich im Juni 2026 und ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: Mit viel Witz, Charme und einer Prise Spannung geht es mit dem Samstagclub in die nächste Runde. Auch der dritte Greenwood-Band besticht durch sein wunderschönes Artwork, seine liebenswerten Charaktere und lehrreichen Botschaften und zieht nicht nur Kinder in den Bann. Ein wunderbarer Wohlfühlcomic für alle ab 8 Jahren, die gerne in fantasievolle Welten eintauchen und die Natur und Abenteuer lieben. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser süßen Graphic-Novel-Reihe und kann es kaum erwarten, weiterzulesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 19.12.2025

Genauso herrlich wie der erste Band!

Es düst ein Rentier durch den Schnee
0

Es ist der erste Weihnachtsfeiertag und die vierköpfige Familie Winterwald ist schon voller Vorfreude auf ihren Skiurlaub in den Bergen. Endlich kann Frieda ihren neuen Superspeeder-Poposchneeflitzer ausprobieren, ...

Es ist der erste Weihnachtsfeiertag und die vierköpfige Familie Winterwald ist schon voller Vorfreude auf ihren Skiurlaub in den Bergen. Endlich kann Frieda ihren neuen Superspeeder-Poposchneeflitzer ausprobieren, den sie zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Von Schnee ist bei ihnen zu Hause nämlich keine Spur, nur Matsch und grauer Himmel. Doch mit entspannten, Rentier-Freien Winterferien (wie Papa gehofft hat) wird es auch in diesem Jahr nichts. Denn zu aller Verwunderung klingelt plötzlich der Postbote an der Tür, mit einem großen Paket für Frieda. Und darin sitzt – Überraffung!“ – Rentier Flinn. Der Arme leidet seit neuestem unter extremer Flug- und Höhenangst und der Weihnachtsmann bittet die Winterwalds um ihre Hilfe. Frieda und Anton freuen sich riesig, die Begeisterung von Papa hält sich dagegen in Grenzen. Doch er fügt sich seinem Schicksal und so geht es für die Winterwalds mitsamt (verfressenem) Rentier in den Winterurlaub. Klar, dass Chaos da vorprogrammiert ist (wie sich auch schon auf der Hinfahrt zeigt). Während Papas rote Flecken am Hals immer mehr werden, setzt Frieda alles daran, ihrem flugkranken Freund zu helfen. Kein leichtes Unterfangen, wie sich schnell herausstellt und als wäre das nicht schon genug, ist da dann auch noch dieser merkwürdige Hotelkoch, der sich brennend für Flinn zu interessieren scheint...

Was war meine Freude groß als ich hörte, dass es dieses Jahr mit Rentier Flinn und der Familie Winterwald weitergehen wird. Den ersten Band habe ich geliebt – wenn ihr ihn noch nicht kennt, habt ihr eindeutig etwas verpasst! Am besten wäre es natürlich, wenn ihr ihn vor dem zweiten Teil lest, zwingend erforderlich ist es jedoch nicht. Die Bände können auch sehr gut unabhängig voneinander genossen werden.

Meine Erwartungen an die Fortsetzung waren entsprechend hoch und was soll ich sagen, sie wurden mehr als erfüllt! Smilla Blau hat uns eine weitere entzückende Wintergeschichte gezaubert, die Jung und Alt gleichermaßen Spaß macht und der ideale Begleiter für die Nachweihnachtszeit ist. Auch dieser Band startet am ersten Weihnachtsfeiertag und kommt genauso trubelig, rührend und unterhaltsam daher wie der Vorgänger – wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr. Ein vermummtes Rentier auf dem Beifahrersitz; ein (fauler) Papa, der ständig Rücken hat; ein Rentier bei der Maniküre; viele, viele Rentierkackis - man kommt aus dem Schmunzeln oft gar nicht mehr heraus und da es stellenweise auch noch ganz schön aufregend wird, sind Lesepausen nahezu unmöglich. Rentier Flinn ist und bleibt ein bezaubernder Charakter, den man mit seinem ulkigen Sprachfehler („Überraffung!“) und seiner großen Verfressenheit („Jetft Fimtkekfe?“) sofort ins Herz schließt. Die weiteren Figuren sind jedoch nicht minder liebevoll gezeichnet, vor allem die kleine Frieda mit ihrer kindlich-naiven Sicht auf die Welt ist einfach herzallerliebst. Die Freundschaft zwischen ihr und Flinn wird erneut wunderschön beschrieben und geht richtig zu Herzen. Dank seiner kleinen Freundin wird Rentier Flinn mutig über sich hinauswachsen, was einfach toll mitzuerleben ist.

Susanne Göhlich hat das Ganze mit ihrem unverwechselbaren Stil zum Leben erweckt. Ihre zahlreichen bunten Illustrationen passen mal wieder perfekt zur Geschichte und stecken voller witziger Details. Gemeinsam mit dem Text sorgen sie für eine winterliche Wohlfühlatmosphäre und zaubern einem immerzu ein Lächeln ins Gesicht.

Fazit: Rentier Flinn ist wieder da und das Warten hat sich gelohnt! „Es düst ein Rentier durch den Schnee“ ist eine tierisch schöne nachweihnachtliche Wintergeschichte ab 5 Jahren mit ganz viel Herz, Witz und wunderbarem Winterspaß. Ein herrliches (Vor-)Lesevergnügen für ganze Familie. Lustig, liebenswert und turbulent - oder wie Flinn sagen würde: Daf fuperduper! Ich bin auch von diesem Band hellauf begeistert, mir hat er genauso gut gefallen wie der erste. Auf das nächste Abenteuer mit Rentier Flinn und den Winterwalds freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2025

Eine zauberhafte Fortsetzung voller Fantasie und Herz!

Marnie Mitternacht. Das gestohlene Zauberbuch (Band 2)
0

Marnie Mitternacht hat sich gut an der Minitier-Akademie eingelebt und kann es jeden Tag kaum erwarten, mehr über die magische Welt der Krabbler zu lernen. Vor allem auf die Stunden bei ihrem großen Idol ...

Marnie Mitternacht hat sich gut an der Minitier-Akademie eingelebt und kann es jeden Tag kaum erwarten, mehr über die magische Welt der Krabbler zu lernen. Vor allem auf die Stunden bei ihrem großen Idol Lunora Flügelherz freut sie sich immer sehr. Neben Schulunterricht steht demnächst aber noch etwas anderes auf dem Programm: Ein großer Schulwettbewerb, bei der die Schülerinnen in Teams gegeneinander antreten müssen. Die Siegerinnen erhalten einen tollen Pokal und Marnie und ihre zwei besten Freundinnen Stella und Flavio setzen alles daran, zu gewinnen. Doch als ihre fiese Mitschülerin Veronika Tupfel das Zauberbuch stiehlt und einen verbotenen Spruch anwendet, wird der Wettkampf für Marnie völlig unwichtig. Der Spruch geht gewaltig schief und dann gerät Veronika auch noch in große Gefahr. Für Marnie und ihre Freundinnen steht natürlich sofort fest, dass sie ihre Klassenkameradin retten müssen...

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil von Marnie Mitternacht, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Mehr Spaß macht es jedoch, wenn man mit dem ersten Band startet.
Ich liebe die Bücher von Laura Ellen Anderson und nachdem mir auch das erste Abenteuer rund um Marnie Mitternacht richtig gut gefallen hat, war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Meine Erwartungen waren entsprechend noch und ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil, mir hat dieser Band sogar noch ein bisschen besser gefallen als der Vorgänger.

Laura Ellen Anderson ist einfach immer ein Garant für zuckersüße Kinderbücher. Auf ihre gewohnt liebevolle Weise entführt sie uns zurück in Marnies zauberhaft magische Krabblerwelt, in der es vor fantasievollen Ideen nur so wimmelt. Die Karte und Steckbriefe zu Beginn liefern diesbezüglich schon mal einen guten Vorgeschmack. Es gibt hier einfach so viel zu entdecken: Die verschiedensten Insektenarten, von Schmetterlingen über Käfer bis hin zu Würmern – sogar eine Biene, die neununddreißig Prozent Marienkäfer und ein Prozent Geheimnis ist, ist dabei! An der Akademie der Minitiere stehen außergewöhnliche Schulfächer auf dem Plan wie Krabblerkunde oder Fressfeindforschung und zu futtern gibt es Nektarnudeln und Baumharzbrötchen und noch allerhand mehr. Wie man es von Laura Ellen Anderson kennt, sprüht die Geschichte mal wieder nur so vor Kreativität und originellen Wortspielen. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch wieder der Übersetzerin Katrin Segerer die die ganzen Wortneuschöpfungen so schön ins Deutsche übertragen hat.
Eins ist sicher: Langweilig wird es hier zu keiner Zeit! Neben jeder Menge Witz und Einfallsreichtum punktet dieser Band auch mit rasanten Wendungen, die Lesepausen nahezu unmöglich machen, sowie wichtigen Botschaften über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt. Die aufgeweckte kleine Motte Marnie und ihre Freund*innen Flavio und Stella sind ein tolles Team – ziemlich verschieden, aber zusammen unschlagbar! Gemeinsam wachsen sie über sich hinaus und zeigen uns, dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, auf die man sich immer verlassen kann.

Auch optisch ist dieser Band ein Highlight, angefangen beim Cover bis hin zur Innengestaltung. Laura Ellen Anderson hat die Geschichte mit ihren zahlreichen fröhlichen schwarz-weiß Zeichnungen zum Leben erweckt. Nahezu auf jeder Doppelseite kommen wir in den Genuss ihrer Illustrationen, die wie gewohnt herrlich anzusehen sind und das Erzählte perfekt unterstreichen.

Fazit: Eine wunderbare Fortsetzung hat uns Laura Ellen Anderson hier gezaubert. Auch „Marnie Mitternacht – Das gestohlene Zauberbuch“ ist ein spannendes und lustiges Krabblerabenteuer voller Fantasie und Herz und mit einer kleinen starken Heldin, die man einfach liebhaben muss. Ein flattertastischer Lesespaß zum Staunen, Schmunzeln und Mitfiebern. Ich bin auch von diesem Band richtig begeistert! Auf den dritten Teil (der leider erst im Juni 2026 erscheinen wird) freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2025

Ein großartiger Kindercomic!

Einmal kurz nicht aufgepasst
0

Die beiden gewitzten Waschbären Walther und Juri knurrt mal wieder ganz schön der Magen, die leckeren Butterblumen haben ihnen einfach nicht gereicht. Auf ihrer Suche nach mehr Futter stoßen die beiden ...

Die beiden gewitzten Waschbären Walther und Juri knurrt mal wieder ganz schön der Magen, die leckeren Butterblumen haben ihnen einfach nicht gereicht. Auf ihrer Suche nach mehr Futter stoßen die beiden auf eine gut gefüllte Mülltonne, aus der es verführerisch duftet. Sie lassen es sich schmecken und gönnen sich danach ein ausgiebiges Schläfchen. Am nächsten Morgen werden sie unsanft von der Müllabfuhr geweckt und landen schließlich in einem Tierheim. Hier wollen die beiden Freunde aber auf keinen Fall bleiben! Zum Glück gelingt ihnen die Flucht. Im Hamburger Hafen angekommen, legen sie auf einem Container erst einmal eine Verschnaufspause ein – und finden sich beim Erwachen auf einem großen Schiff wieder. Als würden die Zwei nicht schon tief genug im Schlamassel stecken, geht es für sie nun auch noch in die weite Welt hinaus, wo sie riesige Wale, tosende Stürme und blinde Passagiere erwarten. Ob sie wohl den Weg nach Hause zurückfinden werden?

Regina Kehn zählt schon seit langem zu meinen absoluten Lieblingsillustratorinnen. Ich liebe einfach ihren unverwechselbaren Stil, mit dem sie alles immer so treffend in Szene setzt. Auf ihren ersten eigenen Comic war ich daher wahnsinnig gespannt und ich wurde nicht enttäuscht!

Regina Kehn hat uns hier einen tierisch schönen Kindercomic gezaubert, an dem man auch als Erwachsener seine helle Freude hat. Mit viel Witz, Herz und ihrem unverkennbaren Strich erzählt die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin von Freundschaft und Zusammenhalt, Entdeckergeist, Reiselust und Heimweh. Gemeinsam mit dem Waschbären-Duo Walther und Juri begibt man sich auf einen ziemlich abenteuerlichen Road-Trip voller brenzliger Situationen, unvergesslicher Begegnungen und verrückter Überraschungen. Mutig, pfiffig und verfressen stürzen sich die Zwei ins Abenteuer (wenn auch etwas unfreiwillig) und lernen auf ihrer Reise nicht nur viel über Welt, sondern auch über sich selbst. Die beiden Freunde sind ein tolles Team, ziemlich verschieden, aber zusammen unschlagbar. Man muss sie einfach ins Herz schließen und möchte sich am liebsten gar nicht mehr von ihnen verabschieden.

Auch optisch überzeugt dieser Comic auf ganzer Linie. Die farbenfrohen Illustrationen von Regina Kehn sind gewohnt humorvoll, ausdrucksstark und stimmungsvoll gezeichnet, vor allem die Bilder von Hamburg haben es mir angetan. Sie laden zum Entdecken und Schmunzeln ein und kommen öfters über mehrere Panels hinweg ganz ohne Sprechblasen aus. Mit seiner überschaubaren Textmenge und den kurzen, knackigen Sätzen ist „Einmal kurz nicht aufgepasst“ einfach die ideale Lektüre für Erstleser*innen und Lesemuffel und mal wieder ein rundum gelungenes Buch aus dem Kibitz Verlag.

Fazit: „Einmal kurz nicht aufgepasst – Zwei Waschbären und ein Meer von Problemen“ ist ein herrlich turbulentes Freundschaftsabenteuer mit zwei liebenswerten Helden zum Mitfiebern und Gernhaben. Ein wunderbares Comic-Debüt ab 6 Jahren, das nach mehr verlangt. Unterhaltsam, klug und großartig illustriert. Also ich bin begeistert von Regina Kehns erstem Kindercomic, mir hat er großen Spaß gemacht! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere