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Veröffentlicht am 12.01.2026

starker dritter Teil

Rostiges Grab
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„Rostiges Grab“ ist der dritte Teil der Reihe um besondere Fälle mit Leonore Askers als ermittelnde Kommissarin. „Stille Falle“ der erste Fall und auch „Eisiges Glas“ sind in den vergangenen Jahren erschienen. ...

„Rostiges Grab“ ist der dritte Teil der Reihe um besondere Fälle mit Leonore Askers als ermittelnde Kommissarin. „Stille Falle“ der erste Fall und auch „Eisiges Glas“ sind in den vergangenen Jahren erschienen. Diese Vorgängerbände sind auf jeden Fall lesenswert, da sie sehr spannend sind, „Rostiges Grab“ kann aber auch unabhängig von diesen Büchern gelesen werden, da es sich um abgeschlossene Fälle handelt. Die privaten Zusammenhänge unter den agierenden Personen sind zwar von Interesse, erklären sich aber im Laufe des Falles und sind nicht ausschlaggebend für das große Ganze.

Auch bei diesem Fall komme ich nicht umhin Parallelen zur Adler Olsen Reihe festzustellen.Auch hier arbeitet das Team an hoffnungslosen Fällen und auch hier sind die Ermittler etwas skurril, haben so ihre Eigenarten und arbeiten in der Etage - 1.

Der Fall als solches ist superspannend, sehr atmosphärisch und mystisch von der Thematik her.

In einer alten Torffabrik wurde vor zehn Jahren die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr Mörder, ihr Ehemann ,ist nicht gefunden worden.Die Leiche selbst zeigt große Ähnlichkeit auf zu einer vor Jahrzehnten gefundenen Moorleiche dem „ Graumädchen“, der neben anderen Verletzungen auch ein Finger fehlte. Auch Elena, der aufgefundenen Leiche, fehlt ein Finger. Genau dieser Finger taucht in der alten Torffabrik wieder auf, in die zwei Urbexer eindringen, die zuvor Informationen und den Schlüssel zu dem ansonsten verschlossenen Gebäude erhalten. Dort treffen sie auf eine verwirrte Frau, die genau diesen vermissten Finger bei sich hat.
Asker wird dieser Fall zugetragen, der eigentlich in die Abteilung „Cold cases „ gehört. Ihr ehemaliger Liebhaber und Kollege Hellmann hofft dadurch eine anstehende Beförderung Askers zu verhindern, in dem sie bei diesem Fall in eine Falle tappt. Was er anscheinend nicht weiß ist, dass mehr hinter dem Fall steckt als nur der Mord an Elena.

Wieder bin ich atemlos durch das Buch gehetzt, konnte es nicht zu Seite legen, weil der Fall so spannend und komplex war.Das Team um Asker ist in der Recherchearbeit und auch sonst grandios,auch ihr Freund Hill, ein Urbexer, das sind Menschen, die verlassene oder schwer zugängliche Orte erkunden,meist fotografieren und dann ins Netz stellen, spielt wieder eine große Rolle.
Der Fall entwickelt sich im Laufe der Zeit immer spannender und geheimnisvoller und es kommt zu einigen spannenden Verfolgungsjagden.Auch die Komplexität des Falles war klasse.

Die einzelnen Figuren sind einfach gut beschrieben, agieren realistisch, was den Fall dadurch auch sehr authentisch wirken lässt.

Anders de la Motte braucht sich mit seinen Büchern nicht vor denen von Jussi Adler Olsen verstecken. Das Setting ist zwar immer ein anderes als in seinen Büchern, aber die Spannung ist in den Büchern von Anders de la Motte gleichbleibend hoch, sodass man von Anfang an ein absolutes Krimivergnügen genießen kann.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

ein sehr emotionaler Roman

Sonnenaufgang Nr. 5
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" Sonnenaufgang Nr. 5" von Carsten Henn ist ein Buch das das Herz berührt und mirb gut gefallen hat.

Der neunzehnjährige Jonas hat gerade sein Germanistikstudium abgebrochen und ist auf dem Weg an die ...

" Sonnenaufgang Nr. 5" von Carsten Henn ist ein Buch das das Herz berührt und mirb gut gefallen hat.

Der neunzehnjährige Jonas hat gerade sein Germanistikstudium abgebrochen und ist auf dem Weg an die Nordsee zu einem Ort, an dem die exentrische Filmdiva Stella Dor lebt. Als Ghostwriter ist er von ihr beauftragt worden ihre Biografie zu schreiben. Für Jonas hängt viel vom Erfolg dieses Projektes ab.

Stella Dor lebt in einem Strandpavillon, der kurz davor ist abgerissen zu werden. Umgeben von vielen Büchen und ebenso vielen Zetteln auf denen sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben hat , trifft Jonas auf diese beeindruckende Frau und macht sich engagiert ans Werk, das Leben der Diva auf Papier zu bringen. Doch stimmen die Erinnerungen mit der Wirklichkeit überein ?

In diesem Buch dreht es sich um Erinnerungen in all ihren Facetten.Nach und nach merkt man, dass sowohl Stella und auch Jonas Schwierigkeiten mit ihren Erinnerungen haben, jeder hat sein Päckchen zu tragen, wie übrigens auch andere Bewohner dieses Ortes, die als Nebenfiguren auftreten.
Jeder hat seine eigenen Erinnerungen und jeder geht anders damit um. Für den einen bedeuten sie Freude und ein warmes Gefühl das sie umgibt, ein Gefühl, das sie immer wieder neu erleben möchten, um die Erinnerung aufrecht zu erhalten und den Menschen nicht zu vergessen. Für den anderen bedeuten sie Trauer oder auch Angst an Gefühlen zu rühren, die einfach weh tun und sie verschleiern ihre Erinnerungen, um besser weiterleben zu können. Wieder andere stellen sich den Erinnerung erst gar nicht oder haben auf Grund von Krankheit ihre Erinnerungen verloren.

Carsten Henn ist ein sehr feinfühliges Buch gelungen das jeden Leser anspricht, denn jeder hat seine Erinnerungen, ob nun positive oder negative und jeder hat seine Art damit umzugehen .
Die einzelnen Figuren in diesem Buch fand ich schön beschrieben, weil sie eine große Paletten abdeckten. Vom Vater, über Freunde,Söhne und Töchter, eine Witwe , die beschriebene Diva bis hin zu einem Hund, es wurde an alle gedacht.

Obwohl mich das Buch teilweise zu Tränen gerührt hat, hat es doch etwas sehr Hoffnungsvolles und so schließt man das Buch mit einem guten Gefühl.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Gesellschaftsroman vom Feinsten

Aufsteiger
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„Der Aufsteiger „ist der zweite Roman, den ich von diesem Autor lese und er hat mir genauso gut gefallen wie „Der Honigmann“.
Dem Autor gelingt es einfach sehr gut Gesellschaftsromane aus einer Kombination ...

„Der Aufsteiger „ist der zweite Roman, den ich von diesem Autor lese und er hat mir genauso gut gefallen wie „Der Honigmann“.
Dem Autor gelingt es einfach sehr gut Gesellschaftsromane aus einer Kombination aus Witz und Ernsthaftigkeit zu schreiben, die einen sowohl gut unterhalten ,als auch zum Nachdenken anregen.Sie halten der Gesellschaft den Spiegel vor und legen deren Ungereimtheiten schonungslos bloß. Man schmunzelt und schüttelt den Kopf und wundert sich eigentlich über nichts mehr.

Felix, Anfang fünfzig, ist stellvertretender Chefredakteur einer der renommiertesten Zeitungen Deutschlands.Nach dem sich der Chefredakteur eine großen Fauxpas geleistet hat und gehen muss, ist sich Felix sicher, seine Nachfolge anzutreten. Doch leider geht die Rechnung nicht auf. Der Inhaber der Zeitung, ein Mann, der seine Milliarden mit dem Vertrieb von Kleidung in der rechten Szene verdient hat, möchte seiner Frau, die er über alles liebt und die ihre Vergangenheit nun durch die Unterstützung der feministischen Szene rein waschen möchte, ihren Wunsch erfüllen und so stellt diese eine junge Frau ein, die schon ihr Volontariat bei der Zeitung gemacht und sich der linken Szene zugehörig fühlt. Für Felix ein Schock, auch deshalb , weil er Zoe sehr gut kennt und eine spezielle Beziehung zu ihr hat. Die Entscheidungen,die er daraufhin trifft, beeinflussen seinen weiteren Lebensweg maßgeblich.

Es hat einfach Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Vieles wird mit einem Augenzwickern erzählt, ohne den Ernst der Situation zu relativieren. Themen wie Klimakleber, LGPTQ,Feminismus,Gendern,Diversität,Transgender, Social Media stehen Mittelpunkt und zeigen oft, wie verrückt und Ideologie getrieben manche Entscheidungen sind, die dann einfach überhaupt keinen Sinn mehr machen.
Aber auch der Wandel in unserer Informationsbeschaffung wird gezeigt. Gut recherchierter Journalismus, der abgelöst wird durch schnelle populistische Sozial Media Beiträge, die auf die Menge an Klicks abzielen und auf faktische Grundlagen verzichten. Die Hauptsache, die Emotionen werden getriggert, die Massen aufgemischt und die Gesellschaft gespalten.
Ein Bild unserer Gesellschaft auf der Höhe unserer Zeit. Und genau dadurch, dass der Autor dies mit Witz und Ironie beschreibt und nicht mit erhobenem Zeigefinger, kommt es beim Leser noch besser an.


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Veröffentlicht am 17.11.2025

ein großer Wurf

Die Verlorene
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Mit dem Buch " Die Verlorene" hat die Schriftstellerin Miriam Georg den Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, wie hier Schlesien ein Denkmal gesetzt.
Ich finde , es ist ihr mit diesem ...

Mit dem Buch " Die Verlorene" hat die Schriftstellerin Miriam Georg den Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, wie hier Schlesien ein Denkmal gesetzt.
Ich finde , es ist ihr mit diesem Roman ein großer Wurf gelungen. Das Buch berührt und setzt das Thema Flucht, was ja auch bei uns ein großes Thema ist noch mal in einen wichtigen Kontext.

Geschrieben ist das Buch auf zwei Zeitebenen. 2019 und 1944/45.

2019. Änne die Mutter von Ellen und Großmutter von Laura stürzt bei dem Versuch mit einer Leiter das obere Fach ihres Schranlkes zu erreichen. Da Änne schon hoch betagt ist, ist dieser Stürz für sie lebensgefährlich. Sie fällt ins Koma und verstirbt.
Ellen, die immer ein etwas distanziertes Verhältnis zu ihrer Mutter hatte, weil sie auf viele Fragen von Ellen keine Antwort gab, ist schockiert, auch deshalb, weil sie nun keine Antworten bekommt. Als Laura, Ännes Enkelin, ein Bild findet und die Geburtsurkunde von einer Elena, beschließt sie dem Geheimnis ihrer Großmutter auf den Grund zu gehen und nach Schlesien zu reisen auf den Pappelhof, dem Geburthaus ihrer Großmutter.

In Rückblicken erfahren wir nun Ännes Geschichte und die ihrer Familie, vor allem aber auch vieles über ihr enges Verhältnis zu ihrer Schwester Luise.

Was für ein Buch ! Selten hat mich ein Buch so berührt und mitgenommen, wie " Die Verlorene". Sicherlich hat man schon viele Bücher über diese Zeit gelesen und auch Fluchtgeschichten gehört, doch dieses Buch vereint sehr viel.
Die Situation von Menschen , die anders waren und die daraus resultierenden Konsequenzen, die Situation von Menschen, die nach der Kapitulation ihre Heimat verloren ohne dafür verantwortlich zu sein und bedingungslose Geschwisterliebe.
Miriam Georg hat als Grundlage für dieses Buch Manuskripte ihres Vaters genutzt, um diesen Roman zu schreiben, denn ihr Vater hatte seine Geschichte aufgeschrieben, fand jedoch keinen Verlag, weil nach dem Krieg niemand mehr etwas von Krieg und Flucht lesen wollte.
Ihr Vater wäre sicher sehr stolz auf sie, wenn er dieses Buch lesen würde, denn es ist ein Buch das nicht nur ein Denkmal für die Menschen aus den Ostgebieten ist, sondern auch ein Buch das dem Leser lange im Gedächtnis bleiben wird, weil es die Vergangenheit lebendig hält, was ich als sehr wichtig empfinde.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

ich bin begeistert

Die Briefeschreiberin
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" Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans ist das Debüt der amerikanischen Schriftstellerin und konnte mich mehr als begeistern.

Was für eine tolle Idee einen Roman in Briefform zu schreiben, in einer ...

" Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans ist das Debüt der amerikanischen Schriftstellerin und konnte mich mehr als begeistern.

Was für eine tolle Idee einen Roman in Briefform zu schreiben, in einer Zeit, in der E-mails und Whatsapp dies mittlerweile übernommen haben.
Doch Sybil van Antwerp, erfolgreiche Juristin, mittlerweile 73 und im Ruhestand, greift immer wieder zu Briefpapier und Stift, um an Freunde Verwandte, Service-Mitarbeiter und auch Schriftsteller zu schreiben, denn auch das Lesen ist eine Leidenschaft von ihr, um so schlimmer, als dass sie bald Gefahr geht zu erblinden.
In den verschiedenen Briefen , die Sybil schreibt, erfährt der Leser nach und nach von Sybil`s Leben, das nicht einfach war.
Als Adoptivkind hat sie sich immer nach einer Familie gesehnt, hat geheiratet, drei Kinder bekommen und war auch in ihrem Beruf als Juristin erfolgreich.
Doch das Leben wäre nicht das Leben, wenn es nicht auch Schicksalschläge bereit hielte.

Dieses Buch zu lesen war berührend, interessant und mehr als unterhaltsam.
Am Ende des Buches gibt es ein Personenverzeichnis, was ich oft aufgeschlagen habe, um die Personen mit denen Sybil sich austauschte auch immer richtig einordnen zu können.
Die Darstellung von Sybil fand ich gelungen, man erfährt nach und nach, dass sie eine Person ist, die kein Blatt vor den Mund nimmt, womit sie natürlich auch manchmal aneckt, aber ich fand sie sympathisch. Ihr Leben war bunt, schmerzhaft und ganz bestimmt nicht einfach und eigentlich ist sie eine Person, die sich vor Menschen zurückzieht, doch durch das Schreiben hält sie Kontakt zu ihrn Mitmenschen.

Nach dem Beenden des Buches habe auch ich wieder Lust Stift und Papier zur Hand zu nehmen, um an Freunde und Verwandte zu schreiben, denn dieses Buch hallt nach, regt zum Nachdenken an und wird mir sicher in Erinnerung bleiben.

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