Eine Medica zwischen Verschwörung und Hass
Hiobs TochterMedica Miriam kehrt nach langem Studium zu ihren Großeltern nach Deggenfeld zurück. Nicht nur, dass sie auf dem Rückweg Zeugin eines Mordes wird, der auf eine Verschwörung hindeutet, auch ihre Tochter ...
Medica Miriam kehrt nach langem Studium zu ihren Großeltern nach Deggenfeld zurück. Nicht nur, dass sie auf dem Rückweg Zeugin eines Mordes wird, der auf eine Verschwörung hindeutet, auch ihre Tochter Rebecca ist verschwunden. Immer wieder findet Miriam Hinweise auf eine Intrige, während der Hass der Stadt auf die jüdische Gemeinde immer weiter zunimmt.
Hiobs Tochter von Peter Orontes ist ein spannender, aber auch bedrückender historischer Roman, gerade auch weil die Ereignisse in Deggenfeld so oder ähnlich sich in etlichen mittelalterlichen Städten zugetragen haben. Der Stil des Autors ist dabei detailliert und bildgewaltig. Auch Wissen über die damaligen ärztlichen Behandlungsweisen fließt mit ein. Protagonistin Miriam ist eine kluge und mutige Figur. Ganz nah gekommen ist sie mir jedoch nicht. Die Stimmung in Deggenfeld wird kontinuierlich feindseliger. Die Thrillerelemente rund um die Verschwörung gehen etwas in der Gefahr von Hass, Gewalt und Mord, der die jüdische Gemeinde immer stärker ausgesetzt ist, unter.
Insgesamt ein guter, aber nicht herausragender historischer Roman.