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Veröffentlicht am 27.12.2025

Danehof 2.0?

Oxen. Interregnum
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Endlich gibt es Nachschub: „Oxen. Interregnum“ von Jens Henrik Jensen, der siebte Fall für den dänischen Ex-Elitesoldaten Niels Oxen und die scharfsinnige Agentin Margrethe Franck.
Was für ein spannender ...


Endlich gibt es Nachschub: „Oxen. Interregnum“ von Jens Henrik Jensen, der siebte Fall für den dänischen Ex-Elitesoldaten Niels Oxen und die scharfsinnige Agentin Margrethe Franck.
Was für ein spannender Einstieg! Danach ein Wiedersehen mit Oxen und seinem Sohn Magnus sowie Axel Mossman und Margrethe. Auch Sally Finnsen und Mossmans Neffe Christian Sonne sind wieder mit von der Partie.
Mossman, kommissarischer Leiter des PET, enthüllt seinen beiden Verbündeten Oxen und Margrethe ein schockierendes Geheimnis - eine alte Tonbandaufnahme, die beweist, dass das gefürchtete Netzwerk Danehof im Hintergrund noch immer aktiv ist. Es geht darum, den Wiederaufbau zu verhindern…
Die Grenzen zwischen Recht und Gerechtigkeit verschwimmen. Und schon bald nimmt der Fall eine dramatische Wendung. Der Generalstaatsanwalt Per Eilertsen wird ertrunken in Schweden aufgefunden, ein chinesischer Student erhängt sich an einem Balkon, und ein junges Paar muss um sein Leben fürchten. Jedes Ereignis scheint isoliert - doch die Fäden verknüpfen sich schnell zu einem Netz aus Verschwörung und Machtmissbrauch.
Mit „Oxen. Interregnum“ beweist der Autor einmal mehr seine Meisterschaft in der Kunst, packende Spannung mit menschlicher Tiefe zu verbinden. Seine Bücher schaffen eine elegante Balance zwischen knallhartem Realismus und tiefgründiger Charakterentwicklung - und vermitteln dem Lesenden das Gefühl, dass der Kampf gegen Machtmissbrauch nicht nur in der Fiktion, sondern auch in der Realität stattfindet.

Fazit: Fall Nr. 7 für Oxen und Margrethe. Spannung und Action mit intelligenter Frauenpower!

Veröffentlicht am 18.11.2025

Mörderischer Champagner

Verhängnisvoller Champagner
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„Verhängnisvoller Champagner“ von Tom Hillenbrand ist inzwischen der achte Fall für den Luxemburger Koch und Hobbydetektiv Xavier Kieffer. Worum geht es diesmal?
Bei einem Event trifft Xavier auf Luc ...


„Verhängnisvoller Champagner“ von Tom Hillenbrand ist inzwischen der achte Fall für den Luxemburger Koch und Hobbydetektiv Xavier Kieffer. Worum geht es diesmal?
Bei einem Event trifft Xavier auf Luc Reiser, mit dem er vor vielen Jahren in der Ausbildung war und den er seit damals nicht mehr gesehen hat. Luc lädt Xavier spontan ein, ihn auf seinem Weingut in der Champagne zu besuchen. Tage später trifft Xavier dort ein und findet seinen ehemaligen Freund sterbend vor. War es ein tragischer Unfall oder Mord?
Lucs Frau Fabienne bittet Xavier zu ermitteln, da die Polizei von einem Unfall ausgeht, sie aber nicht an diese Theorie glaubt…
Tom Hillenbrand hat seinen neuen kulinarischen Krimi wieder fesselnd inszeniert. Es geht um das Geschäft mit dem Champagner, ein äußerst lukratives und umkämpftes Metier, das auch Fälscher anzieht. Doch würde wirklich jemand über Leichen gehen? Luc scheint selbst in zwielichtige Geschäfte verwickelt gewesen zu sein, hat er sich mit den falschen Geschäftspartnern eingelassen?
Xavier ermittelt auf seine ganz eigene Art und bringt sich wieder einmal in große Gefahr.
Der Autor gibt einen informativen Einblick in die Herstellung von Champagner, die Szenen in Kieffers Restaurant mit seinen traditionellen Gerichten sorgen für Luxemburger Lokalkolorit.
Man trifft auf alte Bekannte, Kieffers Freundin Valerie, Pekka Vatanen und seinen argentinischen Freund Leo. Kieffers Erinnerungen geben einen Einblick in die Zeit seiner Ausbildung und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Fazit: Fall Nr. 8 für Xavier Kieffer. Spannend, witzig und informativ.

Veröffentlicht am 20.10.2025

Leichen pflastern ihren Weg

Düsteres Tal
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Die beiden Vorgänger hatten mich begeistert und auch „Düsteres Tal“ von Ruth Lillegraven überzeugt mit einem spannenden Plot. Es handelt sich um den 3. Teil einer Trilogie. Eine Einhaltung der Reihenfolge ...


Die beiden Vorgänger hatten mich begeistert und auch „Düsteres Tal“ von Ruth Lillegraven überzeugt mit einem spannenden Plot. Es handelt sich um den 3. Teil einer Trilogie. Eine Einhaltung der Reihenfolge ist also dringend angeraten, sonst könnte man hier gespoilert werden. Worum geht es?
Clara Lofthus hütet mehr als ein düsteres Geheimnis. Sie lebt jetzt mit ihrem neuen Partner Axel und ihren beiden Zwillingssöhnen Andreas und Nikolai in Nairobi, Kenia und hat dort ein Schulprojekt ins Leben gerufen. Als der norwegische Entwicklungshilfeminister bei einem Terroranschlag auf die Schule stirbt, kehrt Clara als Heldin nach Oslo zurück.
Die Ministerpräsidentin bietet ihr den Posten als Justizministerin an, den sie schon einmal innehatte. Clara ist eine Lügnerin, eine Betrügerin und eine Mörderin, und das war sie schon als Kind. Aber der Podcaster Erik Heier kommt ihrer dunklen Vergangenheit nun auf die Spur und ihre Kreise werden immer enger, alles zieht sich zusammen…
„Düsteres Tal“ ist spannend und unterhaltsam. Wechselnde Perspektiven aus Sicht von Clara, Axel und Heier sorgen für Dynamik. Nebenbei erhalten wir auch einen Einblick in Claras fiese Geheimnisse, eine furchterregende Heldin. Nichtsdestotrotz fiebert man mit ihr mit, auch, wenn sie schreckliche Dinge tut.
Das Ende überrascht, denn nichts ist so, wie es scheint.

Fazit: Fulminantes Finale der Clara-Trilogie. Abgründig!

Veröffentlicht am 15.10.2025

Nichts ist so, wie es scheint

Lügennebel
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Auch, wenn der Vorgänger von mir nur 3* bekommen hatte, die beiden ersten Bände der Åre-Reihe von Viveca Sten habe ich geliebt. Somit ist der neue, vierte Fall, „Lügennebel“, ein Must-Read. Worum geht ...


Auch, wenn der Vorgänger von mir nur 3* bekommen hatte, die beiden ersten Bände der Åre-Reihe von Viveca Sten habe ich geliebt. Somit ist der neue, vierte Fall, „Lügennebel“, ein Must-Read. Worum geht es?
Sechs Freunde im Skiurlaub: Olivia und ihre beste Freundin Fanny, Wille, Amir, Pontus und Emil. Eines Morgens liegt Fanny tot vor dem Blockhaus. Unfall oder Mord? Hanna Ahlander und ihr Team ermitteln…
Über das Wiedersehen mit Hanna und Daniel sowie deren Kollegen Anton und Raffe habe ich mich gefreut. Hanna hat einen neuen Freund, den Milliardär Henry. Daniels Privatleben mit Tochter und Ex droht ihn an seine Grenzen zu bringen.
Von den sechs Studierenden war mir niemand sympathisch. Es wird ausgiebig gefeiert, mit Alkohol und Drogen. Alle lügen, haben etwas zu verbergen. Und so drehen sich die Ermittlungen lange im Kreis.
Die zwischenmenschlichen Beziehungen scheinen für Viveca Sten fast genauso wichtig zu sein, wie die Krimihandlung selbst.
Die gut zu greifende Atmosphäre ergänzt die spannende Geschichte und macht „Lügennebel“ wirklich zu einem Krimi-Genuss.

Fazit: Fall Nr. 4 für Hanna Ahlander. Gelungener Mix aus Ermittlungen und Privatem.

Veröffentlicht am 12.10.2025

Kalt, kälter, Pflüger

Kälter
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Von Andreas Pflüger habe ich bisher vier Bücher mit großer Freude gelesen, Unterhaltung in Stakkato-Sätzen. Aber „Kälter“ ist anders. Worum geht es?
Herbst 1989: Wir lernen Luzy Morgenroth kennen. Sie ...


Von Andreas Pflüger habe ich bisher vier Bücher mit großer Freude gelesen, Unterhaltung in Stakkato-Sätzen. Aber „Kälter“ ist anders. Worum geht es?
Herbst 1989: Wir lernen Luzy Morgenroth kennen. Sie ist Inselpolizistin auf Amrum. Ein Sturm zieht auf - und Tamme, der Bruder ihrer besten Freundin Ali, verschwindet von einer Fähre, ihr Kollege und bester Freund Jörgen wird getötet.
Ein Killerkommando ist auf die Insel gekommen. Acht Jahre war Luzy in der Welt der Anderen, als sie von der Vergangenheit eingeholt wird. Wer ist kälter? Ihr Todfeind „Babel“, der die Killer geschickt hat, oder sie? Es kann nur eine/n geben…
„Kälter“ ist ein rasanter, actionreicher Agententhriller. Der Autor erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, 1989 und acht Jahre davor.
Andreas Pflüger greift mit „Kälter“ ein brandaktuelles Thema auf: Der Nahostkonflikt. Ein Teil der Geschichte ist in Israel verortet. Krass fand ich die Szenen in einem Schabbat-Fahrstuhl. Ein Fahrstuhl, der automatisch in jeder Etage hält - und in jeder lauert der Tod.
Weitere Schauplätze sind Berlin zur Zeit des Mauerfalls - und Wien (siehe Cover!). Je größer die Gefahr, desto lustiger die Dialoge. Leseinseln, auf denen die Lesenden mal Luftholen, ja sogar Schmunzeln können.
„Kälter“ ist ein literarischer Thriller mit intensiven, starken Bildern. Ich habe mich sofort wieder in diese Zeit zurückversetzt gefühlt. Denn ich bin in etwa im selben Alter wie der Autor und erinnere mich noch gut daran, als Herrhausen quasi vor meiner Haustür von der RAF ermordet wurde.
Luzy erinnert ein wenig an Jenny Aaron aus Endgültig, Niemals und Geblendet. Sie ist ebenfalls eine Frau mit zwei Leben. Über das Wiedersehen mit Nina und „Pilger“ aus „Wie Sterben geht“ habe ich mich gefreut. Ich empfehle, dieses Buch vorher gelesen zu haben.

Fazit: Ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Mein Thriller-Highlight des Jahres!