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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Informativ und kurzweilig - ein Sachbuch, das Spaß macht

Woman on Fire
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Ich habe dieses Buch auf Empfehlung meiner Gynäkologin gelesen, um mir vor der Menopause einen Informationsvorsprung zu erlesen. Zuerst ist mir aufgefallen, wie angenehm das Buch gegliedert ist - der klassische ...

Ich habe dieses Buch auf Empfehlung meiner Gynäkologin gelesen, um mir vor der Menopause einen Informationsvorsprung zu erlesen. Zuerst ist mir aufgefallen, wie angenehm das Buch gegliedert ist - der klassische Fließtext ist unterbrochen von kleinen Infoboxen, die entweder zusätzliches Nerd-Wissen vermitteln oder das Vorangegangene kurz zusammenfassen ("In a nutshell"). So kann man einzelne Kapitel, die aktuell vielleicht noch nicht von so großem Interesse sind, einfach überfliegen und bekommt dennoch da Notwendigste mit, zum Beispiel an den Stellen, an denen konkrete Anwendungsbeispiele für Hormonersatz beschrieben werden.

Shelia de Liz schreibt total sympathisch. Bereits in ihrem Vorwort bekommt man das Gefühl, dass man es nicht mit einer Ärztin und Autorin zu tun hat, sondern dass eine Freundin das Buch verfasst hat. An der ein oder anderen Stelle kam das etwas überheblich rüber, aber im Großen und Ganzen habe ich mich beim Lesen des Buchs sehr wohl gefühlt. Nein, mehr als das - ich habe mich stellenweise sogar richtiggehend entertained gefühlt! Denn Shelia de Liz beschreibt die Vorgänge im weiblichen Körper sehr bildhaft und mit vielen Vergleichen, die einem oft ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern. Hätte ich doch nur früher gewusst, dass ich Charlie's Angels in meinem Körper beherberge...

Der Informationsgehalt des Buchs war für mich perfekt dosiert. Ich habe nun das Gefühl, dass ich weiß, worauf ich in den nächsten Jahren zu achten habe und wie ich dann am besten damit umgehen kann. Die Mischung aus wissenschaftlichen Daten und erklärenden Texten war gut ausgewogen - ich habe mich von den Statistiken eher informiert als erschlagen gefühlt und konnte auch etwas daraus mitnehmen.

Eine kleine Kritik habe ich dennoch: Die Autorin ist keineswegs neutral und teilt ihre (ärztliche, aber auch persönliche) Sicht der Dinge auch ganz klar mit. Dennoch bin ich der Meinung, dass sich jede Leserin selbst - in Absprache mit ihrer Gynäkologin - ein Urteil bilden und Entscheidungen treffen sollte. Auch beim Thema Hormonersatz.

Mein Fazit: Ich bin froh, dass diese Buch jetzt in meinem Bücherregal steht, für den Fall, dass ich nochmal etwas nachlesen möchte. Sehr kurzweilig geschrieben und dennoch informativ. Ein Sachbuch, das ganz großen Spaß macht. Hierfür gibts von mir 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.12.2025

Besser als erwartet

Clans of New York
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Meine Erwartungen an das Buch waren nicht besonders hoch - umso positiver war ich überrascht, weil mich die Geschichte von Ekaterina und Giulio doch so unerwartet packen konnte. Ich hatte mich eingestellt ...

Meine Erwartungen an das Buch waren nicht besonders hoch - umso positiver war ich überrascht, weil mich die Geschichte von Ekaterina und Giulio doch so unerwartet packen konnte. Ich hatte mich eingestellt auf eine oberflächliche Geschichte mit viel Geballer, Blut und Sex. Bekommen hab ich zwar genau das, aber eben auch noch zusätzlich ganz große Gefühle und Tiefgang. Denn ganz unverhofft verlieben sich die schüchterne Russin und der Mafia-Boss in spe ineinander, als Ekaterina feststellt, dass Giulio so viel mehr ist als nur das Monster, das er nach außen hin zeigt. Und auch Ekat ist für den Italiener bald mehr als nur schmückendes Beiwerk - sie entwickelt sich zu einer starken und mutigen Jungen Frau, die bereit ist, um ihren Mann und ihre Liebe zu kämpfen. Der ein oder andere Plottwist macht die Geschichte zu einem spannenden Leseerlebnis.

Mein Fazit: Die Geschichte konnte mich packen, es war eine Mischung aus Young Adult und Mafia-Story. Und obwohl ich für mich entschieden habe, dass ich die Reihe aufgrund der sehr präsenten Gewalt nicht weiterverfolgen werde, vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 26.11.2025

Viva las Vegas!

Cold Case Academy – Eine riskante Entscheidung
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Nachdem ich die ersten drei Teile dieser Reihe nun innerhalb von 5 Tagen durchgesuchtet habe, kann ich sagen, dass die Cold Case Academy absolut süchtig macht. Teil 3 erinnerte mich von der Geschichte ...

Nachdem ich die ersten drei Teile dieser Reihe nun innerhalb von 5 Tagen durchgesuchtet habe, kann ich sagen, dass die Cold Case Academy absolut süchtig macht. Teil 3 erinnerte mich von der Geschichte und vom Aufbau her ein wenig an die Robert Langdon Geschichten von Dan Brown - die Morde in Las Vegas geschehen alle nach einem bestimmten mathematischen Muster, so dass es sich ein wenig anfühlt, als wären unsere jungen FBI-Agenten unterwegs auf einer grausamen Schnitzeljagd. Sloane steht diesmal mit ihrer Affinität zu Zahlen und Mustern im Mittelpunkt der Ermittlungen - ich find sie nach wie vor total liebenswert auf ihre nerdige, verdrehte Art.
Die Geschichte wird zum Ende hin richtig wild, und so richtig weiß ich noch nicht, was ich von dieser Entwicklung halten soll. Ich bin wirklich gespannt auf Teil 4 und hoffe, dass das ganze nicht zu abgehoben wird.

Mein Fazit: Auch Band 3 der Reihe konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite wieder packen - ich liebe Jennifer Lynn Barnes Art zu schreiben und Fälle zu entwickeln. Da ich zwischendrin mal kurzzeitig den Durchblick durch die Geschichte verloren habe, vergebe ich diesmal "nur" 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.09.2025

Abschluss mit viel Drama und großen Gefühlen

Culpa Nuestra – Unsere Schuld
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Die Trilogie um Noah und Nick endet mit viel Drama und großen Gefühlen. Es gibt einige zeitliche Sprünge, in denen sich unsere Protagonisten weiterentwickeln und endlich einsehen, dass man zwar ohne den ...

Die Trilogie um Noah und Nick endet mit viel Drama und großen Gefühlen. Es gibt einige zeitliche Sprünge, in denen sich unsere Protagonisten weiterentwickeln und endlich einsehen, dass man zwar ohne den anderen leben könnte, aber dass es doch gemeinsam soviel mehr Spaß macht.

Wenn ich etwas zu kritisieren habe, ist das, dass diese Erkenntnis erst durch Dritte angestoßen werden musste, und dass mir Nicks Verhalten nach wie vor zu ambivalent war. Er schwankte ständig zwischen heiß und kalt und das war auf Dauer - und auch bereits mit den ersten beiden Bänden im Kreuz - echt anstrengend.

Sobald die beiden allerdings nun endgültig zueinander gefunden hatten, wurde das Buch noch richtig gut. Es gab spannungsgeladene Szenen, die auf diese Art definitiv nicht zu erwarten waren, ebenso wie gefühlvolle Szenen, die einem Schmetterlinge in den Bauch und Tränchen in die Augen zauberten. Im großen und ganzen ein sehr gelungener Abschluss.

Veröffentlicht am 23.08.2025

Etwas zu vorhersehbare Second-Chance-Lovestory mit viel Potenzial

Golden Bay − How it feels
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Der Beginn der Golden Bay-Trilogie von Bianca Iosivoni ist aus der Sicht von Ember erzählt. Es gibt Gegenwartskapitel und Rückblenden, in denen sich Ember an ihre Vergangenheit erinnert und in denen der ...

Der Beginn der Golden Bay-Trilogie von Bianca Iosivoni ist aus der Sicht von Ember erzählt. Es gibt Gegenwartskapitel und Rückblenden, in denen sich Ember an ihre Vergangenheit erinnert und in denen der Leser nach und nach von den Ereignissen in jener schicksalhaften Nacht vor 5 Jahren erfährt, als sich plötzlich alles änderte. Das Buch war angenehm zu lesen und durch eben diese Abwechslung zwischen Gegenwart und Vergangenheit nicht langweilig.

An Ember gefällt mir ihre zupackende, bodenständige Art. Holden gegenüber empfinde ich sie als recht wankelmütig und empfänglich für seine Manipulationen. Das dient natürlich dem Fortgang der Geschichte, da dies ja eine Lovestory sein soll, aber es ist ein Zug an ihr, der mir nicht gefällt. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich Holden bisher noch nicht so richtig gut leiden kann und auch nicht das Gefühl habe, ihn zu kennen. Ich verstehe total gut, warum Ember sich nicht auf ihn mit all seiner Geheimniskrämerei einlassen will und würde mir wünsche, dass sie diesen Standpunkt auch vertritt.

Die Geschichte an sich fand ich von Anfang bis Ende ziemlich vorhersehbar. Nichtsdestotrotz war sie interessant geschrieben, so dass ich gut bei der Stange bleiben konnte.

Mein Fazit: Potenzial hat die Geschichte auf jeden Fall. Ich bin gespannt, wie die Handlung weiter geht und wie lange Holden sein Geheimnis noch für sich behalten wird. Für Teil 1 gibts erst mal 4 von 5 Sternen.