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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2020

Wunderbare Neuinterpretation

Cursed - Die Auserwählte
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Ich Liebe Merlin und die Geschichte der Artusrunde.
Allerdings handeln die meisten Romane immer um ihn und seine getreuen Ritter. Seine Regierungszeit und dessen Ableben.

Aber was wäre wenn es ganz ...

Ich Liebe Merlin und die Geschichte der Artusrunde.
Allerdings handeln die meisten Romane immer um ihn und seine getreuen Ritter. Seine Regierungszeit und dessen Ableben.

Aber was wäre wenn es ganz anders begonnen hätte? Was wäre wenn der wahre Held eine Frau wäre, welche nie Held sein wollte?

Ja, auch hier wurden ein paar Klischees bedient. Sie das Mauerblümchen, ausgestoßen von ihrer Gemeinde, geplagt mit einer traumatischen Vergangenheit. Allein gelassen und zur Waise gemacht. Ausgerechnet sie soll ihr ganzes Volk retten? Ja, davon hätte es ein wenig weniger sein können ;)
Allerdings gefallen mir die anderen Figuren rund um Nimue sehr gut. Artur, der völlig anders als bisher gewohnt. Merlin ist erstklassig, auch mal eine völlig neue Interpretation. Kein Allmächtiger alter Mann mit rausche Bart.
Aber das beste am gesamten Buch ist der weinende Mönch. Ich liebe diese Figur, seinen wahren Namen. Ich habe es geahnt wer er sein soll und war deswegen nicht überrascht. Aber trotzdem, oder gerade deswegen, passt es ungemein. Ich hoffe sehr das wir nicht all zu lang auf eine Fortsetzung warten müssen. Egal ob als Print, Hörbuch oder auch Serie.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Erfrischend anders und sehr spannend

Die Romanfabrik von Paris
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Der Schreibstil war ungewohnt anders. Zu Beginn des Buches hatte ich schon meine Probleme. Zum schenll durchfliegen ist es nicht gedacht. Da hier recht oft einige mir unbekannte Fremdworte, sowie untypische ...

Der Schreibstil war ungewohnt anders. Zu Beginn des Buches hatte ich schon meine Probleme. Zum schenll durchfliegen ist es nicht gedacht. Da hier recht oft einige mir unbekannte Fremdworte, sowie untypische Umschreibungen auftauchten. Gerade zu Beginn, als die Figuren und ihre Geschichten eingeführt wurden. Das Setting Paris näher gebracht wurde, waren viele französichsche Begrifflichkeiten dabei, welche ich so nicht kannte und jedesmal erst einmal nachschlagen musste. Das dämpfte das Lesevergnügen etwas. Dies wurde aber mit zunehmenden Kapiteln besser.

Die Geschichte selber war klasse. Sehr spannend und actionreich. Mit Wendungen welche ich so nicht erwartet hätte. Ebenso informative. Aufgrund der Örtlichkeiten habe ich einiges gelernt und mich informiert. Über die Weltausstellung in London und die Erimitate in Russland.
Auch mit den Figuren beschäftigte man sich näher. So kannte ich Dumas zwar vorher schon, habe mich aber bisher eher mit seinen Werken und weniger mit ihm selbst beschäftigt. Diese Bekanntschaft war sehr interessant und vor allem lustig. Alexander war eine extreme interessante Figur, welche durch den Autor gut und glaubhaft wieder gegeben wurde. Ich konnte mich gut auch in die weitere Figur der Gräfin von Dorn hineinversetzten. Sie war für mich die wandelbarste Figur. Haben wir sie zu Anfang noch sehr bieder erlebt, blühte sie zunehmen auf. Wagte den Blick über den Tellerrand. Eine starke Frau war sie schon immer, mit einiger Hilfe wurde sie sich dessen auch zunehmend selber bewusst. Und konnte somit auch Selbstbewusstesein ausstraheln und damit einige Gefahren überwinden.

Ich wurde von dem Buch sehr gut unterhalten. Es entführte mich auf ein rasantes Abenteuer quer durch Paris, London und St. Petersburg. Ich lernte viel dazu und habe einiges neues erfahren. Zum schnell wegschmöckern eignet es sich zwar nicht, da man aufgrund des Schreibstiles schon seine Gedanken beisammen haben sollte. Aber das ist nicht all zu schlimm. Ich kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.11.2020

Rasante Fortsetzung

Wächter der Runen (Band 2)
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Achtung Rezension könnte eventuell Spoiler enthalten

Der Klappentext verrät ja nicht viel über das Schicksal von Finn. Dass dieser trotzdem vorkommt, erfahren wir direkt im ersten Kapitel. In Band 2 setzten ...

Achtung Rezension könnte eventuell Spoiler enthalten

Der Klappentext verrät ja nicht viel über das Schicksal von Finn. Dass dieser trotzdem vorkommt, erfahren wir direkt im ersten Kapitel. In Band 2 setzten wir genau da an wo Band 1 endet. Mit dem Tod von Finn, oder dessen Untod. Ziemlich schnell erfahren wir wie es mit Finn weiter geht. Was aus ihm wird und wie er damit umgeht. All zu viel verraten möchte ich hierzu nicht, denn dies würde unnötig spoilern. Er ist gefangen zwischen Gefühlen, oder dem völligen Verlust dieser. Nicht immer stimme ich mit ihm und seinen Reaktionen überein. Trotz allem ist mir Finn noch am sympathischsten. Seine Entscheidungen sind nachvollziehbar, logisch und überdacht. Auch seine diversen Weggefährten sind wohl gezeichnet und durchdacht. Aaron am meisten, er ist ein absoluter Sympathiträger.
Die Kapitel wechseln sich ab, so dass auch Raves Geschichte weitergeht. Sie wurde vor dem letzten Angriff des Imperators gerettet und in ein sehr abgelegenes Dörfchen gebracht. Allein gelassen mit all ihrer Trauer und in dem Gedanken das sie Finn verloren hat, versinkt sie förmlich. Es wird sehr häufig betont wie sehr Schuld sie an all diesem Leid ist (ist sie nicht) und das sie alles ändern wird (tut sie nicht). Nun gut, ganz alleine ist sie nicht. Sie wurde von zwei Fremden gefunden, welche sich genau wie sie vor dem Imperium verstecken. Rave Geheimnis wird offenbart und es wird versucht ihr Trost zu spenden.
Ich muss gestehen dass ich mit Rave in diesem Teil nicht gut klar gekommen bin. In Teil 1 war sie stark und mutig, hat gekämpft für das was sie will und einen Sinn im Großen und Ganzen gesehen. In diesem Teil ist sie die meiste Zeit ein Trauerklos. Ja, natürlich hat sie viel verloren. Das ist nachvollziehbar. Aber in dem einen Moment trauert sie um Finn und seine Liebe, im nächsten starrt sie den nackten Oberkörper von Iain an. Das erklärt sich mir leider nicht. Auch einige Verhaltensweisen erschließen sich mir nicht. Sie handelt zu häufig bewusst nach diversen unterschiedlichen Emotionen, welche in dem Moment nicht unbedingt angebracht sind.
Gemeinsam mit Iain kommt sie in eine unwägbare Situation. Sie macht sich dazu Gedanken und beschließt eine mögliche Handlungsweise darauf. Wenige Sekunden später schlägt jemand anderes genau dies vor und Rave ist überrascht und wieder einmal Sprachlos und muss erst überredet werden. Das empfand ich als recht merkwürdig, sprunghaft. Auch der weitere Verlauf und die Abenteuer werden von ihr immer von vielen Emotionen geleitet. Sie reagiert erst und denkt dann nach. Das störte mich zunehmend. Sie hat sich und andere dadurch häufig in vermeidbare Gefahr gebracht. Natürlich machte es die Geschichte dadurch spannender und führte zu einigen überraschenden Wendungen, mir machte es den Charakter aber dadurch nicht sympathischer.
Allerdings habe ich allgemein ein Problem damit Gedankengänge nachzuvollziehen welche ausschließlich durch Emotionen geleitet werden. Wie ich den anderen Rezis entnehmen kann, haben viele hieran ihre wohlberechtigte Freude.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, auch wenn mir nicht alle Charaktere sympathisch waren. Und freue mich schon sehr auf Band 3.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Toller High Dark Fantasy Auftakt

Das Totenvlies - Verbotenes Wissen
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Gerade für Lesende, welche High Fantasy ohne Romance wollen, sollten jetzt dran bleiben.
Denn hier bekommen wir ein schönes Dark angehauchtes Fantasybuch, mit starken Charakteren, viel Emotionen, üblen ...

Gerade für Lesende, welche High Fantasy ohne Romance wollen, sollten jetzt dran bleiben.
Denn hier bekommen wir ein schönes Dark angehauchtes Fantasybuch, mit starken Charakteren, viel Emotionen, üblen Geheimnissen, natürlich Intrigen, Kämpfen und Entdeckungen. Alles, was das Lesendenherz begehrt.
Wir treffen zunächst auf unsere Hauptfigur Lyrana, welche mit ihrer Liebsten fliehen muss. Und direkt zu Begin der Geschichte wird es schon schön blutig und traurig emotional. Und vor allem es wird queer. Wie wir dem Klappentext entnehmen können, verliert die Liebste unserer Lyrana ihr Leben und sie begibt sich somit auf die Suche nach einem Buch, in welchem Hinweise versteckt sein sollen, wie man Tode zum Leben erwecken kann. Dies lässt schon darauf schließen das unser Grundsetting sehr düster bleibt. Man hat stets ein bedrückendes Gefühl und Angst vor den nächsten Monstern. Diese präsentiert uns der Autor auch, manchmal nur anders als uns dies die Märchen dieser Welt erzählen wollen. Auch Lyrana und ihr Begleiter müssen immer wieder einmal bekanntes hinterfragen und ihre Ansichten an die Realität anpassen. Auch ich habe dies während des lesens getan. Nur weil uns eine Geschichte immer und immer wieder erzählt wurde, wird sie dadurch nicht automatisch wahr. Oder doch?
Ich bin gespannt was uns in den folgenden Bänden noch erwartet. Ich geh auf jeden Fall gerne auf das nächste Abenteuer.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Jugendthriller, mit wichtiger Botschaft

Academy of Lies (Band 1) - Anatomie einer Verschwörung
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Academy of Lies – Nina Scheweling, gesprochen von Henriette Schreurs und Julian Mehne

Eine Academy voller Lügen. Ein Jugendbuch zwischen Mystery, Thriller und Leben.
Und viel Anatomy. Gerade bei diesem ...

Academy of Lies – Nina Scheweling, gesprochen von Henriette Schreurs und Julian Mehne

Eine Academy voller Lügen. Ein Jugendbuch zwischen Mystery, Thriller und Leben.
Und viel Anatomy. Gerade bei diesem Punkt hatte das Buch mich.
Wir treffen auf Quinn, welche bereits weiß, dass sie sterben wird. Sie geht mit diesem Wissen sehr „entspannt“ um. Der erste Punkt, welcher mich etwas störte. Sie hat ihren nahen Tod einfach akzeptiert und geht mit diesem Wissen sehr rau um, und stößt andere um sich herum deswegen zurück. Anstatt sich damit auseinander zusetzten und die Thematik zu durchdenken, was dies aus ihr und ihrem Umfeld macht. Ignoriert sie alles und antwortet ausschließlich bissig. Zumindest der Sarkasmus kam gut bei mir an. Ich mag Menschen die Sarkasmus verstehen, tun leider nicht viele.
Die Thrillerelemente kommen nicht allzu sehr zum Tragen, sie sind zwar unterschwellig vorhanden, aber einen typischen Thriller haben wir hier trotzdem nicht. Interessant fand ich, ihr Vorgehen nach dem Auffinden von Mordopfern. Sie analysierte die Todesart, und wir erfuhren viel Medizinisches. Vor allem die genauen organischen Abläufe während des Sterbens. So dass man vermuten konnte, dass sie sich zumindest unterbewusst, mit ihrem Tod beschäftigt.
Insgesamt war ich von dem Buch sehr gut unterhalten, und besonders die Sprechenden haben es zu einem Hörgenuß gemacht. Auch wenn ich einige der Plottwist erahnt habe, hat es nicht seine Spannung verloren. So dass ich das buch empfehlen kann, für alle die wissen das Dark Academia nicht nur aus bösen hotten Typen besteht.

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