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Veröffentlicht am 06.03.2026

Neue Lieblingsreihe!

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
1

Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat ...

Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat sich auf Hartwood Hall und bei ihrer Tante eingelebt, befindet sich in ihrer Hexenausbildung, hat gute Freundinnen gefunden.
Doch die Dinge sind nicht nur idyllisch - über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt ein Fluch, und auch der Erlkönig und ein gefährliches Artefakt, Sir Egads Lanze, spielen eine große Rolle. Der Erlkönig will diese Lanze unbedingt haben - während Cassandra und ihre Freundinnen natürlich den Fluch aufheben und verhindern wollen, dass der Erlkönig die Lanze erhält ...

Der Titel ist etwas irreführend - nach dem Titel könnte man meinen, dass die Flöte im Mittelpunkt steht; tatsächlich ist es aber v.a. diese Lanze. Das soll aber nicht ins Gewicht fallen.
Auch dieser zweite Band ist unglaublich gut geschrieben, so herrlich atmosphärisch und bildhaft, besticht durch wundervolle Figuren und Welten. Er ist etwas düsterer und gefährlicher als der erste Band, aber dennoch absolut altersgerecht und somit von Kindern der Zielgruppe problemlos lesbar.
Auch dieser zweite Band ist sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen perfekt geeignet, die Länge der einzelnen Kapitel ist für Kinder ideal. Auch die Illustrationen sind gewohnt zauberhaft.
Die Welt, die Sky McKenna mit dieser Reihe erschaffen hat, ist magisch schön, gemütlich und spannend, und jeder Band fühlt sich wie ein Nachhausekommen an. Wie schon beim ersten Band hatten wir das Gefühl, dass es insgesamt eine wahre Wohlfühlgeschichte ist.
Cassandra hat ihre Mutter am Ende dieses zweiten Bandes immer noch nicht gefunden - aber sie erfährt etwas Entscheidendes über sie - und nicht nur über sie, sondern auch über ihren Vater. Das hat uns überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet. Und dieses spannende Ende erhöht die Vorfreude und Spannung auf Band 3, der im November erscheint, natürlich noch mal extrem!
Insgesamt ein ebenso spannender wie schöner zweiter Band, der wie schon sein Vorgänger viel Lust auf die Fortsetzung macht.
Absolute Leseempfehlung, vor allem für Kinder, die Hexen, Magie und England lieben und denen Harry Potter gefallen hat.
Und wie schon beim ersten Band gilt: Auch Erwachsene werden Cassandra, Hartwood Hall und Hagley lieben! Dies ist die perfekte Reihe für die ganze Familie.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

"Gibt Frauen, die musst du nicht treffen, um sie zu lieben."

Spiegelland
1

Ich habe im Januar "Stromlinien" gelesen und war absolut begeistert von diesem Roman. Seitdem stand "Spiegelland" ganz oben auf meiner Wunschliste. Nun kann ich sagen: Rebekka Franks neuester Roman steht ...

Ich habe im Januar "Stromlinien" gelesen und war absolut begeistert von diesem Roman. Seitdem stand "Spiegelland" ganz oben auf meiner Wunschliste. Nun kann ich sagen: Rebekka Franks neuester Roman steht "Stromlinien" in nichts nach! Auch "Spiegelland" konnte mich absolut begeistern.

Es gibt drei verschiedene Erzählstränge, die im steten Wechsel erzählt werden. Da gibt es zunächst den um Cato (und ihre Tochter Kira) im Jahr 1999, den um Kiras Sohn Elias im Jahr 2025 - und den Erzählstrang, in dessen Mittepunkt eine Vorfahrin aller steht und der sogar bis ins Jahr 1756 zurückreicht! Natürlich hat man innerhalb dieser Erzählstränge solche, die man mehr mag und solche, die man weniger mag - doch alle drei sind einfach sehr gut! Sie machen den Leser neugierig, sorgen für offene Fragen, erzeugen eine starke Sogwirkung, die dazu führt, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Insbesondere beim Prolog und den kursiv gedruckten Passagen, die immer wieder auftauchen, hat man lange keine Ahnung, um wen es sich bei dieser Frau und diesem Mann handelt, kann miträtseln, kommt immer wieder ins Zweifeln, verwirft seine bisherige Theorie, stellt neue Vermutungen auf ... erst ganz am Ende gibt es eine Auflösung. Überhaupt gelingt es Rebekka Frank meisterhaft, die einzelnen Erzählstränge ineinander übergehen zu lassen und miteinander zu verweben. Sie tut dies Stück für Stück und doch auf höchst harmonische Art und Weise, ohne Brüche. Langsam und Stück für Stück setzt sich alles zusammen, bevor es am Ende ein großes Bild ergibt.

"Spiegelland" ist wie schon "Stromlinien" extrem gut geschrieben und erzählt; schon dies macht den Roman zu einem Genuss; die Geschichte ist extrem bildhaft und atmosphärisch. Nahezu alle Figuren sind der Autorin perfekt gelungen, es gibt kaum eine, die nicht ganz überzeugt. Auch die Nebenfiguren, etwa Dola, sind großartig. Man baut wirklich eine Beziehung zu den Figuren auf.

Die Idee, das Moor als Kulisse zu nehmen, ist genial - es ist pure Natur, verkörpert Harmonie, Zuflucht - aber auch Gefahr. So ist auch diese Geschichte - sie ist einerseits so schön, andererseits aber auch immer wieder spannend, gefährlich, bedrohlich, düster. Im Moor kann man auch sein Leben verlieren - und etwa und v.a. im Fall von Cato bleibt sehr lange unklar, wie diese Geschichte für sie ausgehen wird, ob sie ihrem Exmann und der Gefahr, die von ihm ausgeht, lebend entkommen wird.

Es sind eine Kulisse und eine Handlung, in die man völlig eintauchen kann; man fühlt sich wirklich in diesen Roman und ins Moor sowie in die verschiedenen Zeiten und Erzählstränge versetzt.

Gut gefallen haben mir auch die wichtigen Botschaften, die der Roman vermittelt, etwa Misogynie, das Patriarchat und den Schutz vor diesen unfassbar alten gesellschaftlichen Strukturen, die nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer schädlich und gefährlich sind, betreffend.

Daneben geht es in Catos Handlungsstrang durch den Streit zwischen Cato und Sven um die gemeinsame Tochter und alles, was vorfiel, auch um das Familien- und Strafrecht, um eine Auseinandersetzung vor Gericht. Auch diesbezüglich hat Rebekka Frank sehr gut recherchiert und geschrieben - auch für mich als Juristin war das sehr interessant zu lesen und lehrreich.

Es geht in "Spiegelland" um Natur und Naturschutz, Familie, verschiedene Generationen, überaus gefährliche, jahrhundertealte gesellschaftliche Strukturen, um Misogynie, das Patriarchat, um ein Umdenken und Umlernen und den Schutz vor diesen Dingen. Es geht aber auch und zudem auch sehr stark um häusliche Gewalt, um psychische und physische Gewalt gegen Frauen, um einen Narzissten, wie er im Buche steht, um psychische Probleme, um Suizid, um gestörte Männlichkeit und ihre Folgen und Gefahren für Frauen.

Und das führt mich zu meinem einzigen Kritikpunkt: dieser Roman geht selbst Lesern, die nichts mit solchen Dingen zu tun haben, an die Substanz, lässt sie nicht unberührt. Vorne steht nur ganz klein auf einer Seite ganz oben: "Hinweise zum Inhalt finden Sie am Ende des Buches." Dieser Satz ist so klein und so dezentral, dass man ihn sehr leicht überliest. Ganz am Ende folgt dann ein "Inhaltshinweis", in dem u.a. gesagt wird, dass es u.a. um Gewalt an Frauen und Suizid geht. Positiv ist immerhin, dass darunter Betroffene Anlaufstellen und Telefonnummern finden, an die sie sich wenden und bei denen sie Hilfe bekommen können. Da der Roman aber schon für nicht betroffene Personen teilweise heftig zu lesen ist, wäre es wirklich besser gewesen, vorne und zentral und groß genug eine Triggerwarnung anzubringen. Denn ich denke, dass betroffene Personen durchaus sehr getriggert werden können.

Das Ende versöhnt, wobei es der Autorin hier auch gelingt, dieses Ende harmonisch und glaubhaft zu gestalten; es wirkt kein bisschen übereilt und konstruiert.

Ich freue mich schon jetzt auf Rebekka Franks nächsten Roman.

Insgesamt ist "Spiegelland" ein sehr guter und auch sehr wichtiger Roman. Leseempfehlung!



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Veröffentlicht am 14.02.2026

Toller erster Band

Starminster - Stadt in den Wolken
0

Astrids Kindheit war und ist völlig anders als die anderer Kinder - denn Astrid lebt seit ihrer Geburt in völliger Isolation. Sie ist schon ihr ganzes Leben lang in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter ...

Astrids Kindheit war und ist völlig anders als die anderer Kinder - denn Astrid lebt seit ihrer Geburt in völliger Isolation. Sie ist schon ihr ganzes Leben lang in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter in Yorkshire eingesperrt, darf ihn niemals verlassen, kennt keine anderen Menschen, kennt nicht das wahre Leben. An der Welt da draußen kann sie nur durch einen Laptop teilhaben. Sie kennt sie also nur bruchstückhaft und mittelbar. Astrid wünscht sich nichts sehnlicher, als das endlich zu ändern - zumal sie auch einfach nicht verstehen kann, warum ihre Mutter in diesem Schuppen eingesperrt hat. Für eine Erklärung sei sie aber noch zu jung.
Doch eines Nachts steht plötzlich eine Frau mit Flügeln, eine Librae, im Schuppen, und nimmt Astrid mit nach Starminster, einer Flugschule für Librae in Überlondon. Denn auch Astrid ist eine Librae. So viele Dinge und Menschen, die Astrid nun kennenlernt und die sie erst mal auf sich wirken lassen muss! Und tatsächlich schien ihre Mutter Recht damit gehabt zu haben, dass die Welt da draußen gefährlich ist - denn in Unterlondon sind einige Kinder verschwunden, entführt von einem Mann mit Flügeln; die Spur führt also nach Überlondon und Starminster, wo Astrid sich befindet. Astrid kommt dem Täter und seinem Motiv auf die Spur - und gerät so in große Gefahr ...
Außerdem erfährt sie endlich, was ihre Mutter über die Librae, Überlondon und Starminster weiß, und warum sie Astrid damals im Schuppen eingesperrt hat ...
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Empfohlen wird das Buch ab elf Jahren; natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, aber meiner Meinung nach können Kinder diesen ersten Band ruhig schon einen Tick früher lesen.
Als wir Starminster entdeckt haben, wollten wir das Buch unbedingt lesen - und tatsächlich hat die Geschichte uns so gut gefallen!
Schon Megan Hopkins Schreib- und Erzählstil hat uns richtig gut gefallen, denn sie schreibt wirklich gut. Die Geschichte lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen, ist sowohl zum Vorlesen als auch Selbstlesen perfekt geeignet, ist sehr atmosphärisch und bildhaft und überzeugt durch eine tolle Welt, tolle Ideen der Autorin, und tolle Figuren.
Überlondon und Starminster sind wirklich eine ganz neue, faszinierende Welt. Es geht neben den Librae und der Schule um Familie, Freundschaft - aber es ist durch die entführten Kinder eben auch zunehmend spannend. Eine tolle Mischung!
Ganz nebenbei werden den Kindern auch wichtige und tolle Botschaften vermittelt.
Gut gefallen hat uns auch, dass am Ende dieses Bandes noch aufgelöst wird, was Astrids Mutter über diese Welt weiß, warum sie damals so gehandelt hat, die Geschichte also nicht mit einem Cliffhanger endet und dadurch auch Kinder die Monate bis zum Erscheinen des nächsten Bandes gut aushalten können.
Es ist eine Geschichte, an der Kinder und Erwachsene Freude haben. Wir haben diesen ersten Band sehr gerne gelesen und freuen uns schon auf die Fortsetzung.
Insgesamt ist es wirklich auch ein warmherziges Buch.
Leseempfehlung für alle Kinder, die London mögen, gerne Fantasy lesen und Lust auf eine wirklich gute Geschichte mit tollen Figuren und Welten haben!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Unfassbar gut!

The Ordeals
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Sophia de Winter kennt ihre Eltern nicht, sie wuchs bei jemandem auf, der sie durch einen Vertrag an sich gebunden hat, der jeden ihrer Schritte überwachen konnte und für den sie Aufträge erledigen musste.
Sie ...

Sophia de Winter kennt ihre Eltern nicht, sie wuchs bei jemandem auf, der sie durch einen Vertrag an sich gebunden hat, der jeden ihrer Schritte überwachen konnte und für den sie Aufträge erledigen musste.
Sie hat genug von diesem Leben und flieht daher an die Killmarth-Academy, einer Akademie für Magie. Hinter diesen Mauern ist sie sicher, denkt sie. Und nicht zuletzt hofft sie, dort doch noch etwas über ihre Eltern erfahren zu können. Doch um wirklich dort studieren zu können, muss sie zuerst schwere und brutale Prüfungen, die sogenannten Ordeals, bestehen, in denen Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Besten überleben die Ordeals und werden schließlich Studenten an der Killmarth-Academy. Man muss vorsichtig sein, denn man weiß nicht, wer Freund und wer Feind ist. Doch zu zweit ist man stärker, und so tun sich die Illusionistin Sophia und der Botaniker Alden Locke zusammen. Gemeinsam wollen sie die Ordeals meistern und ihre Magie stärken.
Zwischen Sophia und Alden besteht von Anfang an eine starke Anziehungskraft, doch für die Liebe bleibt nicht viel Zeit, denn in Killmarth drohen nicht nur durch die Ordeals, sondern auch durch andere Dinge größte Gefahren ...
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Fantasy ist wirklich nicht mein Genre - ich lese es nur äußerst selten, weil mir nur sehr wenige Werke gefallen. Oft bin ich schon nach dem Klappentext raus. Und noch weniger Werke dieses Genres können mich dann auch wirklich begeistern.
Hier war es jedoch anders - Cover und Klappentext fand ich auf Anhieb toll, und auch die Leseprobe fand ich großartig. Ich wollte "The Ordeals" also unbedingt lesen - und ich bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil! Ich hätte was verpasst, wenn ich nicht zu dem Buch gegriffen hätte. "The Ordeals" ist absolut empfehlens- und lesenswert.
Die Geschichte ist unfassbar gut geschrieben, Rachel Greenlaws Stil ein wahrer Genuss, und schon deshalb lohnt sich die Lektüre absolut!
Auch ist sie herrlich atmosphärisch. Die Kulisse und die Figuren sind ebenfalls großartig. Die Autorin hat viele tolle neue Ideen, sodass man nie das Gefühl hat, die Geschichte so ähnlich schon mal gelesen zu haben. Auch Längen sucht man vergeblich.
Vor allem Sophia und Alden, ihre Annäherung, ihre Gefühle und ihre Liebe, die Szenen zwischen ihnen, ihre Dialoge ... sind einfach so toll ge- und beschrieben. Selten haben mich Protagonisten und ihre Dialoge so begeistert.
Nicht nur durch die Ordeals, sondern auch durch die anderen Dinge, die geschehen, herrscht eine düster-gefährliche Grundstimmung, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. "The Ordeals" ist auch in jeder Hinsicht unglaublich spannend. Diese Spannung nimmt noch zu - und am Ende möchte man am liebsten sofort zum zweiten Band greifen und weiterlesen!
Neben all der Spannung und Gefahr kommen aber wie gesagt auch Leben und Lernen an der Akademie, Freundschaft, Liebe, Gefühle und auch ein paar spicy Szenen nicht zu kurz.
Ich bin absolut begeistert und überzeugt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Uneingeschränkte Leseempfehlung! Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst wirklich was. Dieses Buch wird allen gefallen, auch Lesern wie mir, bei denen Fantasy nun wirklich nicht zu den Lieblingsgenres gehört.
Dark Academia mag ich sehr. Romantasy mag ich eigentlich nicht allzu sehr - aber hier hat es mir unglaublich gut gefallen.
Rachel Greenlaw ist definitiv eine Autorin, von der man noch viel, viel mehr lesen will!

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Ein großartiges Kochbuch!

Meine Tiroler Welt
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Viktoria Fahringer ist die jüngste Haubenköchin Österreichs. Mit "Meine Tiroler Welt" ist nun ihr erstes Kochbuch erschienen. Hierfür ist sie ein Jahr lang durch ihre Heimat gereist, hat einige ihrer Produzenten ...

Viktoria Fahringer ist die jüngste Haubenköchin Österreichs. Mit "Meine Tiroler Welt" ist nun ihr erstes Kochbuch erschienen. Hierfür ist sie ein Jahr lang durch ihre Heimat gereist, hat einige ihrer Produzenten besucht - ein Road Trip durch Tirol. Und so ist es nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Reisebericht, eine Reportage, durch den/die man Tirol und die Produzenten näher kennenlernt.

Das Buch umfasst über 200 Seiten, ist sehr hochwertig aufgemacht, auch mit Lesebändchen, und enthält sehr viele ganz- und doppelseitige Bilder, sowohl von den Gerichten als auch von Viktoria, Tieren und Natur sowie von den Besuchen bei den Produzenten. Schon das Durchblättern ist eine wahre Freude, lässt einen die Fotos genießen und macht viel Lust auf die Arbeit mit dem Buch und das Nachkochen der Rezepte. Man möchte sofort loslegen - und genau das habe ich auch getan.

Die Rezepte sind nach Jahreszeiten geordnet. Im Frühling gibt es Getreide und Gemüse, im Sommer Käse, Fisch, Lamm und Rind, im Herbst Knödel, Wild, Pilze und Kalb, im Winter Nachspeisen. Abgerundet wird das Buch durch Register und Glossar. Nach einem Vorwort von Viktoria geht es los.

Im Frühling gibt es bspw. Grießnockerlsuppe, Kartoffelblattln, Bärlauchsuppe, Rahmwirsing mit Speck, Kartoffel-Millefeuille, Tomatensalat, Apfelrotkraut, im Sommer Käsespätzle und Röstzwiebeln, Krautsalat, Kaspressknödel, im Herbst Kartoffelknödel, Semmelknödel, Spinatknödel, Schupfnudeln mit Kräuterseitlingen, Eierschwammerl-Gulasch, im Winter Kaiserschmarren, Apfelmus, Apfelradl, Sauerrahm-Holunderblüteneis, Buchteln mit Marillenmarmelade, Germknödel, Kiachl mit Preiselbeermarmelade, Nuss-Schupfnudeln, Topfenknödel mit Zwetschgen, Zwetschgenröster, Topfen-Rahm-Strudel, Honigparfait mit Ribiselkonfit, geeisten Kaiserschmarren ...

Erwähnenswert ist auch, dass es zu manchen Rezepten, etwa zu den Käsespätzle und Kartoffelknödeln, neben den klassischen Rezepten auch glutenfreie und vegane alternative Rezepte gibt. Auch bei den Desserts sind manche vegan und manche vegan und glutenfrei möglich und es gibt dafür ein alternatives Rezept.

Sehr positiv finde ich, dass es wirklich zu jedem Gericht ein Foto gibt, und zwar ein großes ganzseitiges. Diese sind wunderschön anzusehen, machen viel Appetit - und man weiß sofort, wie das jeweilige Gericht aussehen soll und wird.

Die Koch- und Arbeitszeiten und die Portionen sind immer angegeben. Nährwert- oder wenigstens Kalorienangaben gibt es nicht, was mich hier aber nicht stört - schließlich weiß man, dass die Tiroler Küche deftig und nicht kalorienarm ist. Auf Kalorien achtet man da sicher nicht.

Die Rezepte sind absolut übersichtlich, gut erklärt, gelingsicher, oft durch zusätzliche Tips von Viktoria abgerundet. Man sieht sofort, welche Zutaten man braucht. Wenn man sich an die Arbeitsschritte, die immer einfach und klar beschrieben sind, hält, kann nichts schiefgehen. Und Viktorias Tips tragen zusätzlich zum Gelingen bei. Neben Zubereitungstips an sich findet man bspw. auch Tips dazu, welche Gerichte man gut miteinander kombinieren kann.

Es finden sich im Buch auf viele QR-Quodes bei den Rezepten; dort erhält man weitergehende Tips, Infos und Anleitungen, etwa zur Millefeuille-Schichtung. Ich könnte mir vorstellen, dass das für ältere Menschen nachteilig ist und es für sie besser wäre, wenn solche Anleitungen im Buch selbst bei den jeweiligen Rezepten enthalten wären. Und ich muss gestehen, dass ich dies auch bevorzugt hätte, obwohl ich jung und in Sachen Technik fit bin. Ich hätte Sachen wie die Anleitung zur Millefeuille-Schichtung und weitere Anleitungen lieber direkt im Buch gehabt. Mit QR-Code finde ich persönlich es umständlicher und auch nicht so schön. Aber das soll nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, da das Buch ansonsten einfach nur großartig ist und das auch nur eine persönliche Vorliebe bzw. Abneigung ist.

Zu vielen Rezepten braucht man meiner Meinung nach aber auch keinen QR-Code - für Käsespätzle, Kaspressknödel oder Apfelmus braucht man sicher keine Herstellungsanleitung (jedenfalls dann nicht, wenn man kein blutiger Kochanfänger ist), sodass es sicher auch ohne diese QR-Codes geht, wenn man kein Fan davon ist.

Das Buch enthält wirklich viele vegetarische Rezepte, sodass es auch perfekt für Vegetarier ist. Ich als Vegetarierin bin mit dem Buch absolut glücklich - die Fleisch- und Fischesser der Familie aber ebenso, weil sich für sie auch genug tolle Rezepte mit Fleisch und Fisch finden und man ansonsten bei Gerichten wie Käsespätzle mit Röstzwiebeln auch sicher kein Fleisch vermisst.

Die Rezepte weisen verschiedene Schwierigkeitsgrade auf, viele sind jedoch wirklich einfach und gelingsicher, zumal die Anleitungen in den Rezepten und Viktorias Tips nicht besser sein könnten. Daher denke ich, dass auch Kochanfänger viel Freude und Erfolgserlebnisse mit diesem Buch haben werden. Aber auch für Leute wie mich, die schon ewig und viel und gerne kochen, ist das Buch perfekt, da man so viele tolle Rezepte entdecken kann. Alle Rezepte, die wir bisher getestet haben, waren ein voller Erfolg. So kochen wir bspw. schon ewig Käsespätzle mit Röstzwiebeln, Rahmwirsing, Kartoffelknödel, Semmelknödel, Spinatknödel, Schupfnudeln, und haben schon entsprechend viele Rezepte getestet - aber nichts war so gut wie die Rezepte von Viktoria! Wir werden diese Gerichte nur noch nach ihren Rezepten zubereiten. Andere Rezepte, etwa Kartoffelblattln, Kartoffel-Millefeuille, Apfelradl, Sauerrahm-Holunderblüteneis, Kiachl mit Preiselbeermarmelade, Topfen-Rahm-Strudel, Honigparfait ... haben wir neu entdeckt.

Es ist eines dieser Kochbücher, die wir auf Anhieb geliebt haben, das jetzt schon fleißig benutzt wird und das schon jetzt aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken ist. Das ist ein Lieblingskochbuch und wird es ganz sicher auch immer bleiben.

"Meine Tiroler Welt" ist einfach uneingeschränkt empfehlenswert und ein Muss für alle, die die Tiroler Küche entdecken und auch zu Hause genießen wollen!