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Veröffentlicht am 22.06.2026

Viel Lärm um wenig Witz – eine enttäuschende Polit-Satire

00-Laschet
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00-Laschet von David Safier, erschienen im Rowohlt Kindler Verlag, klang für mich zunächst nach einer herrlich absurden und unterhaltsamen Polit-Satire. Die Grundidee ist schließlich vielversprechend: ...


00-Laschet von David Safier, erschienen im Rowohlt Kindler Verlag, klang für mich zunächst nach einer herrlich absurden und unterhaltsamen Polit-Satire. Die Grundidee ist schließlich vielversprechend: Armin Laschet gerät unvermittelt in eine internationale Agentenstory und wird plötzlich zur Schlüsselfigur eines weltumspannenden Abenteuers. Aus diesem ungewöhnlichen Ansatz hätte eine bissige, intelligente und vor allem sehr komische Geschichte entstehen können. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen – nicht zuletzt, weil ich viele frühere Bücher von David Safier mit großer Begeisterung gelesen habe.

Schon das Cover macht neugierig und gehört für mich zu den gelungensten Aspekten des Buches. Es ist witzig gestaltet, weckt Aufmerksamkeit und vermittelt genau die Art von Humor, die ich von Safier erwartet hatte. Leider konnte der Inhalt dieses Versprechen für mich nicht einlösen.

Mein größtes Problem war der Humor. Fast keine Pointe wollte bei mir wirklich zünden. Viele Szenen wirken, als wollten sie mit aller Kraft lustig sein, ohne tatsächlich komische Situationen zu erschaffen. Statt feinsinniger Beobachtungen oder gelungener Satire dominieren überdrehte Einfälle, die bei mir kaum mehr als ein müdes Lächeln ausgelöst haben. Dabei hatte ich häufig das Gefühl, dass von allem einfach zu viel vorhanden ist: zu viele verrückte Ideen, zu viele überzogene Szenen, zu viele immer größer werdende Bedrohungen. Doch mehr ist nicht automatisch besser. Gerade bei Humor gilt oft das Gegenteil – weniger wäre hier für mich deutlich mehr gewesen.

Auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte springt in hohem Tempo von einem Ort zum nächsten, wirft ständig neue Ereignisse und Wendungen in den Ring, ohne dabei einen klaren Fokus zu behalten. Dadurch entstand bei mir weder Spannung noch echtes Interesse am weiteren Verlauf. Vieles wirkte beliebig und oberflächlich. Die politische Satire, auf die ich gehofft hatte, blieb für mein Empfinden weitgehend aus. Statt scharfer Beobachtungen oder pointierter Gesellschaftskritik bekam ich eine Handlung präsentiert, die oft erstaunlich platt und wenig inspirierend wirkte.

Hinzu kommt, dass mich auch der Schreibstil enttäuscht hat. Die Sprache ist sehr schlicht gehalten und erreicht nie die Leichtigkeit oder den Witz, die ich aus früheren Werken des Autors kenne. Die Kapitel sind häufig nur zwei oder drei Seiten lang, was zusätzlich dazu beiträgt, dass die Geschichte zerstückelt wirkt. Viele Seiten enthalten zudem große Freiflächen oder bestehen nur aus wenigen Zeilen Text. Dadurch erscheint das Buch deutlich umfangreicher, als es tatsächlich ist.

Gerade deshalb empfand ich auch den Preis als problematisch. Das Buch umfasst zwar rund 260 Seiten, doch durch die zahlreichen kurzen Kapitel, großzügigen Abstände und halbleeren Seiten fühlt es sich deutlich kürzer an. Inhaltlich hatte ich eher das Gefühl, einen wesentlich schmaleren Roman in der Hand zu halten. Angesichts eines Preises von 18 Euro empfand ich das persönlich als wenig überzeugend.

Auch die Figuren konnten mich nicht erreichen. Sie bleiben überwiegend blass und entwickeln kaum Tiefe. Statt bissiger Charakterzeichnungen oder satirischer Zuspitzungen wirken viele Figuren eher wie Karikaturen ohne nachhaltige Wirkung. Dadurch fiel es mir schwer, mit ihnen mitzufiebern oder mich für ihre Schicksale zu interessieren.

Besonders schade finde ich all das deshalb, weil ich David Safier früher sehr gern gelesen habe. Bücher wie seine früheren Romane haben mich oft laut lachen lassen und gezeigt, wie gekonnt er Humor, Tempo und Unterhaltung verbinden kann. Umso größer war meine Enttäuschung darüber, dass ich davon in 00-Laschet kaum etwas wiedergefunden habe.

Fazit

00-Laschet besitzt eine großartige Ausgangsidee und ein gelungenes Cover, kann das darin steckende Potenzial für mich jedoch nicht ausschöpfen. Weder der Humor noch die Handlung oder die Figuren konnten mich überzeugen. Die erhoffte Polit-Satire bleibt erstaunlich zahm, der Schreibstil wirkt ungewohnt schlicht und die Geschichte verliert sich in überdrehten Einfällen, die selten wirklich zünden. Da ich David Safiers frühere Bücher sehr geschätzt habe, bedaure ich dieses Urteil besonders. Für mich war 00-Laschet leider eine der größten Enttäuschungen der letzten Zeit.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Sehr langweilig

Die schöne Tote von der Côte d’Azur
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Das Buch habe ich mir selber besorgt. So ein edles Softcover vom Gmeiner Verlag kosten 16 Euro, was ich sehr teuer finde, vor allem, wenn mir der Inhalt nicht gefällt.

Also das Drumherum fand ich sehr ...

Das Buch habe ich mir selber besorgt. So ein edles Softcover vom Gmeiner Verlag kosten 16 Euro, was ich sehr teuer finde, vor allem, wenn mir der Inhalt nicht gefällt.

Also das Drumherum fand ich sehr ansprechend, das glänzende Cover und alles. Es könnte ein schöner Urlaubsroman sein. Also auf einen Krimi deuten nur der Titel und der Aufdruck Kriminalroman.

Dann habe ich angefangen zu lesen! Der Schreibstil ist sehr, sehr gewöhnungsbedürftig, teilweise fand ich, waren falsche Wörter benutzt, was mich irritierte und was mich beim Lesen störte.

Jedenfalls wird alles ausführlichst beschrieben, so dass der Krimi auf der Spur bleibt. Ich bin sicher, in 100 Seiten statt 342 hätte man das auch beschreiben können!

... und dann immer wieder nach dem Motto "Sex sells". Das Buch wurde mit allem möglichen künstlich verlängert. Aber trotz französischer Worte, die immer gleich wirkenden Croissants kam bei mir der Lokalkolorit nicht an!

Das Buch dreht sich im Kreis, scheint immer gleich zu sein. Mit den Charakteren komme ich auch nicht klar, denn sie sind mir nicht sympathisch, oder wachsen ans Herz!

Auf Seite 157 habe ich das Handtuch geworfen.

Deshalb finde ich auch 16 Euro zu teuer, für Bücher, die mir absolut nicht gefallen, die mir Geld und Lesezeit rauben. Daher 1 Stern! Ich bin sicher, das wird nicht mehr besser und echt, ich hab mich genug gequält!!

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Stinkelangweilig

Bühlerhöhe
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Eigentlich lese ich die Bücher der Autorin gerne. Kam nicht dahinter, was das sollte. Mehrfach wollte ich aufhören. Bei Seite 85 hab ich das

... Handtuch geworfen. Es sind gaaaaaaaanz viele verschiedene ...

Eigentlich lese ich die Bücher der Autorin gerne. Kam nicht dahinter, was das sollte. Mehrfach wollte ich aufhören. Bei Seite 85 hab ich das

... Handtuch geworfen. Es sind gaaaaaaaanz viele verschiedene Geschichten miteinander verflochten und etwas wirr geschrieben. Das da jetzt ein Spiegel Bestseller Teil drauf ist, ist typisch, weil ich mag das Buch nicht. Selten bin ich mit dem Aufkleber eine Einheit.


Nun ja, aber es war echt zu langweilig, als dass ich da die normalen 2 Sterne fürs Abbrechen hätte geben können.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Politik ist etwas, das nicht jeder kann

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Klufti isch bäck, hat aber viele Leser verloren. Warum? Weil da gefühlt sehr viel indifferenter Müll im Buch ist. Also mein Mann hat nur gesagt: Zuviel ARD und ZDF geguckt. Man fühlt sich wieder in die ...


Klufti isch bäck, hat aber viele Leser verloren. Warum? Weil da gefühlt sehr viel indifferenter Müll im Buch ist. Also mein Mann hat nur gesagt: Zuviel ARD und ZDF geguckt. Man fühlt sich wieder in die Coronazeit zurück versetzt. Alles was nicht im Mainstream mitläuft ist ein Schwurbler und Verschwörer. So wird auch hier ein sehr schwarz-weißes Bild gezeichnet. Die „Linken“ im Buch sind allesamt rechtschaffen, während die vermeintlich „Rechten“ eine Truppe aus unliebsamen Zeitgenossen darstellt. Sorry, dass ist zuviel der Klischees!

Es gab nur wenige Szenen, die mich mitgerissen haben und an den alten Klufti erinnert haben. Zum Beispiel: Als er seine Pilze geopfert hat und gegen seinen Erzfeind angetreten ist.

Der Schreibstil wäre super, wenn nur der „Inhalt“ nicht wäre. Und zudem hat mich genervt, dass offen gelassen wurde, wie die Wahl ausging. Also wenn man seitenlangen Mist (meine persönliche Meinung) schreibt, dann könnte man auch wenigstens das schreiben. Ich schätze es nicht, wenn zu viel offen bleibt. Denn ob man das je im nächsten Buch erfährt, weiß man nicht (Jutta Mehler). Das hat mir meine ehemalige Lieblingsserie Kluftiger auch schon lang verhagelt. Ich war Fan und süchtig, da muss man das nicht machen.

Kluftinger ist auch nicht mehr so richtig authentisch. Es gab so viele unglaubwürdige und seltsame Sachen.

428 Seiten und dann nicht mal die wichtige Frage beantwortet, wie geht die Wahl aus. Dafür aber wieder Leute in die Ecke drängen, die es gewagt haben, selber zu denken und selber zu entscheiden. Unsere Demokratie geht mit solchen Autoren flöten! Denn das Buch kam 2024 raus, nach Corona!

Ach was reg ich mich auf. Ich kann dem Buch nur den Pflichtstern geben und versuche in Zukunft Klüpfl und Kobr zu meiden. Wobei ich noch ein Buch hab, das teuer genug war, das ich lesen muss. Weil Geld gibt’s ja nicht zurück… Ihr seht schon, ich bin sehr, sehr angesäuert!

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Mozart ist nicht dumm!!!

Herr Mozart wacht auf
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Eva Baronsky Herr Mozart wacht auf aufbau Verlag 2009

Man bekommt genau das was der Titel verheißt. Mozart liegt auf dem Sterbelager und wacht am nächsten Tag in der neuen Zeit, also einige 100 Jahre ...

Eva Baronsky Herr Mozart wacht auf aufbau Verlag 2009

Man bekommt genau das was der Titel verheißt. Mozart liegt auf dem Sterbelager und wacht am nächsten Tag in der neuen Zeit, also einige 100 Jahre später auf, so 2005.

Die Idee finde ich klasse. Die Umsetzung leider weniger. Denn ich bin doch ein bisschen genervt. Erst mal ist der Schreibstil mühsam zu lesen. Dann kommen einige Unplausibilitäten z. B. am ersten Tag entleert er seine Blase, am nächsten Tag pieselt er vom Fenster runter. Und in der Zwischenzeit? Wo hat er sich da erleichtert? Oder ist er 24 Stunden ohne Blasendruck gewesen? Oder er geht in die Staatsoper einige Abende lang, so lang das Geld halt für die Stehplatzkarten reicht. Offenbar 3 oder noch mehr Abende, statt ein Mal Sitzplatz. Nun ja, er geht dahin. Dann wird er auf Seite 112 eingeladen, dass er um 19 Uhr kommen soll. Er weiß nicht was 19 Uhr ist. Ich bin sicher, dass die Oper auch diese Uhrzeit angegeben hat und nicht 7 oder 8 Uhr abends. Sicher gabs noch mehr Unplausibilitäten. Find ich schade.

Das hat mich so genervt, dass ich das Buch nicht mehr weiter gelesen habe. Es war mir einfach zu blöde.

Schade auch, dass Mozart als Blödi, als Drogensüchtiger, als Weiberheld hingestellt wird. Zudem nervte mich, dass er ständig so altmodisch sprach. In irgend einem Mozartbuch habe ich gelesen, dass er fortschrittlich war. Von daher… Buch zu, Affe tot, ich habe fertig.

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