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Veröffentlicht am 23.02.2026

Der persönlichste Fall für Felix Bloom

Felix Blom - Mord an der Spree
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Eine spannende Jagd nach dem Mörder bringt Felix und Mathilde an ihre Grenzen. Es ist wohl der persönlichste Fall der Detektei Voss.

Für mich ist es der bisher beste und geheimnisvollste Fall für Felix ...

Eine spannende Jagd nach dem Mörder bringt Felix und Mathilde an ihre Grenzen. Es ist wohl der persönlichste Fall der Detektei Voss.

Für mich ist es der bisher beste und geheimnisvollste Fall für Felix und Mathilde. Besonders gut gefallen hat mir, dass man aktiv miträtseln kann und am Ende eine Auflösung von der Autorin präsentiert bekommt, auf die ich zumindest nicht gekommen wäre.

Aber der Reihe nach: Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal im Jahr 1879 und dann in einem Zeitstrang, der vor dem Verschwinden von Mathildes Freundin Agnes spielt. Agnes ist im Jahr 1870 plötzlich verschwunden. Die drei Freundinnen Mathilde, Charlotte und Antonia sind sich einig, dass nur ein Freier dahinterstecken kann. Alle vier arbeiten als Prostituierte in Berlin. Doch leider kann dem Verdächtigen nichts nachgewiesen werden.

Neun Jahre später werden Charlotte und Antonia ermordet. Mathilde wird durch kurze Nachrichten ihrer Freundinnen an die jeweiligen Tatorte gelockt und wird so schnell zur Hauptverdächtigen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn sie landet rasch im Gefängnis Moabit und wird verurteilt.

Fast perfekte Morde, so scheint es. Felix beißt sich gemeinsam mit Bruno Harting an diesem Fall die Zähne aus. Diese Zweckgemeinschaft hat mir sehr viel Freude bereitet. Zwei Menschen, die sich eigentlich überhaupt nicht ausstehen können, arbeiten für Mathilde zusammen.

Die psychologische Bedrohung ist deutlich spürbar und auch die Schnitzeljagd quer durch Berlin ist spannend angelegt. Ein großes Kompliment an die Autorin, die zudem ein wunderbares Sittengemälde der Stadt zeichnet und uns auf eine großartige Zeitreise mitnimmt.

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Das Ende ist mehr als gelungen, denn es kommt zu einem intensiven Showdown, bei dem alle Puzzlestücke an ihren Platz fallen. Dieses Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall von Felix Blom.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Atmosphärischer Roman mit historischem Tiefgang

Sündflut 1784
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Ein Roman, der durch seine besondere Atmosphäre, aber auch durch seine authentische Sprache besticht. In Sündflut 1784 versucht der Amtmann Henrik van Venray, die ihm liebgewonnene Apothekerwitwe Anna ...

Ein Roman, der durch seine besondere Atmosphäre, aber auch durch seine authentische Sprache besticht. In Sündflut 1784 versucht der Amtmann Henrik van Venray, die ihm liebgewonnene Apothekerwitwe Anna Maria aus den Fängen eines Komplotts zu befreien. Dieses steht in Zusammenhang mit einem Mordfall, und Venray muss lernen, dass Cöln seine ganz eigenen Gesetze hat.

Venray ist trotz seines Adelsstandes ein Mann der Tat, der den Wunsch hegt, ein nach französischem Vorbild aufgebautes Kriminalsystem zu etablieren. Er hält wenig vom Adel und wirkt dadurch sehr nahbar. Sein Diener Wittib ist der heimliche Star der Geschichte, denn mit seiner sarkastischen, zugleich aber hilfsbereiten Art sorgt er immer wieder für heitere Momente.

Die Stadt und ihr Umland sind noch immer stark von der Flut gezeichnet, viele Menschen haben Hab und Gut verloren. Diese düstere, beinahe apokalyptische Atmosphäre versteht es der Autor sehr gut in die Handlung zu integrieren. Neben dem Mordfall geht es auch um das Verhalten der Menschen und darum, wie sie unter diesen schwierigen Bedingungen ihren Alltag bewältigen. Der Roman bietet einen facettenreichen Einblick in eine Zeit, die für viele Menschen eher von Entbehrungen als von Freude geprägt war.

Der Schreibstil ist atmosphärisch, sehr detailliert und anschaulich, zudem durchzogen von historischen Wortlauten. Der Autor baut erneut die damaligen Schreibweisen von Orten und Plätzen ein, was der Geschichte zusätzliche Authentizität verleiht. Spannend bis zum Schluss habe ich diesen Roman erneut verschlungen und hoffe sehr, dass es einen weiteren Fall von Henrik van Venray geben wird.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein toller Roman über die Historie des Praters und seiner Besonderheiten

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Ein historischer Kriminalroman mit viel Dramatik und einem hervorragenden Einblick in das Schaustellerleben Wiens gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Oberinspektor Leopold von Herzfeldt hat es nicht leicht. ...

Ein historischer Kriminalroman mit viel Dramatik und einem hervorragenden Einblick in das Schaustellerleben Wiens gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Oberinspektor Leopold von Herzfeldt hat es nicht leicht. Private Probleme und ein äußerst komplizierter Mordfall beschäftigen ihn mehr, als ihm lieb ist. Dabei zeigt er erneut, dass er, obwohl er es oft nicht so meint, gerade bei seiner Herzensdame immer wieder ins Fettnäpfchen tritt, was ich persönlich sehr amüsant fand.

Neben seinen ermittelnden Kollegen von der Wiener Polizeidirektion und der Reporterin Julia Wolf, seiner angebeteten Herzensdame, ist erneut der eigenwillige, aber äußerst sympathische Totengräber Augustin Rothmayer als wichtiger Charakter hervorzuheben. Rothmayer zeigt immer deutlicher, wie viel wissenschaftliches Können in ihm steckt, und beweist, dass er weit mehr ist als ein einfacher Totengräber.

Neben der detailreichen Beschreibung der Atmosphäre rund um das Wiener Vergnügungsviertel Prater – auch Wurstelprater genannt – gehören die Einblicke in den damaligen technischen Stand der Kriminalistik zu den großen Stärken des Romans. Der Autor schildert die damaligen Möglichkeiten und Entwicklungen der Ermittlungsarbeit sehr tiefgründig, ohne dabei ausschweifend zu werden.

Der Roman lebt stark von seiner Atmosphäre, und ich tauchte tief in das Wien dieser Zeit ein. Die Täterfiguren sind geschickt verborgen, sodass ich lange einer falschen Fährte folgte. Der Schreibstil des Autors ist anschaulich und angenehm zu lesen. Immer wieder verwendet er Begriffe und Ausdrucksweisen aus jener Epoche, was dem Roman zusätzliche Authentizität verleiht.

Die Auflösung des Falls ist spannend gestaltet und erstreckt sich über mehrere Passagen. Ein rundum gelungener historischer Roman, der mir so viel Freude bereitet hat, dass ich traurig war, als er zu Ende war. Ich müsste mir Kritik regelrecht aus den Fingern ziehen, denn mir fällt keine ein. Augustin Rothmayer und Leopold von Herzfeldt sind ein unschlagbares Ermittlerduo. Ich mag sie beide sehr, vor allem, weil in Rothmayer so viel mehr steckt.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Zwei Frauen kämpfen für ihre Träume

Montmartre - Traum und Schicksal
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Traum und Schicksal, zwei Begriffe, die diesen Roman meiner Meinung nach gut zusammenfassen. Valérie Dumas muss aus familiären Gründen den älteren und nicht besonders sympathischen Künstler Baptiste Germain ...

Traum und Schicksal, zwei Begriffe, die diesen Roman meiner Meinung nach gut zusammenfassen. Valérie Dumas muss aus familiären Gründen den älteren und nicht besonders sympathischen Künstler Baptiste Germain heiraten. Elise Lambert, die andere Hauptprotagonistin, muss lernen, dass Freundschaften nicht alle Krisen überstehen und dass Machenschaften und Neid unter Frauen anders als bei Männern, aber nicht minder bösartig ablaufen können.

Valérie versucht trotz der schwierigen Eheverhältnisse, ihren Traum von der Malerei weiterzuleben. Genau darin liegt einer der großen Treiber der Handlung, die gut zeigt, wie es Frauen zu dieser Zeit erging. Es war ein harter Kampf in einer Männerdomäne, und Frauen hatten kaum Möglichkeiten, ihre Wünsche und Vorstellungen zu artikulieren. Elise hingegen erkennt, dass der Alltag im Tanz aus Freundinnen Rivalinnen machen kann und dass das Leben seine eigenen Gesetze schreibt.

Beide Frauen sind sehr starke Persönlichkeiten und hatten meine Sympathie. Für mich ist Valérie jedoch die größere Heldin, weil sie es schafft, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen, und eine Entwicklung durchläuft, die für mich noch stärker wirkt als die von Elise.

Die vielen Nebenfiguren, teilweise reale Persönlichkeiten wie z.B. der Kunstmaler Henri de Toulouse-Lautrec, sorgen für eine Vielfalt an Charakteren, die den Roman tragen. Henri hat mir in diesem Band besser gefallen als im ersten. Er zeigt in einigen Passagen seinen im Innersten liebevollen Charakter, auch wenn er insgesamt eine sehr tragische Figur dieser Dilogie bleibt.

Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und verständlich. Besonders gefallen hat mir die Darstellung der politischen Situation in Paris und Frankreich zu dieser Zeit, die die Autorin anpassenden Stellen in den Roman einfließen lässt.

Das Ende des Romans hat mir persönlich nicht ganz so zugesagt, aber das ist natürlich immer eine subjektive Sache. Insgesamt bleibt der Eindruck aber sehr positiv. Ein Roman über die Träume von Frauen und ihr Schicksal in einer Epoche großer Umwälzungen und Veränderungen.

9/10 P.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Der zweite Fall für Quintus und Lucretia

Blut und Spiele in Colonia
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Ein Roman, der mit Spannung und wahnsinnig viel Detailtiefe keine Wünsche offenlässt. In Colonia hat die Kunst von Weltformat Einzug gehalten, als der berühmte römische Tänzer Aulus in Köln auftritt. Dieser ...

Ein Roman, der mit Spannung und wahnsinnig viel Detailtiefe keine Wünsche offenlässt. In Colonia hat die Kunst von Weltformat Einzug gehalten, als der berühmte römische Tänzer Aulus in Köln auftritt. Dieser Auftritt sorgt für viel Aufsehen, aber auch für ein Todesopfer. Erneut muss das bereits eingespielte Team aus Quintus und Lucretia beweisen, was für gute Ermittler in ihnen steckt.

Beide Protagonisten sind sehr starke Persönlichkeiten. Quintus ist ein junger Anwalt, der in Colonia Karriere machen möchte. Dabei beweist er viel Scharfsinn und ist manchmal etwas zu verbissen, obwohl er in seinem Innersten ein sehr liebenswürdiger Charakter ist. Lucretia ist die junge Tochter eines einflussreichen Händlers und verkörpert eine sehr moderne Frau, wie es sie offenbar auch in der Antike bereits gab. Sie möchte mehr sein als Ehefrau und Mutter und liebt die Ermittlungen bei Mord und Totschlag. Außerdem setzt sie sich gerne für Schwächere ein. Sie ist manchmal etwas forsch, und Quintus kann mit ihrem Engagement kaum mithalten, doch im Grunde hegen die beiden eine nicht offen ausgesprochene Sympathie füreinander.

Der Schreibstil des Autorenduos ist sehr lebendig und gut beschreibend. Sie lassen die Story authentisch und plastisch werden. Die vielen Details rund um das Künstler- und Theaterleben in Colonia des Jahres 87 n. Chr. haben mir sehr gut gefallen. Auch ohne Instagram gab es bereits einen „Starkult“, wie wir ihn heute von Berühmtheiten kennen. Das Leben in der Antike war moderner, als man landläufig denkt und dies haben die Autorin und der Autor sehr gelungen in Schriftform gegossen.

Die Spannung entwickelt sich hervorragend, und der Ermittlungsanteil in diesem Fall ist wieder sehr hoch, was ich immer besonders wichtig finde. Neben dem Kriminalfall taucht man tief ein in eine andere Welt, aus der es mir schwerfiel, wieder herauszutreten.

Ein Glossar sowie ein geografisches und ethnisches Verzeichnis bieten am Ende des Romans ein hilfreiches Nachschlagewerk. Ein rundum gelungener Krimi aus der Antike, der mir sehr viel Freude bereitet hat.

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