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Veröffentlicht am 13.01.2026

Dunkle Macht

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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„Vesselless – Mein verräterisches Herz“ von Cortney L. Winn ist eine düstere Romantasy, deren Fortsetzung ich kaum erwarten kann.
Nach dem tödlichen Verrat ihres Vaters an seinem König ist dieser nun seit ...

„Vesselless – Mein verräterisches Herz“ von Cortney L. Winn ist eine düstere Romantasy, deren Fortsetzung ich kaum erwarten kann.
Nach dem tödlichen Verrat ihres Vaters an seinem König ist dieser nun seit zehn Jahren Herrscher von Zarr und Nizzara ist damit unfreiwillig zur Prinzessin und Thronfolgerin geworden. Gegen ihren Willen zwingt sie ihr Vater, die magische goldene Vessel zu tragen und einen Geist an sich zu binden. Und er hat auch weitere Pläne, mit denen Nizzara überhaupt nicht einverstanden ist. Um diesen zu entgehen, muss sie das tödliche Königstournier gewinnen. Obwohl Nizzara eine starke Kämpferin ist, sind ihre Konkurrenten noch viel gefährlicher. Trotzdem weigert sie sich lange, auf das Angebot eines fremden Geistes einzugehen, ihr zu helfen. Dagen ist ein mächtiger Deathwalker, der eine ganz eigene Mission hat. Er soll für den Gott des Todes Nizzaras Seele einfangen, die sie ihm jedoch freiwillig überlassen muss. Ansonsten ist er für ewig gefangen.

Das Romantasy Debüt von Cortney L. Winn ist unglaublich fesselnd und absolut gelungen. Ihre düstere magische Welt ist durchzogen von Krieg, Tod und Verrat, während ihre Heldin mit aller Macht versucht, sich nicht in diese Abgründe hineinziehen zu lassen. Dieser Kampf ist hochspannend und sehr berührend, denn die Charaktere haben so viele Facetten und moralische Grautöne, dass sie außerordentlich interessant sind.
Nizzara ist ein Licht in all der Dunkelheit, obwohl sie nach außen hin ihre Rolle spielt. Ihre Liebe und ihre Loyalität sind ihre größten Schwächen, aber gerade das lässt sie auch durchhalten, wenn es um ihren langfristigen Plan geht. In vielen Momenten zerreißt es einem das Herz und man hofft und fiebert mit ihr mit.
Dagen ist der Geist des jungen Königs, den ihr Vater einst getötet hat. Er hätte zusätzlich zu seinem Auftrag also jede Menge Motive, sich an Nizzara zu rächen. Dass zwischen beiden aber schnell eine ganz andere Chemie herrscht, entwickelt sich glaubwürdig und mit einer immer stärker knisternden Dynamik.
Die Twists kommen unerwartet und rauben einem den Atem. Eine aussichtslose Liebe kombiniert mit tödlichen Geheimnissen und Intrigen ist ein packender Mix, der von der Autorin komplex und spannend konstruiert wurde. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Mein Fazit:
Für dieses Debüt gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Spannende Entwicklungen

Heat of the Everflame
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„Heat of the Everflame“ von Penn Cole ist der dritte Band ihrer spannenden Kindred’s Curse Sage, in dem der Kampf von Diem weitergeht.
Die Krönung von Diem verlief nicht so, wie alle erwartet hatten und ...

„Heat of the Everflame“ von Penn Cole ist der dritte Band ihrer spannenden Kindred’s Curse Sage, in dem der Kampf von Diem weitergeht.
Die Krönung von Diem verlief nicht so, wie alle erwartet hatten und endete in einer Katastrophe. Der blutige Konflikt zwischen den Descendeds und den Hütern hat einen neuen Höhepunkt erreicht und Diem ist unfreiwillig mitten im Zentrum. Die neuen Enthüllungen haben sie schwer schockiert und ihren Blick auf ihre bisherige Vergangenheit erschüttert. Diem versucht immer noch verzweifelt, einen Mittelweg und eine Versöhnung zu finden, aber es wird immer deutlicher, dass dieser Krieg nicht friedlich entschieden werden kann. Zumal es jetzt auch die Crowns auf Diem abgesehen haben und es für die neue Königin von Lumnos plötzlich nirgendwo mehr sicher ist. Nur Wenigen kann sie wirklich vertrauen und dazu gehört auch Luther, der ihr bis ans Ende der Welt folgen würde.

Penn Cole hat mit ihrem dritten Teil der packenden Saga einen ganz schönen Brocken abgeliefert, den man nicht mal eben so zwischendurch lesen kann. Ich gebe zu, dass man die Handlung an einigen Stellen vielleicht etwas hätte straffen können. Aber die Entwicklung von Diem hat eben ihr eigenes Tempo und sie braucht diese Zeit, um ihre einstigen Überzeugungen an die Realität anzupassen.
Diem ist immer noch meine Heldin, aber sie hat mich anfangs mit ihrem naiven Glauben an das Gute in wirklich jeder Person zum Verzweifeln gebracht. Ich bewundere ihren Idealismus, doch ein Krieg erfordert immer hohe Opfer und auch das muss Diem langsam einsehen. Sie lernt immer besser, mit ihrer unermesslichen Macht umzugehen und fast nichts erinnert mehr an das verzweifelte magielose Mädchen, welches plötzlich eine Krone erhalten hat.
Ich liebe einfach die vertrauet und humorvolle Dynamik von Diem, Luther, Taran und Alixe, die zu einer untrennbaren Einheit verschworen sind. Die Handlung nimmt permanent unerwartete Abzweigungen und mit jeder beantworteten Frage tun sich neue auf. Wer dachte, der letzte Cliffhanger wäre schon heftig gewesen, der wird die Autorin für dieses Ende wohl hassen. Allein die Hoffnung auf die Fortsetzung lässt einen etwas versöhnlicher werden.

Mein Fazit:
Eine spannende Reise voller interessanter und emotionaler Entwicklungen. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Eigensinnige Schicksalsbrecher

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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„How to Kill Fate“ von Sakia Louis ist der zweite und finale Band ihrer packenden Fate Dilogie.
In Anima webt das Schicksal für jeden Einwohner vorgegebene Fäden und dazu gehört auch der passende Seelenverwandte, ...

„How to Kill Fate“ von Sakia Louis ist der zweite und finale Band ihrer packenden Fate Dilogie.
In Anima webt das Schicksal für jeden Einwohner vorgegebene Fäden und dazu gehört auch der passende Seelenverwandte, der ewiges gemeinsames Glück garantiert. Dumm nur, wenn dieser kurz vor dem Abschluss der Bindungszeremonie ermordet wird und im Anschluss so ziemlich alles, woran man bisher fest geglaubt hat, auf den Kopf gestellt wird. Kiana hat durch die Begegnung mit den Seelenbrechern Tyron und Nevin eine völlig neue Perspektive bekommen, die sie aber gleichzeitig in tödliche Gefahr katapultiert. Trotzdem ist sie jetzt gewillt, ihr Schicksal selbst zu bestimmen, denn den Göttern, die seit Jahrhunderten Krieg führen, traut sie nicht mehr. Und entgegen aller Vorhersagungen ist die eigentlich unmögliche Liebe zwischen ihr und Tyron stärker als jede vorbestimmte Seelenverbindung.

Der Cliffhanger des Auftaktbandes hat mich sprachlos zurückgelassen, aber die Handlung setzt die spannenden Ereignisse nahtlos fort. Das mutige Trio widersetzt sich dem vorhergesagten Schicksal und stößt dabei auf unzählige Hindernisse.
Saskia Louis kann mich auch in der Fortsetzung mit ihrem lockeren und humorvollen Schreibstil einfangen und ich liebe die witzige, aber auch berührende Dynamik zwischen Kiana, Tyron und Nevin.
Kiana ist längst nicht mehr die zurückhaltende und naive Schicksalsnovizin, sondern sie hat eine enorme Entwicklung durchgemacht. Das gleiche kann man aber auch über Tyron sagen, der durch Kianas Einfluss neue Facetten und Fähigkeiten entdeckt.
Die Handlung nimmt mehrfach überraschende Twists, die ich nicht immer haben kommen sehen. Vor allem das Ende ist einfach großartig und absolut gelungen.
Sollte man sich also lieber bequem zurücklehnen und das Schicksal einfach machen lassen, oder sollte man lieber eigene Wege suchen, die manchmal weder geradlinig noch besonders leicht sind? Die Antwort der drei beeindruckenden Hauptfiguren ist dabei eindeutig.
Insgesamt ist diese Dilogie ein klares Highlight, denn es wurde nie langweilig, wofür die unterhaltsamen Schlagabtausche und die unterschiedlichen Perspektiven sorgten.

Mein Fazit:
Hier gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Spannender Kampf

Kingdom of Lies
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„Kingdom of Lies – Eine Krone so kalt und schwer“ von Stacia Stark ist der dritte Band ihrer packenden Romantasy Reihe um Elfen, Magie und tödliche Machtkämpfe.
Prisca ist ihren Feinden in die Falle gegangen ...

„Kingdom of Lies – Eine Krone so kalt und schwer“ von Stacia Stark ist der dritte Band ihrer packenden Romantasy Reihe um Elfen, Magie und tödliche Machtkämpfe.
Prisca ist ihren Feinden in die Falle gegangen und befindet sich nun in deren Händen. Die junge Thronfolgerin der Hybriden wird verhört und gefoltert, damit sie all ihre Pläne und Geheimnisse um die magische Sanduhr verrät. Sie wollen sie unbedingt brechen und dann töten. Doch Prisca ist härter und stärker als ihre Gegenspieler glauben. Sie muss unbedingt einen Fluchtweg aus ihrem Gefängnis finden, denn sie ahnt, dass ihr Blutrünstiger Prinz auf der Suche nach ihr den gesamten Kontinent verwüsten wird. Damit hat sie auch nicht unrecht, denn Lorian würde ohne zu zögern die ganze Welt niederbrennen, wenn es um seine Seelengefährtin geht.

Man sollte die Vorgängerbände unbedingt gelesen haben, denn Vorkenntnisse sind unverzichtbar. Die Handlung setzt nahtlos an den heftigen Cliffhanger des zweiten Teils an und mit dem dortigen Twist hätte wahrscheinlich niemand gerechnet. Stacia Stark weiß, wie man die Spannungskurve oben hält und auch jetzt bekommen Prisca und ihre Freunde nur winzige Atempausen, bevor der Kampf um die Freiheit ihrer Völker weitergeht.
Die Beziehung von Prisca und Lorian entwickelt sich ein ganzes Stück weiter und endlich ist die Hass-Phase beendet. Leider können die beiden Seelengefährten trotzdem nicht sorglos auf ihrer rosaroten Wolke schweben, denn neue dunkle Prophezeiungen überschatten das junge Glück.
Ich mag die unterschiedlichen Perspektiven, die die Komplexität und Tiefe der gesamten Story noch deutlicher machen. Es geht hier um viel mehr als nur die Geschichte von Prisca und Lorian. Besonders Madinia ist mir echt ans Herz gewachsen und gehört mittlerweile zu meinen Lieblingscharakteren. Aber auch andere Figuren konnten mich überraschen und mit ihren Schicksalen berühren.
Jetzt weist alles in Richtung Finale, denn auch der Cliffhanger dieses Buches macht einen kurz sprachlos. Ich will endlich alle Antworten wissen und hoffe, die gebrachten Opfer nehmen nicht noch größere Ausmaße an.

Mein Fazit:
Eine starke Reihe und ich gebe unbedingt eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Puppenspieler

The Puppet Master
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„The Puppet Master“ von Sam Holland ist ein weiterer spannender und abgrundtief böser Teil ihrer Major Crimes Unit Reihe.
Nach den letzten verstörenden Mordfällen, die viele persönliche Opfer gekostet ...

„The Puppet Master“ von Sam Holland ist ein weiterer spannender und abgrundtief böser Teil ihrer Major Crimes Unit Reihe.
Nach den letzten verstörenden Mordfällen, die viele persönliche Opfer gekostet haben, ist das Team von DCI Cara Elliot am Limit. Da scheinen die Ermittlungen in einem vermeintlichen Selbstmord nur Routine. Leider stellt sich schnell heraus, dass es die Major Crimes Unit erneut mit einem Serienkiller zu tun haben muss. Cara hat das Gefühl, dass das Opfer nicht ganz freiwillig diesen Ausweg gewählt hat und plötzlich folgen unzählige weitere Suizide nach dem gleichen Muster. Irgendwer scheint labile Menschen in den Tod zu treiben und sie solange mit ihren persönlichen Schwachstellen zu quälen, bis sie letztendlich aufgeben. Mit jedem neuen Opfer rennt die Zeit davon und Cara und ihr Team suchen verzweifelt nach dem verbindenden Element, um den Killer zu stoppen.

Sam Hollands Thriller sind nichts für schwache Nerven und manchen Szenen sind wirklich absolut verstörend und grausam. Wer also Cosy Crime erwartet, der ist hier falsch, denn wir befinden uns quasi am anderen Ende der Skala.
Der fesselnde Schreibstil, die unterschiedlichen Perspektiven und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer weiter zu lesen, vor allem, da man miträtselt, wer hier der Killer sein könnte. Die Handlung ist dabei so geschickt und komplex konstruiert, dass die Auflösung für mich absolut unerwartet kam. Immer wieder gibt es falsche Fährten, die einen Hoffnung schöpfen und die den folgenden Absturz umso tiefer erscheinen lassen.
Die Story bezieht sich viel auf den Echo Man, dessen Buch leider noch gar nicht auf Deutsch erschienen ist. Das ist etwas unglücklich, da die persönlichen Entwicklungen der Ermittler viel mit diesem Fall zu tun haben. Nur Jamies Geschichte bezieht sich auf The Twenty und sie bricht einem hier erneut das Herz.
Grundsätzlich kann man der Story aber auch ohne Vorkenntnisse folgen und der perfide und grausame Killer manipuliert seine Opfer gnadenlos. Sam Holland teilt den Fokus zwischen der privaten Gebrochenheit der Ermittler und ihren persönlichen Abgründen und der Jagd nach dem Mörder. Sie verzettelt sich aber nie in kleinen Handlungsfäden, sondern lässt am Ende alles geschickt zusammenfließen. Für Thrillerfans ein Muss.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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