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Veröffentlicht am 07.02.2018

Courage all the time

Die amerikanische Prinzessin
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Was für eine tolle Arbeit die Autorin Annejet van der Zijl da abgeliefert hat, wird einem schon nach kurzem Einlesen klar.
Ein Sachbuch, das jedem Krimi oder jedem Liebesroman Paroli bieten kann.
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Was für eine tolle Arbeit die Autorin Annejet van der Zijl da abgeliefert hat, wird einem schon nach kurzem Einlesen klar.
Ein Sachbuch, das jedem Krimi oder jedem Liebesroman Paroli bieten kann.
4 Jahre Recherche, das Lesen unzähliger Zeitungen aus alten Archiven, Bücher, Reisen in andere Kontinente, Länder und Städte, Museen erkunden, und daraus entstand dieses wunderbare Buch über eine Frau, geboren in einfachen Verhältnissen am 7.Juli 1872 in Jamesville im Rock County, Wisconsin und gestorben am 1. Mai 1955 in Cap-d'Ail bei Monaco.
Der Name dieser Frau: Allene Tew.
Als sie ihre erste Liebe heiratete,war sie schwanger und ihr Mann sehr, sehr reich. Keiner wollte die schöne junge Frau in der Gesellschaft, in die sie nun gekommen war, anerkennen, aber sie schaffte es trotzdem, denn ihr Lebensmotto " Courage all the time" motivierte sie dazu.
Insgesamt war sie 5mal verheiratet, mit reichen Männern, mit einem , der sie, und den sie wirklich geliebt hat, und zweimal wohl auch wegen ihres Geldes, was ihr den Titel Prinzessin und danach den Titel einer Gräfin einbrachte.
Vom Glück verwöhnt, vom Leben gebeutelt, sie mußte ihre Kinder begraben und suchte sich danach immer wieder Ersatz. Einer davon sogar Prinz Bernhard der Niederlande, der damals noch einfach Bernilo war und der Sohn einer Freundin.
Sie lebte in New York, Paris, London, in Italien und in Deutschland und natürlich kam sie immer wieder nach Amerika zurück, besonders während der beiden Weltkriege.
Sehr gut fand ich die Auflistung aller Quellen, deren sich die Autorin bedient hat und auch die Auflistung aller Namen der berühmten Menschen, mit denen Allene Kontakt hatte.
Ein wirklich aufschlußreicher Bericht über das Leben einer sehr selbstbewußten und selbstbestimmten Frau, ein Buch, das man gelesen haben sollte.

Veröffentlicht am 05.02.2018

Hollywood, wie es begann

Der Mann, der nicht mitspielt
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Der eher erfolglose Schauspieler Hardy Engel, der aus Deutschland stammt und dort erst Polizist und dann im 1. Weltkrieg für Deutschland im Heer war, versucht sich nun als Privater Ermittler ...

Der eher erfolglose Schauspieler Hardy Engel, der aus Deutschland stammt und dort erst Polizist und dann im 1. Weltkrieg für Deutschland im Heer war, versucht sich nun als Privater Ermittler in Hollywood.
Er bekommt einen Auftrag. Dieser bringt ihm zwar eine große Liebe, entwickelt sich aber auch zum lebensbedrohenden Unternehmen für Hardy, denn er wird in hinterhältige Machenschaften hineingezogen und sein Leben ist in Folge mehr als einmal in Gefahr.
Im Epilog steht zwar, daß die Handlung fiktiv ist, aber man darf ruhig annehmen, daß es sich damals so oder ähnlich zugetragen hat.
Der Autor Christof Weigold schreibt seinen Roman so gut, daß das Lesen ein echtes Vergnügen wird. Mit viel Humor und Wortwitz beschreibt er seinen Privaten Ermittler und das Geschehen rund um die Hollywood-Bosse.
Da wird Kokain geschnupft, Heroin gespritzt, hemmungslos Alkohol trotz des Prohibitionsgesetzes konsumiert. Schöne junge Frauen fehlen natürlich ebenso wenig wie schwule Männer. Und Morde, mehr oder weniger arrangierte Unfälle und jede Menge Zufälle passieren und machen den Roman spannend.
Aber Hardy Engel hat auch Freunde und mit deren Hilfe kann er seinen Auftrag ausführen und vieles aufklären. Er bleibt dabei immer ein Mensch, der sich nicht bestechen oder unterkriegen läßt.
Auf weitere Folgen darf man freudig gespannt sein.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Das älteste Thema der Welt

Sex Story
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Ein 5 Sterne Comic ist selten, aber hier habe ich eines bekommen.
Das Thema ist wohl eines der am meisten besprochenen Sparten im menschlichen und zwischenmenschlichen Bereich.
So lustig die Zeichnungen ...

Ein 5 Sterne Comic ist selten, aber hier habe ich eines bekommen.
Das Thema ist wohl eines der am meisten besprochenen Sparten im menschlichen und zwischenmenschlichen Bereich.
So lustig die Zeichnungen auch sein mögen, sie sind völlig ernst zu nehmen.
Von Adam und Eva bis in die Zukunft wird hier mit spitzer Feder ein Faden gesponnen, der manchmal so stark gespannt ist, daß die Welt genau dieses Thema immer wieder tabuisiert hat.
Die Zeichnungen sind so witzig und treffen genau den ( G )Punkt.
Ein Memo am Ende des Buches hilft auch noch, alle ungeklärten Fragen zu beantworten.
Das Cover des Buches ist passend und schön gestaltet.
Überrascht hat mich das große Format des Buches, das dadurch aber nur gewonnen hat.
Die Autoren haben sich da wirklich etwas Tolles einfallen lassen, das sie genau so toll umgesetzt haben.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Ungewöhnlich

Der Fall Kallmann
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Hakan Nessers neuester Roman ist ungewöhnlich. Spannend, ergreifend, fesselnd.
Das Cover ist schön gestaltet, eine Flußlandschaft mit sich im Wasser spiegelnden Bäumen, dahinter Nebel, von der ...

Hakan Nessers neuester Roman ist ungewöhnlich. Spannend, ergreifend, fesselnd.
Das Cover ist schön gestaltet, eine Flußlandschaft mit sich im Wasser spiegelnden Bäumen, dahinter Nebel, von der Sonne beschienen und fast aufgelöst.
Die Schreibweise Nessers läßt den Leser bis ganz zum Schluß im Ungewissen.
Etwas schwierig vielleicht zu Beginn, bis man sich daran gewöhnt hat, daß verschiedene Romanfiguren jeweils in der Ich-Form berichten. Nach und nach werden die Berichte ineinander verwoben und ergeben die Geschichte. Man lernt die Personen besser kennen, je weiter man sich in den Roman vertieft, aber es gelingt nie ganz, einen Täter bzw. Mörder klar zu erkennen, obwohl so viele Hinweise gegeben werden.
Trotzdem ist die Abfolge der Berichte schlüssig.

Veröffentlicht am 24.06.2025

Im Museum verschollen

Im Finsterwald
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Der Roman von Marie Hermanson führt seine Leser ins Jahr 1926 in Göteborg.
Dort verschwindet ein 9jähriges Mädchen, Alice , nachdem es mit seinem Kindermädchen und seinen jüngeren Geschwistern ...

Der Roman von Marie Hermanson führt seine Leser ins Jahr 1926 in Göteborg.
Dort verschwindet ein 9jähriges Mädchen, Alice , nachdem es mit seinem Kindermädchen und seinen jüngeren Geschwistern im Naturhistorischen Museum war.
Als der Vater am Tag danach bei der Polizei eine Meldung machte, war schon sehr viel Zeit vergangen, und nachdem es Winter war, auch kalt .
Hauptwachtmeister Nils Gunnarsson nimmt sich des Falles sehr engagiert an und versucht mit Hilfe seiner Exfreundin Ellen, einer Journalistin, herauszufinden, warum Alice davongerannt ist, als es hieß, das Museum zu verlassen.
Ist Alice also noch im Museum?
Nils lässt sich durchs ganze Haus führen, auch in Räume, wo Museumsbesucher nicht hinkommen, aber vergebens, er findet keine Spur des Kindes.
Der Bruder behauptet allerdings fest, dass Alice ganz tief im Wald, im Laub, bei den Elchen sei.
Nils gibt aber nicht auf und beobachtet dabei vieles, was ihm zu denken gibt. Auch Ellen sucht die Nähe zu dem Kindermädchen und versucht, heraus zu bekommen, ob es vielleicht Gründe gibt für das Kind, sich zu verstecken.
Im Roman sind sehr viele kleine zwar eigenständige, Geschichten eingebaut, die nach und Nach Licht in die Verwirrungen um Alices Verschwinden zu bringen.
Das Cover zeigt eine Aufnahme des Museums um 1926 aus dem Wald heraus.

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