Wohlfühlroman mit Tiefgang
A Taste of Cornwall: Ein Löffel GlückMit „Ein Löffel Glück“ ist in der Reihe „A Taste of Cornwall“ von Katharina Herzog nun der zweite Band erschienen. Grundsätzlich kann man die Bände unabhängig voneinander lesen. Allerdings fand ich es ...
Mit „Ein Löffel Glück“ ist in der Reihe „A Taste of Cornwall“ von Katharina Herzog nun der zweite Band erschienen. Grundsätzlich kann man die Bände unabhängig voneinander lesen. Allerdings fand ich es schön, die Protagonisten des ersten Bandes wieder zu treffen. Das Buch ist Ende Januar im Rowohlt Verlag erschienen.
Hauptprotagonistin ist das ehemalige Model Annabelle, die ihre besten Zeiten hinter sich hat und an einem Tiefpunkt angelangt ist. Nun nimmt sie an einem Wettbewerb im TV teil, um für die neue Kochshow Dining Delights als Co-Moderatorin genommen zu werden. Dazu muss sie in ihre Heimat nach Cornwall zurückkehren. Nach mehr als zwanzig Jahren steht auch erstmals eine Begegnung mit ihrer Mutter bevor.
In dieses Buch hat Katharina Herzog sehr viel eingebaut. Obwohl es sich um einen Wohlfühlroman handelt, gibt es viele ernste Hintergrundthemen wie Essstörungen und Magerkeitswahn, um Drogen, Burnout und einiges andere. Sehr kritisch wird das Leben als Model beleuchtet. Da es um eine Kochshow geht, spielt natürlich auch das Kochen eine größere Rolle, und ich kann euch verraten, dass die beschriebenen Gerichte einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Mit dem Alpakazüchter Finn kommt auch etwas Gefühl und Romantik ins Spiel. Ich habe jetzt große Lust auf eine Alpakawanderung bekommen.
Der Schreibstil ist gut zu lesen und humorvoll. Und Cornwall wird hier sehr bildlich dargestellt, so dass man am liebsten sofort hinreisen würde. Gerne empfehle ich euch diesen Cornwall-Roman mit viel Wohlfühl-Atmosphäre und Tiefgang.
Ein wunderbares Zitat zum Abschluss (S. 228): „...Dass es okay war, wenn nicht alles an ihr glatt und kontrolliert war? Dass nicht die Perfektion liebenswert machte – sondern die Risse? Dass Schönheit nicht darin lag, eine perfekte Fassade aufrechtzuerhalten, sondern den Mut zu haben, sie loszulassen?“