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Veröffentlicht am 13.02.2026

Packender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, die in Frankreich angesiedelt ist

Der schwarze Kuss
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Mit diesem Buch legt der Autor Oliver Kohl einen ziemlich düsteren Thriller vor, der in der französischen Provinz angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Zugleich stellt ...

Mit diesem Buch legt der Autor Oliver Kohl einen ziemlich düsteren Thriller vor, der in der französischen Provinz angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Zugleich stellt das Buch den Auftakt einer Reihe da, die zunächst auf 4 Bände angelegt ist.

Als der Sohn eines einflussreichen Politikers in der Nähe von Cherondville zunächst in einen mysteriösen Verkehrsunfall verwickelt wird und anschließend aus dem Krankenhaus spurlos verschwindet, wobei in seinem Bett nur ein Haufen Asche zurückbleibt, wird Kommissar Nivet in die Region geschickt, um die örtlichen Behörden um Kommissar Morel zu unterstützen. Die beiden ungleichen Ermittler müssen sich zunächst zusammenraufen, um in dieser undurchsichtigen Gemengelage nicht den Überblick zu verlieren. Ist die Aschefrau, eine mystische Figur aus der Region, zurückgekehrt oder macht sich hier jemand diese alte Sage zunutze ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei eine ziemlich düstere Stimmung auf. Schnell entwickelt sich eine unheimliche Sogwirkung, die einen beim Lesen mit jeder Seite tiefer in den Bann der Geschichte zieht, bis sich das Geschehen schließlich in einem fulminanten Showdown entlädt und dabei eine schlüssige Auflösung präsentiert, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze zudem von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders gelungen ist dabei das Zusammenspiel der beiden gut aufeinander abgestimmten Ermittler, die sich zunächst ablehnend gegenüberstehen, dann aber doch zu einem schlagkräftigen Team zusammenwachsen. Der übliche Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine interessante Geschichte zu erzählen, die Lust auf weitere Bände macht, und zum anderen das Setting und die Protagonisten, die diese Geschichten tragen sollen, sorgfältig einzuführen, gelingt so ganz hervorragend und sorgt dafür, dass die Messlatte für die nachfolgenden Bände gleich ziemlich hoch hängt.

Wer auf eher düstere Thriller steht, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Meine Neugierde auf die weiteren Bände dieser Reihe ist auf jeden Fall geweckt.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Packender und atmosphärisch dichter Abenteuerroman über den Tiger des Indischen Ozeans

Robert Surcouf. Der Tiger des Indischen Ozeans
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Mit diesem historischen Roman legt der Autor Mac P. Lorne einen weiteren packenden Abenteuerroman um einen berühmten Seehelden vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. ...

Mit diesem historischen Roman legt der Autor Mac P. Lorne einen weiteren packenden Abenteuerroman um einen berühmten Seehelden vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. Standen bislang eher Seefahrer aus England im Mittelpunkt seiner Bücher, ist diesmal der französische Korsar Robert Surcouf an der Reihe, der sich den Beinamen „Der Tiger des Indischen Ozeans“ wahrlich verdient hat.

Die Geschichte umfasst die Jahre von 1786 bis 1827 und beschreibt den Weg von Robert Surcouf zwischen seinen Anfängen als Seefahrer und seinem Tod. Dabei wechselt das Geschehen immer wieder zwischen seiner französischen Heimat Saint Malo, in der er geboren wurde und am Ende auch gestorben ist, und dem indischen Ozean, wo er als Kapitän diverser Schiffe zum Schrecken der Engländer wird. In seinem abwechslungsreichen Leben voller Höhen und Tiefen trifft Robert Surcouf auf zahlreiche historische Figuren, wie z. B. Horatio Nelson und natürlich Napoleon Bonaparte, dessen Aufstieg und Fall er hautnah miterlebt.

Mac P. Lorne legt hier wieder eine atmosphärisch dichte und ausgesprochen gut recherchierte Geschichte vor, die er mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo vorantreibt. Mit einer ausgefeilten Mischung aus fiktiven und historisch verbürgten Protagonisten, die durchgehend sehr vielschichtig angelegt sind, hält er sich dabei zwar eng an die tatsächlichen Begebenheiten der damaligen Zeit, nutzt die durchaus vorhandenen Zwischenräume aber auch geschickt aus, füllt sie mit zahlreichen Spannungsmomenten und lässt dabei seiner schriftstellerischen Freiheit ziemlich freien Lauf, ohne dabei das Gesamtbild zu verfälschen.

Ein Personenregister, eine Karte des Indischen Ozeans auf dem Innenumschlag und die historischen Anmerkungen incl. einem Glossar am Ende des Buches runden das Ganze überzeugend ab und sind auch äußerst hilfreich, um sich im ab und an doch etwas unübersichtlichen Geschehen und dem doch recht großen Personenaufgebot zurechtzufinden.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte historische Romane mit einer satten Portion Seeabenteuer steht, wird hier erneut bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Spannender Kriminalroman aus dem hohen Norden, der mit einem gut aufeinander abgestimmten Ermittler-Team aufwartet

FriesLandRaub (Nordseekrimi)
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In ihrem elften Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Carsten Wolf und Fabiu Covaci vom LKA Kiel in ihren vierten Fall, der sie diesmal nach St. Peter Ording ...

In ihrem elften Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Carsten Wolf und Fabiu Covaci vom LKA Kiel in ihren vierten Fall, der sie diesmal nach St. Peter Ording Sylt verschlägt. Diesmal nimmt auch Carstens ehemalige Partnerin Manuela „Manu“ Kramer nach ihrer Rückkehr in den aktiven Dienst eine größere Rolle ein.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als im Inselmuseum von St. Peter Ording Alarm ausgelöst wird, findet der Wachdienst dort keinen Einbrecher vor, sondern stößt auf die Leiche des schwerreichen Unternehmers und Kunstliebhabers Alexander von Holten. Carsten Wolf und sein Team übernehmen die Ermittlungen, die sich zunächst sehr schwierig gestalten, weil zunächst kein Motiv zu erkennen ist und die Mutter des Opfers auch keine große Hilfe ist und offenbar in erster Linie den Ruf der Familie schützen will. Und Fabiu muss sich zudem seiner Vergangenheit stellen, wegen der er sich zum LKA Kiel hat versetzen lassen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils bereits aus den ersten beiden Bänden bekannt sind. Besonders das gelungene Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen Hauptermittler ist auch diesmal wieder sehr gelungen. Zudem erweist sich Manu als große Bereicherung des Teams und bekommt diesmal auch deutlich mehr Zeit und Raum, ihr Potential auszuschöpfen. Und an der schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt, und dem zugehörigen dramatischem Showdown gibt es auch nichts zu meckern, so dass mich die Autorin erstmals komplett überzeugen konnte.

Wer auf spannende Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Packender und abgründiger Thriller aus Bielefeld

Der Kissenmörder (Bajetzky & Kuper - Thriller 6)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper in ihren sechsten gemeinsamen Fall, der mich erneut überzeugen und begeistern konnte. Auch diesmal wird ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein Ermittlerduo Emma Bajetzky und Alex Kuper in ihren sechsten gemeinsamen Fall, der mich erneut überzeugen und begeistern konnte. Auch diesmal wird der Handlungsort Bielefeld gut in die Handlung eingebunden.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten fünf Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Diesmal bekommen es Emma und Alex mit einem Serienmörder zu tun, der junge Mütter zunächst auf grausame Art und Weise misshandelt und anschließend mit einem Kissen erstickt. Verstörende Kinderzeichnungen, die an den Tatorten zurückgelassen werden, deuten darauf hin, dass sich der Täter für selbst erlebte Misshandlungen rächen will und dabei immer mehr die Kontrolle über sich verliert. Und am Ende einer Liste steht ein ganz besonders Opfer.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, legt geschickt einige falsche Fährten und bietet am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Ermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht der Opfer sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über die Identität des Täters zu verraten. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der Akteure lockern das eher düstere Geschehen immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Packender und atmosphärisch dichter Horror-Thriller

Das Grauen der Abyss-Arkaden
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Mit diesem Buch legt der Autor Marshall Flynn einen spannenden und atmosphärisch dichten Horror-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Die Bezeichnung „düsteres Mysterydrama“, ...

Mit diesem Buch legt der Autor Marshall Flynn einen spannenden und atmosphärisch dichten Horror-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Die Bezeichnung „düsteres Mysterydrama“, die sich auf dem Cover findet, würde ich hier eher als Understatement einstufen.

Obwohl hier ein paar Protagonisten mitwirken, die bereits aus den anderen Büchern des Autors bekannt sind, und sich auch die eine oder andere Anspielung auf diese Bücher in der Geschichte findet, braucht man für das Verständnis keine Vorkenntnisse aus diesen Büchern. Hierbei handelt es sich eher um kleine Easter Eggs für die Stammleser.

Die Abyss-Arkaden sollen der einst so stolzen Industriestadt Wraithfield an der Ostküste wieder zu neuem Glanz verhelfen, doch der Eröffnungstag des riesigen mehrgeschossigen Einkaufszentrums, dass sich größtenteils unter der Erde befindet, endet in der Katastrophe, als es zu mehreren Explosionen kommt. Die Behörden riegeln die Arkaden hermetisch ab und der einflussreiche Investor Ambrose Virell hüllt sich in Schweigen. Doch der Bauleiter Bob Clark, dessen Frau Laura zu den Opfern zählt, gibt keine Ruhe. Nach dem alle legalen Methoden scheitern, beschließt er, in den abgesperrten Bereich einzudringen und zumindest die Leiche von Laura zu bergen. Doch ihn erwartet ein wahrer Alptraum.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und ziemlich abgründige Geschichte voran und steuert sie konsequent auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte zwar zu einem schlüssigen Ende bringt, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben, er lässt sich aber doch eine Hintertür für eine mögliche Fortsetzung offen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erleben wir die Geschichte komplett aus der Perspektive von Bob, der hier auch als Ich-Erzähler fungiert und uns hautnah an seiner Trauer und seiner Entschlossenheit, die aber nicht ganz frei von Zweifeln ist, teilhaben lässt.

Wer Spaß an packenden und actionreichen Horror-Thrillern findet, wird hier bestens bedient und spannend unterhalten.

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