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Veröffentlicht am 02.03.2026

Sehr spannend!

Happy Head
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"Happy Head" von Josh Silver ist der erste Teil einer Dilogie. Der Roman endet daher - sehr zu meinem Leidwesen - mit einem ziemlich heftigen Cliffhanger. Abgesehen von dem Cliffhanger ist der Young-Adult-Roman, ...

"Happy Head" von Josh Silver ist der erste Teil einer Dilogie. Der Roman endet daher - sehr zu meinem Leidwesen - mit einem ziemlich heftigen Cliffhanger. Abgesehen von dem Cliffhanger ist der Young-Adult-Roman, der in der nahen Zukunft spielt, aber durchaus gelungen. Für die Zielgruppe ist er meiner Meinung nach empfehlenswert.

Josh Silver hat mit dem Protagonisten Seb eine glaubwürdige Hauptfigur und Erzählstimme geschaffen. Mit ihm konnte ich mitfühlen und mitfiebern. Durch ihn und dadurch, dass er mir sympathisch war, wurde der Roman erst richtig spannend für mich.

In "Happy Head" werden 100 Jugendliche ausgewählt, an dem gleichnamigen Mental-Health-Programm teilzunehmen, denn die Jugend ist nach Meinung der Erwachsenen krankhaft negativ bzw. depressiv. Das soll durch das Programm behoben werden. Vor allem die erwachsenen Eltern sind begeistert, so auch die von Seb, die ihn zu "Happy Head" schicken. Aber wie das so ist: Nichts ist wie es scheint. Und das wird sowohl für Seb als auch für uns LeserInnen relativ schnell deutlich.

Josh Silver nimmt sich alles in allem viel Zeit, um seine Charaktere und Happy Head einzuführen. Trotzdem schafft er es, sehr früh eine leicht bedrohliche Szenerie zu entwerfen. Gerade für uns außenstehenden LeserInnen dürfte relativ schnell klar sein, dass die "Challenges" - freundlich ausgedrückt - ziemlich grenzwertig sind. Zudem steigert sich das Gefahrenpotential der Challenges, was sich irgendwann zu einem ziemlich bedrohlichen Szenario entwickelt. Spannungsspitzen sind garantiert!

Die wesentlichen Charaktere sind alle gut ausgearbeitet. Und auch wenn es wenig Abstufungen gibt - die Guten sind gut, die Bösen offensichtlich böse -, so bietet sich doch eine angenehme Bandbreite unterschiedlicher Menschen.

Mir hat außerdem sehr gefallen, wie die Liebesgeschichte eingebunden wurde. Sie entwickelt sich nachvollziehbar und ist immer wieder ein Lichtblick.

Auch wenn Josh Silver nicht gerade den subtilen Weg gewählt hat, so finde ich den Ansatz, Mental-Health- und Selbstoptimierungs-Strategien ins Extreme zu steigern und uns LeserInnen damit einen Spiegel vorzuhalten, insgesamt für gelungen.

Der Roman wird für LeserInnen ab 14 Jahren empfohlen. Ich schließe mich der Empfehlung grundsätzlich an.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Eine Hammer-Jugenddystopie, leider mit fiesem Cliffhanger

The Factory – Es gibt kein Entkommen
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Mit "The Factory - Es gibt kein Entkommen" hat Catherine Egan eine sehr spannende Dystopie geschrieben. Der Roman wird empfohlen für Jugendliche ab 13 Jahren. Ich stimme dieser Einschätzung zu.

Faszinierend ...

Mit "The Factory - Es gibt kein Entkommen" hat Catherine Egan eine sehr spannende Dystopie geschrieben. Der Roman wird empfohlen für Jugendliche ab 13 Jahren. Ich stimme dieser Einschätzung zu.

Faszinierend an Romanen wie "The Factory" ist, wie spannend Jugendliteratur sein kann. Selbst ich als Erwachsene habe mitgefiebert, wie es Asher und seinen FreundInnen wohl ergehen mag.

Zum Inhalt:

Asher wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Mutter gerät regelmäßig in Schwierigkeiten und hat einen Haufen Schulden angesammelt. Da kommt das Angebot, für viel Geld an scheinbar harmlosen Experimenten teilnehmen zu können, gerade recht. Zwar hat Ashs Großmutter Bedenken, allerdings bleibt ihnen keine andere Wahl, als das Angebot anzunehmen. In der Factory angekommen, stellt Asher fest, dass die Experimente bei weitem nicht so harmlos sind, wie sie in den verführerischen Katalogen dargestellt wurden. Gemeinsam mit seinen neuen FreundInnen versucht Asher nun, herauszufinden, was genau in der Factory vorgeht.

Meine Meinung:

Die Autorin hat entschieden, dass der 13jährige Asher die Erzählstimme sein soll. Dies ist ihr überzeugend gelungen. Asher ist ein Junge, der hohes Identifikationspotential bietet. Ich habe ihn als sympathisch empfunden und ich mochte seine Entwicklung innerhalb des Romans sehr. Ich habe ihn durchweg als glaubwürdig empfunden. Er und seine FreundInnen Faith, Vi und Troy sind mir schnell ans Herz gewachsen, so dass ich ab etwa der Mitte des Romans mitgefiebert und mitgerätselt habe, was in der Factory eigentlich genau mit den Kindern angestellt wird. Dieses Rätsel wird erfreulicherweise erst am Ende gelöst.

Die Charakterzeichnungen sind gelungen. Es gibt einige sehr einseitige Charaktere (Ashers Vater zum Beispiel), andere wiederum sind vielschichtig, was mir sehr gefallen hat.

Sehr gut gefallen hat mir aber auch, wie Catherine Egan nach und nach die Welt auferstehen lässt, in der die Menschen leben. Die Klimakatastrophe und ihre Auswirkungen werden realistisch und quasi nebenbei eingebunden. Das Leben außerhalb der Factory, der Aufbau der Städte, die Menschen, die dorthin fliehen, wo es noch halbwegs lebenswert ist - das alles sind Elemente, die nach und nach auftauchen, nie im Zentrum stehen, aber dennoch eine nachvollziehbare Welt entstehen lassen.

"The Factory - Es gibt kein Entkommen" richtet sich zwar vor allem an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene eine spannende Lektüre.

Ich hätte dem Roman gerne 5 Sterne gegeben, aber der Roman endet mit einem so fiesen Cliffhanger, dass er ohne die Fortsetzung nur wenig Sinn ergibt. Schade.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Drei interessante Essays

Verschwörungen
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Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben.

Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos ...

Drei lesenswerte Essays von Umberto Eco, die mal im engeren, mal im weiteren Sinne mit "Verschwörungen" zu tun haben.

Die Texte sind bereits aus anderen Buch-Veröffentlichungen bekannt. Wer bereits Ecos "Auf den Schultern von Riesen", "Im Wald der Fiktionen" und "Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften" gelesen hat, findet hier nichts Neues.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Umfassend und leicht verständlich geschrieben

Mehr Geld für Eltern
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Im Verlag der Stiftung Warentest ist der Ratgeber "Mehr Geld für Eltern" erschienen. Wer die Ratgeber der Stiftung Warentest kennst, weiß weitestgehend, was zu erwarten ist: fundierte, leicht verständlich ...

Im Verlag der Stiftung Warentest ist der Ratgeber "Mehr Geld für Eltern" erschienen. Wer die Ratgeber der Stiftung Warentest kennst, weiß weitestgehend, was zu erwarten ist: fundierte, leicht verständlich geschriebene Informationen zu einem bestimmten Thema. Das gilt auch für "Mehr Geld für Eltern".

Geboten werden viele Tipps und Tricks, wie Eltern Fördergelder beantragen, Steuererleichterungen erhalten und Geld sinnvoll anlegen können. Der Ratgeber setzt im Prinzip schon vor der Geburt an, weil man bereits während der Schwangerschaft erste Anträge stellen kann.

Das Buch ist klar gegliedert. Tabellen, Diagramme und andere Visualisierungen untermauern das Beschriebene. Internetlinks führen zu hilfreichen Online-Seiten. Mir gefällt das sehr.

Zwar findet man fast alle Informationen auch online, allerdings muss man sich normalerweise alles mühsam zusammensuchen. Dieser Ratgeber ist sinnvoll, weil man erstens nicht lange suchen muss (auch dank des Registers am Ende) und zweitens nicht Gefahr läuft, dass man etwas Wichtiges vergisst/übersieht.

Gut finde ich zudem, dass auch auf Themen wie Geldanlage und Versicherungen eingegangen wird. Selbst auf das Thema Erbschaft (und Erbfolgen) wird eingegangen.

Alles in allem bietet der Ratgeber einen umfassenden Überblick über Möglichkeiten für (werdende) Eltern, finanziell etwas mehr Sicherheit zu gewinnen. Aus meiner Sicht ist das Buch empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Gut recherchiert und fesselnd geschrieben

Zurück unter Mördern
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"Sie haben Menschen wie uns bespuckt, getreten, geschlagen. Sie haben unsere Geschäfte zerstört, Karrieren zunichtegemacht. Und sie haben unser Vermögen an sich gerissen. Was denken Sie? Was kommt jetzt? ...

"Sie haben Menschen wie uns bespuckt, getreten, geschlagen. Sie haben unsere Geschäfte zerstört, Karrieren zunichtegemacht. Und sie haben unser Vermögen an sich gerissen. Was denken Sie? Was kommt jetzt? Was uns bleibt, ist nur das Leben! Und ich fürchte, dass sie davor nicht haltmachen werden."

Im Jahr 1950 wird der ehemalige Jura-Student Henry Mahler beauftragt, zum einen Beweise zu finden, dass beim Verkauf der Firma der Familie Lassally während der Nazizeit nicht alles koscher war, zum anderen herauszufinden, ob der angebliche Selbstmord des Familienoberhaupts Eduard Lassally nicht doch ein Mord war.

Michael Jensens "Zurück unter Mördern" ist ein historischer Kriminalroman, der auf verschiedenen Zeitebenen spielt, um sowohl den Kriminalfall des Jahres 1950 als auch die Geschichte der Familie Lassally (und vor allem Oswald Lassallys) zu beleuchten. Herausgekommen ist eine tolle Mischung aus Gesellschafts- und Kriminalroman.

Michael Jensen gelingt es, anhand des "Einzelschicksals" der Familie Lassally/Oswald Lassallys, die Schrecken der Nazizeit aufleben zu lassen. Abseits der monströsen Zahlen wird so für uns LeserInnen erlebbar, was es bedeutete, den Nazis ausgeliefert zu sein. Jensen arbeitet gut heraus, wie tiefgreifend vernetzt und menschenverachtend das System war. Durch diese Fokussierung auf eine Familie wird die Monstrosität fassbar, fühlbar - und umso schrecklicher.

Jensen nimmt sich Zeit. seine Hauptfiguren zum Leben zu erwecken. So nimmt im ersten Drittel die Charaktereinführung viel Raum ein, was für mich die richtige Vorgehensweise war. Erst in der zweiten Hälfte des Romans wird dann richtig ermittelt - anfangs spielt zwar der Zufall eine wichtige Rolle, aber da dieser Zufall die Ermittlungen erst so richtig in die Spur bringt, war das für mich okay, zumal sich die Zufälle dann in Grenzen hielten. Im letzten Drittel wurde es dann richtig spannend - nicht im Sinne eines Thrillers, aber doch spannend genug, dass ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte.

"Zurück unter Mördern" hat mir als historischer Kriminalroman sehr gut gefallen. Michael Jensen ist ein Erzähler, der historische Fakten und Fiktion so gut vermengt hat, dass der Roman bis zum Ende glaubwürdig ist und seine LeserInnen an sich fesselt.

Empfehlenswert.

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