Der Kalendermörder
Der HeimwegJules springt für seinen besten Freund ein und übernimmt dessen Schicht beim Begleittelefon, als ein ungewöhnlicher Anruf eingeht. Die Anruferin Klara hatte eigentlich nicht vor, dort anzurufen – und sie ...
Jules springt für seinen besten Freund ein und übernimmt dessen Schicht beim Begleittelefon, als ein ungewöhnlicher Anruf eingeht. Die Anruferin Klara hatte eigentlich nicht vor, dort anzurufen – und sie ist auch nicht auf dem Weg nach Hause. Stattdessen befindet sie sich in akuter Gefahr. In den Medien ist bereits vom sogenannten Kalendermörder die Rede, und Klara ist überzeugt, dass er hinter ihr her ist.
Dank seiner Erfahrung aus dem Feuerwehr-Notdienst gelingt es Jules, fachlich ruhig und einfühlsam auf Klara einzuwirken. Schritt für Schritt beruhigt er die panische Frau und bleibt während ihrer Flucht am Telefon bei ihr. Dabei erfährt er von den grausamen Erlebnissen, die Klara in ihrer Kindheit, in ihrer Ehe und später in einer Privatklinik durchleiden musste.
Während Jules versucht, Klara Halt zu geben und sie sicher durch die Nacht zu begleiten, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Als die Verbindung plötzlich abbricht, geraten nicht nur Klaras Situation, sondern auch Jules selbst in eine gefährliche Eskalation.
Beim Lesen habe ich mich zunächst immer wieder gefragt, wann die Spannung richtig einsetzt. Rückblickend war sie jedoch von Anfang an da – nur so fein und ausführlich aufgebaut, dass man es während des Lesens kaum bewusst wahrnimmt. Mit dem unerwarteten Plot-Twist fügt sich schließlich alles zusammen, und selbst die Passagen, die ich zuvor als zu detailliert empfunden hatte, erweisen sich als notwendig. Fast mit jedem neuen Kapitel entwickelte ich eine neue Theorie – nur um immer wieder „gefitzekt“ zu werden, wie ich es gern nenne.