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Veröffentlicht am 16.05.2020

Meine Lieblinge, die Schildis

Manchmal sind es Goldstücke
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Wer diese besonderen Tiere mag, oder sogar ein oder mehrere Exemplare sein Eigen nennt, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. In vielen ernsten und lustigen Anekdoten kann man sich wiederfinden. Ich habe ...

Wer diese besonderen Tiere mag, oder sogar ein oder mehrere Exemplare sein Eigen nennt, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. In vielen ernsten und lustigen Anekdoten kann man sich wiederfinden. Ich habe mich des Öfteren köstlich amüsiert. Schildkröten, ja es sind ganz besondere Tiere, die mich immer mit ihrer Eigenart faszinieren. Umgeben von einem harten Panzer, haben sie doch ein sensibles Herz, und sind durchaus nicht so unverletzbar wie sie erscheinen.

Der Autor schildert seine Erfahrungen mit seinen eigenen Tieren, aber er berichtet auch von seinen Reisen zu den Schildkröten, die in ihren natürlichen Habitaten leben. Die vielen Erlebnisse mit den Goldstücken brachten mich beim Lesen immer wieder zum Lächeln, denn die Schreib- und Erzählweise ist einfach köstlich.

Einzig die Schilderungen zum Bau des neuen Geheges hätten für mich weniger ausschweifend ausfallen können, denn der Einkauf im Baumarkt, zum Beispiel, hat mich nicht interessiert. Hier kann jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Dafür hätten mich weitere Information zu den Schildkröten interessiert, wie Alter, Größe und Gewicht der Exemplare.

Aber dennoch habe ich dieses Buch mit großem Interesse gelesen, und ich empfehle es hier gerne weiter. Wer sich für Schildkröten interessiert, aus welchen Gründen auch immer, wird viel Lesespaß empfinden, und wird hinterher zustimmen: Schildkröten sind Goldstücke, auch wenn man bei deren Sturheit manchmal ausrasten könnte.

Hervorheben möchte ich noch das Kapitel " Perspektivwechsel ". Hier berichtet eine freilebende Schildkröte von ihren Erlebnissen. Faszinierend und packend geschrieben. Ein Lesegenuss der besonderen Art.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Zufall oder Schicksal

Mord in Barcelona
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Anfangs war ich sehr über den gemütlichen Ermittlungsstil des Comissari Soler erstaunt. Da gefiel mir die Aufklärungsarbeit seiner Schwester " Montse " schon sehr viel besser, und ich habe mich gefragt, ...

Anfangs war ich sehr über den gemütlichen Ermittlungsstil des Comissari Soler erstaunt. Da gefiel mir die Aufklärungsarbeit seiner Schwester " Montse " schon sehr viel besser, und ich habe mich gefragt, warum Vater und Schwester nicht konstruktiv zusammenarbeiten.
Im Verlauf dieser Geschichte wurde ich eines besseren belehrt, denn dieser Krimi nahm richtig " Fahrt " auf. Es gab Irrungen und Wirrungen, die meine eigenen Gedanken immer wieder durcheinander gewürfelt haben. Die Aufklärungsarbeit wurde immer präziser, und die Spannung stieg. Immer dabei die vielen schönen Plätze in Barcelona, die ich wieder mal besuchen möchte. Durch die genauen Beschreibungen der einzelnen Schauplätze hatte ich diese bildlich vor Augen, und konnte mich in das dortige Geschehen gut hineinversetzen.
Am Ende des Falls wird noch einmal das Geschehen seitens der Ermittlungsgruppe zusammengefasst. Dies fand ich sehr schön, denn es führte dazu die eigenen Gedanken zu sortieren, und die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen.

Mir hat dieser Krimi gut gefallen. Aufgrund des gemütlichen Beginns vergebe ich 4 Sterne. I
Ich bin gespannt auf den nächsten Fall mit Comissari Soler, und seiner Schwester. Vielleicht sollten dann Bruder und Schwester ein Duo bilden, gemeinsam ermitteln, und sich immer untereinander austauschen. Dazu müsste aber " Montse " erst einmal eine Ausbildung absolvieren, um im Team aufgenommen zu werden.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Die Liebe siegt

Wir zwei auf Wolke sieben
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Ich habe ein Buch gelesen, welches ein schönes Cover zeigt, einen wunderschönen Titel trägt, und das meine Erwartungen an den Roman erfüllt hat. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr ...

Ich habe ein Buch gelesen, welches ein schönes Cover zeigt, einen wunderschönen Titel trägt, und das meine Erwartungen an den Roman erfüllt hat. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten gefühlt.
Ich möchte hier weiter auf den Inhalt nicht eingehen, denn der Klappentext fasst die Handlung treffend zusammen, und den Lese-Interessierten soll ja auch die Spannung bleiben.
Durch die angenehme Schreibweise und die genauen Beschreibungen der einzelnen Protagonisten fühlte ich mich sofort mitgenommen in das turbulente Leben der Lea, deren Handlungen und Ansichten ich anfangs als sehr naiv empfunden habe. Immer dabei war eine wohldosierte Spannung, und der Humor kam auch nicht zu kurz.
In einigen Passagen ist die Handlung etwas in die Länge gezogen, dieses empfand ich aber nicht als störend. Im Gegenteil, es ist manchmal auch schön, wenn die eigenen Gedanken und Vermutungen Raum bekommen, und erst einige Seiten später bestätigt, oder widerlegt werden.
Ich kann diesen Roman Leserinnen empfehlen, die sich durch einen Liebesroman gut unterhalten lassen möchten.

Fazit: Freundschaft, Beruf und Liebe ist die Geschichte
von
Wir zwei auf Wolke sieben

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Langatmige Geschichte

Nachtwald
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Das wunderschöne Cover, mit den erhabenen Sprenkeln, die aussehen als ob das Buch ein Regenschauer abbekommen hat, und der passende Buchschnitt dazu, haben mein Interesse geweckt diesen Thriller zu lesen. ...

Das wunderschöne Cover, mit den erhabenen Sprenkeln, die aussehen als ob das Buch ein Regenschauer abbekommen hat, und der passende Buchschnitt dazu, haben mein Interesse geweckt diesen Thriller zu lesen. Die Inhaltsangabe fand ich spannend, sodass ich einen aufregenden Thriller erwartete. Leider wurde ich dahingehend aber enttäuscht. Ich las eine seltsame Familiengeschichte, die extreme Längen aufwies und die sich immer wieder in Wendungen verlor. So wurde die gesamte Geschichte immer unglaubwürdiger und verlor mehr und mehr an Spannung. Ich hatte den Eindruck, als ob die Autorin immer mehr neue Elemente eingebaut hat, um die Spannung zu erhöhen. Durch die vielen Dialoge, die die aufkeimende Spannung immer wieder relativierte, hat diese Geschichte bei mir das Genre Thriller verfehlt. Dennoch habe ich zur Unterhaltung zwischendurch diesen Roman mit Spannungseffekten, wie ich ihn bezeichnen würde, gerne gelesen. Eine Leseempfehlung kann ich nur bedingt aussprechen. Thriller-Fans könnten enttäuscht sein, aber wer an einer seltsamen Familiengeschichte Spaß hat, wird Gefallen an dem Buch finden.

Als Thriller vergebe ich 2 Sterne, als Familiengeschichte 3 Sterne. Wohlwollend runde ich meine Gesamtbewertung auf 3 Sterne auf.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Plädoyer für die Bahn

Bummelzug nach Istanbul
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Das schön gestaltete Cover machte mich sofort neugierig auf das Buch. Als ich auf der Rückseite " Bitte einsteigen " las, bin ich der Bitte sehr gerne gefolgt.

In meinen jugendlichen Jahren bin ich sehr ...

Das schön gestaltete Cover machte mich sofort neugierig auf das Buch. Als ich auf der Rückseite " Bitte einsteigen " las, bin ich der Bitte sehr gerne gefolgt.

In meinen jugendlichen Jahren bin ich sehr gerne und oft mit der Bahn gefahren. Es lag mit daran, dass mein Vater Lokführer war, und er mich schon als Kind für das Bahnfahren begeistern konnte. Im Wagon, direkt hinter der Lok mit meiner Mutter zu sitzen und zu wissen, dass mein Vater im Führerstand den Zug steuerte, machte mich unheimlich stolz. Wenn ich dann eine Strecke vorne neben ihm mitfahren durfte, dann war dies das Highlight der Zugreise. Ebenfalls begeisterten mich die vorbeirauschenden Landschaften. Daran konnte ich mich mit diesem Buch wieder erinnern, da der Autor " Tom Chesshyre " diese Eindrücke aus dem Zugabteil sehr gut geschildert hat. Gleichermaßen fand ich die Beschreibung der einzelnen Bahnhöfe, oft auch mit den historischen Hintergründen, sehr passend und verständlich erzählt. Die Erlebnisse in den einzelnen Städten waren interessant zu lesen, haben bei mir aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Gewiss lag es mit daran, dass der Erzählstil sehr " trocken " und emotionslos ist. Jede Reise wurde zwar detailgenau geschildert, konnte mich aber nicht ans Buch fesseln. So kam es, dass ich mich bei der letzten Reise schon kaum noch an den Start erinnern konnte, geschweige denn an irgendwelche Begegnungen in den Städten, oder im Zug.

Die Protagonisten Tom und Danny hatten zwar etliche Kontakte mit anderen Personen, aber deren Unterhaltungen blieben stets oberflächlich, ich würde dazu " Small Talk " sagen. Lebhafte, oder emotionale Gespräche habe ich dabei vermisst. Ebenso habe ich bei Tom und Danny so manche Begeisterung während der gesamten Reise vermisst, denn sie waren doch vor der Tour in voller Vorfreude.

Sehr gut habe ich es empfunden, dass vor jedem Kapitel eines neuen Reiseabschnittes die Reiseroute bildlich dargestellt wurde. Es dient perfekt der Orientierung.

Wer selbst einmal eine dieser Reisen unternehmen möchte wird hier Informationen finden, die durchaus interessant und brauchbar sind. Mich hat am meisten die Fahrt: " Auf dem Weg in die Alpen " interessiert. Die Fahrt ist gut beschrieben, aber selbst bei dieser Reise habe ich, bis auf wenige Abschnitte, von der Großartigkeit der fantastischen Landschaft, viel zu wenig gelesen.

Ich empfehle dieses Buch Lesern und Leserinnen, die mit dem Gedanken spielen die Routen , komplett oder teilweise, selber zu erleben. Die Informationen können dann hilfreich sein. Auch einige historische Informationen sind durchaus wissenswert. Wer aber einen fesselnden Handlungsstrang erwartet, der könnte so wie ich, etwas enttäuscht von der Gesamtheit des Buches sein.

Ich vergebe 3 Sterne

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