Unterhaltsames „Fast Food“ für den Kopf
Jünger geht immer!Worum geht es?
In „Jünger geht immer“ nimmt Ellen Berg den modernen Jugendwahn und die Tücken des Älterwerdens aufs Korn. Die 48-jährige Hauptfigur Anne findet sich in einem turbulenten Gefühlschaos zwischen ...
Worum geht es?
In „Jünger geht immer“ nimmt Ellen Berg den modernen Jugendwahn und die Tücken des Älterwerdens aufs Korn. Die 48-jährige Hauptfigur Anne findet sich in einem turbulenten Gefühlschaos zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, ihrem (Ex-)Mann und einem deutlich jüngeren, attraktiven Mann wieder. Umrahmt wird das Ganze von einem lebhaften Familiengefüge und den typischen Stolperfallen des Alltags.
Meine Meinung
Das Buch passt gut für zwischendurch. Es liest sich zwar flüssig, aber es fehlt deutlich an Substanz und hat mich nicht wirklich abgeholt. Der Schreibstil ist zwar pointiert, wirkt aber oft sehr bemüht humorvoll. Die Charaktere agieren eher wie überzeichnete Karikaturen, nicht wie echte Menschen, wodurch viele Witze vorhersehbar bleiben. Von dem anstrengenden Mutter-Tochter-Gespann über die betont coolen Teenager bis hin zu den unglaublich attraktiven Männern bedient die Autorin jedes erdenkliche Klischee und viele Stereotypen.
Für meinen Geschmack war das Gesamtpaket schlicht „too much“.
Außerdem verlässt sich die Story hier zu sehr auf unmögliche Zufälle statt auf eine stimmige Handlung.
Das Cover hingegen finde ich sehr gut gelungen und passend zur Story gestaltet.
Fazit
Ein netter Roman für den Moment, der aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Man wird nur kurzzeitig unterhalten. Wer eine leichte und anspruchslose Unterhaltung sucht, wird hier fündig – mehr aber auch nicht.