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Nicawa

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Schmerzhaft schön und voller Sehnsucht

Wild Reverence
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Ich habe Wild Reverence als Hörbuch gehört und ich habe diese Geschichte nicht einfach nur gehört, ich habe sie gefühlt. Von der ersten Minute an hat mich diese ruhige, poetische Atmosphäre eingefangen. ...

Ich habe Wild Reverence als Hörbuch gehört und ich habe diese Geschichte nicht einfach nur gehört, ich habe sie gefühlt. Von der ersten Minute an hat mich diese ruhige, poetische Atmosphäre eingefangen. Rebecca Ross schreibt so sanft und gleichzeitig so intensiv, dass sich jede Szene wie ein leises Nachhallen im Herzen anfühlt.

Wir begleiten Matilda von ihrer Geburt an. Als jüngste Göttin wächst sie in einer Welt auf, die von Machtkämpfen und Gefahren geprägt ist. Trotz dieser Härte bleibt sie unglaublich nahbar. Ihre Entwicklung war für mich eines der stärksten Elemente der Geschichte. Sie ist mutig, aber nicht unverwundbar. Stark, aber voller Zweifel. Gerade dieses Menschliche in einer göttlichen Figur hat mich tief berührt.

Die Liebesgeschichte zwischen Matilda und Vincent ist ein echter Slow Burn. Leise, sehnsuchtsvoll und voller unausgesprochener Gefühle. Es sind die kleinen Momente, die Blicke, die vorsichtigen Annäherungen und die schmerzhaften Trennungen, die diese Verbindung so besonders machen. Nichts daran ist laut, aber alles fühlt sich bedeutend an.

Auch die Welt der Götter konnte mich vollkommen einnehmen. Die verschiedenen Reiche wirken mystisch, atmosphärisch und von alten Machtstrukturen durchzogen. Regeln, Verantwortung und göttliche Hierarchien prägen das Geschehen und verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe. Dabei nimmt sich das Buch bewusst Zeit. Es ist ruhig und fast biografisch erzählt, was ich als Hörbuch besonders intensiv erlebt habe.

Für mich ist Wild Reverence eine schmerzhaft schöne, atmosphärische Romantasy, die lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Wenn das eigene Leben nicht dir gehört

Please unfollow
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In "Please Unfollow" erzählt Basma Hallak die Geschichte eines Mädchens, dessen Leben seit der Adoption öffentlich gemacht wurde. Jeder Moment, jede Emotion und jeder Zusammenbruch wurden mit einem Millionenpublikum ...

In "Please Unfollow" erzählt Basma Hallak die Geschichte eines Mädchens, dessen Leben seit der Adoption öffentlich gemacht wurde. Jeder Moment, jede Emotion und jeder Zusammenbruch wurden mit einem Millionenpublikum geteilt. Erst ein einschneidendes Ereignis reißt Sherry aus diesem Zustand heraus und konfrontiert sie mit der Frage, wer sie eigentlich ist, wenn niemand zusieht.

Besonders überzeugt hat mich die wichtige und bedrückende Botschaft des Buches. Man weiß zwar, dass Kinder von Influencerinnen und Influencern betroffen sind, doch wie weitreichend die Konsequenzen wirklich sein können, wird einem hier erst richtig bewusst. Einige Aspekte haben mich fassungslos zurückgelassen und das Thema hallt auch nach dem Lesen noch lange nach.

Sherry ist für mich eine sehr gelungene Hauptfigur. Sie wirkt glaubwürdig, verletzlich und entwickelt im Laufe der Geschichte eine Stärke, die sich authentisch anfühlt. Am Ende habe ich sie als mutig und selbstbestimmt wahrgenommen.

Gleichzeitig hatte ich beim Lesen ein zwiespältiges Gefühl. Trotz des sehr ernsten Themas wirkte die Geschichte stellenweise fast zu harmonisch. Manche Entwicklungen erschienen mir etwas idealisiert, wodurch die Schwere von Sherrys Erfahrungen nicht immer ihr volles Gewicht entfalten konnte. Gleichzeitig kann ich gut nachvollziehen, warum Basma Hallak dieses Gegengewicht gewählt hat, denn die Geschichte wäre sonst vermutlich deutlich schwerer und erdrückender ausgefallen, auch wenn diese Balance eher einer idealen als der realen Welt entspricht.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar, die Figuren insgesamt gut gezeichnet. Das Buch hat mich sowohl emotional berührt als auch zum Nachdenken gebracht, was für mich ein großes Plus ist.

"Please Unfollow" ist ein wichtiges Buch mit einer starken Aussage, das ich trotz kleiner Kritikpunkte klar weiterempfehlen würde. Eigentlich sollte es jede und jeder einmal gelesen haben.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wenn nichts ist, wie es scheint

Illusion – A Lie Worth Believing
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Schon beim ersten Anblick hat mich "Illusion – A Lie Worth Believing" von Janine Ukena angesprochen. Das Cover mit dem gesplitterten Glas und der intensiven Farbgestaltung wirkt geheimnisvoll und passt ...

Schon beim ersten Anblick hat mich "Illusion – A Lie Worth Believing" von Janine Ukena angesprochen. Das Cover mit dem gesplitterten Glas und der intensiven Farbgestaltung wirkt geheimnisvoll und passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. Auch die liebevollen Details im Inneren des Buches, wie kleine Illustrationen, haben mir richtig gut gefallen und das Leseerlebnis für mich zusätzlich aufgewertet.

Inhaltlich hat mich der Roman schnell in seinen Bann gezogen. Das Setting rund um eine spektakuläre Illusionsshow in Las Vegas fand ich außergewöhnlich und sehr atmosphärisch. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass nichts wirklich so ist, wie es scheint. Genau dieses ständige Spiel mit Wahrheit und Täuschung hat für mich einen großen Reiz ausgemacht und dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Stella konnte mich als Protagonistin schnell überzeugen. Ich fand sie sehr authentisch, mit all ihren Zweifeln, Ängsten und Hoffnungen. Viele ihrer Gedanken und Reaktionen waren für mich gut nachvollziehbar, wodurch ich mich ihr emotional nahe gefühlt habe. Levin hingegen ist eine Figur, die mich lange beschäftigt hat. Er ist charmant, geheimnisvoll und bleibt über weite Strecken schwer einschätzbar. Gerade diese Undurchschaubarkeit hat für mich die Spannung zusätzlich erhöht und gut zum Suspense-Aspekt der Geschichte gepasst.

Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gefallen. Er ist flüssig, bildhaft und schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Besonders die Szenen rund um die Show und die Bühne waren für mich sehr lebendig beschrieben und haben starkes Kopfkino ausgelöst. Ich hatte oft das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

Insgesamt war "Illusion – A Lie Worth Believing" für mich ein gelungener Auftakt einer New-Adult-Suspense-Dilogie, der mich emotional abgeholt und neugierig zurückgelassen hat. Wer Romance mit Spannung, geheimnisvollen Figuren und einer besonderen Kulisse mag, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Laut, emotional und nervenaufreibend

Heat of the Everflame
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Heat of the Everflame ist ein starker dritter Band, der die Reihe konsequent weiterdenkt. Politischer, düsterer und emotional fordernder als seine Vorgänger, mit einer Heldin, die nicht perfekt sein will, ...

Heat of the Everflame ist ein starker dritter Band, der die Reihe konsequent weiterdenkt. Politischer, düsterer und emotional fordernder als seine Vorgänger, mit einer Heldin, die nicht perfekt sein will, sondern kämpfen muss, um sich selbst treu zu bleiben.



Der dritte Band der Kindred’s Curse Saga setzt nahtlos dort an, wo der zweite aufgehört hat, und macht sehr schnell klar: Jetzt wird es ernst. Der Konflikt zwischen Mortals und Descended ist kein fernes Drohszenario mehr, sondern bittere Realität. Diem steht dabei dauerhaft zwischen allen Fronten und genau dieses Spannungsfeld trägt den Roman.

Besonders gelungen fand ich, wie sich die Welt weiter öffnet. Die Reise durch verschiedene Reiche und die Begegnungen mit anderen Crowns vertiefen nicht nur die politischen Machtstrukturen, sondern geben der Geschichte mehr Gewicht. Es geht längst nicht mehr nur um persönliche Entscheidungen, sondern um Systeme, alte Feindbilder und die Frage, ob Veränderung ohne Gewalt überhaupt möglich ist.

Diem bleibt eine Figur, die polarisiert. Sie ist stärker geworden, aber innerlich weiterhin zerrissen. Ihre Zweifel und ihr Bedürfnis, es allen recht zu machen, können stellenweise ermüden, passen aber zu ihrer Situation und machen sie menschlich. Gerade dieser innere Konflikt ist zentral für den Band, auch wenn er das Tempo im Mittelteil kurzzeitig bremst.

Luther ist für mich der emotionale Ruhepol der Geschichte. Seine Loyalität und Klarheit geben Halt, auch wenn sein eigenes Entwicklungspotenzial nicht immer voll ausgeschöpft wird. Die Dynamik zwischen ihm und Diem bleibt dennoch einer der stärksten Aspekte des Buches, weil sie weniger auf Drama als auf Vertrauen und Zusammenhalt setzt.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Zwischen Herz, Schwert und Schicksal

Blood and Steel
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„Blood and Steel“ erzählt die Geschichte von Althea „Thea“ Zoltaire, die sich gegen alle Widerstände ihren Platz als Kriegerin in einer Welt erkämpfen will, in der Frauen das Tragen von Waffen verboten ...

„Blood and Steel“ erzählt die Geschichte von Althea „Thea“ Zoltaire, die sich gegen alle Widerstände ihren Platz als Kriegerin in einer Welt erkämpfen will, in der Frauen das Tragen von Waffen verboten ist. Entschlossen, ihren Traum zu verwirklichen, stellt sie sich harten Prüfungen, gefährlichen Gegnern und ihren eigenen Zweifeln. Dabei trifft sie auf Wilder Hawthorne, den legendären Schwertmeister, dessen Vergangenheit dunkle Schatten wirft.

Mir hat besonders gefallen, wie gut Helen Scheuerer Theas Entwicklung beschreibt. Sie ist nicht die makellose Heldin, sondern jemand, der Fehler macht, zweifelt und trotzdem weitermacht. Das macht sie glaubwürdig und sympathisch. Ich mochte auch, dass sie nicht nur durch Stärke, sondern auch durch Loyalität, Empathie und Willen überzeugt.

Die Handlung hat für mich genau die richtige Mischung aus Spannung, Training, Intrigen und emotionalen Momenten. Einige Szenen gehen richtig unter die Haut, vor allem dann, wenn Thea mit sich selbst und ihren Grenzen kämpft. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und voller Atmosphäre. Man kann sich die Orte, Kämpfe und Dialoge beim Lesen richtig vorstellen. Besonders schön fand ich auch die Dynamik zwischen Thea und Wilder. Sie ist intensiv, aber nie kitschig.

Was mir etwas weniger gefallen hat, war, dass Thea in manchen Szenen sehr überschwänglich auf Wilder reagiert hat. Ihr ständiges Schmachten wirkte manchmal etwas überzogen. Trotzdem bleibt die Verbindung zwischen den beiden spannend und trägt zur Geschichte bei.

Emotional hat mich „Blood and Steel“ immer wieder überrascht. Es geht um Mut, Selbstbestimmung und darum, seinen Platz in der Welt zu finden, egal welche Regeln dagegenstehen. Ich habe beim Lesen oft mitgefiebert und mitgefühlt und finde, dass das Buch genau dadurch überzeugt.

Ich würde „Blood and Steel“ allen empfehlen, die Romantasy mit starker Charakterentwicklung, langsam aufgebauter Spannung und gut dosierter Romantik mögen. Fans von Reihen wie Throne of Glass, Fourth Wing oder Blood and Ash werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

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