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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Langsam aber mitreißend

Alle glücklich
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Dieses Buch war mein erstes von Kira Mohn und hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und ausdrucksstark. Die Geschichte ist besonders am Anfang eher ruhig und es ...

Dieses Buch war mein erstes von Kira Mohn und hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und ausdrucksstark. Die Geschichte ist besonders am Anfang eher ruhig und es geschieht nicht viel, aber durch die (oft unausgesprochenen) Emotionen und die unterliegende Spannung ist der Roman trotzdem mitreißend und irgendwie fesselnd.

Die Charaktere der vier Familienmitglieder sind sehr gut ausgearbeitet und wirken realistisch und authentisch. Obwohl ich mich mit keinem der Protagonisten identifizieren konnte, waren die verschiedenen Perspektiven doch so gut geschrieben, dass ich mit allen mitfühlen konnte. Selbst der Vater, der am Anfang sehr distanziert wirkt und ein furchtbarer Charaktere für mich war, hat viel emotionale Tiefe.
Besonders gut hat mir die implizierte Gesellschaftskritik gefallen. Das komplexe und fragile Konstrukt der vermeintlich glücklichen Familie fällt komplett auseinander, sobald die Mutter nicht mehr die nur aufopfernde Rolle einnehmen will.
Nur das Ende fand ich ein bisschen überzogen und hätte nicht so dramatisch sein müssen, aber mir hat gefallen, dass es ein offenes Ende ist.

Insgesamt auf jeden Fall zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Witzig, absurd und unkonventionell

Schleifen
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Dieser Roman ist schwer zu bewerten, da er sehr unkonventionell in der Erzählstruktur ist und teilweise nur wie eine chaotische Mischung von philosophischen Gedankenexperimenten und absurden Kurzgeschichten ...

Dieser Roman ist schwer zu bewerten, da er sehr unkonventionell in der Erzählstruktur ist und teilweise nur wie eine chaotische Mischung von philosophischen Gedankenexperimenten und absurden Kurzgeschichten scheint, aber am Ende doch irgendwie eine zusammenhängende Geschichte ergibt. Insofern ist der Titel "Schleifen" perfekt gewählt.

Obwohl es teilweise eine eher anstrengende Lektüre war, hat es mir insgesamt doch gut gefallen, hauptsächlich wegen der Absurdität und des Humors, der mich oft zum Lachen gebracht hat. Ich musste mich erst an die Mischung von echten historischen Figuren und Ereignissen mit Erfundenen gewöhnen, aber sobald man sich auf die Absurdität und Unglaubwürdigkeit einlässt, ist das Buch sehr interessant und lustig. Besonders der sprachwissenschaftliche Aspekt hat mich begeistert.

Ich denke, dass dieses Buch nicht jeden Geschmack treffen wird, denn es ist auf jeden Fall sehr speziell und ungewöhnlich, aber ich würde es trotzdem auf jeden Fall weiter empfehlen, besonders für Leute die Interesse an Sprachwissenschaft und/ oder Philosophie haben.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Spannender historischer Roman

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Jacob und Anna durch die Zeit des Ausbruchs des 30-jährigen Krieges.

Ein historischer Roman mit sehr viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail. Insgesamt ...

In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Jacob und Anna durch die Zeit des Ausbruchs des 30-jährigen Krieges.

Ein historischer Roman mit sehr viel Hintergrundwissen und Liebe zum Detail. Insgesamt hat es mir gut gefallen und ich habe einiges zu der Zeit beim Lesen lernen können. Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen und man kann richtig in die Zeit eintauchen. Die Erzählstruktur und Perspektivenwechsel sind gut gelungen und die Charaktere wirken authentisch.
Besonders mochte ich den Erzählstrang zu Anna.
Insgesamt wird hier Geschichte und Krieg auf jeden Fall nicht romantisiert, denn es wird alles so brutal und grausam dargestellt wie es war. Dadurch waren einige Passagen für mich auch ein bisschen schwer zu lesen, aber das lässt sich bei einem Roman über Krieg wohl nicht vermeiden, denn es soll ja realistisch sein.
Ich hätte mir nur noch ein bisschen mehr Emotionen gewünscht, da es teilweise doch mehr um sachliche Beschreibungen ging.
Auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch für Fans von historischen Romanen!

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Bewegende Schicksale und bedeutsame Freundschaften

Lebensbande
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Der historische Roman "Lebensbande" handelt von der Lebensgeschichte zweier Frauen, umfasst die Zeit zwischen den 1930er Jahren bis zu den 1990er Jahren und wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

Die Erzählstruktur ...

Der historische Roman "Lebensbande" handelt von der Lebensgeschichte zweier Frauen, umfasst die Zeit zwischen den 1930er Jahren bis zu den 1990er Jahren und wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

Die Erzählstruktur des Buches hat mir gut gefallen, denn es wurde von Anfang an Spannung aufgebaut. Obwohl das Buch relativ kurz ist für einen historischen Roman, hat es trotzdem geschafft mich zu berühren. Das Thema Euthanasie im dritten Reich wird oft nur beiläufig im Geschichtsunterricht erwähnt, dabei ist es so wichtig, dass es nicht in Vergessenheit gerät. Besonders gut gelungen finde ich hier, dass es einmal aus der Perspektive der Mutter eines sog. Reichsausschusskindes beleuchtet wird sowie aus der einer Krankenschwester, die mit diesen Kindern arbeitet. Mir hat auch gut gefallen, dass die meisten Charaktere "normale" Menschen waren und nicht zu den wenigen Widerstandskämpfern gehörten und auch mit den Nazis sympathisierten, so wirkte es realistisch und zeigt, wie viele Menschen auch für das Regime waren, bis es sie selber betraf. Ich finde nur, es hätte noch ein bisschen tiefer in die Themen reingehen können.

Insgesamt auf jeden Fall ein guter historischer Roman, den man nur empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Machtkämpfe, Verrat, Intrigen und Leidenschaft

Kleopatra
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Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Kleopatra VII. vom Tag ihrer Krönung bis zu ihrem Tod aus einer Ich-Perspektive. Es werden viele Seiten dieser sagenumwobenen historischen Figur beleuchtet und ...

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte von Kleopatra VII. vom Tag ihrer Krönung bis zu ihrem Tod aus einer Ich-Perspektive. Es werden viele Seiten dieser sagenumwobenen historischen Figur beleuchtet und es wird versucht den Mythos aus Filmen, Büchern und Theaterstücken zu einer menschlichen Frau zu machen.

Dem Leser wird durch die Perspektive und den Schreibstil ein sehr persönlicher Blick auf Kleopatras Leben und ihre Gefühlswelt gegeben. Da die Geschichtsschreibung hauptsächlich durch Männer dominiert wurde, ist der Mythos Kleopatra, eine der mächtigsten Frauen der Geschichte, natürlich durch die patriarchale Sicht beeinflusst, sowohl durch ihre Zeitgenossen als auch durch die Männer nach ihnen. Dieser Roman versucht ihre Geschichte durch eine neuere und feministische Sicht zu erzählen, was teilweise auch gelungen ist.

Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, aber dann war es doch spannend und interessant zu lesen und hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Sehr schön fand ich den Einsatz von Zitaten zeitgenössischer Literatur, die immer am Anfang jedes Teils einen interessanten Perspektivwechsel bildeten und teilweisen auch in den Kapiteln im Text mit eingearbeitet waren.
Die Atmosphäre und die Beschreibungen vom Leben und Alltag im alten Ägypten durch Farben, Gerüche, Geräusche etc. sind wirklich besonders gut gelungen, denn die Zeit und das Land ist beim Lesen richtig lebendig geworden und man könnte sich sehr gut hineinfühlen. Es war spannend über Kleopatras Beziehungen zu ihrer Familie, ihren Kindern, ihren Freunden, ihren Liebschaften und ihren Untertanen zu erfahren. Auch die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten hat gut funktioniert, auch wenn der Fantasy-Aspekt für mich nicht hätte sein müssen, aber es war alles in sich stimmig.
Leider fand ich es insgesamt ein bisschen zu romantisiert und verklärt. Es zeichnet ein sehr idealisiertes Porträt von Kleopatra, was dann doch wieder sehr unnahbar wirkte trotz der Ich-Perspektive und mich emotional kaum richtig berührt hat. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Realismus gewünscht und vielleicht ein bisschen weniger Fokus auf ihre Liebhaber, da es sich an manchen Stellen eher wie ein Romantasy-Roman las.

Trotzdem ist es ein empfehlenswerter Roman für alle, die sich für eine neuere Erzählung dieser Geschichte interessieren.

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